Am 26. März 1933 fand eine Zusammenarbeits-besprechung statt, wobei auf Nazi-Seite Herman Göring und auf der zionistischen Kurt Blumenfeld als Sprecher auftraten. Am 15. Mai 1935 schrieb dann auch das Blatt der SS, „Das schwarze Korps“ auf der ersten Seite:
Die Zeit dürfte nicht allzu fern sein, in der Palästina seine seit über einem Jahrtausend verlorenen Söhne wieder aufnehmen kann. Unsere Wünsche, verbunden mit staatlichen Wohlwollen, begleiten sie.
Und: Am 18. Januar 1941 wurde der deutschen Botschaft in der Türkei ein am 11. Januar ausgefertigtes Dokument zugestellt, unterzeichnet von der zionistischen Untergrundorganisation in Palästina, der Irgun Zwei Leumi, in dem es unter anderem heißt:
Der N.M.O. (Irgun Zwei Leumi), der die wohlwollende Einstellung der deutschen Reichsregierung und ihrer Behörden zu der zionistischen Tätigkeit innerhalb Deutschlands bekannt ist, ist der Ansicht, daß eine Kooperation zwischen dem Neuen Deutschland und einem erneuerten, völkisch-nationalen Hebräertum möglich wäre …
Das Dokument lief weiters auf den Vorschlag hinaus, daß Deutschland die Ausbildung und Bewaffnung der Zionisten übernehmen solle, verbunden mit dem Angebot, auf deutscher Seite am Krieg gegen England teilzunehmen. Der Sprecher dieses Angebotes hieß Yitschak Yzertinsky, ein maßgeblicher Führer der N.M.O., dessen wirklicher Name Ytshak Shamir lautete. Bereits vor dieser Dokumentsübergabe wurde von Shamir ein Bündnisangebot Ende 1940 dem deutschen Botschafter Otto von Hentig in deutscher Sprache in Ankara übergeben.
Nach der NS-Machtergreifung hatte es also eine anhaltende Fühlungnahme zwischen Nazi-Stellen und den Zionisten gegeben. Man befaßte sich dabei in erster Linie mit der Schaffung einer jüdischen Heimstätte, die von den Engländern schon durch die Balfour-Deklaration lange versprochen, aber nie erfüllt wurde. Es hatte dabei den Anschein, als könnten beide, ideologisch verwandte Teile, zu einer Gemeinsamkeit kommen.
Während das Fußvolk einander ablehnend gegenüberstand, sahen die Führer beider Bewegungen in aller Klarheit die sie verbindenden Zielsetzungen. Beide lehnten sie die Assimilation, das Aufgehen des Judentums in anderen Völkern ab, beide betrieben dessen Ausgrenzung als Vorstufe einer umfassenden Auswanderung. Nur so ist es zu verstehen, daß der Vorsitzende des „Verbandes deutscher Rabbiner“ und der Loge „B`nai B`rith, der Rabbiner Dr. Leo Baeck, Anfang 1933 in Berlin erklärte, daß die Ziele des Judentums mit denen des Nationalsozialismus identisch seien.
„Zu den bedrückendsten Episoden in der historischen Verstrickung zwischen Deutschen und Juden“, schreibt das Blatt „Die Welt“ am 5. September 1977, „gehört das Bündnis auf Zeit, das Heydrichs SD mit Aktivisten des jüdischen Zionismus pflegte. Klammer war ein gemeinsames Ziel: Die Juden sollten aus Deutschland heraus und in Palästina angesiedelt werden. Gemeinsame Gegner waren die englischen Behörden in Palästina.“
Beide Seiten arbeiteten dabei Hand in Hand. So wurden junge Juden mit Unterstützung des „Dritten Reiches“ auf landwirtschaftlichen und handwerklichen Umschulungslehrgängen in Waidhofen an der Ybbs, in Altenfelden in Oberösterreich, in Rüdnitz bei Berlin und in Schwiebichen/Schlesien auf ihr neues Leben in Palästina vorbereitet.
Zur gleichen Zeit wies die bayerische Polizei ihre Organe an, „die Tätigkeit der zionistisch eingestellten Jugendorganisationen“ liege, „im Interesse der Staatsführung“. Deshalb seien staatspolizeilich Mitglieder der zionistischen Verbände „nicht mit derjenigen Strenge zu behandeln, wie sie gegenüber den Angehörigen der deutsch-jüdischen Organisationen notwendig ist.“
Der sowjetische Historiker Prof. Dr. Grigori Bondarewski schrieb 1985 in „Verbrecherische Allianz zwischen Zionismus und Nazismus“:
1934 war der Chef der jüdischen Abteilung des SS-Sicherheitsdienstes, Baron von Mildenstein, Gast zionistischer Organisationen in Palästina. Im September/Oktober 1934 erschien in dem von Goebbels herausgegebenen Organ „Der Angriff“ eine 12teilige Beitragsfolge von Mildenstein, in der das Kolonisationsunternehmen der Zionisten gepriesen wurde. Zum Andenken an den Aufenthalt des Chefs der jüdischen SS-Abteilung in Palästina ließ Goebbels eine Medaillie anfertigen, die auf der einen Seite das Hakenkreuz, auf der anderen Seite den Davidstern zeigte [Anm. Nolde: siehe obige Abbildung].
Die Masse der nicht-zionistischen, assimilierten Juden wurde jedoch verfolgt und gemordet, Organisationen etwa wie der „Reichsbund jüdischer Frontsoldaten/RjF“ 1938 aufgelöst. Kein Wunder, war doch der „RfF“ den Zionisten alles andere als wohlgesonnen und formulierte in einer Erklärung:
Der RJF sieht die Grundlage seiner Arbeit in einem restlosen Bekenntnis zur deutschen Heimat. Er hat kein Ziel und kein Streben außerhalb dieser deutschen Heimat und wendet sich aufs schärfste gegen jede Bestrebung, die uns deutsche Juden zu dieser deutschen Heimat in eine Fremdstellung bringen will.
Die maßgeblich vom internationalen Finanzkapital finanzierten Nazis haben diesem weitgehend säkularisierten und patriotischen Judentum ein jähes Ende bereitet … und das in Kooperation mit den Zionisten.
In der BRD hat sich diese nahtlos fortgesetzt, teilweise unter Zuhilfenahme alter Nazi-Kader und deren Strukturen.
Dabei hat man die im Lande verbliebenen oder später zugewanderten Juden versucht, als „fünfte Kolonne“ für „Israel“ nutzbar zu machen. Michael Opperskalski (“Mossad – Israels Geheimagenten und Auftragskiller”) zitiert hierzu aus einer von der CIA in den 70er Jahren erstellten Studie:
Bei der Rekrutierung von Agenten und beim Beschaffen allgemeiner Informationen ist der israelische Geheimdienst stark abhängig von den verschiedenen jüdischen Gemeinden und Organisationen im Ausland.
Vor dem erwähnten geschichtlichen Hintergrund ist es nicht verwunderlich, daß sich auch Neo-Nazis bekennen offen zu ihrer Sympatie zu “Israel” bekennen, etwa die “Nationalen Sozialisten für Israel”, die auf ihren Propagandamaterial z.B. mit SS-Führer Reinhard Heydrich werben der erklärte: “Als Nationalsozialist bin ich Zionist”.
Wann bricht Deutschland diesen unseligen Pakt mit dem Zionismus? Völkischer Chauvinismus, Landraub, Vertreibung und Völkermord gehören überall geächtet, von wem auch immer derlei auch ausgehen möge. Das ist eine Lehre, die gerade wir Deutschen aus der braunen Ära zu ziehen haben.
Quellen, lesenswerte Schriften und Texte:
Wolfgang Eggert, Israels Geheimvatikan, – insbesondere Teil III -, siehe auch hier und dort
Lenni Brenner: Zionismus und Faschismus. Über die unheimliche Zusammenarbeit von Faschisten und Zionisten, Kai Homilius Verlag
Said Dudin: Bankiers, Nazis, Zionisten – Geheime Reichssache. 1933 – 8. Mai 1945. Edition Zeitgeschichte, Band 26, Kai Homilius Verlag
Burchhard Brentjes: Geheimoperation Nahost, Zur Vorgeschichte der Zusammenarbeit von Mossad und BND, Verlag Das Neue Berlin
Polkehn, Klaus: Der Zionismus im Komplott mit dem Nationalsozialismus, Klartexte 9, Freiburg 1987
Norman G. Finkelstein: Die Holocaust-Industrie – Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird
David Korn: Das Netz – Israels Lobby in Deutschland
[...] nicht auf eine humanistisch begründete Ablehnung des (lediglich benutzten) Judaismus oder gar des (von den Nazis massiv geförderten) Zionismus, sondern puren Rassismus. Es handelt sich um [...]
Die Zionistische Vereinigung für Deutschland richtet am 21. Juni 1933 an die NSDAP eine Denkschrift, in der insbesondere erklärt wird:
In der Denkschrift hieß es weiter:
Die hitler’sche Führung nahm die Orientierung der zionistischen Führer, die, mit ihrer einzigen Sorge, ihren Staat in Palästina aufzubauen, ihrem Wunsch, die Juden loszuwerden, entgegenkamen, günstig auf. Der maßgebliche Theoretiker der Nazis, Alfred Rosenberg, schrieb:
Reinhard Heydrich, der spätere „Protektor“ in Böhmen und Mähren, schrieb 1935, als er Chef des SD war, im offiziellen Organ der SS, Das schwarze Korps, einen Artikel über den „sichtbaren Gegner“, in dem er Unterscheidungen hinsichtlich der Juden anstellte:
In einem Rundschreiben der Wilhelmstraße heißt es:
Der Zionismus stand also nicht in Widerspruch zum Programm der NSDAP, deren Ziel es war, die Juden nach und nach zur Ausreise aus Deutschland zu bewegen.
Diese die vorhergehenden Maßnahmen bestätigende Direktive ist auf den Buchstaben genau befolgt worden. Aufgrund dieses privilegierten Status des Zionismus in Nazideutschland richtete die Gestapo in Bayern am 28. Januar 1938 folgendes Rundschreiben an die Dienststellen der Polizei:
Im Gegenzug zu ihrer offiziellen Anerkennung als einziger Repräsentantin der jüdischen Gemeinde bot die zionistische Führung die Aufhebung des Boykotts an, den alle Antifaschisten auf der Welt gerade zu verwirklichen suchten. Noch im Jahre 1933 begann die wirtschaftliche Zusammenarbeit: Zwei Gesellschaften wurden gegründet: die „Haavara“ in Tel Aviv, und die „Paltreu“ in Berlin.
Die Operation verlief folgendermaßen: Ein Jude, der auswandern wollte, hinterlegte bei der Wassermann-Bank in Berlin oder bei der Warburg-Bank in Hamburg einen Betrag von mindestens 1000 britischen Pfund. Mit diesem Betrag konnten die jüdischen Exporteure deutsche Waren mit der Zielbestimmung Palästina kaufen und zahlten den entsprechenden Wert in palästinensischen Pfund auf das Konto der Haavara bei der Anglo-Palästinensischen Bank in Tel Aviv. Wenn der Emigrant in Palästina ankam, erhielt er das Äquivalent des entsprechenden Betrages, den er in Deutschland eingezahlt hatte.
Mehrere spätere Premierminister Israels beteiligten sich am Unternehmen Haavara, insbesondere Ben Gurion, Mosche Scharret (der sich damals Mosche Schertok nannte), Golda Meir, die es von New York aus unterstützte und Levi Eschkol, der Repräsentant der Haavara in Berlin war. Quelle: „Ben Gurion et Shertok“, in: L’accord de la „Haavara“, S. 294; hier zitiert nach Tom Segev, aaO S. 30 und 595
Von der Operation hatten beide Seiten einen Nutzen: Den Nazis gelang es auf diese Weise, die Blockade zu brechen (die Zionisten haben sogar deutsche Waren in England verkaufen können); und die Zionisten konnten nach ihren Vorstellungen eine „selektive“ Einwanderung verwirklichen: Nur die Millionäre konnten nach Palästina einwandern (deren Kapital die Entwicklung der zionistischen Kolonien in Palästina ermöglichte).
Entsprechend den Zielen des Zionismus war es wichtiger, jüdisches Kapital aus Nazideutschland zu retten als das Leben von verelendeten, arbeitslosen oder kriegsuntauglichen Juden, die der zionistischen Unternehmung zur Last gefallen wären.
Diese Politik der Kollaboration dauerte bis ins Jahr 1941 (d.h. nach Hitlers Machtübernahme noch acht Jahre). Eichmann und Reszö (Rudolf) Kastner, Vizepräsident der zionistischen Organisation, gingen eine enge Verbindung ein. Der Eichmann-Prozeß deckte, jedenfalls zum Teil, die Mechanismen dieses sträflichen Einvernehmens auf: eines „Handels“ zwischen zionistischen Juden, die für den Aufbau des Judenstaates „nützlich“ waren (Wohlhabende, Techniker, junge Männer für die Armee usw.) und einer Masse von weniger privilegierter Juden, die den Häschern Hitlers überlassen wurden.
Hannah Arendt, in ihren Arbeiten eine der wichtigsten Verteidiger der jüdischen Sache, hat sich an dieser Debatte beteiligt und ihr das Buch „Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen“ gewidmet. Sie hat darin die Passivität, ja sogar die Komplizenschaft der Judenräte, von denen zwei Drittel von Zionisten geleitet wurden, aufgezeigt.
Im Buch „Judenrat“ von Isaiah Trunk heißt es:
Es ist bezeichnend, wenn der israelische Staatschef bei den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Warschauer Getto-Aufstandes Lech Walesa bat, Marek Edelmann, stellvertretender Kommandant der Aufständischen und einer der Überlebenden, nicht das Wort zu erteilen.
Tatsächlich hatte Marek Edelmann 1993 Edward Alter für die israelische Zeitung Haarez ein Interview gegeben, in dem er daran erinnerte, wer die wirklichen Initiatoren und Helden des Jüdischen Kampfkomitees im Warschauer Getto gewesen waren: antizionistische Sozialisten vom „Bund“, Kommunisten, Trotzkisten, Mihail Rosenfeld, Mala Zimetbaum, Marek Edelmann und eine Minderheit von Linkszionisten der Gruppen Poalei Zion und Haschomer Hatzair. Diese kämpften mit der Waffe in der Hand, so wie es die jüdischen Freiwilligen der Interbrigaden in Spanien und in Frankreich die jüdischen Mitglieder der M.O.I. (Main d’oeuvre immigré – Gastarbeiter) während der Besatzung taten.
Nahum Goldmann, Präsident der Zionistischen Weltorganisation und später des Jüdischen Weltkongresses, berichtet in seiner Autobiographie von dem dramatischen Treffen mit dem tschechischen Außenminister Eduard Benesch im Jahre 1935, der den Zionisten vorwarf, den Boykott gegen Hitler mit der „Haavara“ (dem Transferabkommen) unterlaufen und sich nicht am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt zu haben.
Die Zionistenführer setzten auf die antibritische Karte und nahmen schon 1922 mit Mussolini Kontakte auf. Dieser hatte die Zionisten nach seinem Marsch auf Rom im Oktober 1922 am 20. Dezember 1922 empfangen. Quelle: Ruth Bondy, The Emissary: a life of Enzo Sereni, S. 45
Weizmann wurde von Mussolini am 3. Januar 1923 empfangen und ein weiteres Mal am 17. September 1926. Nahum Goldmann, Präsident der Zionistischen Weltorganisation, sprach am 26. Oktober 1927 mit Mussolini, der ihm sagte: „Ich werde Ihnen dabei helfen, diesen Judenstaat zu schaffen.“ Quelle: Nahum Goldmann, aaO S. 170
Diese Kollaboration schon kam einer Sabotage des internationalen antifaschistischen Kampfes gleich. Sie ordnete die gesamte zionistische Politik dem einen Ziel unter: einen jüdischen Staat in Palästina aufzubauen. Sie wurde während des Krieges fortgeführt, selbst in der Zeit, als die Hitler’sche Verfolgung der europäischen Juden am schrecklichsten war.
Die Kollaborationspolitik erreichte 1941 ihren Höhepunkt, als die von Abraham Stern und nach dessen Tod von einem Triumvirat mit Itzak Schamir geführte extremistische, zionistische Gruppe „Lehi“ (Kämpfer für die Befreiung Israels) ein vom moralischen Standpunkt unverzeihliches Verbrechen beging: Sie feierte das Bündnis mit Hitler und Nazi-Deutschland gegen Großbritannien. Quelle: Bar Zohar, Ben Gurion, Le Prophète armée, Paris 1966, S. 99
Der bekannte sozialistische Gewerkschafter Elieser Halevi, Angehöriger des Kibbutz’ „Gueva“, enthüllte in der Tel Aviver Wochenzeitung Hotam vom 19. August 1983 ein von Itzak Schamir (der sich damals Jezernitzky nannte) und Abraham Stern unterzeichnetes Dokument, das der deutschen Botschaft in Ankara in der Zeit übergeben worden war, als der Krieg in Europa sich intensivierte und Feldmarschall Rommel bereits auf ägyptischen Boden vorgestoßen war. Darin heißt es bemerkenswerterweise:
Haarez zitiert in Ihrer Ausgabe vom 31. Januar 1983 einen mit dem Vermerk „geheim“ versehenen Brief, der im Januar 1941 von Hitlers Botschafter in Ankara, Franz von Papen, an seine Vorgesetzten gerichtet war, in dem er von den Kontakten zu den Mitgliedern der Gruppe Stern spricht. Daran angefügt ist eine Denkschrift eines deutschen Geheimagenten in Damaskus, Werner Otto von Hentig, über die Verhandlungen mit den Gesandten Sterns und Schamirs, in dem es insbesondere heißt, daß „die Zusammenarbeit zwischen der Bewegung zur Befreiung Israels und der neuen Ordnung in Europa mit einer Rede des Reichskanzlers konform” geht, in der Hitler die Notwendigkeit unterstrich, jede Möglichkeit einer Koalition zu nutzen, um England zu isolieren und Einer der historischen Führer der Gruppe Stern, Israel Eldad, bestätigt in einem in der Tel Aviver Tageszeitung Jediot Aharonot am 4. Februar 1983 erschienenen Artikel, daß diese Verhandlungen zwischen seiner Bewegung und den offiziellen Repräsentanten Nazideutschlands stattgefunden haben.
Er schreibt ohne Umschweife, daß seine Mitstreiter den Nazis erklärt hätten, daß eine Übereinstimmung der Interessen zwischen der nach deutschen Vorstellungen geschaffenen neuen Ordnung in Europa und den Bestrebungen des jüdischen Volkes in Palästina, das die Kämpfer für die Befreiung Israels repräsentierten, wahrscheinlich sei. Hier die wichtigsten Stellen dieses Textes:
Der israelischen Presse zufolge, in der zu diesem Thema ein Dutzend Artikel erschienen sind, haben die Nazis zu keinem Zeitpunkt die Vorschläge Sterns, Schamirs und ihrer Freunde ernstgenommen. Die Verhandlungen haben ein abruptes Ende gefunden, als die alliierten Truppen den Gesandten Abraham Sterns und Itzak Schamirs, Naftali Loubentchik, im Büro des nationalsozialistischen Geheimdienstes in Damaskus festnahmen. Andere Gruppenmitglieder haben ihre Kontakte bis zur Festnahme Itzak Schamirs durch die britischen Behörden im Dezember 1941 („wegen Terrorismus und Kollaboration mit dem Nazifeind“) aufrechterhalten.
Mit dieser Vergangenheit konnte Itzak Schamir israelischer Premierminister werden und ist noch heute Führer einer mächtigen „Opposition“, die erbittert darum kämpft, daß das Westjordanland weiter besetzt bleibt.
In Wirklichkeit verfolgen die zionistischen Führer trotz ihrer internen Rivalitäten ein und dasselbe rassistische Ziel: mit Terror, Enteignung oder Ausweisung alle arabischen Eingeborenen Palästinas zu vertreiben, um siegreicher Eroberer und alleiniger Herrscher zu sein.
Ben Gurion erklärte: „Begin gehört unbestreitbar dem Typus Hitler an. In seinem Traum von der Vereinigung Israels ist dieser Rassist bereit, sämtliche Araber zu vernichten, und, um dieses heilige Ziel zu erreichen, alle Mittel anzuwenden.“ Quelle: E. Haber, Menahem Begin, the man and the legend, New York 1979, S. 385
Derselbe Ben Gurion hat niemals an eine Koexistenz mit den Arabern geglaubt. Je weniger Araber es in den Grenzen des zukünftigen Staates Israel gäbe, desto besser wäre es. Er sagt dies nicht ausdrücklich, doch der Eindruck, den man aus seinen Reden und Bemerkungen gewinnt, ist klar: Eine große Offensive gegen die Araber würde nicht nur deren Angriffe zum erliegen bringen, sondern würde auch ein Maximum der arabischen Bevölkerung im Staate reduzieren.
Beim Eichmann-Prozeß in Jerusalem mahnte der Oberstaatsanwalt die Geschworenen:
Dieser hohe Justizangestellte stützte sich in der Tat auf die geltende Doktrin der zionistischen Bewegung: Ihr Ziel war es nicht, Juden zu retten, sondern einen starken jüdischen Staat aufzubauen. Am 2. Mai 1948 präsentierte der in Sachen der displaced persons beauftragte Rabbi Klaussner vor der amerikanisch-jüdischen Konferenz einen Bericht:
Es hat diese Einschüchterungen und Zwänge in etlichen Varianten gegeben.
Um die Engländer in ein schlechtes Licht zu setzen, schreckten die zionistischen Führer der Haganah (deren Chef Ben Gurion war) nicht davor zurück, am 25. Dezember 1940 auf ein im Hafen von Haifa liegendes Schiff, das von Hitler bedrohte und von den Engländern gerettete Juden transportierte, die weiter auf die Insel Mauritius gebracht werden sollten, einen Bombenanschlag auszuführen, bei dem 252 Juden und Angehörige der englischen Mannschaft starben.“ Dr. Herzel Rosenblum, Chefredakteur von Jediot Aharonot, hat dies 1958 aufgedeckt. Die Rechtfertigung für die Tat wird im November 1958 in der Zeitschrift Jewish Newsletter, New York, gegeben.
Yehuda Bauer bestätigt diese „Sabotage“ der Haganah und die Zahl der Opfer in seinem Buch „Juifs à vendre“. Yehuda Bauer „Juif à vendre“, Paris 1996, S. 84
Ein weiteres Beispiel: der Irak, dessen jüdische Gemeinde (110 000 Personen im Jahre 1948) im Lande verwurzelt war. Der Großrabbiner des Irak, Khedouri Sassoon, hatte erklärt:
Da begannen 1950 die israelischen Terroraktionen in Bagdad. Angesichts der Zurückhaltung der irakischen Juden, sich in den Listen für die Auswanderung nach Israel einzuschreiben, leisteten die israelischen Geheimdienste mit Bomben Überzeugungsarbeit und machten ihnen klar, in welcher Gefahr sie sich befänden… Beim Angriff auf die Schem-Tov-Synagoge wurden drei Personen getötet und Dutzende verletzt. Und so begann der Exodus mit dem Namen ’Operation Ali Baba’.“ Quelle: Ha’olam hazeh vom 20. April und 1. Juni 1966 und Jediot Aharanot vom 8. November 1977
Das ist geltende Doktrin des Zionismus, seit Theodor Herzl, der den Juden nicht länger durch die Religion, sondern durch die Rasse bestimmt sieht.
Der Artike1 4b des Grundgesetzes des Staates Israel (Israel hat keine Verfassung), der das „Rückkehr-Gesetz“ (aus dem Jahre 1950) definiert, legt fest: „Jude ist, wer von einer jüdischen Mutter geboren oder zum Judentum übergetreten ist.“ (Rassisches oder konfessionelles Kriterium) Quelle: Klein, L’Etat juif, Ed. Dunod Paris, S. 156
Das lag genau auf der Linie der Gründungsdoktrin Herzls. Unaufhörlich kommt er in seinen Tagebüchern darauf zurück. 1895 wird er einem deutschen Gesprächspartner gegenüber genauer: „Ich verstehe den Antisemitismus. Wir Juden haben uns, wenn auch nicht durch unsere Schuld, als Fremdkörper inmitten verschiedener Nationen erhalten.“ Quelle: Diaries [Tagebücher], S. 9
Ein paar Seiten weiter wird er noch deutlicher:
Das Ziel war tatsächlich ein gemeinsames: die Juden in einem Weltghetto unterzubringen.
Am 31. August 1949 erklärte Ben Gurion vor einer amerikanischen Reisegruppe: „Obwohl wir unseren Traum, einen jüdischen Staat zu erschaffen, erfüllt haben, stehen wir immer noch am Anfang. Es gibt heute nur 900 000 Juden in Israel; die Mehrheit der Juden lebt noch immer im Ausland. Unsere Aufgabe für die Zukunft wird es sein, alle Juden nach Israel holen.“
Selbst mit dem Schreckensregime Hitlers ging der Traum Ben Gurions nicht in Erfüllung. Unter den jüdischen Opfern des Nazismus, die zwischen 1935 und 1943 ins Ausland flüchteten, gingen nur 8,5 Prozent nach Palästina. Die Vereinigten Staaten begrenzten ihre Aufnahme auf 182 000 (weniger als 7 Prozent) und England auf 67 000 (weniger als 2 Prozent). Die große Mehrheit fand in der Sowjetunion Zuflucht. Quelle: Institute for Jewish Affaires von New York, zit. nach Christophe Sykes, „Crossroads to Israel“, London 1965, und Nathan Weinstock, „Le Zionisme contre Israel“, S. 146
Ein typisches Beispiel für Geschichtsfälschung durch offizielle Historiker liefert uns das letzte Buch von Yehuda Bauer, Mitarbeiter am Institut für jüdische Zeitgeschichte. Es heißt „Freikauf von Juden?“ und trägt den Untertitel „Verhandlungen zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und jüdischen Repräsentanten von 1933 bis 1945“. Yale University Press 1994; in Frankreich unter dem Titel „Juifs à vendre“ bei Liana Levi Paris 1996 erschienen.
Das Werk hat mit seinen 523 Quellenangaben auf 49 Seiten, seiner Bibliographie, seinem gesamten Apparat den äußerlichen Anschein einer wissenschaftlichen Arbeit. Doch der Schein trügt, denn bestimmte Quellen, die das gleiche Thema behandeln und die der Autor kennen muß, werden verschwiegen, sicherlich weil sie seiner These widersprechen, mit der er beweisen will, wie fürsorglich die ärmsten Juden durch die zionistische Führung betreut wurden, um sie den Klauen Hitlers zu entreißen, wobei auch sie Selektionen vornahmen. Siehe S. 61 im Buch Tom Segevs (Seitenangabe bezieht sich auf die französische Ausgabe)
Was die Zeugnisse zu Ben Gurions Haltung anbelangt, gibt es keinen Hinweis auf die berühmte, obwohl doch apologetische Biographie von Ben Zohar, die weder in der Bibliographie, noch im Index aufgeführt ist. Ben Gurion, le prophète armée, Ed. Fayard 1966
Es ist sicherlich Ben Gurions Anerkennung der Haavara, sein Prinzip der selektiven Rettung der nach Palästina zu holenden Juden, seine Einschätzung Schamirs als „dem Typus Hitler angehörig“, die dieses Buch aus dem historischen Blickwinkel Bauers treten läßt. Die Arbeiten Yvon Gelbners, obwohl in Yad Vashem Studies aufgeführt, werden aus den gleichen Gründen ebenfalls nicht erwähnt. Yad Vashem Studies, Bd. 12, S. 189
Und dies, obwohl diese Arbeiten doch der geistigen Familie des Zionismus entstammen. Hier eine weitere von vielen „Versäumnissen“: Das Buch „Die siebte Million“ von Tom Segev, der auch an der hebräischen Universität in Jerusalem studiert hat und derzeit Kolumnist bei Israels größter Zeitung, Haarez, ist.
Genau so wenig wird in den sieben Zeilen, die der Irgun Zvai Leumi gewidmet sind, von der Feindschaft dieser Organisation im Jahre 1944 England gegenüber gesprochen (nicht einmal in einer Fußnote). Nicht der geringste Hinweis auf ihre Kollaborationsvorschläge an Hitler aus dem Jahr 1941, deren Autoren, u.a. Schamir, natürlich auch nicht genannt werden. (Und das in einem Buch, das die Verhandlungen zwischen Nazis und Juden zum Thema hat!)
Das Buch Hannah Arendts über das nämliche Problem, „Eichmann in Jerusalem“, und ihr hartes Urteil über die „Judenräte“ in ihrem Verhältnis zu den Nazis werden in Bibliographie wie Index übergangen. Das gleiche gilt für das Buch Marek Edelmanns, dem stellvertretenden Kommandanten des Warschauer Ghettoaufstandes, der natürlich nicht in seiner „Helden“-Liste vertreten ist, wohl aber Rudolf Kastner, obgleich dieser sich „schuldig gemacht hat, Nazis der Justiz entzogen zu haben“, wie es Bauer selbst sagt, und der sich des größten ungarischen Rüstungsunternehmens, Weiss, bemächtigt hat, was für Hitler von Interesse sein sollte.
Bauer stellt eine Aufzählung von „Verhandlungsführern“ auf, die mit Hitler Kontakt hatten, und sagt von ihnen (auf S. 352): ,“Alle waren sie Helden“ und (auf S. 354): „Alle verdienen sie Anerkennung“, ohne im geringsten die im Kampf gegen den Faschismus gefallenen jüdischen Widerstandskämpfer zu würdigen, angefangen von den Freiwilligen der Interbrigaden im Kampfe gegen den Hitlerverbündeten Franco bis zu den Résistance-Kämpfern vom M.O.I. (Main d’oeuvre immigré – Gastarbeiter) in Frankreich und den Märtyrern des Warschauer Ghettos.
Doch abgesehen von der Frage, was man von einem Wissenschaftler zu halten hat, der sich eine solche Verzerrung des Reellen leistet, von einem offiziellen Historiker, der jede Verhandlung mit Hitler rühmt oder rechtfertigt (aber wichtige davon verheimlicht): Was soll man von der politischen und moralischen Prämisse sagen, Helden seien allein die, die mit Hitler verhandelt haben, und nicht etwa diejenigen, die ihn mit der Waffe in der Hand bekämpft haben!
Und so sind auch all die keine „Helden“, die den Boykott Hitlers auf globaler Ebene propagiert haben und deren strategische Bedeutung Bauer herunterspielt, indem er nur auf die wirtschaftlichen Beziehungen Nazideutschlands und Palästinas (von den „Verhandlungsführern“ der Haavara–Boykottgegnern – bevorzugt) eingeht.
Das Ziel des Buches besteht darin, eine fundamentale Wahrheit zu verschleiern: daß es nicht das Hauptanliegen der zionistischen Führung zur Zeit der Herrschaft Hitlers war, Juden vor der Nazihölle zu retten, sondern, gemäß dem Plan des von Herzl gegründeten politischen Zionismus, einen „mächtigen Judenstaat“ zu gründen. Entsprechend erforderte dieses Programm, daß man bei jeder Verhandlung „nützliches Menschenmaterial“ (das Kapital oder technische bzw. militärische Kompetenz nach Palästina bringen sollte) für die Einwanderung selektionierte und man sich nicht mit dem Schicksal der Ärmsten (Alte, mittellose Einwanderer oder von der schlechten Behandlung in den Lagern Erkrankte) erweichen lasse, die eine Last und für den Aufbau des Bollwerks nicht von Nutzen gewesen wären.
Die zweite Hauptthese Bauers will uns glauben machen, daß Hitler, der seine Hauptstreitmacht im Osten zum Einsatz brachte und einen Separatfrieden mit den USA und sogar mit England suchte, um, ohne an zwei Fronten kämpfen zu müssen, die Herrschaft über ganz Europa absichern zu können, „einen Krieg gegen die Juden“ und nicht vor allem gegen den Kommunismus führte. (S. 72) „Alle Historiker sind sich darin einig, daß Himmler lieber einen Separatfrieden mit dem Westen wollte, um all seine Kräfte gegen die bolschewistische Bedrohung einzusetzen. Von Papen glaubte fest an eine zukünftige Verständigung mit den Vereinigten Staaten, um den Kommunismus aufzuhalten.“ (Bauer, S. 189)
Die „Verhandlungen“ zwischen den Zionisten und den Nazis hatten genau dieses Ziel, weshalb Bauer auch gezwungen ist, es anzuerkennen und es sogar oft zu wiederholen: Hitler gestattete Himmler, mit den Zionisten zu verhandeln.
In einer persönlichen Note Himmlers vom 10. Dezember 1942 heißt es: „Ich habe den Führer danach gefragt, was er davon hielte, die Juden gegen ein Lösegeld freizulassen. Er hat mir Vollmacht für Operationen dieser Art gegeben.“ (Von Bauer auf S. 148 zitiert.)
Die Wirtschaftsbeziehungen und der „Handel“ hatten einen tieferen politischen Grund als von Bauer selbst eingestanden: „Die jüdischen Verbindungen zu nutzen, um mit den Westmächten in Kontakt treten zu können.“
Diese Besorgnis beherrscht alle anderen; die Nazis wußten um das Gewicht der zionistischen Lobby bei den westlichen Führungen. „Die Nazis wußten, daß – im Gegensatz zu den Russen – die Regierung ihrer Majestät und die der USA die politische Schwäche hatten, dem Druck der Juden ausgesetzt zu sein.“ (Von Bauer auf S. 260 zitiert.)
Die Naziführer hatten leichtes Spiel, ihren Antisemitismus zurückstellen zu können: „Ende 1944 wurde es offensichtlich, daß Himmler Kontakte zum Westen herstellen wollte, wobei er sich zu diesem Ziel u.a. der Juden bedienen wollte.“ (Bauer, S. 326)
Die zionistische Führung spielte diese Vermittlerrolle ausgezeichnet.
Die zionistischen Führer (von denen alle in den israelischen Regierungen an die Macht gekommen sind, einschließlich derer, die Hitler 1941 ihre Zusammenarbeit angeboten hatten, wie Schamir) dachten von Anfang bis Ende nur an den Aufbau eines starken Staates in Palästina, indem sie „nützliches Menschenmaterial“, ersatzweise weniger leistungsfähige Juden, dort hinbrächten, jedoch nie an die gemeinsame Verantwortung aller Widerstandskämpfer, als ob die Nazis keine anderen Feinde und Opfer gehabt hätten als die Juden und es nur darum gegangen wäre, Juden zu retten.
Selbst die Engländer waren am Ende darüber empört, daß die Zionisten das Leid von fünfzig Millionen Opfern des Hitlerismus nicht sehen wollten und ausschließlich für die Juden um Rettung riefen und hier wiederum nicht aller, sondern vor allem jener, die bei der Schaffung eines starken Staates in Palästina behilflich sein könnten.
Als Hitler mit seinen Verbündeten die absolute Mehrheit im Reichstag erhielt, kam Hilfe für sein Rüstungsprogramm von den Leuten des Dollars, des Pfunds und des Franken. Die Aufrüstung ist zu großen Teilen von den amerikanischen, englischen und französischen Konzernen finanziert worden.
So z.B. vom amerikanischen Chemie-Riesen Dupont de Nemours und vom englischen Konzern Imperial Chemicals Industry, die den IG-Farben-Konzern subventionierten, mit dem sie sich den Sprengstoff- und Schießpulver-weltmarkt aufteilten, und der New Yorker Dillon-Bank, die die Vereinigten Stahlwerke subventionierte. Andere deutsche Konzerne wurden von Morgan, Rockefeller usw. unterstützt.
Auch beteiligten sich die englische und die amerikanische Zentralbank an dem Komplott, das Hitler an die Macht bringen sollte.
Mehr zum Aufbau und der Finanzierung von Kriegsgarant und Feindbild Hitler lesen Sie u.a. auf S. 64ff in “Banken, Brot und Bomben II”, 2. Aufl. (Stefan Erdmann), “Israels Geheimvatikan, Band III” (Wolfgang Eggert) und sehr ausführlich in “Das schwarze Reich” (E.R. Carmin), insbesondere S. 202ff und u.a. Anm. 268 sowie “Wall Street and a Rise of Hitler” (Anthony C. Sutton).