Ludwig Watzal von der SPD nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat das Buch von Prof. Israel Shahak “Jüdische Geschichte, Jüdische Religion” (erhältlich im SEMIT-Verlag) ausführlich besprochen und gewürdigt:
Israel Shahak gehört zu den außergewöhnlichsten Persönlichkeiten in Israel. Als Kind ging er durch die Hölle von Bergen-Belsen und emigrierte nach dem Ende der Nazi-Barbarei nach Palästina. (…)
Sein direktes gesellschaftspolitisches Engagement begann 1965 als er Augenzeuge wurde, wie ein ultrareligiöser Jude die Erlaubnis verweigerte, sein Telefon am Sabbat zu benutzen, um einen Rettungswagen für einen Nicht-Juden herbeizurufen. Shahak wandte sich an das Rabbinische Gericht in Jerusalem, um dessen Meinung zum Verhalten des ultrareligiösen Juden einzuholen. Das Gericht erklärte, dass der Jude nach den Religionsgesetzen richtig, ja sogar fromm gehandelt habe.
Dieser Zwischenfall machte ihn stutzig gegenüber seiner eigenen Gesellschaft, insbesondere dem Judentum. Hinzu kam seine antizionistische Einstellung. Sie hat ihn vor vielen Fehlbeurteilungen israelischer Politik bewahrt.
Schon frühzeitig kämpfte er gegen jede Art von Diskriminierung von Nicht-Juden, insbesondere von palästinensischen Israelis und Palästinensern in den von Israel besetzten Gebieten. Er war jahrelang Vorsitzender der Liga für Menschenrechte. In den letzten Jahren hat er sich dem Studium der jüdischen Religion gewidmet und insbesondere ihre Interpretation durch die Orthodoxie scharf verurteilt.
In ihr sieht er die Wurzeln für den Rassismus gegenüber allen Nicht-Juden und auch die Ursache für den Mord an Ministerpräsident Yitzhak Rabin. Der Fundamentalismus in Israel hat seine Wurzeln in den orthodoxen Glaubensvorstellungen. In seinen beiden Büchern weist er dieses nach. Nur wenige außerhalb Israels sind jedoch darüber informiert.
—> Weiter lesen
„SEMIT – unabhängige jüdische Zeitschrift“, Nr. 01/2010, Seite 36:
Israel Shahaks Buch („Jüdische Geschichte, Jüdische Religion“) ist inzwischen zu einem Muss-Buch geworden, für jeden der sich mit der ethischen und moralischen Situation in Israel beschäftigt. Er führt die heutige Grausamkeit nicht zuletzt auf die Quellen des Judentums zurück.
Die zionistische “Jüdische Allgemeine” bestätigt, daß Zionismus und jüdische Religion zusammengehören: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/8340/
[...] das nicht nur wegen der Tatsache, daß sowohl Zionisten, sondern auch antizionistische Juden wie Israel Shahak und Ex-Juden wie Gilad Atzmon darauf verweisen, daß Zionismus und Judentum eins sind, weshalb [...]