Zur Diskussion gestellt …
Gilad Atzmon (bekennender “Ex-Jude”) im Interview mit Thomas Immanuel Steinberg:
Warum haben Sie 1994, im Alter von 31 Jahren, Israel verlassen?
Damals war der Oslo-Optimismus auf dem Höhepunkt. Doch Oslo diente nicht der palästinensichen Sache. Da erkannte ich, daß die Israelis keine Partner für den Frieden sind. Heute, nach sechzig Jahren – nach vierzig Jahren brutaler Besatzung nehmen sie nicht einmal ihre Ursprungssünde wahr: die Besetzung fremden Landes zugunsten eigener nationaler Bestrebungen. Jetzt bin ich Brite.
Ist Großbritannien denn besser als Israel?
Ein Unterschied: In Großbritannien gibt es eine starke Opposition gegen die Politik, gegen Blair. Er wird, Inshallah, in Den Haag verurteilt werden, mit Unterstützung der Briten, die gegen Krieg sind. In Israel dagegen gibt es nicht eine einzige politische Partei, die das Verbrechen gegen die Palästinenser eingesteht, die das klare Recht der Palästinenser auf Rückkehr anerkennt.
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Thomas Immanuel Steinberg im Interview mit dem Muslim-Markt:
Herr Steinberg, Sie sind Jude, der Muslim-Markt sind Muslime, haben Sie keine Berührungsängste bei solch einem Interview?
Ich bin zum Teil jüdischer Abstammung, aber ich bekenne mich nicht zum Judentum. Ich bin also kein Jude. Ich habe keine Angst vor Auseinandersetzungen mit irgendeiner religiös gebundenen Gemeinschaft.
Orthodoxe Juden werden Sie jetzt darauf hinweisen, dass Sie zwar das Judentum verlassen haben, aber das Judentum Sie nicht verlässt. Glauben Sie, dass das Judentum eine Religion wie jede andere ist, zu der man sich bekennen kann oder auch nicht?
Auf zwei Aspekte Ihrer Frage will ich eingehen. Zum einen: Alle Gemeinschaften versuchen, Mitgliederverlust zu verhindern. Nach katholischer Auffassung zum Beispiel ist man Katholik von der Taufe bis zur Bahre. Zum andern: Antisemiten vermochten, Leute in gewissem Sinne zu judaisieren. Das haben die Nazis gezeigt, etwa am konfessionslosen Jean Améry. Neben dem Bekenntnis gibt es die gesellschaftliche Zuordnung zu einer Gruppe oder Gemeinschaft. Deshalb teilen viele Nicht-Juden, die von Juden abstammen, die Angst vor Antisemiten mit Juden. Durch äußere Zuordnung allein werden Nicht-Juden aber nicht zu Juden.
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Weitere interessante Texte zum Thema von Israel Shamir, Israel Shahak und Tom Segev:
http://www.israelshamir.net/German/German21.htm
http://www.israelshamir.net/German/German30.htm
http://www.israelshamir.net/German/German26.htm
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_Israel_juedische/israel_shahak.htm
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Shahak/israel_shahak_leserbriefe.htm
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_Israel_juedische/segev_tom_erfindung_juedisches_volk.htm
[...] daß sowohl Zionisten, sondern auch antizionistische Juden wie Israel Shahak und Ex-Juden wie Gilad Atzmon darauf verweisen, daß Zionismus und Judentum eins sind, weshalb Antizionismus auch die religiöse [...]