Es lohnt, über den Tellerrand des weltlichen Alltags hinauszuschauen, seinen Horizont zu erweitern. Dazu ist im Kopp-Verlag eine DVD erschienen, die u. a. ein Interview mit dem Medium Pascal Voggenhuber enthält:
Gibt es ein Leben nach dem Tod? Wohin geht der Mensch, wenn er stirbt? Wie sieht die Welt drüben aus? Gibt es ein Wiedersehen mit Verwandten und Freunden? Zwei Drittel aller Deutschen glauben an ein Jenseits und an die Reinkarnation. Die meisten Kulturen im asiatischen und arabischen Raum gehen von der Wiedergeburt aus. Nur in der westlichen Welt sind das Sterben, der Tod und das Jenseits noch weitgehende Tabuthemen. Welche Rolle spielen dabei die Kirchen?
(…) Pascal Voggenhuber ist das bekannteste und jüngste Medium im deutschsprachigen Raum. Er lebt in der Schweiz und hat schon vielen verzweifelten Menschen geholfen, Kontakt zu Verstorbenen aufzunehmen: trauernden Eltern, die ihre Kinder auf tragische Weise verloren, Angehörigen und Freunden von Selbstmördern, deren drängende Fragen niemand vorher beantworten konnte. Er arbeitet auch mit der Schweizer Polizei zusammen. Durch seine Hilfe wurden bereits einige Mord- und Unglücksfälle aufgeklärt.
Pascal Voggenhuber nimmt auch zum Tod Uwe Barschels Stellung. Das Medium schließt nicht aus, dass der ehemalige CDU-Politiker Barschel im Jenseits keine Ruhe gab, bis sein Fall wieder neu aufgerollt und untersucht wurde. Voggenhuber ist davon überzeugt, dass Verstorbene nicht selten aus triftigen Gründen versuchen, Einfluss zu nehmen auf die irdische Welt.
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Zum Thema:
http://detlefnolde.wordpress.com/2009/10/04/paul-meek-ewiges-leben/
In Deutschland war es Rudolf Steiner (1861-1925), der, von Kindheit auf begabt mit der Gabe des Hellsehens, den Gang des Menschen zwischen Tod und neuer Geburt ausführlich beschrieben hat.
Nun gab und gibt es auch heute noch Menschen, die das können – sogar bei uns (in vielen anderen Ländern gilt das als normal). Steiner aber, der Naturwissenschaften studiert und darin promoviert hatte, stellte erstmals eine Verknüpfung zwischen Hellesehen und Wissenschaft her, d.h. er beschrieb allgemeingültige Methoden, die Menschen unseres Kulturkreises befähigen, derartige Fähigkeiten zu entwickeln. Der Ausgangspunkt ist das Denken.
Was im Besonderen den Gedanken der Reinkarnation betrifft, so wissen wohl die wenigstens, daß dieser Gedanke im deutschen Kulturleben fast durchgehend vertreten wurde, am klarsten in Lessings Spätwerk von der “Erziehung des Menschengeschlechts”. Die deutsche Prägung unterscheidet sich wesentlich von der fernöstlichen, wie sie über angloamerikanische Modeströmungen auf uns gekommen ist, aber auch von der naturvölkischen.
Letzterer zufolge verkörpern sich die Verstorbenen bereits in der zweiten Generation wieder, und zwar in derselben Familie, also auch meist am selben Ort. Eine kulturelle Evolution ist dadurch kaum möglich; diese geschah erst durch die physische Zwangsverschleppung der Neger nach Amerika.
Die traditionell fernöstliche Anschauung findet im starren Karmagedanken, im Kreislaufdenken und in der Erdfeindlichkeit ihre Begrenzung: Inkarnation gilt als ein Unglück; das “Rad der Wiedergeburten” ist möglichst anzuhalten.
Nur die deutsche Wiederverkörperungs-Idee bezieht den Fortschritt ein. Lessing zufolge braucht ein Mensch viele Leben, um sich zu vollenden, und so sah es Steiner auch. (Entgegen einem Vorurteil knüpfte Steiner überhaupt an deutsche Traditionen an: an Goethe, an Novalis, und vor Allem an die Philosophie des Deutschen Idealismus.) Interessant sind die Lebensläufe über mehre Inkarnationen, die Steiner für viele bedeutende Menschen beschrieben hat, so für Nietzsche (das war ein asketischer Mönch), Marx und Engels (waren Raubritter), Franz Schubert (war ein muslimischer Militär), usw.
Besonders während des ersten Weltkrieges, aus Anlaß der Soldatenschicksale, hat Steiner auch viel über die Stationen des Weges der Seele nach dem Tod gesprochen, und wie man mit den Verstorbenen in Verbindung tritt. Hier ist allerdings auch zu warnen: es sind oft allzu egoistische Gründe, die einen den Kontakt ersehnen lassen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens auch die Lebensgeschichte des Pfarrers Johann Friedrich Oberlin. Bald nach dem Tod seiner Frau hatte er mit ihr für längere Zeit nächtliche Begegnungen, wobei er Hilfe auch für die alltäglichen Dinge erfuhr, vor Allem aber auch detaillierte Kenntnisse über die jenseitige Welt erlangte.
Einiges habe zum Thema habe ich noch hier veröffentlicht: Hitlers okkulte Biografie.
Ich danke Dir für Deinen interessanten Kommentar. Was Rudolf Steiner betrifft, da habe ich zumindest mit seinen Schulen bzw. heutigen Nachfolgern meine eigenen Erfahrungen gemacht, die alles andere als positiv waren, was ich in diesem Beitrag verarbeitet habe.