Jury Winterberg: Der Rebell – Odfried Hepp: Neonazi, Terrorist, Aussteiger

„Treue entschuldigt nicht alles: Dem Ärgsten treu zu sein, wäre schlimmer, als sich von ihm loszusagen.“ (Aristoteles)

Der Rebell – Odfried Hepp: Neonazi, Terrorist, Aussteiger

von Jury Winterberg mit Jan Peter 1

Kommentar zum Buch

Der Spiegel nannte Odfried Hepp den „Chefdenker der Neonazi-Szene“. Als er 1985 verhaftet wurde, war er einer der meistgesuchten Terroristen der Welt. Hepp hatte hohe Funktionen in der „Wiking-Jugend“ inne und kennt alle bekannten Nationalsozialisten. Ursula Müller, Peter Naumann, Manfred Roeder und Wolfgang Nahrath seien stellvertretend für viele andere genannt. Wenn er eines war, dann kein Mitläufer.

Odfried Hepp schließt sich voller Idealismus der Wehrsportgruppe Hoffmann an. Im Libanon muß er jedoch erkennen, daß es – so zumindest seine Wahrnehmung – dem „Chef“ vor allem um seine eigenen Geschäfte als um eine politische Vision geht. Er hat sich vermutlich von den Medienberichten über die politischen Intentionen Hoffmanns in die Irre führen lassen. Eines Tages gelingt ihm die Flucht aus dem Lager.

Wieder in der BRD, beschließt er nun, den bewaffneten Kampf gegen die US-Besatzungsmacht aufzunehmen. Sein Wissen um Waffen und Sprengstoff, das er bei Hoffmann erworben hat, kann er nun anwenden. Er lernt Walther Kexel kennen, der sein treuester Mitkämpfer und Freund werden sollte. Anschläge folgen, es entwickeln sich enge Kontakte zum palästinensischen Widerstand. Die Fahndung läuft auf Hochtouren.

Politisch entwickeln sich Hepp und Kexel mit der Zeit zu Aussteigern aus der Neonazi-Bewegung.

Sie sind überzeugt von ihrem Tun und machen ihre Erkenntnisse öffentlich. Daß sie vor kurzem selbst noch dem „Hitlerismus“ anhingen, macht sie nicht unglaubwürdig. Ganz im Gegenteil, wissen sie doch genau, wovon sie reden, haben sie doch selbst von dem probiert und ausgeteilt in großen Mengen, was sie jetzt als ungenießbar deklarieren:

Der Wandel, der sich in der ersten Hälfte des Jahres 1982 bei Hepp und Kexel vollzieht, ist so erstaunlich, daß viele der einstigen Kameraden ihn kaum glauben können. Oder ist das ganze ein Trick? Schließlich hat Odfried Hepp noch im Januar in der NS-Szene ein Pamphlet verteilt, in dem Hitler als großer Staatsmann verherrlicht wird. Plötzlich aber spricht er dem Führer jegliche historische Größe ab, hält ihn gar für einen Verbrecher am deutschen Volk. Und Walther Kexel, den viele nicht anders kennen als in seiner braunen Uniform, trägt jetzt unauffälliges Zivil – und wettert lautstark gegen den Uniformfetischismus der rechen Szene! 2

Als einen Zwischenschritt zur Gründung einer (legalen) Organisation, zu der es nicht kam, veröffentlichen Hepp und Kexel am 30. Juni 1982 ein mehrseitiges Manifest: Abschied vom Hitlerismus. Ein Auszug:

Mit Erschrecken mußten wir feststellen, daß die äußerste Rechte immer mehr in einen Hitler-Kult abgeglitten ist, der sich von anderen Sekten und Religionen nur dadurch unterscheidet, daß er noch keine Opfertiere schlachtet und sich mit Weihrauch einnebelt. Der Hitlerismus von 1933 bis 1945 hat das deutsche Volk konsequent in das Verderben von 1945 geführt, in dem wir heute noch stecken. Während die NSDAP anfänglich sehr gute revolutionäre Kräfte band, verließen diese im Laufe der Zeit die Bewegung. (…)

Dies soll vor allem Dingen ein Aufruf an die jungen Kameraden sein, die noch am Suchen sind, sich nicht dem Dogma des Hitlerismus zu unterwerfen, sondern ihn kritisch zu überprüfen, wie wir es gemacht haben, die wir auch einmal in dieser Engstirnigkeit gefangen waren. Ebenso wie den Hitlerismus verurteilen wir aufs Schärfste den bürgerlichen Nationalismus. (… ) Unser Ziel ist es nicht, das Rad der Geschichte zurückzudrehen und einen Staat Hitlerscher Prägung wiederzuerrichten, sondern einen undogmatischen Befreiungskampf zu führen, der unserem Volk das Überleben sichert.“ 3

Die Reflexe der Szene funktionieren und beweisen, wie richtig Hepp und Kexel liegen: Vorher noch hochangesehen, werden die nunmehrigen Feinde als „Verräter“ gebrandmarkt. Doch beide bekräftigen ihren Bruch mit dem Neonazismus. Sie reagieren mit Hohn und Spott auf die Anwürfe von Michael Kühnen:

Zunächst sind die ehemaligen Kameraden am Zug, die mit Flugblättern und Erklärungen über die Verräter Hepp und Kexel herfallen. In ihren Erwiderungen vertiefen Hepp und Kexel dann noch ihren Bruch mit der rechten Szene. Auf den Höhepunkt der Debatte um den ‚Abschied vom Hitlerismus’ meldet sich auch Hepps einstiges Vorbild Michael Kühnen mit einem langen und feindseligen Elaborat zu Wort. In ihrer Erwiderung sprechen sie Kühnen ihren Dank aus, weil ‚du uns die NS-Chaoten und Hitler-Fetischisten vom Halse hältst’ – indem Kühnen sie nämlich gegen Hepp und Kexel einschwört. ‚Deine Müllplatzfunktion hat den Sinn, unerwünschte Elemente vom revolutionären Befreiungskampf fern zu halten, um sie in Richtung historische Schutthalde zu lenken, wo sie hingehören. Wir wünschen dir bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe viel Erfolg! 4

Was Kameradschaft tatsächlich für die meisten Neo-Nazis bedeutet, wenn es ernst wird, merkt eine Freundin von Odried Hepp. Für sie war es aber eine heilsame Ent-Täuschung:

Obwohl ausgebildete Unterführerin der Wiking-Jungend, wird sie im Winterlager der WJ 1983 plötzlich geschnitten, bekommt kein Zimmer zugeteilt. Sie empfindet die Distanzierung als Heuchelei und Doppelmoral. Plötzlich wurden die ganzen ‚starken Männer’ bei der WJ ganz klein, nur weil da so ein Fahndungsplakat hing; ihr ganzer Mut erwies sich als Gerede. Odfried ist so der unfreiwillige Anlaß, daß sich Barbara aus der rechten Szene löst. Sie beginnt die Parolen von der tristen Wirklichkeit zu trennen. Mütter und Gefährtinnen – das sind hoch angesehene Begriffe bei der Wiking-Jugend. Doch als Gefährtin Hepps wird Barbara nicht unterstützt, sondern im Gegenteil als Unterführerin abgesetzt. 5

Hepp, oft in Frankreich unterwegs, lernt eine Jüdin kennen, um sich schließlich in eine Frau zu verlieben, die aus Nordafrika stammt. Beides sichtbare Zeichen seiner Abkehr von der Nazi-Rassenideologie. Auch solche Erfahrungen sind prägend für ihn, sehr sogar. Für seine ehemaligen Gesinnungsgenossen begeht er hiermit „biologischen Verrat am deutschen Volk“. Ein ideologisches Wahnsystem, das keinen Einfluß mehr auf Hepp ausübt.

Er nimmt Kontakt mit dem Ministerium für Staatssicherheit (Mfs) der DDR auf. Für seine Führungsoffiziere wird er im Laufe der Zeit mehr als eine „Quelle“. Sie schätzen ihn auch als Mensch, der es schaffte, sich vom Nazifaschismus zu lösen. Als jemand, der im Zuge dessen „antiimperialistische Haltungen“ entwickelte, die DDR als das „bessere Deutschland“ für sich entdeckte. Sein Führungsoffizier erklärte in diesem Film (auch bei YouTube ansehbar, einfach „Odfried Hepp“ in die Suchmaske eingeben), daß er, wäre die DDR nicht untergegangen, Hepp für einen hohen MfS-Orden vorgeschlagen hätte.

1985 wird Odfried Hepp in Frankreich verhaftet. Für ihn sollte abermals eine Zeit beginnen, sich mit dem Terrorismus und letztlich seiner eigenen Verortung auseinanderzusetzen. Der „Weg nach Innen“ begann, der Beginn eines langen Selbstfindungsprozesses:

Er versucht zum ersten Mal in seinem Leben, das Zentrum, den Sinn in sich zu finden, in seinem Innern. Odfried beginnt sich sein eigenes esoterisches System zu bauen. 6

Dabei bleibt er kämpferisch. Am 11.10.1985 gibt Hepp aus der Haft eine Erklärung ab:

Ich betrachte den Widerstand gegen den Zionismus als Bestandteil des internationalen Kampfes gegen den amerikanischen Imperialismus. Der Zionismus ist eine Form des Faschismus und Rassismus. 7

Zum Thema „Nazi-Aussteiger“ geistern eine Menge Mythen durch die Medienlandschaft, worauf im Buch ebenfalls eingegangen wird:

Anders als es manche publizierten Aussteigergeschichten suggerieren, ist der Schritt aus dem Extremismus zurück in die Normalität oft fast banal. Der Mythos, die rechte Gewaltszene bedrohe ihre Aussteiger mit Fememorden (dankbar in den Medien aufgenommen), mag den rechten Ideologen zwar willkommen sein, entspricht aber kaum der Wirklichkeit. Wer aussteigen will, der kann das. Mut gehört fraglos dazu, Todesmut jedoch nicht. 8

Daß ein Nazi-Aussteiger allerdings immer damit rechnen muß, daß sich ein Durchgeknallter findet, der umsetzt, was seine „Kameraden“ nur predigen und für den „Tag X“ herbeiwünschen („Verräter an die Wand“), darf allerdings nicht vergessen werden. Das ist der Preis der Freiheit, der Konsequenz, der Treue zu sich selbst.

Odfried Hepp benennt in seinem Nachwort die Heuchelei und Demagogie der Szene, der er auf dem Leim gegangen ist. Aber er schaut nicht mit Verachtung auf seine ehemaligen Kameraden, so wie er nicht opportunistisch alles über Bord wirft, was seine Vergangenheit ausmachte.

Die Verräter-Keule der Ex-Kameraden greift er gekonnt auf, indem er erklärt, wie wichtig und richtig es sein kann, eine falsche Sache zu verraten, aber auch, nicht das Kind mit dem Bade auszuschütten, positive Haltungen über Bord zu werfen. Er bekennt im Nachwort des ihm gewidmeten Buches:

Ich bin davon überzeugt, daß meine Geschichte einen positiven Beitrag zur Bewältigung des Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft leisten kann. Ich schaue aber auf meine ehemaligen Weggefährten nicht mit Verachtung oder Überheblichkeit zurück: Denn auch Rechtsradikale haben Wertvorstellungen, an die sie glauben. Und vieles von dem, was ich anfangs in den Jugendbünden, abgesehen von der kritiklosen und inakzeptablen Verherrlichung des so genannten Nationalsozialismus, gelernt habe, ist auch heute noch Teil meiner Identität.

Für Nationalsozialisten bin ich ein Verräter. Ihnen möchte ich sagen, daß ich, so sehr ich als unwissender Jugendlicher gläubiger Nationalsozialist war, heute davon überzeugt bin, daß der Nationalsozialismus weder patriotisch noch sozialistisch war. Denn als Patriot respektiere ich auch die Rechte und Gefühle der anderen Völker, und als Sozialist lasse ich mich nicht freiwillig in einen verbrecherischen Krieg treiben, in dem Arbeiter aufeinander schießen und gewissenlose Machthaber und Konzernbosse davon profitieren.  Außerdem wäre der Menschheit viel Leid erspart geblieben, wären im Laufe der Geschichte dubiose Verschwörungen und sinnlose Gewaltaktionen rechtzeitig verraten worden. Jede Handlung gegen das Verfassungs- und das Völkerrecht sowie gegen die Menschlichkeit verdient nichts anderes, als verraten zu werden. 9

Sowohl das Buch als auch der dazugehörige Film ist nur zu empfehlen.

+++

1 Jury Winterberg mit Jan Peter: Der Rebell – Odfried Hepp: Neonazi, Terrorist, Aussteiger, Gustav Lübbe Verlag, 2004, ISBN 3-7857-2160-9
2 Der Rebell, S. 165
3 Ebenda, S. 179
4 Ebenda, S. 181 – 182
5 Ebenda, S. 213
6 Ebenda, S. 311/315
7 Ebenda, S. 320
8 Ebenda, S. 365
9 Ebenda, S. 373

Anhang:

Walther Kexel, Odfried Hepp – Abschied vom Hitlerismus

Diese Erklärung wurde nötig, da man in „nationalen“ Kreisen in immer grösserem Umfang über uns Unsinn erzählte. Wir verabschieden uns nun mit dieser Erläuterung nicht nur vom Hitlerismus, sondern ebenso von allen bürgerlichen Erscheinungsformen des Nationalismus, ebenso von den Fetischisten der sogenannten NS-Bewegung.

Der Hitlerismus von 1933-1945 hat das deutsche Volk konsequent in das Verderben von 1945 geführt, indem wir heute noch stecken.

Nachdem der Westen Deutschland 1919 das Versailler Diktat aufgezwungen hatte, wuchs neben der KPD und den nationalrevolutionären Kräften auch die NSDAP zu einer Kraft gegen Versailles. Während anfänglich die NSDAP sehr gute revolutionäre Kräfte besaß, verliessen diese im Laufe der Zeit die „Bewegung“ (Otto Strasser, Walther Stennes, Gregor Strasser usw.), weil diese sich immer mehr als bürgerliche Hitlerpartei entlarvte. Während z. B. Ernst Niekisch ganz klar erkannte, dass der Feind der westlich-bürgerliche Kapitalismus ist und nicht der russische Bolschewismus, begann man seitens der NSDAP schon damals mit dem Westen zu liebäugeln. Dies führte dann dazu, dass der Hitlerismus, nachdem er die Macht errungen hatte, und die letzten Revolutionäre um Ernst Röhm, – ohne die Adolf Hitler nie an die Macht gekommen wäre -, ermorden liess, in entwürdigender Weise versuchte, um die Freundschaft Englands zu buhlen. Sogar, nachdem es dem Westen über sein Stiefkind Polen gelungen war, Hitler wie ein Schulkind in den Krieg zu führen, versuchte dieser und eine kleine Clique um ihn, immer noch einen Ausgleich mit dem Westen zu finden. Nachdem man 1939 mit Russland sehr schnell zu einem Bündnis gekommen war, überfiel man dasselbe am 22. Juni 1941, dem wohl unglücklichsten Tag unserer Geschichte. Dieser „Ostfeldzug“ brachte unsägliches Leid für das deutschen und das russische Volk. Beide Völker opferten in ihm die Elite ihrer Jugend. Der Westen vergalt Hitlers Liebeleien damit, dass er die deutsche Bevölkerung durch Bombenterror massakrierte. Dies alles ist die Schuld Adolf Hitlers, der als oberster Führer, Feldherr und Reichskanzler die alleinige Verantwortung über den Lauf der Dinge hatte. Das Resultat Hitlerscher Politik ist der Zustand, in dem wir heute leben.

Vielleicht noch einige Worte zum historischen Nationalsozialismus, den wir nicht mit dem Hitlerismus gleichsetzen. Der NS hat richtige und gute Ansatzpunkte gehabt, wie z. B. in der Sozial-, Familien-, Jugend- und Kulturpolitik. Dem Hitlerismus ist es dank der überragenden Fähigkeiten seines Führers gelungen, diese guten Seiten bruchstückhaft in die Tat umzusetzen, und so hat das dadurch begeisterte Volk dem anschließenden Amoklauf Hitlers keinen Widerstand entgegengesetzt. Wie recht hatte Ernst Niekisch, als er 1932 voraussah, dass am Ende der Sarg stünde, indem die deutsche Nachkriegsjugend, auf die Niekisch damals einige Hoffnungen setzte, verschwinden würde, denn deren deutschen Widerstandswillen werde der Demagoge gründlich zu brechen wissen.

„Ein ermattetes, erschöpftes, enttäuschtes Volk bleibt dann zurück, das alle Hoffnung fahren lässt und müde am Sinn jeder ferneren deutschen Gegenwehr zweifelt. Die Versailler Ordnung aber wird gefestigter sein, als sie jemals war.“ (Hitler – ein deutsches Verhängnis)

Mit Erschrecken mussten wir feststellen, dass die äußerste Rechte immer mehr in einem Hitler-Kult abgeglitten ist, der sich von anderen Sekten oder Religionen nur dadurch unterscheidet, dass er noch keine Opfertiere schlachtet und sich mit Weihrauch einnebelt. Wer heute noch meint, Adolf Hitler sei unser Führer und Reichskanzler, dem können wir nur raten, solchen unrealistischen Quatsch nicht Politik zu nennen, sondern irgendeine Kirchengemeinde zu gründen, in der ein dann ja die Reliquien – Jesus Christus, Kreuz, Bibel usw. gegen Adolf Hitler, Hakenkreuz, „Mein Kampf“ austauschen und anbeten können.

Dies soll vor allem ein Aufruf an junge Kameraden sein, die noch am Suchen sind, sich nicht dem Dogma Hitlerismus zu unterwerfen, sondern ihn kritisch zu hinterfragen, wie wir es gemacht haben, die wir auch einmal in dieser Engstirnigkeit gefangen waren.

Ebenso wie den Hitlerismus verurteilen wir auf das Schärfste den bürgerlichen Nationalismus, der schon wieder mit dem bürgerlichen Westen liebäugelt oder sogar offen zu einem Bündnis mit diesem aufruft. Wir können inzwischen froh sein, dass es eine Mauer durch Deutschland gibt, denn diese gewährleistet, dass es im Ostteil unseres Landes immerhin noch 17 Millionen gesunde Deutsche gibt, während bei uns die Menschen geistig und seelisch am Absterben sind.

Zu diesen beiden Abarten des Nationalismus gesellt sich die dritte, die des NS- und Uniformfetischismus. Über diesen wollen wir keine Worte verlieren, denn wer sich aufgrund seines persönlichen Befriedigungsverlangens und mangelndem Persönlichkeitsbewußtsein, an einem Fetisch aufbaut, ist politisch nicht ernstzunehmen.

Somit bleibt festzuhalten, dass diese drei Unarten des Nationalismus dem eigentlichen Anliegen unseres Volkes, dem antiimperialistischen Befreiungskampf mehr schaden als nützen. Wir bezweifeln nicht, dass es in dieser Szene noch gute, revolutionäre Kräfte gibt, doch ändert dies nichts an unserer grundlegenden Ablehnung. Unser Ziel ist es nicht, das Rad der Geschichte zurückzudrehen und einen Staat Hitlerscher Prägung wiederzuerrichten, sondern einen undogmatischen Befreiungskampf zu führen, der unserem Volk das Überleben sichert. Bei diesem Kampf gegen den Amerikanismus ist uns jeder recht, der wie wir erkannt hat, dass nur, wenn die aktivistische Jugend, die es in linken und rechten Kreisen gibt, ihre Dogmen überwindet und sich zum Befreiungskampf zusammenschliesst, wir eine Chance haben. Selbstverständlich heißen wir auch in der BRD lebende ausländische Anti-Imperialisten, die sich an unserem Kampf beteiligen wollen, herzlichst willkommen.

Abschließend möchten wir noch einmal betonen, dass wir weder „rechts“ noch „links“ sind, und weder einen amerikanischen Bundesstaat, noch eine weitere Sowjetrepublik aus Deutschland machen wollen. Wir halten ein System, dass auf Russland passt, nicht auf unser Land für übertragbar. Wir verkennen aber auf keinen Fall die antibürgerlich-kapitalistische Stosskraft des Bolschewismus und es ist unser Wunsch und Wille, als neutrales Deutschland in Friede und Freundschaft mit Sowjet-Russland zu leben.

Wir haben versucht, bei dieser Erklärung möglichst objektiv und emotionslos zu bleiben, obwohl dies bei unserer grenzenlosen Verachtung gegenüber einem Grossteil der Rechten nicht immer einfach war.

In diesem Sinne – Vorwärts im antiimperialistischen Befreiungskampf!

30. Juni 1982, Walther Kexel + Odfried Hepp

–> http://de.metapedia.org/wiki/Odfried_Hepp

Advertisements

Ein Gedanke zu “Jury Winterberg: Der Rebell – Odfried Hepp: Neonazi, Terrorist, Aussteiger

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s