In der BRD erlaubt: Genitalverstümmelung an Jungen

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Rituelle Genitalverstümmelung bei Juden: Rabbiner saugt das Blut vom Penis des Jungen

Die Genitalverstümmelung (verharmlosend „Beschneidung“, fachärztlich „Zirkumzision“) bei nicht einwilligungsfähigen Jungen aus religiösen Gründen zeitigt in der BRD immer noch keine strafrechtlichen Konsequenzen.

Wie weit ist es mit der Trennung von Staat und Religion/Sekten/Konfessionen und unserer Rechtskultur her, wenn derartig makabre Gebräuche geduldet werden?

Dazu ein guter Artikel aus dem „Deutschen Ärzteblatt“:

Stehr, Maximilian; Putzke, Holm; Dietz, Hans-Georg

Zirkumzision bei nicht einwilligungsfähigen Jungen: Strafrechtliche Konsequenzen auch bei religiöser Begründung

Dtsch Arztebl 2008; 105(34-35): A-1778 / B-1535 / C-1503
THEMEN DER ZEIT

Kinderchirurgische Klinik im Dr. v. Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München: Prof. Dr. med. Dietz, Prof. Dr. med. Stehr Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und Polizeiwissenschaft, Juristische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum: Dr. iur. Putzke

Wenn keine medizinische Notwendigkeit besteht, sollte der Eingriff vom Arzt abgelehnt werden.

Medizinisch nicht indizierte Zirkumzisionen werden in Deutschland bei Jungen vor allem aus religiösen Gründen vorgenommen. Wenn beispielsweise Eltern als Personensorgeberechtigte diesen Eingriff wünschen, stehen Ärzte – vor allem (Kinder-)Chirurgen und (Kinder-)Urologen – vor einem Dilemma: Einerseits gewährt das deutsche Grundgesetz den Eltern das Recht, das Leben und die Entwicklung des der Personensorge unterstellten Kindes mehr oder weniger frei von jeglicher Bevormundung zu gestalten, erst recht, wenn es um religiöse Belange geht. Andererseits wird von dem Arzt die Vornahme eines Eingriffs verlangt, für den keine medizinische Notwendigkeit besteht. Zwar wird sie in solchen Fällen oft und gern behauptet, etwa in Form einer Vorhautverengung, doch selbst bei einer positiven Diagnose besteht in den meisten Fällen keine Notwendigkeit, den Jungen zu zirkumzidieren, weil es Erfolg versprechende alternative Behandlungsmethoden und -mittel gibt.

Wie ein Arzt sich verhalten soll, hängt ganz entscheidend davon ab, ob eine medizinisch nicht notwendige Zirkumzision als strafbare Körperverletzung im Sinne des § 223 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs (StGB) einzustufen ist. Ärzte stehen der medizinisch nicht indizierten Zirkumzision bei Minderjährigen schon länger kritisch gegenüber (1, 2). Die Rechtsprechung hat das Problem bislang noch nicht erreicht (abgesehen von Behandlungsfehlern oder einer Zirkumzision trotz fehlender Einwilligung). Kurz: Der Zustand ist unbefriedigend, weil es keine Rechtssicherheit gibt (3).

Ungerechtfertigter Eingriff in die körperliche Integrität
Eine körperliche Misshandlung nach § 223 Absatz 1 StGB liegt vor im Fall einer unangemessenen und üblen Behandlung, durch die das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit mehr als nur unerheblich beeinträchtigt wird. Die bei einer Zirkumzision vorzunehmende teilweise oder vollständige Entfernung der Vorhaut stellt einen nicht nur unerheblichen Substanzverlust dar, sie ist mithin eine Verletzung der körperlichen Unversehrtheit.

Vor allem bezogen auf religiöse Beschneidungen ist manchmal die Rede davon, dass eine Zirkumzision sozialadäquat sei, also nicht unangemessen und übel (4). Das ist nicht überzeugend, auch weil es widersprüchlich wäre, einen ärztlichen Heileingriff – wie es die Rechtsprechung tut – tatbestandlich als Körperverletzung einzustufen, hingegen bei einer medizinisch nicht indizierten Zirkumzision eine Körperverletzung wegen Sozialadäquanz zu verneinen. Folglich ist in jeder Zirkumzision eine Körperverletzung im Sinne des § 223 Absatz 1 StGB zu sehen. Allgemein gilt also: Ohne eine Rechtfertigung darf niemand in die körperliche Integrität eines anderen eingreifen.

Eine Körperverletzung ist nicht rechtswidrig, wenn der Eingriff gerechtfertigt ist. Das ist zu bejahen bei Vorliegen einer wirksamen Einwilligung des Patienten, wobei es grundsätzlich keine Rolle spielt, ob der Eingriff medizinisch indiziert ist oder nicht.

Liegt die Einwilligungsfähigkeit bei einem Minderjährigen noch nicht vor, kann eine Einwilligung in erster Linie von den Inhabern der Personensorge erklärt werden – meist von den Eltern. Ihre Einwilligung ist gemäß § 1627 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs allerdings daran gebunden, dass die Personensorge „zum Wohl des Kindes“ ausgeübt wird, andernfalls sind die Personensorgeberechtigten nicht dispositionsbefugt. Damit eine Entscheidung im „Wohl des Kindes“ liegt, muss sie seinen Interessen entsprechen, vereinfacht formuliert: vorteilhaft sein. Sind mit einer Maßnahme auch Nachteile verbunden, müssen sie von den Vorteilen überwogen werden. Letztlich läuft alles auf eine Güterabwägung hinaus.

Der Schaden bei einer Zirkumzision liegt im irreversiblen Verlust von Körpersubstanz. Manche halten den Verlust der Vorhaut allerdings für unbedeutend, weil der Vorhaut keine Funktion zukomme (5). Eine solche Sicht ist nicht überzeugend, weil es sehr wohl Funktionen gibt, die die Vorhaut erfüllt (1). Fehlt sie, wird etwa die Eichel nicht mehr feucht gehalten, ist vielmehr ständig einer trockenen äußeren Umgebung ausgesetzt – weswegen die Empfindungsfähigkeit abnimmt (6).

Bedacht werden müssen zudem mögliche Risiken einer Zirkumzision. Schwere Komplikationen (zum Beispiel eine Harnröhrenfistel) sind sicherlich selten, kommen aber gerade nach nicht ärztlich durchgeführten Beschneidungen vor. Komplikationen, die ohne Verschulden des Operateurs auftreten, sind dagegen viel häufiger und müssen dementsprechend gewürdigt werden: In bis zu 32 Prozent werden Meatusstenosen nach Neugeborenenzirkumzisionen beobachtet (1). Schließlich sind die möglichen psychischen Auswirkungen zu berücksichtigen: Es gibt Hinweise darauf, dass ältere Kinder den Eingriff als Angriff wahrnehmen, der dem Körper Schaden zufügt (7). Selbst bei Feten ist Schmerzempfinden vorhanden, spätestens ab der 22. Schwangerschaftswoche, ganz zu schweigen von einem „Schmerzgedächtnis“ nach der Geburt (8).

Sicher gibt es auch medizinische Indikationen für eine Zirkumzision, so etwa bei einer manifesten Phimose. Aber auch chronische oder rezidivierende Entzündungen der Eichel oder Harnwegsentzündungen können in seltenen Fällen die Notwendigkeit einer operativen Entfernung der Vorhaut begründen (1). Hiervon sind aber maximal ein bis vier Prozent der Jungen betroffen. Zudem handelt es sich meist um chronisch kranke Kinder, zum Beispiel mit angeborener Meningomyelozele mit neurogener Blasenentleerungsstörung.

Bei Phimose ist der Eingriff meist nicht indiziert
Es kommt sehr oft vor, dass Eltern, die eine religiös motivierte Zirkumzision wünschen, zunächst das Vorliegen einer Phimose behaupten, manchmal auch, um die Kosten von der Krankenkasse übernehmen zu lassen. Doch selbst wenn eine solche Erkrankung tatsächlich diagnostiziert werden kann, greifen Ärzte in vielen Fällen unnötigerweise zum Skalpell. Denn die Behandlung mit steroidhaltigen Salben verspricht in bis zu 95 Prozent der Fälle den gleichen Erfolg (9). Wer trotzdem eine Zirkumzision vornimmt, also ohne das Ausnutzen konservativer alternativer Heilverfahren, setzt sich dem Vorwurf aus, einen unnötigen und deshalb medizinisch nicht indizierten Eingriff durchgeführt zu haben.

Eine der reinen Vorbeugung dienende Zirkumzision ist … grundsätzlich keine Heilbehandlung, also medizinisch nicht indiziert. Ein derart begründeter Eingriff hat keinerlei signifikante Vorteile, entspricht also auch nicht dem Kindeswohl, weshalb die Personensorgeberechtigten nicht dispositionsbefugt sind, eine Einwilligung also unwirksam ist und nicht rechtfertigend wirkt.

Zur Rechtfertigung der Zirkumzision wird als Vorteil gern die Hygiene genannt. Regelmäßige Körperpflege ist allerdings ein wesentlich milderes Mittel als eine Zirkumzision. Kann ein Eingriff vermieden werden, wenn der mit ihm bezweckte Erfolg auch anderweitig, mit weniger intensiven Maßnahmen erreicht werden kann, dann liegt der intensivere Eingriff nicht im Kindeswohl. Nichts anderes gilt, wenn der Eingriff allein aus ästhetischen Gründen vorgenommen werden soll. Ein Minderjähriger hat hiervon keinerlei Nutzen, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass sein ästhetisches Empfinden als Volljähriger ein anderes sein wird.

Der Schaden überwiegt
Während hygienischen oder ästhetischen Aspekten eher eine untergeordnete Bedeutung zukommt, dienen zur Rechtfertigung einer Zirkumzision in vielen Fällen religiöse Gründe. Auch dabei ist zu fragen, ob ein derart begründeter Eingriff dem Wohl des Kindes dient, ob es also Vorteile gibt, die die Nachteile überwiegen.

Die Beschneidung ist als Identifikationsmittel ausgesprochen wichtig. Es ist unbestreitbar, dass der Verzicht auf ein Identifikationsmittel weitreichende Folgen haben kann, es in der Regel sogar stigmatisierend ist, in den die Beschneidung praktizierenden Sozialgemeinschaften nicht beschnitten zu sein. Dieser Umstand allein vermag religiöse Beschneidungen indes nicht zu rechtfertigen. Denn eine Rechtsfrage lässt sich nicht lösen, indem man das Problem auf eine rechtsfreie Ebene verschiebt. Genau das würde aber geschehen, ließe man eine Handlung allein deshalb zu, weil sie eine Tradition darstellt. Das Milieu eines Kindes darf erst recht nicht zum alleinigen Maßstab gemacht werden, wenn es um die Abwehr von Gefahren für das Kind geht, denn sonst hinge es von den Einstellungen und Präferenzen der Gemeinschaft ab, ob minderjährigen Mitgliedern Körperschäden zugefügt werden dürfen. Das gilt in noch stärkerem Maß, wenn sich das Milieu bei Beachtung des Verbots automatisch änderte. Denn je mehr Jungen nicht beschnitten werden, umso weniger wird dieser Zustand Anlass für Stigmatisierung sein.

Ist man bereit, sich von der Vorstellung zu lösen, das Kindeswohl ausschließlich von Umständen abhängig zu machen, die allein einer Glaubensgemeinschaft zuzurechnen sind, dann ist zu fragen, ob der Nutzen der Beschneidung als Identifikationsmittel ausreicht, um den Schaden zu überwiegen. Welches Gewicht der Beschneidung als Identifikationsmittel zukommt, dafür ergeben sich in gesetzessystematischer Hinsicht Anhaltspunkte aus § 24 des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes (Kinderrechtskonvention). Danach haben die Vertragstaaten „alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen (zu treffen), um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen“. Die religiöse Beschneidung ist ein solcher Brauch. Als Gesundheitsschädigung im Sinne von § 223 Absatz 1 Alt. 2 StGB ist er zudem für die Gesundheit der Kinder schädlich.

Es lassen sich weitere Aspekte anführen, die bei einer Abwägung Relevanz haben. Wenn es um das Wohl des Kindes geht, ist immer auch nach möglichen Alternativen zu fragen. Eine solche Alternative bestünde etwa darin, die religiöse Beschneidung bis zum Vorliegen der Einsichtsfähigkeit des betroffenen Kindes zu verschieben, ihm also die Entscheidung zu überlassen. Während es im Islam keinen allseits verbindlichen Zeitpunkt für die Beschneidung gibt, orientiert das Judentum sich an den Worten der Bibel, worin der achte Tag nach der Geburt erwähnt wird. Es werden aber auch Ausnahmen zugelassen, etwa bei Krankheit oder körperlicher Schwäche. In derartigen Fällen wird man nicht ein Gläubiger zweiter Klasse, weshalb nichts dagegenspricht, solche Ausnahmen zu erweitern und die Beschneidung zu verschieben – vor allem wenn ein hohes verfassungsrechtlich geschütztes Rechtsgut betroffen ist.

Wie aber verhält es sich mit dem Recht der Eltern auf weitgehend selbstbestimmte Erziehung, wozu über Artikel 4 Absatz 2 Grundgesetz in besonderem Maß auch das Recht zur ungestörten Religionsausübung gehört? Die Antwort ist einfach: Soweit sich objektiv eine nicht unerhebliche Verletzung des Kindeswohls feststellen lässt (was bei einem massiven und nicht notwendigen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit der Fall ist), gebührt dem Kindeswohl im Verhältnis zu Elterninteressen stets der Vorrang.

Gegen das Kindeswohl
Es gibt also keine zwingenden Argumente, womit sich eine religiöse Beschneidung Minderjähriger begründen lässt. Bestehen bleiben allein die Nachteile (zu sehen vor allem im irreversiblen Verlust der Vorhaut), weshalb die religiöse Beschneidung nicht im Wohl des Kindes liegt, den Personensorgeberechtigten für die Einwilligung die Dispositionsbefugnis fehlt und damit der operative Eingriff eine rechtswidrige Körperverletzung darstellt.

Nimmt ein Arzt an einem nicht einwilligungsfähigen Jungen eine medizinisch nicht indizierte Zirkumzision vor, wirkt die Einwilligung der Personensorgeberechtigten nicht rechtfertigend, selbst wenn religiöse Gründe angeführt werden. Ohne wirksame Einwilligung ist die Körperverletzung rechtswidrig. Solange die Rechtslage gerichtlich nicht geklärt ist, sollte der Arzt die Vornahme einer medizinisch nicht indizierten Zirkumzision ablehnen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass er sich wegen Körperverletzung nach § 223 StGB strafbar macht.

Zitierweise dieses Beitrags:
Dtsch Arztebl 2008; 105(34–35): A 1778–80

Anschrift für die Verfasser
Dr. iur. Holm Putzke
Ruhr-Universität Bochum, Juristische Fakultät
Lehrstuhl für Kriminologie, Kriminalpolitik und
Polizeiwissenschaften
Universitätsstraße 150, 44801 Bochum
E-Mail: holm.putzke@rub.de

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit3408

Quelle u. vollst. Text: www.aerzteblatt.de

Dazu ein Kommentar:

Die Autoren belegen klar und deutlich den Tatbestand der Körperverletzung, der nur sachlich-medizinisch zum Nutzen des Betroffenen, niemals aber ideologisch oder gar emotional gerechtfertigt werden kann.

Dr. med. Stefan Diez, Eduard-Conz-Straße 11, 75365 Calw

Aus: www.aerzteblatt.de

Ein ZEIT-Artikel:

Mit Geduld und Stahl

Die Zeit, 48/1998

Gegen die männliche Beschneidung formiert sich eine Lobby.

Wenn Sie diesen Satz zu Ende gelesen haben, ist schon wieder einem Penis, vermutlich im jüdischen oder einem islamischen Staat, die Vorhaut abhanden gekommen. Allein in den USA, dem einzigen Land, das es ohne religiöse Gründe zu einer beschnittenen Männermehrheit gebracht hat, wird an sechs von zehn männlichen Neugeborenen der dort häufigste aller Eingriffe durchgeführt. 3300mal Tag für Tag. Macht alle dreißig Sekunden eine Beschneidung.

Pardon: sexuelle Verstümmelung. Denn seit sich, vor allem in den USA und im Internet, spärlicher noch in Europa, auch zu dieser Facette menschlichen Leids Selbsthilfegruppen gebildet haben, zählt das abgetrennte Stück Fleisch wieder mehr als bloß ein Fetzen Haut. Ohne die – je nach Schnittstelle – 20 bis 75 Quadratzentimeter Vorhautfläche, so die Botschaft der Antibeschneidungsaktivisten, ohne die 80 Meter Nerven, ohne die darin steckenden 1000 Nervenenden, die das Stück ex aequo mit Lippen und Fingern zum empfindlichsten sensorischen Organ machen, quält sich der sexuell Aktive lustloser durchs Leben.

Denn laut Studien des französischen Urologen Gérard Zwang wird bei der Beschneidung nicht nur ein hochempfindliches Teil weggeschnitten, sondern auch ein Organ frei- und damit trockengelegt, das als inneres Organ gedacht sei: die Penisspitze mit ihrer weichen, feuchten, hochempfindlichen Oberfläche. Die Drainage der Eichel führe zu einem desensibilisierten Penis, zu verminderter Gleitfähigkeit, zu Spannungsgefühlen bei der Erektion und letztlich zum Teilverlust des sexuellen Spaßes.

Die Ärzte, Psychologen, Juristen und Menschenrechtsexperten, die sich kürzlich zum fünften internationalen Symposium über sexuelle Verstümmelung in Oxford trafen, waren sich über die Verheerungen, die der Schnitt in der männlichen Libido anrichtet, einig. Diese Tatsache werde in den Krankenhäusern und Arztpraxen der westlichen Welt ignoriert. Zudem kamen sie zum provozierenden Schluß, daß es keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen der Beschneidung weiblicher und männlicher Genitalien gebe. In beiden Fällen werde das sexuelle Empfindungsvermögen erheblich reduziert, ohne die Möglichkeit der Fortpflanzung zu zerstören.

Moralapostel des Viktorianischen Zeitalters begrüßten die Reduzierung der Empfindungsfähigkeit als willkommenen Effekt und feierten die Zirkumzision als Präventivmaßnahme gegen Masturbation, als „Befreiung“ von Selbstbefriedigungsgelüsten. Ihnen hatte nicht gepaßt, daß der heranwachsende Jugendliche unter der Dusche spätestens beim Zurückziehen der Vorhaut und Einseifen der Eichel einen Lustgewinn verspüren könnte. Ohne Vorhaut fiel das verführerische Rubbeln weg.

Auch in Deutschland, so wurde an der Oxforder Konferenz vermutet, sind Hunderttausende von Männern der Mischung aus verklemmter Moral und irrigen Hygienevorstellungen zum Opfer gefallen. Kein einziger der angeblichen Vorteile der Beschneidung, ist Christopher Fletcher, Pädiater und Chirurg aus New Mexico, überzeugt, halte einer medizinischen Prüfung stand: weder die Legende von größerer Sauberkeit noch die Behauptung, damit könne Peniskrebs vorgebeugt werden. Nahezu alle Infektionen und Erkrankungen, die an der Vorhaut auftreten, sollten konservativ behandelt werden. Kurieren durch Amputieren sei so dumm wie der Versuch, einer Nasenentzündung durch Entfernung des Riechorgans beizukommen. Gleich mehrere Konferenzteilnehmer räumten mit der Legende auf, Phimosen (Vorhautverengungen) müßten chirurgisch behoben werden. Das Beispiel der skandinavischen Länder zeige, daß dies kaum jemals medizinisch geboten sei. Dort werden Phimosen ausschließlich mit Salben und behutsamem Dehnen der Haut behandelt.

Damit ersparen die Nordländer ihren Kindern einen Schmerz, dem die Hälfte der männlichen amerikanischen Neugeborenen heute noch ohne Narkose ausgesetzt ist. In einer im Juli veröffentlichten Studie der Healthpartners Medical Group in Minneapolis gaben 55 Prozent von 1769 befragten Ärzten an, bei diesem Eingriff keine Schmerzmittel zu benutzen. Dabei ist längst erwiesen, daß Neugeborene genauso schmerzempfindlich sind wie Erwachsene. Wird die Prozedur ohne Betäubung durchgeführt, so demonstrierten Forscher in Toronto letztes Jahr bei 87 halbjährigen Jungen, beeinflußt dies das Schmerzempfinden: Ohne Anästhesie Beschnittene empfanden bei späteren Routine-Impfungen mehr Schmerz als Unbeschnittene oder Babys, die damals eine örtliche Betäubung erhalten hatten.

„Eine Beschneidung verursacht einen derart traumatischen Schmerz, daß es zu einer Schädigung der Hirnentwicklung kommen kann“, glaubt der kalifornische Psychologe James Prescott. Für Fletcher ist Beschneidung daher ein Beispiel dafür, wie hartnäckig sich medizinische Maßnahmen mit uraltem sadistischem Ursprung halten. In der Antike seien Besiegte, Gefangene oder Sklaven zum Zeichen der Unterwerfung beschnitten worden.

Die Theorie, dass Ehefrauen unbeschnittener Männer häufiger an Gebärmutterhalskrebs litten, wurde widerlegt. Trotzdem verbreiten unzählige Websites diese Legende.

Nachtrag – in der FAZ vom 10. Februar 2011 erschien folgender Artikel – ein paar Auszüge:

Beschneidung

Blutiger Schnitt

Jahr für Jahr werden in Deutschland jüdische und muslimische Knaben dem Ritual der Beschneidung unterzogen. Es ist eine weithin akzeptierte religiöse Praxis. Dass es auch ein Akt der Gewalt gegen Kinder ist, wird dabei ausgeblendet.

Von Richard Wagner

Eltern ist es verboten, in der Erziehung ihrer Kinder Gewalt anzuwenden. Das Züchtigungsrecht wurde am 6. Juli 2000 aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch gestrichen und den Kindern in Paragraph 1631 ein „Recht auf gewaltfreie Erziehung“ zuerkannt: „Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ Das klingt gut. Und dennoch gibt es etwas, das als religiöser Brauch ausgeübt wird, sich aber wie eine Form von Gewalt ausnimmt und über das kaum jemand spricht, obwohl Jahr für Jahr in Deutschland Tausende von Knaben davon betroffen sind: die Beschneidung.

Holm Putzke klingt freundlich und nicht wie ein Krieger im Kampf der Kulturen. Als solcher wurde der Strafrechtler aber abgestempelt, als er vor zwei Jahren die Frage aufwarf, ob eine medizinisch nicht begründete Beschneidung von Knaben rechtlich zulässig sei. Er hält sie für eine Körperverletzung nach Paragraph 223 des Strafgesetzbuches und sieht in ihr eine „körperliche Misshandlung“, weil wegen des „Substanzverlustes die körperliche Integrität nicht nur unerheblich verletzt wird“.

Der Düsseldorfer Rabbiner Julian Chaim Soussan beklagte damals, es gerate „nun auch die letzte Bastion jüdischer Selbstdefinition unter Beschuss: die Brit Mila (rituelle Beschneidung)“. Die Ausführungen Putzkes bezeichnete er als „viel (zu häufig) gelesenen Aufsatz“ und schloss mit dem Hinweis: „Was unser Judentum ausmacht, bestimmen wir seit Jahrtausenden selbst. Wir wehren uns gegen vorgebliche Gesetzeshüter, die uns unsere Identität zugunsten der Mehrheitsgesellschaft abspenstig machen wollen!“

Mit den gleichen Argumenten reagierten Muslime. Die „Islamische Gemeinschaft Milli Görü“ hob hervor, die Beschneidung sei als „Identifikationsmittel ausgesprochen wichtig“. Es könne „stigmatisierend“ sein, in „den die Beschneidung praktizierenden Sozialgemeinschaften nicht beschnitten zu sein“. Milli Görü witterte eine „kampagnenartige Thematisierung“, die versuche, „die Religionsfreiheit der Muslime zu beschränken“. Putzkes Meinung wird wahlweise als „exotische“ oder „extreme“ Einzelmeinung abqualifiziert.

Bekir Alboga, Beauftragter für den interreligiösen Dialog der türkischen Religionsbehörde Ditib, wirkt erschrocken. Er rufe bald zurück, sagt aber doch noch knapp, er wolle lieber nicht über Beschneidungen reden und „die Flamme nicht entfachen“. Der Rückruf bleibt aus. Bei weiteren Verbandsvertretern ist es nicht anders.

Religiöse Traditionen wurzeln tief, und jede Kritik an ihnen sieht sich hierzulande sofort dem Vorwurf der Intoleranz ausgesetzt. So werden sie immunisiert. Das gilt selbst für Intellektuelle wie Rauf Ceylan, der an der Universität Osnabrück Religionswissenschaften lehrt. Er hält die kritische Beleuchtung religiöser Traditionen schon für eine Herabwürdigung. Durch ihre Geschichte und die Zahl ihrer Anhänger legitimierten sich Religionen quasi von selbst. Auch wenn sich herausstellte, dass durch die rituelle Beschneidung die Entwicklung der Knaben Schaden nähme, würden Muslime, da ist Ceylan sich sicher, daran festhalten: „Die Beschneidung ist für Muslime so elementar, dass sie nie bereit sein werden, sie aufzugeben.“

Necla Kelek redet gerne über das Thema. Obwohl, wie die Islamkritikerin sagt, sich ja eigentlich niemand dafür interessiere. Ein Ritual eben, das durch die Zeit zementiert wurde. Aber auch ein Ritual, das der Koran an keiner Stelle erwähnt. Die Beschneidung gehört zur „sunna“, ist also nur eine „nachzuahmende Gewohnheit“.

(…)

Eine vor kurzem veröffentlichte Studie des Kriminologen Christian Pfeiffer hat einen „signifikanten Zusammenhang von Religion und Gewaltbereitschaft“ bei muslimischen Männern herausgefunden. Deren Idealbild war: der starke Mann, der zuschlagen kann. Auch der Psychoanalytiker Matthias Franz versucht eine Erklärung. Die Verunsicherung muslimischer Jugendlicher und Männer hänge womöglich auch mit dem „Genitaltrauma“ der Beschneidung zusammen. Das werde bei vielen muslimischen Knaben im 5. oder 6. Lebensjahr gesetzt. Das sei die Phase der „Konsolidierung ihrer sexuellen Identität“. Auf dem Höhepunkt der ödipalen Entwicklungsphase, sagt Franz, werde dieser blutige Schnitt gemacht. Ängste und ein Groll gegen die Mutter seien mögliche Folgen. Vielleicht, sagt er vorsichtig, kämen daher die „Verschleierungstendenzen“ und die Kontrolle der weiblichen Sexualität, vor allem aber der „narzisstische Ehrbegriff mit hoher Kränkbarkeit“. Systematische Forschung gibt es kaum. Für Franz hängt das „am traumatischen und konflikthaften Potential der Thematik“. Eine Studie sei geplant.

(…)

Die Beschneidung wird vom Mohel, dem rituellen Beschneider, der auch ein ausgebildeter Arzt sein kann, vorgenommen. Der acht Tage alte Säugling wird dabei nicht betäubt. Viele glauben, dass die Nerven zur Weiterleitung des Schmerzes noch nicht ausgebildet sind. Nur ein Tropfen Wein wird ihm eingeflößt – das soll betäubende Wirkung haben. Steiman kann darin nichts Verwerfliches erkennen und erzählt die Geschichte von einem befreundeten Rabbiner. Der habe ihm während einer Beschneidungszeremonie zugeflüstert: „Was sind wir doch für ein brutales, archaisches Volk.“

Felix Schier, den Leiter der Kinderchirurgie an der Uniklinik in Mainz, machen solche archaischen Rituale wütend. Eingriffe ohne medizinischen Grund und dann auch noch bei nicht einwilligungsfähigen „Patienten“ seien unethisch und kein ärztliches Handeln. Die Vorhaut hält er für „ein weltanschauliches Organ“ und empört sich über die Duldsamkeit gegenüber Gepflogenheiten anderer Kulturen und Religionen auf Kosten der Kinder.

(…)

Er (Anm.: der emeritierte Bochumer Strafrechtler Rolf Dietrich Herzberg) glaubt nicht, dass Eltern das Recht zukomme, eine so weit reichende Entscheidung für ihr Kind zu treffen. Das Verbot der Körperverletzung, so Herzberg, erlaube nämlich keine Ausnahme: „Das Abschneiden der Vorhaut ist eine Körperverletzung, und Paragraph 223 des Strafgesetzbuches macht es grundsätzlich zur Pflicht eines jeden Staatsbürgers, seinem Mitmenschen keine Körperverletzung zuzufügen.“

Verstümmelung von Kindern nicht tolerieren

Dass es sich bei der Beschneidung um eine jahrhundertealte Tradition handelt, erkennt Herzberg zwar an. Es dürfe aber auch nicht aus Sorge um den „religiösen Frieden“ in unserer Gesellschaft dazu führen, dass „die Verstümmelung von Kindern toleriert wird“.

In der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, die Deutschland unterzeichnet hat, heißt es: „Alle Vertragsstaaten treffen alle wirksamen und geeigneten Maßnahmen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen.“ In Deutschland dürfte es so bald kein Verbot der religiösen Beschneidung geben. Zu gering ist das Interesse der Politik und zu groß die Furcht der Politiker, dieses Minenfeld zu betreten.

Quelle u. vollst. Artikel: http://www.faz.net/

Die Genitalverstümmelung bei Jungen wird im Islam praktiziert, ist laut Koran jedoch nicht vorgeschrieben. Dazu eine Diskussion in einem muslimischen Forum und folgende Aussagen von Muslimen:

Zaf-Ad hat folgendes geschrieben:
Die Beschneidung ist aus gesundheitlicher Sicht unnötig. Vielmehr sehe ich in der Beschneidung innerhalb des Islam die Infiltrierung jüdischer Konvertiten, die Ahadith mit jüdischen Vorstellungen verbreiteten.
www.forum.alrahman.de

Aus einem eMail-Austausch mit zwei Muslimen (Nur-Koranlern) arabischer und türkischer Herkunft. Diese schrieben mir u. a.:

Ich bin selber beschnitten, und wenn ich im Koran schaue, dann finde ich Warnung vor der Änderung der Schöpfung von Gott und finde keine Hinweise, dass man so was abschneidet. Ich schneide Haare, Fingernägel ab, weil sie wieder wachsen und das ist ein Teil der Schöpfung, aber an meinem Penis ist nichts seit meiner Geburt gewachsen, also finde ich das nicht richtig.

Ich teile Ihre Einschätzung bzgl. Genitalverstümmelung und kann sie nur unterschreiben! Es ist in meinen Augen eine Blasphemie und eine Herabwürdigung der Menschlichkeit. Ich selber bin auch beschnitten und hoffe inbrünstig, daß diese Grausamkeit aufhört und daß die Menschen schnellstmöglichst erkennen, welches Unrecht sie ebenso ihren Jungen antun. Ich danke dem Herrn dafür, daß ich diese Erkenntnis erhielt, bevor ich die Möglichkeit hatte, zu entscheiden, ob ich, wenn ich mal Kinder haben sollte, meine Kinder „beschneiden“ lassen soll. Ich hoffe, daß meine Kinder es mir gleichtun werden so Gott will.

Ja, „Islam“ wie es heute bekannt ist, ist auch eine Mischung von einer arabischen Religion + persische Traditionen + biblische Lehren.

arabisch: weil sie meinen, man soll auf arabisch beten, arabische Kleider anziehen oder Traditionen vorschreiben, die nur Araber erfüllen können …

Persischer Einfluß ist sehr groß im 2. Islamischen Jahrhundert geworden und vielleicht weißt Du, daß ALLE anerkannte Hadithsammler wie Bukhari, Muslim, Tirmidhi usw. Perser waren.

Biblischer Einfluß: Beschneidung, Steinigung von Ehebrechern, Adam als erster Mensch, Eva usw. sind alles Themen in der Bibel, die gar nicht im Koran existieren.

Ja, bei Juden und Arabern ist es schlimm, was Beschneidung betrifft, wenn ich einen Sohn hätte würde ich sowas nicht tun.

Weitere Infos:

http://manndat.de/index.php?id=55

http://wgvdl.com/info/feminismuskritiken/maennerhassbuch.htm#T_4.5.

http://www.cirp.org/pages/parents/FAQ/index_de.html

http://www.beschneidung-von-jungen.de

http://phimose-info.de/

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15 Gedanken zu “In der BRD erlaubt: Genitalverstümmelung an Jungen

  1. Die meisten muslimischen u. jüdischen Frauen wollen nur einen beschnittenen Mann heiraten, das hat u.a. mit Hygiene zu tun, denn ein beschnittener (Ehe-) Partner reduziert das Riskio der Frau, an Zervixkrebs zu erkranken.

    http://www.curado.de/gebaermutterhalskrebs/Beschneidung-verringert-HPV-Infektionsrisiko–10149/

    —–
    (Anm. Nolde: Der Vorwurf mangelnder Hygiene ist schwachsinnig, denn jeder, der sich seine Ohren oder ein anderes Körperteil waschen möchte, kann das tun.

    Wenn irgendwelche Frauen nun trotzdem meinen, Männer ohne Ohren zu bevorzugen, bitteschön.

    Offenbar haben es Moslems und Juden nötig, das blutige Ritual der Genitalverstümmelung an männlichen Kleinstkindern mit paramedizinischen Unfug aufzuhübschen.

    Dabei machen sie sich jedoch nur noch lächerlicher, denn weder gibt es einen wissenschaftlichen Nachweis, daß die HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs schützt, noch dafür, daß ein spezifisches Virus die primäre Ursache desselben.

    Dabei heißt es selbst im von Ihnen verlinkten Artikel, was Sie beim selektiven Querlesen vermutlich „übersehen“ haben:

    Insgesamt sei die Studienlage zu dem Zusammenhang zwischen der männlichen Beschneidung und einem verringerten Risiko für HPV-Infektionen jedoch nicht eindeutig … Dafür müssten zunächst weitere Studien abgewartet werden.

    Natürlich haben „weitere Studien“ diese Behauptung nicht beweisen können, was natürlich Juden und Muslime nicht davon abhält, immer wieder diese Theorie zu verbreiten.

    Es gibt „Behauptungen, dass sich das Vorkommen von Portiokarzinomen (Zervixkarzinomen) (Krebs des Gebärmuttermundesbzw. Gebärmutterhalses) bei der Frau nach Geschlechtsverkehr mit unbeschnittenen Männern durch Übertragung von Smegma häufte. Dieser Zusammenhang wurden von Forschern als wissenschaftlich nicht plausibel verworfen.

    Die Theorie, dass Ehefrauen von Männern mit intakten Vorhäuten anfälliger für Gebärmutterhalskrebs sind, ist widerlegt worden. Die Theorie, dass das Vorhandensein einer Vorhaut ein höheres Risiko für Geschlechtskrankheiten mit sich bringt, wurde in einer neuen Studie widerlegt.

    Quelle u. vollst. Text: http://wikimannia.org/index.php?title=Beschneidung

    … warum die Vermutung, „Beschneidung“ könne sexuell übertragbare Krankheiten in spürbarem Ausmaß aufhalten, wohl falsch sein dürfte. Und schau da: Jetzt belegt eine neue Studie genau unsere Position.

    Weiter lesen: http://genderama.blogspot.com/2008/04/neue-studie-gibt-maskulisten-recht.html

    Es bleibt also dabei, daß die Genitalverstümmelung ob an Mädchen oder Jungen eine nicht zu rechtfertigende schwere Körperverletzung darstellt die selbstverständlich keinerlei Vorteile mit sich bringt, ganz im Gegenteil.

    Daß diese schauerliche Praxis nicht verboten ist, zeigt wieder einmal den Einfluß einer gewissen Lobby, weshalb der Schutz des Kindes es verlangt, diesen rechtsfreien Raum schleunigst zu schließen, wie der im Eingangbeitrag verlinkte Beitrag aus dem Deutschen Ärzteblatt betont.

    Wer dann als Moslem in Deutschland bleiben will, hat die Möglichkeit, sich jenen Moslems anzuschließen, die bisweilen als Nur-Koranler angesehen werden und kundtun, daß die Beschneidung innerhalb des Islam die Infiltrierung jüdischer Konvertiten, die Ahadith mit jüdischen Vorstellungen verbreiteten, darstellt.

    Die weiterhin betonen, daß sie im Koran eine Warnung vor der Änderung der Schöpfung von Gott und keine Hinweise für eine Genitalverstümmelung finden, die in ihren Augen deshalb eine Blasphemie und eine Herabwürdigung der Menschlichkeit bedeutet …

    MfG)

    • Falls die Beschneidung tatsächlich vor Gebärmutterhalskrebs schützt, müsste dies durch einen Vergleich der Häufigkeiten Gebärmutterhalskrebserkrankungen zw. Deutschland und Israel zu sehen sein.

      Deutschland hat eine alterstandardisierte Neuerkrankungsrate von 10-11 Fällen/100.000 Einwohner[1]
      Israel hat eine alterstandardisierte Neuerkrankungsrate von etwa 5 Fällen/100.000 Einwohner[2][3]

      Mit etwa 5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr liegt Israel zwar immer noch deutlich unter der Neurerkrankungsrate Deutschlands, dennoch gibt es einige gravierende Unterschiede zwischen der israelischen und deutschen Bevölkerung, die zumindest teilweise diese Differenz erklären können. Gary Michael Ginsberg et. al. erklären hierzu in ihrem Dokument „Cost–utility analysis of vaccination against HPV in Israel“[4](Seite 1): „Israel’s lowincidence rate can be partly explained by a large abstinence from pre-marital sexual relations in all the religious (Jewish, Moslem and Christian) sectors of society, the practice of male circumcision among Jews and Moslems and possibly the religious prohibition by the family purity laws of orthodox Jews from having sexual intercourse both during menses and 6–7 days after its complete cessation, although the latter risk factor can be confounded by the near absence of other risk factors such as early coitarche, multiple partners and smoking.“ Werden diese sozio-kulturellen Unterschiede zwischen der israelischen und deutschen Bevölkerung berücksichtigt, müsste die jährliche Neuerkrankungsrate bei Gebärmutterhalskrebs in Israel weit oberhalb von 5 Erkrankungen auf 100.000 Einwohner pro Jahr liegen und sich der Neuerkrankungsrate Deutschland entsprechend annähern.

      Zum Thema HIV/AIDS und Beschneidung

      Wenn die Beschneidung tatsächlich einen signifikanten Einfluss auf die HIV-Ansteckung hat, müsste sich dies in den HIV-Zahlen von Deutschland und Israel wiederspiegeln:

      HIV-Prävalenz Deutschland 1/1.000 Einwohner[5]
      HIV-Prävalenz Israel 1/1.000 Einwohner[6]

      Es besteht keinerlei Unterschied zw. Deutschland und Israel bei den AIDS/HIV-Zahlen, obwohl beide Länder deutlich unterschiedliche Beschneidungsraten haben. Dies ist auch nicht sonderlich verwunderlich, wenn man sich die AIDS-Studien einmal näher anschaut.

      Kritische Anmerkungen über die in Südafrika durchgeführte AIDS-Studie von B. Auvert et. al.[7]

      a) An der Studie nahmen 3274 unbeschnittene Männer teil (146 Männer wurden ausgeschlossen, weil sie schon vor Beginn der Studie HIV+ waren), davon entfielen 1.582 Männer auf die Kontrollgruppe(unbeschnitten) und 1.546 Männer auf die Interventionsgruppe(beschnitten). Über einen Zeitraum von 21 Monaten steckten sich in der Kontrollgruppe 49, in der Interventionsgruppe 20 mit dem HI-Virus an. Das macht dann eine relative Risikominderung von 60%.

      b) Die absolute Risikominderung beträgt indes nur 1,8%. Was wiederum bedeutet, dass mehr als 98% aller durchgeführten Beschneidungen bedeutungslos waren!

      c) Mehr als 50 Beschneidung waren notwendig, um eine HIV-Ansteckung innerhalb dieser 21 Monate zu verhindern.

      d) Die Studie fand in Orange Farm, einen sogenannten ‚AIDS-HotSpot‘, statt. Wenn Orange Farm kein representativer Ort für weite Teile Südafrikas ist, ist es dann nicht zumindest notwendig darüber nachzudenken, ob die Ergebnisse dieser Studie überhaupt auf ganz Südafrika zu übertragen sind?

      e) Wie lange dauert es eigentlich 1.546 Männer zu beschneiden? Während die unbeschnittenen Männer ab Beginn der Studie Sex haben konnten, mussten die Teilnehmer der Interventionsgruppe erst einmal beschnitten werden und sollten auf Anraten der Studienleitung eine Abheilungszeit von min. 6 Wochen einhalten. Desweiteren wurde nur den beschnittenen Männern folgendes mitgeteilt:“When you are circumcised you will be asked to have no sexual contact in the 6 weeks after surgery. To have sexual contact before your skin of your penis is completely healed, could lead to infection if your partner is infected with a sexually transmitted disease. It could also be painful and lead to bleeding. If you desire to have sexual contact in the 6 weeks after surgery, despite our recommendation, it is absolutely essential that your (sic) use a condom.“ Stellt dies nicht einen vollkommen irregulären Start sowie Verlauf der Studie dar?

      f) Bei den durchgeführten Beschneidungen kam es teilweise zu gravierenden Komplikationen, bspws. Probleme beim Urinieren, Erektionsstörungen, Beschädigungen am Penis etc. Und dies soll keinerlei Einfluss auf die Studienergebnisse gehabt haben?

      g) Während des Studienverlaufs verließen zahlreiche Teilnehmer die Studie. Bei der letzten durchgeführten Untersuchung nahmen von den ursprünglich 1.582 unbeschnittenen Männer nur noch 1.105 Männer teil(-477), von den ursprünglich 1.546 beschnittenen Männern kamen am Ende nur noch 1.131(-415). Da niemand den HIV-Status dieser Personen kennt, ist die Validität der Studienergebnisse höchst fragwürdig.

      h) Die Studie wurde vorzeitig abgebrochen, wie die anderen beiden Studien auf die sich die WHO bezieht auch! Hätten sich auch nur 4 weitere Männer aus der Interventionsgruppe mit dem HI-Virus angesteckt, wären die Studienergebnisse nicht mehr statistisch signifikant gewesen. Fairerweise hätte die Studie für die Teilnehmer der Interventionsgruppe noch min. 6 Wochen nachlaufen müssen(siehe hierzu Punkt e). Es wäre gar nicht so unwahrscheinlich gewesen, dass sich innerhalb einer solchen Nachlaufzeit 4 Männer mit dem HI-Virus infiziert hätten. Befürchteten etwa die Verantwortlichen der Studie, dass bei einen weiteren Verlauf der Studie ihre Ergebnisse nicht mehr statistisch signifikant gewesen wären? Interessant ist auch, was Dr. Ben Goldacre[8] zum Thema „Warum sollte eine Studie vorzeitig abgebrochen bzw. nachträglich verlängert werden?“ schreibt:“If the difference between your drug and placebo becomes significant four and a half months into a six month trial, stop the trial immediately and start writing up the results: things might get less impressive if you carry on.. Alternatively, if at six months the results are ’nearly significant‘, extend the trial by another three months.“(Auszug aus seinem Buch ‚Bad Science‘, dt. Übersetzung ‚Die Wissenschaftslüge: Wie uns Pseudo-Wissenschaftler das Leben schwer machen'[9]).

      i) Die Studie von B. Auvert zeigte eine Verringerung des relativen HIV-Ansteckungsrisikos um 60%. Die Studie zeigte aber auch, dass sich durch Beschneidungen die weitere Ausbreitung von AIDS/HIV kaum stoppen lässt(siehe hierzu Punkt b). Im Februar 2009 veröffentlichte ‚Measure Demographic and Health Surveys'[10] ihren ‚DHS Comparative Reports 22′[11] und auf Seite 103 heißt es:“There appears no clear pattern of association between male circumcision and HIV prevalence. In 8 of 18 countries with data, HIV prevalence is lower among circumcised men, while in the remaining 10 countries HIV prevalence is higher among circumcised men.“ Aufgrund dieser Datenlage die Beschneidung als ein Mittel zur Bekämpfung von AIDS/HIV zu empfehlen, ist daher höchst diskussionswürdig.

      j) In der Studie wird nicht untersucht auf welchen Weg sich die Männer mit dem HI-Virus angesteckt haben. Alternative Übertragungswege wie Bluttransfusion, infizierte Nadeln etc. bleiben außen vor, was den Einfluss von Beschneidungen auf die HIV-Übertragung noch weiter mindern könnte.

      k) Es liegen keinerlei Ergebnisse vor, welchen Langzeitnutzen eine Beschneidung auf die HIV-Ansteckung sowie HIV-Ausbreitung hat. Es ist daher durchaus denkbar, dass bezogen auf einen Zeitraum von 10, 20 oder mehr Jahren keinerlei Unterschied zwischen Beschnitten/Unbeschnitten und HIV+/HIV- festgestellt werden kann.

      l) Es liegen keinerlei Ergebnisse vor, ob eine Beschneidung Frauen vor einer HIV-Ansteckung schützt.

      Soviel zum Thema welch tollen gesundheitliche Effekt die Beschneidung mit sich bringt.

      Gruss Tobias

      [1] http://www.rki.de/cln_151/nn_94662/DE/Content/GBE/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/KID2010,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/KID2010.pdf
      Seite 63
      [2] http://mecc.cancer.gov/47.LernerGeva_2003.pdf (Seite 6)
      [3] http://oia.cancer.gov/pdf/mecc_monograph.pdf (Seite 101)
      [4] http://www.sepeap.org/archivos/pdf/10637.pdf (Seite 1)
      [5] http://www.who.int/gho/countries/deu.pdf
      [6] http://www.who.int/gho/countries/isr.pdf
      [7} http://www.plosmedicine.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pmed.0020298;jsessionid=0D1E6B2C83F57903DB38BDEA567C0693.ambra01
      [8] http://de.wikipedia.org/wiki/Ben_Goldacre
      [9] http://www.amazon.de/Die-Wissenschaftsl%C3%BCge-Pseudo-Wissenschaftler-schwer-machen/dp/3596185106/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1286628469&sr=1-1
      [10] http://www.measuredhs.com/start.cfm
      [11] http://www.measuredhs.com/pubs/pdf/CR22/CR22.pdf

  2. Ok, Ihre Meinung, aber wem ich mich anschließe, überlassen Sie doch bitte mir. Ich habe im übrigens sehr wohl gelesen, dass es noch keine endgültigen Beweise gibt und neue Studien her müssen.

    Ich möchte mich erst mal für den Ramadan, der morgen beginnt, verabschieden, da mich diese Diskussionen zuviel Kraft kosten, die ich für anderes brauche.

    Alles Gute und Gott sei mit Ihnen und Ihrer Familie.

    MfG

    —–
    (Anm. Nolde: Fakt ist, ob Sie das wahrhaben wollen oder nicht, daß es keine Beweise für diese WHO-Pharma-Behauptung gibt (was zwischen den Zeilen auch eingeräumt wurde), ebensowenig für die damit zusammenhängende Viruserreger- und Impftheorie.

    Eine Folgestudie stellte fest, dass Gebärmutterhalskrebs bei nichtjüdischen Frauen gleich häufig vorkommt. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2007 fand nach Literaturauswertung keine Unterstützung für die These, dass die Beschneidung das Risiko für eine HPV Infektion reduziert.
    —> http://de.wikipedia.org/

    (…) Jungen als Opfer

    Genitalverstümmelung von Jungen zwischen Medizin, Ritual und Kommerz

    Doch sexuelle und körperliche Gewalt gegen Jungen hat viele Gesichter. Die Beschneidung der männlichen Genitalien ist eines davon. Jungenbeschneidung geschieht nicht nur irgendwo weit weg – sie geschieht hier und heute!

    Die Beschneidung der Vorhaut – in Deutschland ist sie oft ein willkommenes Zubrot für Mediziner, die von Salbe nichts hören wollen und für plastische Operationen nicht qualifiziert sind.

    In Übersee machen Pharma- und Kosmetikkonzerne das große Geschäft mit der Vorhaut und den Schmerzen neugeborener Jungen. Gravierende OP-Komplikationen und sogar Tote werden dafür in Kauf genommen.

    In Afrika und Australien ist Jungenbeschneidung ein grausames Ritual, das jährlich viele Tote fordert, und Juden und Moslems tragen ausgerechnet in der Unterhose ein identitätsstiftendes Symbol (…)

    Und so haben Erwachsene weltweit ihre Gründe, an der beinahe schon selbstverständlichen Verstümmelung kindlicher Penisse festzuhalten. Einer entschuldigt sich damit, dass es „die anderen“ ja auch tun. Die einzigen, die bei all dem nicht gefragt werden, sind die Jungen selbst!
    –> http://www.intaktiv-online.de/

    Blutige Rituale im Schatten von Multikulti und Kommerz?

    In den stark religiös und traditionell geprägten Regionen dieser Welt gehört die Beschneidung sowohl der weiblichen als auch der männlichen Geschlechtsorgane zum überlieferten Brauchtum, das größtenteils rational nicht erklärbar und somit kaum beeinflussbar ist. So sterben weltweit Jahr für Jahr hunderte Mädchen und Frauen, Jungen und Männer auf grausame Weise, ohne dass es die Öffentlichkeit wirklich wahrnimmt. Meist handelt es sich bei den verschiedenen Beschneidungszeremonien um Initiationsriten zur Aufnahme Jugendlicher in die Gemeinschaft der Erwachsenen oder des Stammes. (…)

    Ist die Beschneidung von Jungen und Mädchen wirklich nicht vergleichbar? Interessant ist, dass im Falle ritueller oder religiöser Beschneidungen Jungen und Männer es sind, deren körperliche Unversehrtheit offenbar weniger wert ist als die des „schwachen Geschlechts“. Die Beschneidung von Jungen, so ist nicht selten zu hören, gehöre zu Tradition und Kultur anderer Völker und müsse daher toleriert werden, während Menschrechtsorganisationen gleichzeitig schon seit langem Sturm gegen jegliche Form der Beschneidung weiblicher Genitalien laufen.

    Beides sei nicht vergleichbar, so die bisherige Begründung für dieses einseitige Engagement.

    „Genital Autonomy“ ist ein wesentlicher Schritt, Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit zu schaffen für eine Form unsäglichen Leides, von dem beide Geschlechter betroffen sind.
    –> http://www.intaktiv-online.de/

    Antrag auf Prozesskostenhilfe erfolgreich: Beschnittener Junge will seinen Vater verklagen

    Die im muslimischen Lebens- und Kulturkreis leider übliche Beschneidung von Jungen stellt ohne wirksame Einwilligung in die Vornahme des ärztlichen Eingriffs eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und rechtswidrige Körperverletzung dar, die ein Schmerzensgeld rechtfertigen kann. Dies hat der 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main jetzt in einem Prozesskostenhilfeverfahren entschieden.

    Der Antragsteller begehrte Prozesskostenhilfe für eine Klage, mit der er seinen Vater wegen seiner im 12. Lebensjahr veranlassten Beschneidung auf Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 10.000 Euro in Anspruch nehmen will.

    Die Eltern des Antragstellers sind geschieden. Der Antragsteller wohnt bei seiner Mutter, die auch das alleinige Sorgerecht für ihn hat. Zum fraglichen Zeitpunkt verbrachte er jedoch die Ferien bei seinem Vater, einem streng gläubigen Moslem. Auf dessen Veranlassung hin wurde der Junge von einem Arzt beschnitten. Die Mutter, die nicht Muslima ist, hatte die Beschneidung stets abgelehnt.

    (…) Die Beschneidung könne … im Einzelfall für das kulturell-religiöse und körperliche Selbstverständnis des Betroffenen von Bedeutung sein. Die Entscheidung hierüber falle deshalb in den Kernbereich des Rechts einer Person, über sich und ihr Leben zu bestimmen. (…)
    –> http://www.phimose-info.de/

    Tag der „Null-Toleranz gegen Genitalverstümmelung“

    Der Einfluss von Beschneidungspraktiken auf die physische und psychische Gesundheit männlicher und weiblicher Betroffener war ein Schwerpunkt der Diskussion eines Symposiums zur „gemitalen Selbstbestimmung“, Phimose-Info Deutschland berichtete darüber. Nicht zuletzt stand die Frage im Raum, ob Regierungen, Organisationen und regierungsübergreifenden Institutionen angemessene Schritte vorsehen, um vor allem Kinder vor traditionellen, nichttherapeutischen Eingriffen an ihren Genitalien zu schützen.

    „Genital Autonomy“ steht für genitale Selbstbestimmung und damit eigentlich für eine Selbstverständlichkeit. Verankert ist dieses Recht in zahlreichen internationalen Abkommen. In Deutschland sind die Grundrechte auf Achtung der Menschenwürde und der körperlichen Unversehrtheit durch das Grundgesetz garantiert.

    Die Realität in großen Teilen der Welt, aber auch in Mitteleuropa und sogar in Deutschland, sieht jedoch anders aus.

    Rituelle, religiöse, aber auch kommerzielle Interessen rangieren nicht selten höher als das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Betroffen von derartigen massiven Verstößen gegen elementare Grundrechte sind in der Mehrzahl die Schwächsten der Gesellschaft, die Kinder, Jungen ebenso wie Mädchen, denen ohne medizinischen Grund ein Teil ihres völlig gesunden Körpers genommen wird.

    Anlässlich des Tags der „Null-Toleranz gegen Genitalverstümmelung“ wird Phimose-Info Deutschland ein neues Projekt starten und über die verschiedensten Arten der Genitalverstümmelung informieren.

    Mehr dazu auf unserem neuen Themen-Portal Intaktiv-Online.
    –> http://www.phimose-info.de/

    Das Recht aller Kinder auf intakte Geschlechtsorgane

    (…) Hier nun einige ins Deutsche übersetze Kommentare Betroffener, die z. T. noch Jahrzehnte nach der vermeintlich „harmlosen“ OP unter deren Folgen zu leiden haben:

    Beschnitten – und ich werde meine Söhne NICHT beschneiden lassen!!! Es ist eine barbarische Praktik OHNE echten Grund!!! Religion ist der schlimmste „Grund“. Es ist Kindesmissbrauch.
    (23, männlich, Kanada)

    (…)

    Ich wurde als Kind gegen meinen Willen beschnitten, in Einklang mit der jüdischen Tradition, und habe deswegen großes körperliches und seelisches Trauma durchgemacht. Ich habe meinen Eltern nie verziehen, dass sie mir das Recht auf einen vollständig funktionierenden Penis genommen haben, und hege Wut auf meine Familie und die Religion, die mir das für den Rest meines Lebens angetan hat.
    (20, männlich, USA)

    (…)

    Ein Freund von mir ließ seinen Sohn beschneiden. Es war das erste Mal, dass ich das grausame Resultat der massiven Verstümmelung sah.
    (42, weiblich, Deutschland)

    –> http://www.phimose-info.de/

    –> http://blog.phimose-info.de/
    –> http://www.phimose-info.de/

    MfG)

  3. Ich lehne die Beschneidung von Jungen ab, da sie auch einen schwerwiegenden Eingriff in ihre Sexualität darstellt, welcher sich ein Leben lang manifestiert. Durch eine vollständige, auch radikale Beschneidung, wird oft die gesamte innere Vorhaut und auch das sehr sensible Frenulum (Eichelbändchen) entfernt, was eine Austrocknung und Desensibilisierung der Eichel des Knaben zur Folge hat. Dies geschieht durch das ständige Reiben der nun immer ungeschützten Eichel an der Unterwäsche. Mit der Zeit verdickt sich die Haut der Eichel bis um das 16-fache, was doch einen erheblichen Gesamtgefühlsverlust zur Folge hat, da die anderen Lustquellen Vorhaut und Frenulum ja entfernt wurden.

    Die Vorhaut hat die bedeutende Funktion, durch Drüsen an ihrer Innenseite welche Smegma absondern um (was nichts anderes als Schmiere heißt) die Eichelhaut feucht und geschmeidig zu halten, um eine glatte, sanfte Bewegung zwischen der Schleimhautoberfläche der beiden Partner während des Geschlechtsverkehrs zu ermöglichen.

    Smegma ist weder gesundheitsschädlich noch stinkend. Es wird es nur, wenn abgestorbene Hautzellen mit Urin und Smegma vermischt werden und Bakterien anfangen zu „arbeiten“. Darum reicht regelmäßiges Waschen um Gestank (zu verhindern. Zu häufiges Wegwaschen der „Käseschmiere“ hat also mit gesundheitsförderndre „Hygiene“ nichts zu tun, das sei einmal klar gesagt.

    Was bei der Genitalverstümmelung an Jungen beseitigt wird, ist alles hoch sensibles Schleimhautgewebe. Stellen Sie sich vor, sie müssten nur einen Tag ohne den Mund zu schließen verweilen. Ihre Mundschleimhaut, würde das nicht lustig finden. Nicht ohne Grund hat eine Studie festgestellt, das sich radikal beschnittene pubertierende Knaben wesentlich seltener selbstbefriedigen als Unbeschnittene, etwa im Durchschnitt 3 zu 1. Manche sehr stramm beschnittene Knaben befriedigen sich nicht einmal alle 14 Tage, weil sie keine Technik gefunden haben, zuviel Zeit benötigen, oder Gleitmittel benötigen, was sie natürlich nicht immer zur Hand haben. Wird der Knabe dann zum Mann und geht auf die 40 zu, kann es für etliche immer schwerer werden, einen erfüllenden Orgasmus zu erreichen, da das Gefühl natürlich mit den Jahren immer weiter abnimmt.

    Ich habe extra viel über dieses Thema recherchiert, da mir eine Bekannte kürzlich offenbarte, ihren Sohn (11 Jahre) ohne med. Grund radikal beschneiden zu lassen. Sie fand das alles nicht so schlimm, obwohl ich ihr erzählte, was ich hier geschrieben habe. Sie meinte nur, es sei doch gut, wenn sich der Junge nicht soviel selbstbefriedigt, das sei ja neben der Hygiene ein Hauptgrund der Beschneidung. Ich war total schockiert über diese Ansicht. Also überlegen Sie es sich sehr gut ihre Jungen beschneiden zu lassen. Ich empfinde das jedenfalls als Genitalverstümmelung und stimme dir Detlef in jeder Hinsicht zu.

    —–
    (Anm. Nolde: Vielen Dank für Deine Ausführungen. Besonders wissenswert ist die Beschreibung des biologischen Sinns der Vorhaut und des Smegmas („Schmiere“), was wiederum unauflöslich zusammenhängt, wie Du dargelegt hast. Denn, das kam hier immer zu kurz, weil besonders schlaue Menschlein meinen, die Natur wäre wiederum fehlerbehaftet, dieses Smegma wäre sinnlos (wie die Vorhaut) oder gar noch gesundheitsschädlich für irgendjemanden. Die Dummheit stirbt halt nie aus und die Leute glauben den Scharlatanen in weißen Kitteln wie irgendwelchen „geistlichen Autoritäten“ bei Juden und Moslems, die sich auf einen „Propheten“ namens Abraham berufen, der sich im Alter von 80 Jahren mit einer Axt selbst genitalverstümmelt haben soll. MfG)

  4. Nach alttestamentarischer Auffassung ist die rituelle Beschneidung ein Opfer an den patriarchalischen Gott und eine Bekräftigung des „Bündnisses“ mit ihm und der bedingungslosen Unterwerfung. Dieses blutige Selbstopfer, vorgenommen von erwachsenen Menschen an wehrlosen Kindern, ist nur die Vorstufe für alle darauf aufbauenden Selbstmordattentäterideologien mit Paradiesversprechungen (Islamismus, SS-Kriegsideologie usw.) oder anmaßenden Auserwähltheitsansprüchen (Zionismus, Islamismus, SS-Rassenwahn etc.). Dieser eifersüchtig grausame, Unterwerfung verlangende, monotheistische, frauen- und lustfeindliche „Gott“ ist der diametrale Gegensatz zur lustbetonten Kreativität der Leben und Liebe spendenden demokratischen Göttin „Gaia“ als lichte Quelle aller Frauen- und Mütterweisheit und allen magischen Wissens zum Wohle und zur Befreiung IHRER Kinder. Der Sieg über diesen unheilzeugenden „Gott“ ist der Beginn des seelenbefreienden Wassermannzeitalters!

    —–
    (Anm. Nolde: Schön Odfried, mal wieder einen Kommentar von Dir zu lesen, dann noch so einen genialen! MbG)

  5. Ein Aspekt der noch hinzu kommt, ist das (Zumindest wenn es Mediziner machen) da oft auch Fäden raus kommen. Das juckt unheimlich. Ständig muss man entweder zum Arzt rennen und die ziehen lassen oder es selbst mit der Pinzette machen.
    Ich weiß das weil man das bei mir als ich klein war so gemacht hat. Die Begründung war aber keine religiöse sondern wegen einer sogenannten Phimose.

  6. Ich habe mich vor einiger Zeit umfangreich über das Thema Beschneidung informiert. Daher kann ich diese Genitalverstümmelung an Säuglingen, Kindern und Jugendlichen nur ablehnen! Wenn jemand das Alter erreicht hat, um an seinem Körper Modifikationen durchzuführen, dann okay! Aber bei Kindern hört der Spaß einfach auf!!
    Vor ca. zwei Monaten habe ich im Internet ein Video gesehen, bei dem ein Säugling beschnitten wurde (natürlich in den USA). Das Baby wurde nicht nur in der typischen Baby-Schale „gefesselt“ (das ist kein Witz. Die Säuglinge werden in diese Schale gesteckt, die die Umrisse eines Kindes hat. An den Stellen wo die Arme und Beine sind, sind Schnallen angebracht, um es fest zu halten!!). Selbstverständlich wurde es nicht betäubt, denn Babys können in diesem Alter an Betäubungen mit den im Krankenhaus zur Verfügung stehenden Mittel sehr leicht sterben.
    Als der Arzt den Säugling fest band, hat es sich ein wenig gewehrt aber nicht geweint. Wie dann die Vorhaut mit den kleinen Zangen fixiert wurde, hat es plötzlich laut geweint. Als dann noch die Vorhaut von der Eichel gelöst wurde (sie ist ja zunächst auf natürliche Weise verklebt), habe ich ab da an nur noch Todesschreie von diesem Baby gehört. So etwas habe ich noch nie von so einem kleinen Wesen gehört. Ich war total schockiert.
    Nach dem der Arzt (so darf man diese Person eigentlich nicht nennen!!) dann mit einer Klemmzange das Blut für eine Minute von der Vorhaut weggedrückt hat, wurde das Baby wieder still. Danach klemmte er ab und schnitt in die Vorhaut des Säuglings. Was ich danach hören musste von dem Baby (diese unbeschreiblichen Todesschreie, Schmerzgejammer, etc. – es hat auch die ganze Zeit gegurgelt, weil es wegen dem vielen Schreien den Speicheln nicht mehr schlucken konnte!!) hat mich fast zum Kotzen gebracht – obwohl ich schon vieles gesehen habe und ich nicht locker vom Stuhl fallen kann. Aber das… das schlägt jeden Horrorfilm um längen!!
    Ich konnte zwei Wochen nicht mehr richtig schlafen und habe (u.a. in so Metzgerforen) versucht zu verstehen, warum Eltern (die bei solchen OP „nie“ dabei sind) warum sie das ihrem Sohn antuen!
    Nach einigen Recherchen musste ich mit Erschrecken feststellen, dass viele amerikanischen Eltern nicht wissen, wie sehr ihr Kind leidet! Wären diese bei der Beschneidung dabei und würden sie diese Schreie hören, die Mutter würde durchdrehen/weinen/schreien, der Vater den Arzt schlagen! Und dennoch wird es in den USA alle paar Sekunden gemacht.
    Ich selbst bin zur Hälfte Amerikaner und verdammt froh in Europa geboren zu sein!!!
    Seit meinen Recherchen, seit diesem grausamen Video und der Tatsache, das sozusagen jedem zweiten in den USA geborenen männlichen Säugling „routinemäßig“ die Vorhaut geraubt wird, empfinde ich für dieses Land und deren Menschen? nur noch Verachtung!
    Ich kann nur hoffen und beten, dass die Aufklärer und Aktivisten ein für alle mal per Gesetz die Beschneidung (oder besser gesagt die Amputation von empfindlichen, gesunden Gewebe am Penis eines männlichen Babys) verbieten lassen!

    Ich bin über diesen doch recht aktuellen Beitrag hier sehr froh (richtig glücklich!!), denn vor kurzem dachte ich noch ich sei der Einzige, der sich so intensive Gedanken über dieses Unrecht macht.

    In ein paar Wochen werde ich Texte zusammentragen und versuchen ein allgemein verständliches Infoblatt für (werdende) Mütter, aber auch Infoblatt für Urologen anzufertigen, die leider immernoch nach altem Kenntnisstand bei Phimose einfach mal so Beschneidungen verordnen, als wäre das eine unvermeidliche und übliche Praxis.

    Wer mich hierbei unterstützen will.. einfach eine E-Mail an mich!

    Danke nochmals Detlef für diesen klasse Beitrag hier!! Danke!!!

    —–
    (Anm. Nolde: Danke für Deinen Kommentar und es sind tatsächlich Verbrecher, die so etwas praktizieren. Klar ist auch, wer in den USA den Grund dafür legte, daß immer mehr Genitalverstümmelungen auch an Kindern nichtjüdischer und -muslimischer Eltern vorgenommen werden unter dem dummen Vorwand der Hygiene.

    Ich bin der Meinung, daß derartige „Modifikationen“ auch bei Erwachsenen nicht durchgeführt werden dürften, da Ärzte nicht dafür ausgebildet werden und tätig sind, um Selbstverstümmelungen vorzunehmen und damit zu rechnen ist, daß die Gesellschaft in Mitleidenschaft gezogen wird, wenn sich der offenbar geistig Gestörte nach durchgeführter OP möglicherweise in „seine“ Psychose hineinsteigert. Es ist ja bekannt, welche psychischen Auswirkungen die Gentialverstümmelung bei den Betroffenen hat und es wäre eine Untersuchung wert, ob Frustrationen und Minderwertigkeitsgefühle insbesondere bei den Betroffenen zu bestimmten asozialen Verhaltensweisen führen, inbesondere gegenüber Nichtbeschnittenen.

    Einer der ersten Gesetze, die ich hierzulande erlassen würde, das wäre das Verbot der Genitalverstümmelung aus religiösen oder vorgeblich gesundheitlichen Gründen, was beides völlig unakzeptabel, pervers und schwachsinnig ist. Verboten gehört auch, „sein“ Kind im Ausland beschneiden zu lassen und natürlich auch die Erwachsenenbeschneidung. Wem das nicht gefällt und weiterhin meint, sein Gott wünscht die Verstümmelung von Kindern, der muß dann halt auf Nimmerwiedersehen unser Land verlassen.

    Solange jedoch eine bestimmte sog. Religionsgemeinschaft hierzulande ein einflußreiche Position innehat, wird weder das Schächten noch die Genitalverstümmelung an Jungen verboten, wo man sich ansonsten immer so heuchlerisch um das Wohl und die Rechte von Kindern sorgt. Wir sehen an diesem Punkt ganz deutlich, was Kinder- und damit Menschenrechte tatsächlich wert sind.

    Auch folgender Text verweist auch auf Kommentare von Juristen:
    –> http://www.spuren.ch/comments/970_0_2_0_C/

    Wo der Wahnsinn herkommt …

    Altes Testament (Erste Buch Mose): «Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Geschlecht nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden; eure Vorhaut sollt ihr beschneiden. Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. Jedes Knäblein, wenn‘s acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. […] Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat.» Genesis 17,10–14.

    oder

    Shabbat I-37b: „Bedeutend ist die Beschneidung. Wenn sie nicht wäre, könnte die Welt nicht bestehen.“

    MfG)

  7. Ein BRD-Gericht erklärt religiös begründete Genitalverstümmelungen an Jungen (verharmlosend „Beschneidung“ genannt) als strafbar!

    Endlich ein Urteil in die richtige Richtung! Bleibt abzuwarten, ob es auf Druck einer bestimmten Lobby auch tatsächlich und konsequent umgesetzt wird.

    Montag, 25. Juni 2012

    Körperverletzung! LG Köln stellt religiöse Beschneidung unter Strafe

    Das könnte Ärger geben. … Da wird es sicherlich zunächst Ausweichstrategien geben. Wir werden es nächstes Jahr von den Krankenkassen hören, ob die Zahl der Phimosen explodiert sind. Auch Sondermaschinen bestimmter Airlines in die Türkei, nach Ägypten, aber auch nach Israel und in den Maghreb könnte es geben.

    http://rechtsanwaeldin.blogspot.de/2012/06/ups-korperverletzung-lg-koln-stellt.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed:+DieRechtsanwaeldin+%28Die+Rechtsanwaeldin%29

    LG Köln fällt wegweisendes Urteil

    Religiöse Beschneidungen von Jungen verboten

    von Prof. Dr. Holm Putzke

    Noch nie hat ein Gericht sich mit der Frage beschäftigt, ob das deutsche Recht religiös motivierte Beschneidungen an Kindern erlaubt. Das LG Köln hat jetzt rechtskräftig entschieden: Sie sind verboten. Wer sie vornimmt, macht sich strafbar, weder Elternrecht noch Religionsfreiheit rechtfertigen den Eingriff. Ein richtiges und mutiges Urteil, meint Holm Putzke.

    Männliche Beschneidungen sind im Islam und Judentum üblich. Diese religiöse Verwurzelung bot bisher einen gewissen Schutz gegenüber Kritikern und ihren Einwänden, so dass das archaische Ritual noch bis vor wenigen Jahren relativ ungestört vollzogen werden konnte. Dabei weisen gerade Ärzte schon lange darauf hin, dass der Eingriff bei Kindern keine medizinischen Vorteile mit sich bringe, er mit anderen Worten medizinisch sinnlos und unnötig sei. Anderes gelte nur, wenn eine Krankheit zu behandeln sei, wie zum Beispiel eine krankhafte Vorhautverengung.

    Trotz ethischer Bedenken setzte die juristische Diskussion erst im Jahr 2008 ein und wird seitdem umso intensiver in Aufsätzen, Kommentaren und Lehrbüchern geführt. Inzwischen stuft die Mehrheit der Experten medizinisch nicht notwendige, also auch religiöse Beschneidungen als rechtswidrige Körperverletzungen ein, das heißt als Straftat nach § 223 Abs. 1 Strafgesetzbuch (StGB).

    Das Landgericht Köln hat sich dieser Meinung nun angeschlossen (LG Köln, Urt. v. 07.05.2012, Az. 151 Ns 169/11). Auch wenn die Kölner Kammer den angeklagten muslimischen Arzt am Ende wegen eines Verbotsirrtums freisprach, bedeutet ihre Entscheidung eine Zäsur: Zukünftig wird sich kein Mediziner mehr darauf berufen können, er habe geglaubt, Beschneidungen an nicht einwilligungsfähigen Jungen aus religiösen Gründen vornehmen zu dürfen.

    Vom Beschneider in die Kindernotaufnahme

    Der angeklagte Kölner Arzt, selbst frommer Muslim, hatte an einem vierjährigen Jungen auf Wunsch der islamischen Eltern und fachlich einwandfrei eine Beschneidung vorgenommen. Eine medizinische Indikation lag dabei nicht vor. Zwei Tage später kam es – was nicht ungewöhnlich ist – zu Nachblutungen. Die Mutter brachte den Jungen in die Kindernotaufnahme der Universitätsklinik Köln, wo die Blutungen gestillt werden konnten.

    Die Staatsanwaltschaft erhielt Kenntnis von der Sache und erhob Anklage wegen Körperverletzung gegen den Beschneider. Zunächst erfolglos, das Amtsgericht sprach den Arzt frei, weil er wegen der religiösen Motivation der Eltern und deren Einwilligung schon kein Unrecht begangen habe.

    Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hin setzt sich die Strafkammer am LG ausführlich und mustergültig mit dem juristischen Diskussionsstand auseinander. Zunächst verneint sie die Sozialadäquanz religiöser Beschneidungen, sagt also, dass der Eingriff den Tatbestand der Körperverletzung erfülle.

    Auch die elterliche Einwilligung rechtfertigt den Eingriff nicht, so die Kölner Richter, weil er dem Kindeswohl widerspreche. Zudem lassen sie das Argument nicht gelten, die Eltern wollten mit der Beschneidung verhindern, dass ihr Kind sozial ausgegrenzt werde. Dieser Aspekt wiege die irreversible Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit nicht auf.

    Den Grundrechten der Eltern auf freie Religionsausübung und ihr Erziehungsrecht stellt das Gericht das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung gegenüber. Seine Rechte zögen den elterlichen Befugnissen eine verfassungsimmanente Schranke. Die Beschneidung mit ihren dauerhaften und irreparablen Folgen laufe dem Interesse des Kindes zuwider, später selber über seine Religionszugehörigkeit zu entscheiden. Auch die Wertung der Vorschrift des § 1631 Abs. 1 S. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, der Gewalt gegen Kinder verbietet, spreche gegen die Angemessenheit des Eingriffs.

    Freispruch trotz Rechtswidrigkeit

    Obwohl das LG das Verhalten des Beschneiders klar als rechtswidrig einstufte, sprach es ihn frei. Die Kölner Richter attestierten ihm einen unvermeidbaren Verbotsirrtum nach § 17 S. 1 StGB. Der Arzt sei davon ausgegangen, dass ihm die Beschneidung aus religiösen Gründen gestattet sei, er also rechtmäßig handele. Dieser Irrtum sei unvermeidbar gewesen, da zum Zeitpunkt des Urteils die Rechtslage unklar gewesen sei.

    Der Freigesprochene hatte also noch einmal Glück. Zukünftige Angeklagte werden sich nicht mehr auf die Unvermeidbarkeit ihres Irrtums berufen können, wenn sie sich bei einer Beschneidung im Recht glauben. Denn die Rechtslage ist seit dem Urteil des LG klar. Das bedeutet zugleich: Wer zukünftig medizinisch nicht notwendige Beschneidungen an nicht einwilligungsfähigen Jungen durchführt, kann dafür zur Verantwortung gezogen werden und macht sich wegen vorsätzlicher Körperverletzung strafbar!

    Im vorliegenden Fall war die Vermeidbarkeit des Irrtums zumindest nicht zweifelsfrei. Darum war der Freispruch nach dem Grundsatz in dubio pro reo geboten. Auch im Übrigen handelt es sich um ein Urteil, das Beifall verdient. Es wird, nachdem die reflexhafte Empörung abgeklungen ist, hoffentlich eine Diskussion darüber in Gang setzen, wie viel religiös motivierte Gewalt gegen Kinder eine Gesellschaft zu tolerieren bereit ist.

    Der Autor Prof. Dr. Holm Putzke LL.M. ist Professor für Strafrecht an der Universität Passau. Mit seinem im Jahr 2008 erschienenen Aufsatz „Die strafrechtliche Relevanz der Beschneidung von Knaben“ hat er die Diskussion zur Strafbarkeit der medizinisch nicht indizierten Zirkumzision angestoßen und durch weitere Beiträge geprägt.

    http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/wegweisendes-urteil-religioese-beschneidungen-von-jungen-verboten/

    Deutsch Türkische Nachrichten: Wie bewerten Sie das Urteil des LG Köln? Handelt es sich hier um eine richtungweisende Entscheidung?

    Holm Putzke: Obwohl das LG Köln der inzwischen herrschenden Meinung im juristisch-medizinischen Schrifttum folgt, stellt das Urteil gleichwohl eine bedeutsame Zäsur dar. Denn zum ersten Mal hat ein Gericht ohne Wenn und Aber erklärt, dass medizinisch nicht notwendige Beschneidungen an nicht einwilligungsfähigen Jungen rechtswidrig und grundsätzlich auch strafbar sind. Vor dieser Entscheidung war die Rechtslage wegen einer fehlenden gerichtlichen Entscheidung unklar.

    Deutsch Türkische Nachrichten: Welche grundsätzlichen Normen stellt das Gericht in den Vordergrund?

    Holm Putzke: Dem elterlichen Erziehungsrecht aus Art. 6 Abs. 2 GG und dem Recht auf Religionsausübungsfreiheit aus Art. 4 Abs. 1 GG stellt das Gericht das Selbstbestimmungsrecht des Kindes und sein Recht auf körperliche Unversehrtheit aus Art. 2 GG entgegen.

    Deutsch Türkische Nachrichten: Ist es ein Spezifikum westlich-demokratischer Gesellschaften, dass das Rechtsgut der körperlichen Unversehrtheit höher als das Recht auf Religionsfreiheit gestellt wird?

    Holm Putzke: Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Religionsfreiheit zu gewähren, ist wichtig und notwendig, genauso wie es unverzichtbar ist, die körperliche Unversehrtheit vor allem von Kindern zu schützen. Es wäre ein seltsames Verständnis von Religionsfreiheit, wenn sie ohne weiteres körperliche Verletzungen erlauben würde und damit sonst in unserer Gesellschaft geltende Straftatbestände aushebeln könnte. Übrigens steht in Art. 24 Abs. 3 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes (kurz: „UN-Kinderrechtskonvention“), dass die Vertragsstaaten wirksame Maßnahmen treffen müssen, um überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen. Nicht zuletzt deshalb sollte alles getan werden, um Kinder vor religiösen Beschneidungen zu bewahren.

    Deutsch Türkische Nachrichten: Was bedeutet das Urteil nun für Ärzte? Sollten Ärzte die Beschneidung aus religiösen Gründen nun grundsätzlich ablehnen?

    Holm Putzke: Seitdem der von mir und zwei Münchener Ärzte, Maximilian Stehr und Hans-Georg Dietz, verfasste Beitrag zur Strafbarkeit religiöser Beschneidungen an Jungen im Jahr 2008 im Deutschen Ärzteblatt erschienen ist, haben immer mehr Ärzte sich geweigert, medizinisch nicht notwendige Zirkumzisionen an nicht einwilligungsfähigen Jungen vorzunehmen. Dies lag vor allem daran, dass der Eingriff mit Risiken verbunden ist und jedenfalls im Kindesalter keinerlei gesundheitliche Vorteile verspricht. Nach dem Kölner Urteil droht nun sogar eine Strafverfolgung, nicht zu reden davon, dass wegen der Rechtswidrigkeit des Verhaltens bei Komplikationen keine Versicherung mehr für Schäden einspringen wird. Wenn Ärzte mit einer religiös motivierten Beschneidung konfrontiert werden, sind sie gut beraten, die Eltern auf die Rechtslage und die Risiken der Operation hinzuweisen und den Eingriff abzulehnen. Zugleich sollten sie aber auch auf die Alternative hinweisen, die Beschneidung so lange zu verschieben, bis der zu Beschneidende selber über den Eingriff entscheiden kann.

    Deutsch Türkische Nachrichten: Welche Botschaft geht von dem Urteil an die Religionsgemeinschaften aus?

    Holm Putzke: Die Botschaft lautet: Denkt einmal darüber nach, ob es wirklich nötig ist, kleine, oftmals vollkommen verängstigte Jungen ohne medizinische Notwendigkeit einem nicht risikolosen Eingriff auszusetzen, der sich genauso gut verschieben oder symbolisch vollziehen lässt.

    Deutsch Türkische Nachrichten: Gibt es vergleichbare rechtspolitische Entwicklungen in anderen Ländern in Europa?

    Holm Putzke: Religiös motivierte Beschneidungen an Jungen stehen nicht nur in Deutschland in der Kritik. Zum Beispiel in Dänemark und Schweden gibt es eine ähnliche Diskussion.

    Deutsch Türkische Nachrichten: Erwarten Sie, dass es zu einer Berufung kommt?

    Holm Putzke: Es handelte sich bereits um ein Berufungsurteil. Da die Staatsanwaltschaft offenbar auf eine Revision verzichtet hat, ist das Urteil rechtskräftig. Es gibt keine Möglichkeit mehr, gegen dieses Urteil vorzugehen. Das gilt erst recht für Personen oder Verbände, die aus einer reflexhaften Empörungshysterie heraus ankündigen, das Urteil angreifen zu wollen.

    Deutsch Türkische Nachrichten: Erwarten Sie weitere Klagen wegen ähnlicher Vorfälle?

    Holm Putzke: Eine Prognose wage ich nicht zu treffen. Möglicherweise wird der Entrüstungssturm, der ziemlich sicher einsetzen wird, andere Staatsanwaltschaften erst einmal davon abhalten, in ähnlichen Fällen eine Strafverfolgung einzuleiten. Aber auf Dauer werden sich die besseren Argumente durchsetzen. Und die sprechen nun einmal klar dafür, Kinder nicht zwangsweise an ihren Genitalien zu verletzen, sondern sie beim Erreichen des entsprechenden Alters selber darüber entscheiden zu lassen, ob sie dies wollen oder nicht.

    Prof. Dr. Holm Putzke LL.M. ist lehrt Strafrecht an der Universität Passau. Seit er 2008 den Aufsatz „Die strafrechtliche Relevanz der Beschneidung von Knaben“ veröffentlicht hat, beschäftigte er sich in vielen weiteren Beiträgen mit dem Thema und hat zur öffentlichen Diskussion zur Strafbarkeit der medizinisch nicht indizierten Zirkumzision beigetragen.

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/06/455709/nach-urteil-%E2%80%9Eaerzte-sollten-religioese-beschneidung-ablehnen%E2%80%9C/

    Ausweichstrategien von Juden umd Moslems die etwa darin bestehen, ihre Kinder während eines „Auslandsurlaubes“ genitalverstümmeln zu lassen, müßte ein Riegel vorgeschoben werden, in dem derlei Tun ebenfalls als schwere Straftat erklärt wird. In der Konsequenz müßten die Täter, sofern Ausländer, ihr Aufenthaltsrecht verwirken und sofort abgeschoben werden.

    Und Pimosen, also Vorhautverengungen als weiterhin legale Möglichkeit für Genitalverstümmelungen? Da es keinen Grund für eine medizinisch notwendige Beschneidung gibt, auch nicht wg. einer Pimose, wird auch diese zu verbieten sein. Wem das nicht gefällt, kann gerne auswandern bzw. in sein Heimatland zurückkehren, dorthin also, wo die Rechtslage eine andere ist.

  8. Die Lobby macht mobil – direkt und über ihre Hiwis in den etablierten Parteien

    Wie erwartet, gibt es massiv Widerstand aus jüdischen und moslemischen Kreisen gegen das Verbot der religiös gerechtfertigten männlichen Genitalverstümmelung, „Beschneidung“ genannt:

    Die “Passauer Neue Presse” schreibt:

    Mit Beleidigungen “jenseits des guten Geschmacks” und Drohungen, zum Teil “im deutlich strafbaren Bereich”, sieht sich derzeit der Passauer Strafrechtsprofessor Holm Putzke konfrontiert. Hintergrund ist ein Urteil des Landgerichts Köln, das kürzlich entschied, Beschneidungen aus religiösen Gründen seien Fälle strafbarer Körperverletzung. Dabei habe sich das Gericht auch auf seine Arbeit gestützt, erklärte Putzke auf Nachfrage der PNP. Zwar sei inzwischen die Mehrheit der Juristen dieser Ansicht, doch er habe 2008 mit einem Aufsatz die Diskussion um die Rechtmäßigkeit der Knabenbeschneidung mit angestoßen. (…)

    Mit Unmut hatte der Jurist gerechnet: “Es wäre naiv zu glauben, dass eine solche Diskussion ohne emotionale Reaktionen auskommt.” Neben den jüdischen und islamischen Glaubensgemeinschaften, in denen die Beschneidung zum religiösen Ritus gehört, haben auch die christlichen Kirchen das Kölner Urteil als schwerwiegenden Eingriff in die Religionsfreiheit und das Erziehungsrecht der Eltern kritisiert. Darüber sei er “verwundert” gewesen, sagt Putzke: “Ich dachte, dass die katholische und evangelische Kirche Kinderrechte höher einschätzt und differenzierter urteilt.”

    Daß die Kirchen mit Kinderschändern und Menschenverstümmelung keine Probleme haben, dürfte aus deren gesamter Geschichte heraus nicht verwundern. In einem neuen Deutschland gehören aus diese entmachtet und enteignet.

    Das National-Journal hält fest:

    (…) Und selbstverständlich trat der Führer des im Zentralrat organisierten Judentums, Dieter Graumann, empört vor die Fernsehkameras und wetterte gegen das Urteil als einen „beispiellosen und dramatischen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften.“

    Graumann weiter: „Diese Rechtsprechung ist ein unerhörter und unsensibler Akt.“ [spiegel.de, 26.06.2012] Bei seinem nächsten Auftritt ging Graumann noch weiter und interpretierte das vom Landgericht Köln unter Strafe gestellte Blutritual sogar als einen Anschlag auf das Leben der Juden (…): „Das Urteil zu Ende gedacht würde bedeuten, dass jüdisches Leben in Deutschland faktisch unmöglich gemacht wird. Die Beschneidung von Jungen ist ein fundamentaler Bestandteil der jüdischen Religion, der in allen anderen Ländern der Welt respektiert wird.“ [Tagesschau.de, 27.06.2012]

    Graumann prahlte bei dieser Gelegenheit damit, dass die männlichen Nachkommen der englischen Königsfamilie von Rabbinern nach dem jüdischen Ritus beschnitten werden. Es wird vielfach argumentiert, dass Prinzessin Diana auch deshalb ermordet wurde, weil sie sich weigerte, ihre beiden Söhne beschneiden zu lassen.

    Das jüdische Blutritual gilt als Opfer an „Gott“, um im Gegenzug durch den „Blutbund“ mit diesem „Gott“ die Macht und Kontrolle über diesen Planeten ausüben zu dürfen. Wenn sich wichtige Gojim-Gruppen (Anm.: Gojim = jüdische Bezeichnung für Nicht-Juden) diesem Ritual unterwerfen, so die Annahme, würde ihre Macht nur noch vollkommener werden. Deshalb das Prahlen mit der Beschneidung der englischen Königsfamilie durch einen „Mohel“. Nur die Beschneidung durch den „Mohel“ gilt im Judentum als „konform mit dem Jüdischen Gesetz“.

    Der Rabbiner und „Mohel“ David Goldberg erklärt: „Es gibt einen großen Unterschied zwischen einer Beschneidung, die durch einen Arzt oder durch einen Mohel durchgeführt wird. Halachisch gesehen mag ein Chirurg qualifiziert sein, die Operation der Beschneidung vorzunehmen, aber das heißt noch nicht, dass er den Bund der Beschneidung ausführen kann.“ [beschneidung-mohel.de]

    Die Beschneidung (Brit Milah) gilt als der „Bund“ mit diesem „Gott“, wie uns Mohel Goldberg erklärt: „Die Beschneidung ist das erste Gebot, das unser Stammvater Awraham von G’tt erhalten hat. Die Brit Mila ist eines der wichtigsten Gebote im Judentum. In der Torah steht: ‚Beschnitten werde bei euch jegliches Männliche und dass dies zum Bundeszeichen werde zwischen mir und euch‘ (Gen. 17:10). In der Torah wird das Wort ‚Brit‘ (Hebr. Bund) 13x in Zusammenhang mit Beschneidung erwähnt. Unsere Weisen sagen, dass die Brit Mila als eines der Größten aller Gebote gilt.“ [beschneidung-mohel.de]

    Mit der Beschneidung soll sich das Judentum auch von allen anderen Völkern abgrenzen, nicht vermischen, „rein“ bleiben und damit über alle anderen Völker herrschen. Dazu noch einmal Rabbiner und „Mohel“ David Goldberg: „In der jüdischen Geschichte war die Brit Mila einer der jüdischen Bräuche, die am stärksten verfolgt wurden. Auch unter dem Sowjetregime wurden die meisten jüdischen Knaben nicht beschnitten. Dies war eine der Methoden, jüdisches Brauchtum zu unterdrücken, in der Hoffnung, dass die Juden dann die Weltanschauung ihrer Unterdrücker annehmen würden und sich assimilierten.“ [beschneidung-mohel.de]

    Es gehört schon eine gewaltige Portion geistiger Verbogenheit dazu, als Nichtjude die Geschichte zu akzeptieren, „Gott“ würde einen obszönen Blutsbund mit einem bestimmten Volk schließen wollen. (…)

    (…) Wenn die männlichen Säuglinge am 8. Tag beschnitten werden, saugen viele Rabbiner das Gliedchen des Kindes ab, sie trinken das Blut. [„Nach dem jüdischen Gesetz muss der Mohel (Beschneider) das Blut des beschnittenen Säuglings von der Wunde entfernen. Während viele Mohels ihre Hände benutzen, praktiziert Rabbi Fischer die Wundsäuberung gemäß metzizah bi peh. D. h. er nimmt das blutende Glied in den Mund und saugt das Blut ab.“ (New York Daily News, 02.02.2005)]

    Es handelt sich um das Ritual des oralen Blutabsaugens; hebräisch metzitzah b’peh genannt. Diese absonderliche Handlung soll angeblich den Eintritt in den Bund mit diesem „Gott“ besiegeln, da versagt der normalmenschliche Verstand. Auch Professor Ariel Toaff widmet dieser Praxis viel Raum in seinem Buch „Blut Pessach“. Er berichtet, dass sich früher die Frauen darum rissen, die blutige Vorhaut des beschnittenen Säuglings zu verschlingen.

    Wenn die Propagandisten des Blut-Rituals erklären, die Beschneidung sei ungefährlich, dann ist das falsch. Die von den Beschneidungen herrührenden zahlreichen Todesfälle [„Es gibt einen guten Grund anzunehmen, dass die häufigen Todesfälle durch Beschneidung anderen Ursachen zugeordnet werden.“ (cirp.org, 14.05.2012)] werden gewöhnlich anderen Ursachen zugeordnet. Überdies wagt sich keine Staatsanwaltschaft dahingehend Ermittlungen anzustellen (…)

    (…) Von namhaften Wissenschaftler wurden tiefgreifende Studien durchgeführt, die zu dem Ergebnis führten, dass die Beschneidung am 8. Tag bei den Säuglingen einen posttraumatischen Schock des zentralen Nervensystems auslöst. Die bei dem Eingriff verstümmelten oder entfernten Nerven, die direkt zum Gehirn führen, in diesem Frühstadium des Lebens, verändern offenbar sehr oft die Psyche des Beschneidungsopfers. [Marilyn Milos, Director of NOCIRC, an organization that seeks to end routine neonatal circumcision in North America, says, „This is the first time an article addresses the long-term psychological trauma. The trauma is significant for babies, resulting in Post-Traumatic Stress Disorder. „Half of all men who were circumcised as babies have some degree of PTSD. PTSD is what happened to men who went to Vietnam, and parents are doing it to their babies,“ said J. Steven Svoboda, Executive Director of Attorneys for the Rights of the Child, a lawyer and co-author of the study. (CIRCUMCISION RESOURCE CENTER, P.O. Box 232, Boston, MA 02133, Tel/Fax (617)523-0088, http://www.circumcision.org crc@circumcision.org)]

    (…) Selbstverständlich wird das jetzt an den Pranger der Lobby-Medien gestellte Kölner Landgerichts-Urteil, das allein dem international anerkannten Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit Rechnung trägt, nicht bestehen bleiben. Der BRD-Gesetzgeber wird erneut ein Gesetz verabschieden (…) Schächten wird schließlich auch gestattet.

    Der BRD-Außenminister Guido Westerwelle:

    Äußerungen im CDU-Vorstand

    Beschneidungsurteil ärgert Merkel

    Exklusiv Nach dem Außenminister jetzt die Kanzlerin: Angela Merkel tritt nach FTD-Informationen für das Recht auf Beschneidung in Deutschland ein. Sie fürchtet aufgrund des Kölner Urteils, dass sich das Land zur „Komiker-Nation“ mache.

    Umstrittenes Urteil Bundesregierung will Beschneidung straffrei stellen

    Beschneidung Rabbiner sehen Urteil als Angriff auf Judentum

    Umfrage Deutsche lehnen religiöse Beschneidung ab

    Das Landgericht Köln hatte die rituelle Beschneidung von Jungen in einem Urteil von Ende Juni als strafbare Körperverletzung gewertet, wie die FTD seinerzeit exklusiv berichtete. Das Urteil löste weltweit bei Juden und Muslimen Proteststürme aus. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte der FTD, er füchte, dass Deutschland außenpolitischen Schaden durch das Urteil nehme. Ihn habe „manche ernste Kritik am Kölner Beschneidungsurteil erreicht“, sagte der FDP-Politiker. „Es muss klar bleiben, dass in Deutschland die freie Religionsausübung geschützt ist. Dazu zählt auch der Respekt religiöser Traditionen.“

    Auch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder von der CDU macht sich für die Legalisierung von religiösen Beschneidungen stark. „Jüdisches und muslimisches Leben in Deutschland darf nicht unmöglich gemacht werden“, erklärte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Bei einer Gesetzesveränderung werde sich Schröder im Sinne des Kindeswohls jedoch intensiv mit Fragen wie einer Betäubung der Betroffenen befassen.

    Die Bundesregierung hat angekündigt, Rechtsklarheit schaffen zu wollen. Konkrete Vorstellungen für ein Gesetz gibt es aber noch nicht. „Wir wollen jüdisches, wir wollen muslimisches Leben in der Bundesrepublik Deutschland und respektieren Jahrhunderte alte religiöse Traditionen“, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe nach der Vorstandssitzung. Die CDU unterstütze den Vorschlag von Unionsfraktionschef Volker Kauder. Der fordert, dass das Parlament eine Resolution verabschieden soll.

    Quelle: http://www.ftd.de/politik/deutschland/:aeusserungen-im-cdu-vorstand-beschneidungsurteil-aergert-merkel/70063932.html

    Kanzlerin warnt vor Beschneidungs-Verbot

    Weltweite Empörung über das Kölner Beschneidungs-Urteil (Körperverletzung) – jetzt schaltet sich die Kanzlerin ein.

    Die rituelle Beschneidung von Jungen soll in Deutschland auch künftig möglich sein. Regierungssprecher Steffen Seibert kündigte an, dass die im Augenblick bestehende Rechtsunsicherheit rasch beendet werden solle.

    Seibert sagte, es gehe um die Ausübung von Religionsfreiheit. Die Bundesregierung trete weiter dafür ein, dass gerade jüdisches Leben in Deutschland wieder möglich sei.

    Laut „Financial Times Deutschland“ will Kanzlerin Angela Merkel (57, CDU) nicht, dass Deutschland das einzige Land auf der Welt sei, in dem Juden nicht ihre Riten ausüben könnten: „Wir machen uns ja sonst zur Komikernation.”

    Quelle: http://www.bild.de/politik/inland/beschneidung/kanzlerin-warnt-vorbeschneidungsverbot-25180102.bild.html

    Weltweite Empörung über Beschneidungs-Verbot

    Juden planen Millionen-Kampagne gegen das Urteil

    Politik will richterliche Entscheidung kassieren

    Westerwelle fürchtet Image-Schaden für Deutschland

    Juden in aller Welt sind empört über das Beschneidungsurteil.

    Deshalb bereiten jüdische Organisationen eine Kampagne gegen das Beschneidungs-Verbot von Jungen vor. Das Geld kommt aus Europa, USA und Israel und soll die notwendigen Lobbyisten und Anwälte finanzieren, wie die „Financial Times Deutschland“ (FTD) berichtet.

    Spender haben bereits Millionen in einen Fonds eingezahlt, darunter der Multimillionär Edi Gast. Er soll laut FTD allein 10 Millionen Euro gegeben haben, um gegen die Entscheidung des Kölner Landgerichts vorzugehen.

    Juden und Muslime agieren inzwischen Hand in Hand. Verbände beider Religionen wollen das Urteil durch eine höhere Instanz zu Fall bringen.

    Dafür prüfen sie die Möglichkeit, eine (nun illegale) Beschneidung selbst anzuzeigen und vor Gericht zu bringen. Notfalls wolle man sich bis zum Bundesverfassungsgericht klagen.

    Als religiöses Ritual ist die jüdische Beschneidung in der Thora das wichtigste Gebot. Danach muss jeder neugeborene Junge am achten Lebenstag beschnitten werden. Nach jüdischem Glauben führt die Beschneidung auf Gottes Bund mit Abraham zurück. Im Christentum wurde sie durch die Taufe abgelöst.

    Nach islamischen Brauch werden Jungen zwischen dem siebten und dem zehnten Lebensjahr beschnitten. Es gibt zwar keine Verse im Koran über die Beschneidung, sie gilt Religionsanhängern aber als wichtige Bekenntnis zu der Empfehlung des Propheten Mohammed.

    Quelle: http://www.bild.de/politik/inland/beschneidung/juden-planen-millionen-kampagne-gegen-beschneidungs-urteil-25136860.bild.html

    Wer jetzt nicht merkt, wer in der BRD das sagen hat, die Fäden zieht, dem ist nicht mehr zu helfen.

  9. Wie vorherzusehen, hat die zionistische Lobby dafür gesorgt, daß das Kölner Beschneidungsurteil wieder gekippt wird. Bleibt zu hoffen, daß dieser Vorgang allen die Augen darüber öffnet, wie die Machtverhältnisse tatsächlich sind. Kinderrechte? Rechtsstaat? Fehlanzeige!

    Bundestag beschließt: Genitalverstümmelung bei Jungen straffrei

    Schande für Deutschland!

    Am 12. Dezember 2012 haben die Mitglieder des Deutschen Bundestages den männlichen Teil des deutschen Volkes verraten. Während die Verstümmelung weiblicher Genitalien strafbar ist, wurde die Genitalverstümmelung bei Jungen straffrei gestellt.

    Bei der namentlichen Abstimmung wurde der Verstoß gegen das Grundgesetz (Gleichheit vor dem Gesetz) mit 434 Ja-Sager-Stimmen und 3 Nein-Stimmen CDU, 32 Nein-Stimmen SPD, 5 Nein-Stimmen FDP, 44 Nein-Stimmen Die Linke und 16 Nein-Stimmen Bündnis 90/Die Grünen beschlossen. Ein Beleg mehr, wie verlogen in der so genannten Gleichstellungspolitik mit dem Begriff Gleichheit umgegangen wird.

    Quelle: http://wikimannia.org/WikiMANNia:Hauptseite

  10. Ärzte Zeitung, 13.12.2013

    Beschneidungsgesetz

    Ärzte fordern das Aus

    Das Beschneidungsgesetz ist ein Jahr alt: Ärzte haben den Jahrestag genutzt, um auf die Widersprüche des Gesetzes hinzuweisen.

    Die Kinder- und Jugendärzte lassen nicht locker. Auf den Tag genau ein Jahr nach der Verabschiedung des Beschneidungsgesetzes haben Vertreter mehrerer kinder- und jugendärztlicher Organisationen das Gesetz scharf kritisiert. (…)

    Insgesamt sieben Organisationen haben zum Jahrestag der Gesetzgebung an die Regierung appelliert, das Beschneidungsgesetz aufzuheben und die Rechte der Kinder auf genitale Selbstbestimmung anzuerkennen.

    Außer den Kinderchirurgen sind dies der Verband der Kinder- und Jugendärzte, die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin, die Betroffenenorganisation MOGIS, Terre des femmes, der Mädchenhilfe (I)ntact und pro familia Niedersachsen.

    Das Gesetz regelt im Paragrafen 1631d des Bürgerlichen Gesetzbuches, dass Jungen in Deutschland beschnitten werden dürfen.

    Auslöser des heftig umstrittenen Gesetzgebungsverfahrens, in dem die Konfliktlinien quer durch alle Fraktionen verliefen, war ein Urteil des Landgerichts Köln. Das hatte am 7. Mai 2012 entschieden, die Beschneidung eines kleinen Jungen stelle eine gefährliche Körperverletzung dar.

    Betroffenengruppen: Gesetzgeber drückt beide Augen zu

    Vertreter der muslimischen und der jüdischen Gemeinde in Deutschland hatten ihr Recht auf freie Religionsausübung in Gefahr gesehen. Nichtärztlichen Vertretern von Religionsgemeinschaften wird mit dem Beschneidungsgesetz nun ausdrücklich erlaubt, Beschneidungen in den ersten sechs Monaten nach der Geburt vorzunehmen. (…)

    Die Betroffenengruppen sehen Jungen und Mädchen nicht gleich behandelt. Während der Gesetzgeber die Genitalverstümmelung bei Mädchen ausdrücklich unter Strafe gestellt hat, drücke er bei der Beschneidung kleiner Jungen beide Augen zu.

    Quelle u. vollstäniger Text: http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/beschneidung/article/851999/beschneidungsgesetz-aerzte-fordern.html

  11. Verfassungsbeschwerde gegen § 1631d BGB
    27. Dezember 2013

    Postalisch sowie per Fax
    an das
    Bundesverfassungsgericht
    Karlsruhe

    Beschwerde gegen das Bundesgesetz über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes

    Am 12. Dezember 2012 hatte die Bundesregierung den Gesetzentwurf über den “Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes” (17/11295) in dritter Beratung verabschiedet. Seit dem Inkrafttreten am 28.12.2012 gilt nach § 1631 d BGB …

    Die Beschwerdeführer legen daher gegen dieses Gesetz Beschwerde ein und beantragen durch eine einstweilige Anordnung nach § 32 Abs. 1 BVerfGG diese Vorschrift sofort außer Kraft zu setzen, um alle medizinisch nicht erforderlichen Beschneidungen, insbesondere Rituale wie Metzitzah B’Peh, pria und Praktiken wie im folgenden Link beschrieben, die sicherlich mit einer Zirkumzision lege artis nicht zu vereinbaren sind, trotzdem aber durchgeführt werden, zu verbieten bis das hohe Gericht über die Verfassungsbeschwerde entschieden hat.

    Die Beschwerdeführer beantragen zudem, die nicht medizinisch indizierte MGM an nicht einwilligungs- und urteilsfähigen Jungen auf die Liste der Auslandsstraftaten zu setzen, um sowohl Beschneidungstourismus zu verhindern als auch die gegebenenfalls erforderliche Strafverfolgung ortsunabhängig zu gewährleisten.

    http://eifelginster.wordpress.com/2013/12/28/364/

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