Was ist Deutschland, des Deutschen Vaterland?

Deutschland war nie der Name eines deutschen Staates gewesen, sondern bezeichnete das „Land der Deutschen“, den geschlossenen Siedlungsraum des deutschen Volkes in Mitteleuropa, wie im „Lied der Deutschen“ von Hoffmann von Fallersleben und „Was ist des Deutschen Vaterland“ von Ernst Moritz Arndt besungen.

Wer also „Deutschland“ sagt und das „Deutsche Reich“ oder heuer die „BRD“ meint, „Deutsche“ sagt wo es entweder „Reichsdeutsche“ oder „Bürger der BRD“ heißen müßte, betreibt Begriffsverwirrung.

Im Großen Universallexikon, Corvius Verlag Berlin (1975) heißt es:

Deutschland ist das Land der muttersprachlich deutschsprechenden Menschen (gekennzeichnet durch die nieder- und hochdeutschen Mundarten) in Mitteleuropa, das nie zu einer wirklichen politischen Einheit gefunden hat, sondern immer in verschiedenen Staaten und Regionen aufgeteilt war.

Daß diese an sich auf der Hand liegende Tatsache und ein sich daran anschließendes gesamtdeutsches Bewußtsein, welches aus den Liedern von Fallersleben und Arndt spricht, vor gar nicht allzulanger Zeit im deutschen Volke lebendig war auch bei der politischen Linken, gehört betont:

Gesamtdeutsche Bekenntnisse der KPD:

Ein sozialistisches Deutschland wird den Schandvertrag von Versailles zerreißen. Sie allein wird im Bündnis mit dem befreiten Millionenvolk der Sowjetunion jeden Anschlag Frankreichs, Polens und anderer Imperialisten auf Deutschland zu vereiteln wissen! Erst das kommende sozialistische Deutschland wird der unterdrückten deutschen Bevölkerung in Österreich, Elsaß-Lothringen, Südtirol usw. die Möglichkeit eines freiwilligen Anschlusses geben. Werktätige in Stadt und Land, stärkt daher unsere revolutionäre Freiheitsarmee im Kampf gegen Versailles!
(Die Rote Fahne, 23. Oktober 1932)


Wir Kommunisten kämpfen für die nationale Freiheit des deutschen Volkes.
Wir sind für die restlose Beseitigung des Versailler Diktats und für die freiwillige Wiedervereinigung aller durch dieses Diktat auseinandergerissenen Teile des deutschen Volkes in einem freiheitlichen Deutschland. Das soll nicht durch den Krieg, sondern auf dem Weg einer friedlichen Verständigung mit den Nachbarvölkern erfolgen. Hitler hat im Interesse dieser Kriegspolitik das deutsche Südtirol, den polnischen Korridor und Oberschlesien preisgegeben, um sich Verbündete für den Krieg gegen die Sowjetunion zu schaffen. Nur der Sturz der Hitlerregierung vermag das deutsche Volk vor diesem Kriegsverbrechen zu retten.
(Manifest der Brüsseler Reichsparteikonferenz der KPD, Oktober 1935)

Die Sozialdemokratie ist die knechtselige Trägerin und Vorkämpferin der Politik der Unterordnung unter das Diktat des französischen Imperialismus, der freiwilligen Auslieferung werktätiger deutscher Volksgenossen im Osten Deutschlands unter den Stiefel des polnischen Pilsudski-Faschismus.

Dieselben imperialistischen Siegermächte, die heute darangehen, China zu zerstückeln und aufzuteilen, haben im Versailler Vertrag auch Deutschland territorial verstümmelt. Sie haben ihm das industriell hochentwickelte Saargebiet, Danzig, Westpreußen und andere Gebiete entrissen. Aber nicht genug damit. In diesen Tagen erleben wir den Gewaltstreich Litauens in Memel, der von den Westmächten begünstigt und vom Völkerbund sanktioniert wird. Gleichzeitig trifft Polen aktive Vorbereitungen, um das formell dem Völkerbund unterstellte Danziger Staatsgebiet vollends zu annektieren.
(Die Rote Fahne, 12. März 1932)

Die Führer der deutschen Faschisten, Hitler und seine Helfershelfer, aber erheben nicht ihre Stimme gegen die gewaltsame Angliederung Südtirols an das faschistische Italien. Hitler und die deutschen Nationalsozialisten schweigen über die Nöte der deutschen Bauernbevölkerung Südtirols, die unter dem Joch des italienischen Faschismus stöhnt. Hitler und seine Partei haben hinter dem Rücken des deutschen Volkes einen schmutzigen Geheimvertrag mit der italienischen Faschistenregierung abgeschlossen, auf Grund dessen sie die deutschen Gebiete Südtirols bedingungslos den ausländischen Eroberern ausliefern.

Wir Kommunisten erklären, dass wir keine gewaltsame Angliederung eines Volkes oder eines Volksteiles an andere nationale Staatsgebilde, dass wir keine einzige Grenze anerkennen, die ohne Zustimmung der werktätigen Massen und der wirklichen Mehrheit der Bevölkerung gezogen ist.

Wir Kommunisten sind gegen die auf Grund des Versailler Gewaltfriedens durchgeführte territoriale Zerreißung und Ausplünderung Deutschlands.

Wir Kommunisten werden uns für das volle Selbstbestimmungsrecht aller Nationen einsetzen und im Einvernehmen mit den revolutionären Arbeitern Frankreichs, Englands, Polens, Italiens, der Tschechoslowakei usw. denjenigen deutschen Gebieten, die den Wunsch danach äußern werden, die Möglichkeit des Anschlusses an Sowjetdeutschland sichern.
(Die Rote Fahne, 24. August 1930)

Rosa Luxemburg schrieb in ihrer Junius-Broschüre:

Was die Selbstbestimmung des deutschen Volkes bedeutet, was sie will, das haben die Demokraten von 1848, das haben die Vorkämpfer des deutschen Proletariats, Marx, Engels und Lassalle, Bebel und Liebknecht verkündet und verfochten: Es ist die einige großdeutsche Republik. Um dieses Ideal haben die Märzkämpfer in Wien und Berlin auf den Barrikaden ihr Herzblut verspritzt, zur Verwirklichung dieses Programms wollten Marx und Engels 1848 Preußen zu einem Krieg mit dem russischen Zarismus zwingen.

Das erste Erfordernis für die Erfüllung dieses nationalen Programms war die Liquidierung des »Haufens organisierte Verwesung«, genannt habsburgische Monarchie, und die Abschaffung der preußischen Militärmonarchie sowie der zwei Dutzend Zwergmonarchien in Deutschland. Die Niederlage der deutschen Revolution, der Verrat des deutschen Bürgertums an seinen eigenen demokratischen Idealen führten zum Bismarckschen Regiment und zu dessen Schöpfung: dem heutigen Großpreußen mit den zwanzig Vaterländern unter einer Helmspitze, das sich das Deutsche Reich nennt.

Das heutige Deutschland ist auf dem Grabe der Märzrevolution, auf den Trümmern des nationalen Selbstbestimmungsrechts des deutschen Volkes errichtet. Und es liegt ein wahrhaft teuflischer Witz der Geschichte darin, dass Sozialdemokraten, die Erben der deutschen Patrioten von 1848, in diesen Krieg ziehen, das Banner des ‚Selbstbestimmungsrechts der Nationen‘ in der Hand!

Karl Renner, der erste österrreichische Bundeskanzler nach der Revolution von 1918, schrieb seinerzeit:

Zum Glück ist die Bourgeoisie geschichtlich nicht als einzige Bewahrerin dieser Idee bestellt. (…) Die Entwicklung des nationalen Gedankens im Sozialismus verfolgen wir nunmehr im Gegensatz zu der bürgerlichen Entwicklung. (…) Niemals ist die Arbeiterklasse ‚unnational‘ gewesen und kann es nie sein: Als unterste und breiteste Klasse des Volkes bekennt sie sich bloß zu sich selbst, wenn sie sich zum Volke bekennt.

Auch Renner war wie Luxemburg bewußt, daß Engels und Bebel auf dem Boden des großdeutschen Gedankens standen. Die KPÖ wurde seinerzeit als „Kommunistische Partei Deutsch-Österreichs“ gegründet; Marx und Engels betrachteten die Österreicher als Deutsche, im Deutschen Reich prangerte die KPD (siehe oben) vehement den Verzicht Hitlers auf Südtirol als Verrat an nationalen Interessen an.

Friedrich Adler (ehemaliger Sekretär der Sozialistischen Internationale) schrieb nach dem Zweiten Weltkrieg:

Wenn die ebenso reaktionäre wie widerliche Utopie einer österreichischen Nation Wahrheit würde und ich gezwungen wäre, zwischen ihr und der deutschen Nation zu wählen, würde ich mich für jene entscheiden, in der Goethes Faust, Freiligraths revolutionäre Gedichte und die Schriften von Marx, Engels und Lassalle nicht zur ausländischen Literatur gehören.

Der Kommunist Alfred Hrdlicka, nach einem neuerlichen „Anschluss“ gefragt, sagte: „Deutschland und Österreich, ein großes deutsches Sprachgebiet, wäre mir sehr Recht, denn das ist mein Arbeitsgebiet“ und präzisiert: „Ich bin ein Großdeutscher, aber kein Nazi“.

Das SED-Mitglied Rolf Henrich in seinem im April 1989 erschienenen Buch „Der vormundschaftliche Staat – Vom Versagen des real existierenden Sozialismus“:

Nur, wenn wir selber uns zu freieren Menschen ausbilden und in diesem Prozeß die geographische Lage in der Mitte Europas im Interesse der Überwindung seiner Spaltung in eine geschichtliche Funktion verwandeln, können wir die Zwangsjacke von Jalta loswerden. Unser Ziel muß es sein, die „deutsche Misere“ durch die Teilhabe an einem Bund deutscher Sprachgebiete in der Mitte eines freien Europas zu überwinden.

Im Buch „Unser Deutschland – Ein Buch für alle, die es lieben“, erschienen in Berlin 1957, herausgegeben im Auftrage des Zentralen Ausschusses für Jugendweihe, „Zur Erinnerung an die Jugendweihe, für Jugendliche in der Deutschen Demokratischen Republik“, lesen wir im Artikel „Wo kommt der Name ‚Deutschland‘ her?“ von Gisela Schneidewind auf Seite 30/31:

Um 840 sind uns aus der lateinischen Kirchensprache die Theodisci, die „Deutschsprecher“, überliefert. Das Adjektiv für die Sprache ist zum Namen der Menschen geworden, die diese Sprache sprechen. … Seit dem Anfang des 12. Jahrhunderts wird, trotz zeitweiliger starker politischer Zerrissenheit, von deutschem Land gesprochen, das alle Menschen deutscher Zunge umfaßt, das tiutsche lant, in dem Deutsche wohnen.

In der deutsch geschriebenen Kaiserchronik vom Jahre 1150 erscheinen Eigenschafts- und Hauptwort bereits zu einem Dutisklant zusammengezogen. Dieser Name ist nicht etwa gleich „Deutsches Reich“ zu setzen. Das ist ein politischer Begriff, das Deutsche Reich kann wärhend des Mittelalters einmal eng, einmal weit in seinen Grenzen sein, es kann durch Fürstenwillkür und Kriege zersplittert werden. Dennoch bleibt Deutschland nun in der Sprache des ganzen Volkes erhalten, bleibt als Symbol der Zusammengehörigkeit aller deutsch sprechenden Menschen … als umfassendes Wort für den Raum, das Land, in dem diese Menschen gleicher Kultur und gleichen historischen Schicksals wohnen.

Wenn der Dichter und Sänger Walher von der Vogelweide 1198, in einer Zeit des heftigsten Streites der Feudalität um die deutsche Königskrone ausruft:

so we dir, tiuschiu zunge,
wie stet din ordenunge!

so setzt er noch einmal den älteren Ausdruck für tiutsches lant. Er meint mit „tiuschiu zunge“ nicht nur die deutsche Sprache, sondern das ganze Volk und Land, so weit die deutsche Zunge reicht, und wir müssen seinen Ausruf heute so wiedergeben: „Weh dir, deutsches Land, deutsches Vok, wie ist’s um deine Ordnung bestellt!“ Walther von der Vogelweide, der große Förderer und Künder deutscher Einheit, sricht hier die Sehnsucht aller deutsch sprechenden Menschen aus nach einem auch alle umfassenden deutschen Staat.

Wir sehen, der Name Deutschland ist von seinem Entstehen her stärker und beständiger als das wechselnde Schicksal des Deutschen Reiches, des deutschen Staates. Sein erster Wortbestandteil deutsch steht am Anfang der Entwicklung unseres Volksbewußtseins. Er ist im Volk entstanden als ein Ruf zum Volk. Als Kennzeichnung der Muttersprache wurde das Wort ein Mittel der volklichen Einigung.

tiutsche Zunge, tiutsches lant, Deutschland, etwa 1000 als Volks- und Heimatnahme geprägt bleibt durch die Jahrhunderte ein werbender Ruf der Hoffnung und des Willens zu einer festen sprachlichen, kulturellen und politischen Gemeinschaft aller Deutschen, in Zeiten der Not und Zerrissenheit stärker denn je.

Soweit linke (sozialdemokratische und kommunistische) Stimmen die klarmachen, daß die richtige Verwendung der Begriffe „Deutschland“ und „Deutsche“ und ein gesamt-/großdeutsches politisches Bekenntnis nichts mit „rechts“ oder „links“ zu tun hat, geschweige denn unter Naziverdacht gestellt werden kann.

Auch auf Wikipedia kommt man um die nüchternen Fakten nicht herum, auch wenn vorstellbar ist, daß diese nach Einspruch von Antideutschen irgendwann wieder von der Seite genommen werden:


Deutsche(r) ist vor allem eine ethnische Bezeichnung …

Im Sinne einer Ethnizität bezeichnet das Wort „Deutsche(r)“ eine Person deutscher Herkunft bzw. deutscher Abstammung, unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Im eigentlichen ursprünglichen Sinne die Menschen des staatsübergreifenden deutschsprachigen Kulturraums (deutsche Kulturnation = Sprachgemeinschaft plus kulturgeographische Kontinuität) in Mitteleuropa .

Vor kulturhistorischem Hintergrund gibt es zum gleichen Zeitpunkt eine Vielzahl von Deutsche und „deutsche“ Staaten, z.B. die Republik Österreich, das Fürstentum Liechtenstein, das Großherzogtum Luxemburg und der deutsche Teil der Schweiz; sogar die Niederlande mit der zum Niederdeutschen gehörenden niederländischen Sprache (nederduitse taal) ist ein (nieder-)deutscher Staat. Diese Staaten haben den Begriff Deutscher in ihren Gesetzen nicht definiert, sondern lediglich ihre Staatsangehörigkeiten (Bspl.: Staatsangehörigkeit: Österreich, Schweiz, usw.). Im eigentlichen Sinne sind Deutsche die Menschen mit deutscher Muttersprache und Kultur. In diesem Fall spricht man auch von der (staatsübergreifenden) deutschen Kulturnation.

In den vergangenen Jahrhunderten gab es im deutschen Sprachraum außerdem die Staaten des ‚Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation‘, des ‚Deutschen Bundes‘, des ‚Deutsches Reiches‘, ‚Deutschösterreich‘ oder z.B. die Königreiche Preußen und (Ober-)Sachsen, das Erzherzogtum Österreich, das Fürstbistum Basel, oder die BRD und die Deutsche Demokratische Republik). Seine deutschsprachigen Bewohner bezeichneten sich überstaatlich als Deutsche. Wohngebiete mit einer deutschsprachigen (deutschen) Bevölkerung gibt es auch noch heute in vielen anderen europäischen Staaten (Elsaß-Lothringen, Südtirol, Ostbelgien, usw.)

Die Gründe für die wechselvollen Bezeichnungen als deutsche Staaten liegen sicherlich darin begründet, dass jeder Staat ein Kunstgebilde ist. Die Staaten unterscheiden sich in der Weise, inwieweit sie der Kultur, der seine Bewohner entstammen angepasst sind. Um viele Staaten ist es in dieser Hinsicht nicht gut bestellt, denn kaum ein deutscher bzw. europäischer Staat wurde für seine Bewohner maßgeschneidert, sondern kam durch historische Zufälle wie Kriegsausgänge und/oder Fürstenhochzeiten zustande. So wurden immer wieder unnatürliche Grenzen durch zusammenhängende Kulturgebiete gezogen.
www.wikipedia.org

Das Land, in dem diese gemeinsame deutsche Sprache gesprochen wurde, nannte man Deutschland. Diese Bezeichnung wurde im 15. Jh. von der früheren Pluralform diutschiu lant, d. h „deutsches Land“ bzw. „Land der Deutschen“ gebildet. Gemeint war damit der deutsche Sprachraum in Mitteleuropa.
www.wikipedia.org

Die Austria-Presseagentur veröffentlichte die Urteilsbegründung eines tschechischen Gerichtes in Brünn, das über die Berufung eines österreichischen Staatsbürgers gegen die Beschlagnahme seines Grundbesitzes in der CSSR zu entscheiden hatte. Sie trägt die Geschäftszahl ZI/19. 310/VII B/1/1948 und hat folgenden Wortlaut:

Der Anschauung, daß die berufungführende Partei österreichischer, keineswegs deutscher Nationalität sei, kann n i c h t beigepflichtet werden. Eine österreichische Nationalität existiert nicht! Es handelt sich um einen Zweig der deutschen Nation, der nur in einigen und verhältnismäßig kurzen Abschnitten seiner Geschichte in einem vom Mutterstamm abgetrennten staatlichen Gebilde gelebt hat. Es war dies vom Untergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bis zum Jahre 1938 und dann wiederum nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches im Jahre 1945.

Der Umstand, daß vielleicht einige selbständige Zeichen einer österreichischen Kultur bestehen, die sich auf einem bestimmten, von Deutschen bewohnten Gebiet entwickelt hat, kann nicht als entscheidend für die Existenz einer selbständigen Nationalität angesehen werden. Wenn dies der Fall wäre, könnten mit gleichem Recht zum Beispiel auch die Bewohner Bayerns oder Preußens behaupten, daß sie keine Deutschen sind und auch auf die Verschiedenheit ihrer Eigenart hinweisen.

Bei einem analogen Vorgang, das ist durch Aufteilung der deutschen Nation in ihre Stämme und Gruppen, käme man schließlich zu der logischen Folgerung, daß es überhaupt keine Angehörigen der deutschen Nation gäbe, sondern nur Österreicher, Bayern, Preußen usw. Eine solche Auffassung der deutschen Nation könnte allerdings nicht in Einklang mit dem Begriff deutscher Nationalität im Sinne des Paragraphen 2, Abs. 1 des Dekretes ZI. 12/45 Slg. gebracht werden.

Quelle: PHI-Deutschlanddienst / Nr. 17/2007 29. 5. 2007

Und:

Bozen (APA) – Für den früheren italienischen Staatspräsidenten Francesco Cossiga gibt es keine österreichische Nation. In einem Interview mit der am Donnerstag erschienenen jüngsten Ausgabe des Südtiroler Magazins „FF“ meinte er außerdem, die Südtiroler seien keine österreichische Minderheit, sondern „Deutsche“.

„Die Österreicher sind Deutsche. […] Die österreichische Nation gibt es nicht. Oder gibt es etwa eine österreichische Musik, eine österreichische Literatur?“, wurde Cossiga zitiert. Die Südtiroler seien „eine deutsche Minderheit“.

Österreich gebe es als Staat, nicht aber als Nation. Die österreichische Nation sei „eine Erfindung der Austrofaschisten von (Engelbert) Dollfuß. Karl Renner, der große Sozialist und später erster österreichischer Bundespräsident (der Zweiten Republik, Anm.), hatte für den Anschluss gestimmt“.
Aus: www.quercus-markomannia.at

Deutschlandkarten:
Karte der deutschen Mundarten
Historisches Deutsches Sprachgebiet

You Tube:
„Was ist des Deutschen Vaterland?“

Die Freiheitlichen/Südtirol:
www.die-freiheitlichen.com
Union für Südtriol:
www.unionfs.com
Südtiroler Freiheitskampf:
www.suedtiroler-freiheitskampf.net
Nationalforum Elsaß-Lothringen:
www.nfel.org
Bund deutscher Nordschleswiger:
www.nordschleswig.dk
Deutsche in Ostbelgien:
www.dglive.be

Deutsche Volksgruppen in Europa
http://www.oelm.at/?page_id=18

Gute Darstellung:

http://de.metapedia.org/wiki/Deutschland

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25 Gedanken zu “Was ist Deutschland, des Deutschen Vaterland?

  1. Eine sehr interessante Zusammenfassung, Detlef!

    Bei den krankhaft antideutschen Linken von heute wäre Ernst Thälmann wahrscheinlich ein verkappter Neonazi, der sich den Kommunisten anzubiedern versucht, ein Rechtsextremer, Revanchist, übelster Nationalist usw.

    Und warum? Weil er die nationale Frage nicht den Nazis und anderen Rechtsreaktionären überlassen wollte!

    Wer weiss heute schon, dass Deutschland ein halbes Jahrtausend hindurch von Wien regiert wurde, so gut wie alle Österreicher sich als Deutsche verstanden, was selbstverständlich auch für jüdische Persönlichkeiten wie die Sozialistenführer Victor und Friedrich Adler galt? Letzterer erklärte 1947:

    Wenn die ebenso reaktionäre wie widerliche Utopie einer österreichischen Nation Wahrheit würde und ich gezwungen wäre, zwischen ihr und der deutschen zu wählen, würde ich mich für jene entscheiden, in der Goethes ‚Faust‘, Freiligraths revolutionäre Gedichte und die Schriften von Marx, Engels und Lassalle nicht zur ausländischen Literatur gehören.

    Ähnlich dachte Otto Bauer, Vordenker des Austromarxismus. Bauer hatte 1919 mit dem reichsdeutschen Aussenminister von Brockdorff-Rantzau das „Berliner Protokoll“ für den Zusammenschluss der Republiken von Weimar und Wien unterzeichnet. Reichstag und Reichspräsident sollten abwechselnd in Wien und Berlin residieren. Unter Androhung militärischer Gewalt verhinderten die Alliierten das Entstehen eines demokratischen vereinigten Deutschlands – damals „Grossdeutschland“ genannt.

    Wer kennt heute noch Alfons Gorbach, der wegen seiner antinazistischen Haltung bis Kriegsende im KZ inhaftiert war und als österreichischer Bundeskanzler (1961-1964) verlangte, dass Österreich „ein freier, aber auch ein deutscher Staat bleibt“? Sein Amtsvorgänger Julius Raab schloss gegenüber Adenauer, da die Österreicher (ganz überwiegend) Bajuwaren sind, dass sie logischerweise auch Deutsche sein müssen.

    Und wem ist bekannt, dass der Straßburger Peter Dasypodius (bzw. Rauhfuß, gest. 1559) das Wort „Germania“ in seinem „Dictionarium latino-germanicum“ zutreffend wie folgt definierte: „Das gantz Teutschland, so weit die Teutsche Spraach gehnt.“

    Die älteste deutsche Wochenzeitung erschien im Elsaß („Straßburger Relation“ von 1609), die älteste deutsche Apotheke ist die Straßburger Hirschapotheke (1262/1268), das erste stehende deutsche Theater (1566) stand im Elsaß, die erste deutsche Universität 1348 wurde in Prag gegründet.

    Im Elsaß befand sich auch für sehr lange Zeit der höchste deutsche Kirchturm, der Münsterturm des Straßburger Münsters. In einem anderen Forum las ich: „So ist es auch gar kein Zufall, wenn die Elsässer für lange Zeit besonders stolz auf ihr Deutschtum waren, zumal das Straßburger Banner auch oft als deutsches Reichsbanner benutzt wurde.“

    Ich verweise weiter auf den im Alter von 81 Jahren am 5. Dezember in Wien verstorbenen Bildhauer Alfred Hrdlicka, Mitglied der KPÖ, für die er 1999 in Kärnten kandidierte. Er äusserte 2008 in einem Interview mit dem Ö1-Mittagsjournal über sein Verhältnis zu Deutschland: „Ich bin ein Grossdeutscher, aber kein Nazi, das ist eine ganz einfache Formulierung.“ Auf die Frage, ob er für einen „Anschluss“ Österreichs wäre meinte er, „Ja, da hätte ich gar nix dagegen.“

    Die erste maoistisch ausgerichtete Partei in der BRD, die Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) (nicht identisch mit der später aus dem KABD hervorgehenden Partei gleichen Namens.), forderte übrigens, dass die „deutschen Ostgebiete (…) nicht preisgegeben werden dürfen“. Zur Begründung heißt es:

    Es ist unmarxistisch und revisionistisch, die deutschen Ostgebiete nicht zurückgeben zu wollen! Die deutschen Ostgebiete sind mit dem Blut deutscher Kommunisten getränkt. Thälmann hat die Raubgrenzen von 1918 (bekannt als die Grenzen von 1937) niemals anerkannt und deren Anerkennung entschieden abgelehnt. Mit wie viel mehr Entrüstung hätte er die vom USA-Impe­rialismus angerichtete Zerstückelung von 1945 angegriffen und bis zur Beseitigung bekämpft?“ (»Sozialistisches Deutschland« 27, 1968, S. 5, zit. n.: Friedrich Wilhelm Schlomann/Paulette Friedlingsstein: Die Maoisten. Frankfurt/Main 1970, S. 246)

  2. Südtirol gehört zu Nordtirol, Tirol gehört zum bayerischen Stamm, Bayern gehört zu Deutschland, Deutschland wiederum ist das geschlossene Siedlungsgebiet der Deutschen in Mitteleuropa.

    Noch immer ist Südtirol von Italien besetzt, doch unzweifelhaft lebt bei unseren deutschen Landsleuten ein Nationalgefühl fort, welches man woanders in Deutschland vergeblich sucht.

    Während die Hitlerfaschisten zugunsten des italienischen Faschismus Südtirol verscherbelten und die Deportation der Südtiroler organisierten, stand die KPD Thälmanns an der Seite Südirols.

    Daß Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler ist zu verteidigen, unseren dortigen Landsleuten gegenüber Solidarität übend, an der Vision eines geeinten Deutschland festhaltend.

    Jüngstes Beispiel postfaschistischen Wirkens der italienischen Besatzer:

    Deutsch in Südtirol

    In Mussolinis Fußstapfen: Regionalminister Raffaele Fitto treibt die Italianisierung der Alpen voran. In Südtirol will er 36.000 Hinweisschilder entlang der Wanderpfade entfernen lassen – weil sie auf deutsch beschriftet sind.

    Vielleicht war der italienische Regionalminister Raffaele Fitto zuletzt Wandern in Südtirol, weil er sich von seinen mannigfachen Problemen mit der Justiz ablenken wollte. Seit 2009 ist eine Klage wegen Korruption und illegaler Parteienfinanzierung gegen ihn anhängig. Schon zuvor war er als Gouverneur von Apulien wegen dubiosen Verkaufs von Staatseigentum oder lukrativer Geschäfte im Gesundheitswesen immer wieder ins Visier der Ermittler geraten. Von solchen leidigen Verwicklungen, wie sie etliche Führungskräfte der Berlusconi-Regierung heimsuchen, hat Fitto offenbar die Nase voll.

    Als Minister für die Regionen tut er sich lieber bei der Italianisierung der Alpen in den Fußstapfen Mussolinis hervor. In Südtirol hat er auf seinen Wanderpfaden immer wieder Hinweisschilder mit unverständlichen deutschen Begriffen vorgefunden. Diese insgesamt 36 000 Tafeln will Fitto jetzt entfernt sehen. Andernfalls werde der italienische Staat dafür sorgen. Fitto, hier ausnahmsweise einmal ganz Legalist, erinnerte an das Gebot der Zweisprachigkeit im öffentlichen Raum: „Schließlich sind wir in Italien.“ Im 1918 von Italien okkupierten Südtirol, dessen Bewohner seither niemals über ihre nationale Vorliebe abstimmen durften, scheint der Minister auf Widersacher zu stoßen, die da nicht unbedingt seiner Meinung sind.

    Auf den Spuren des Ethno-Säuberers Ettore Tolomei?

    Darum wehrt sich in und um Bozen nicht nur Landeshauptmann Luis Durnwalder gegen den rüden Ton. Der private Alpenverein habe all die Tafeln in mühsamer Arbeit aufgestellt; zudem gebe es für die meisten Almen, Weiden und Bäche überhaupt keine italienischen Namen. Die Schilder, viele auf privatem Grund, erklären ein Wegenetz, wie es dies in Italien südlich der Salurner Klause auch nicht ansatzweise gibt. Hat Berlusconis von Mafia-Anklagen gebeutelte Regierung wirklich nichts Besseres zu tun, als Carabinieri und Alpini ins Gebirg’ zu schicken, damit sie nützliche Wegweiser absägen?

    Minister Fitto, der für Berlusconi eigentlich als Koordinator fürs arme Süditalien fungiert, scheint sich hier am Ethno-Säuberer Ettore Tolomei zu orientieren, der nach 1918 einfach Tausende Phantasienamen über der Landkarte ausschüttete, um seinen Traum von einem Groß-Italien bis zum Brenner zu verwirklichen. […]

    Quelle u. vollständiger Text: http://www.faz.net/

  3. @Patriotischer Linker

    Oh je! Dieser Beitrag muffelt etwas streng! Meine Herren, Herr Thälmann ist Ihnen womöglich missverständlich in Erinnerung! Es gibt keinen Satz, den Sie von Ernst Thälmann „zackkig Deutsch“ für sich in Anspruch nehmen dürfen, wo immer Sie das gern so hätten! Wer da schreibt: „Bei den krankhaft antideutschen Linken von heute wäre Ernst Thälmann wahrscheinlich ein verkappter Neonazi, der sich den Kommunisten anzubiedern versucht, ein Rechtsextremer, Revanchist, übelster Nationalist usw. – und warum: Weil er die nationale Frage nicht den Nazis und anderen Rechtsreaktionären überlassen wollte!“ was mir kürzlich von Detlef Nolde in ähnlicher Wortfassung zugetragen wurden, Danke schön, aber ich erinnere daran, dass das Andenken Ernst Thälmanns in aller Form Kommunisten und der unverschmierten Arbeiterklasse gehört, und jene es sich verbitten Ernst Thälmann für revachistische Nazikacke zu missbrauchen! Ich bitte darum, Ernst Thälmann richtig zu interpretieren! Ich habe keinen der Verteidiger die unseren Ernst Thälmann für sich einzuspannen wissen, gesehen, als es darum ging die Gedenkstätte für Thälmann in Ziegenhals zu verteidigen, also bitte nicht seinen Namen in den Mund nehmen, für Dinge die er nie für Euch gesagt hat!

    • Warum „muffelt es etwas streng“ und „zackig Deutsch“ (hier scheint mir bei Dir antideutsche Denke hochzukommen), wenn festgestellt wird, daß „Thälmann die Raubgrenzen von 1918 (bekannt als die Grenzen von 1937) niemals anerkannt und deren Anerkennung entschieden abgelehnt“ hat? Diese volkstreue Linie hat der Kommunist August Thalheimer nach 1945 fortgesetzt, als er die Potsdamer Beschlüsse, Vertreibung, Besetzung und Landraub verurteilte.

      Wird das heute aus der Versenkung geholt, wo es verräterische Kommunisten hingetan haben, dann ist das „revanchistische Nazikacke“? Das ist wirklich das Einzige, was deutsche Kommunisten heute noch hinbekommen: Das eigene Volk beschimpfen und mit der Nazikeule bearbeiten, wenn aus deren Reihen das gefordert wird, was Thälmann und Thalheimer unter Würdigung der nationalen Frage proklamierten.

      Wem das „Andenken Ernst Thälmanns“ tatsächlich gehört, das sind diejenigen Sozialisten, die als Patrioten und Internationalisten wie er die nationale Frage, gegen alle Widerstände der Herrschenden, des Auslands wie linker Sektierer und Opportunisten, mutig vertreten, nicht die paar Kommunistensektierer (Ausnahmen bestätigen die Regel), die sich in Ziegenhals versammelt haben.

  4. Naja, lieber Detlef! Ich denke jedoch, dass wir uns in erster Linie als Menschen definieren und nicht allein aus unserer kulturellen Identität, welche zweifellos wichtig ist! Diese Auffassung hat mitnichten damit zu tun, die Du als „Opportunisten und Sektierer“ bezeichnest, eher ganz im Gegenteil! Gerade in der Not, wo wir scheinbar ohnmächtig der Willkür kapitalistischer Ausbeutung und Klientelpolitik in Deutschland und vielen Teilen der Welt ausgeliefert sind, ist doch internationale Solidarität das wichtigste denje, gerade um sich als Klasse nicht spalten und auseinanderdividieren zu lassen! Wer da Kommunist ist, lässt sich da auch nicht beirren! Tz, dass hat mit „Antideutsch“ nicht im Geringsten zu tun! Kommunisten palavern keinen Zionismus und erst recht keinen Faschismus! Und „Antideutsch“ wäre im jedem Fall etwas jener Art!
    Bei all dem, Detlef, was Du an politischer Erfahrung gewonnen hast und für Andere kaum nachvollziehbar gewertet wird, hast Du doch für mich einiges in die richtige Richtung gerückt(in Dir selbst), was auf jedem Fall nicht für einen Opportunisten spricht, nun must Du nur noch Eins und Eins zusammenzählen! Bei dem, was die Bourgeoisie mit uns vor hat und vorzüglich zu koordinieren weiß, wär es doch taktisch Unklug sich auf seine kulturelle Identität zu berufen, statt auf seine Klasse! Mit wem möchtest Du denn dann Kapitalismus abschaffen? Doch nicht mit dem „wertkonservativen Deutschen“! Wir haben doch nun eindeutig erkannt, dass „Multikulti“ und der mit militanten Mitteln erfolgte „Demokratieexport“ (Heiligtum als Floskel der Bourg.)nicht funktioniert. Ob es nun passt oder nicht, ist damit bewiesen, dass unsere „Werte“ verschiedener Natur sind, ob sich je eine Annäherung entwickelt, steht nicht außer Frage, jedoch ohne Zweifel ein langer Prozess! Wenn die Sache nunmal so steht, warum kein Bündnis von Klassen unterschiedlicher Kultur und Werteauffassung gegen die Vereinnahmung durch die INTERNATIONALE Burgeoisie? Genau jene ist es die den „neuen Faschismus“ den Nährboden bereitet! Da fang ich doch nicht an, mögliche Verbündete vor den Kopf zu stoßen, weil mir deren „Eigentümlichkeiten“ nicht passen! Ich habe schon einmal geäußert, dass es für eine friedliche Koexistenz nicht notwendig ist, in einem Bett zu schlafen. Was sich daraus in einer möglichen gemeinsamen Zukunft entwickelt, bleibt abzuwarten! Nach meiner Weltanschauung ist das Motiv darüber entscheident, was dann aber eben nicht die Aubeutung des Menschen durch den Menschen beinhalten kann! Die Motivation im Kapitalismus ist hierfür immanent und offensichtlich!

    • Wenn ich mich „in erster Linie als Mensch definiere“ und „das Gebot der internationalen Solidarität“ hochhalte, darf ich ausländische Kriminelle und all jene, die alles andere als eine Bereicherung sind, z.B. Islamisten, nicht in ihre Heimatländer zurückschicken?

      National- und Klassenbewußtsein schließen sich nicht aus, wie auch klar ist, daß eine vernünftige, an den Interessen des deutschen Volkes ausgerichtete Ausländerpolitik keine Absage an den Internationalismus bedeutet.

      Deine Haltung kann ich nachvollziehen, sie entspringt einer humanistischen Herangehensweise. Was fehlt, das ist der Bezug zur objektiven Realität, an der sich messen lassen muß, was der Sache dienlich ist. Geht die Ideologie dazu konträr, gehört diese auf dem Prüfstand.

      In der DDR hat man lieber die Augen vor der Realität verschlossen, willst Du daran anknüpfen?

  5. Ach ne Detlef! Wie Kommunisten zum „Deutschen Vaterland“ stehen, ist doch gar nicht so unbekannt, wie Du selbst mit der Person Ernst Thälmann „vorbildlich“ hinzustellen suchst. Mit Positionen in aller Vielfalt aus der „Die Linken“ hat dies nun wenig zu tun und darüber muss ich Dich bestimmt nicht aufklären! Ich würde nicht behaupten wollen, dass Du dir den erst Besten nimmst, um ihn zu rütteln und zu schütteln, für Dinge die in Deutschland laufen und zuhöchst Unrecht sind! Aber aus Deiner Argumentation heraus, trittst Du die Lawine in die falsche Richtung los und da kann ich mich als Kommunist nicht anschließen! Nicht, weil Du falsche Tatsachen vorbringst, da stehe ich voll auf Deiner Seite! Sondern weil Du eine Stimmung entfachst, die dazu auffordert, an Blättern zu rupfen, statt an der Wurzel zu ziehen! Ohne Wurzel keine Blätter, also setzt Du die Prioritäten falsch! Damit schneidest Du jegliche Möglichkeiten um das Problem umfassend, international endgültig zu beheben ab! Du lässt zu viel übrig, im Glauben es würde sich von selbst erledigen. Diesen Gefallen wird Dir das Problem nicht tun, bei aller Berufung auf konservative Wertvorstellungen nicht!

  6. Also ich bin sehr wohl für „Ursachenabstellung“ und nicht für einen „Krieg der Kulturen“ der nie gewonnen werden kann, aber vorsätzlich entfacht wird! Wenn Du als Detlef Nolde die wahren Zusammenhänge richtig einzuordnen weißt, um Schlußfolgerungen zu ziehen und Erkenntnisse gewinnst, ähnlich derer über die DDR, sehe ich das Positiv! Das diese Erkenntnis im Volk noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist, zeigt der mündige Wähler und auch der Nichtwähler deutlich! Nun werden Kommunisten nicht so einfältig sein, diese Tatsache zu ignorieren, dass taten sie nie und muss auch nicht weiter betont werden! Schließlich war dieses mal der Inhalt unserer Politik, deren Auswirkungen gern als „Wesensmerkmale des Sozialismus“ beschrieben wurden, ohne die „Ursachen“ einzubeziehen, wie Du woanderst („Honeckerprozess-Rede“) richtig darstellst! Wie die Deutschen mit der „Einheit“ gefoppt wurden, weiß man im Osten und im Westen unseres Landes, dabei war sie doch „patriotisch“ oder nicht? Völlig ignorierend, dass Kommunisten diese Einheit von Anbeginn forderten und die „Russen“ alles daran setzten eine gesamtdeutsche Identität zu gewähren, ja gut, eine sozialistische eben, was den Amis nicht passte! Ob es was geändert hätte, weiß ich nicht! Verzeih meine Abschweifung, was ich damit sagen möchte, besteht ja nur darin, dass eben alles seine Zeit braucht, um in unserer „Rübe“ zu reifen! Das dazu etwas „Wertkonservatives“ nützlich ist, steht außer Frage! Aber den Kapitalismus zu bekämpfen, indem an seinen Merkmalen (Ausländerpolitik) gerüttelt wird, ist der größte Witz! Und was von „deutschen Werten“ „viel übrig“ geblieben ist, ein ebensolcher, ich beklag es nicht minder als Du! Wessen Schuld? Bestimmt nicht, die der „Flegel“ von der Rütli-Schule! Zudem fordere ich nicht auf, eine „Weltrevolution abzuwarten“ sondern sie zu beginnen! Gegen Kapitalismus und Krieg, als „Ursache“ aller Migrationsprobleme und dafür, dass der Deutsche dafür aus seiner Tasche zahlt!

    • Migrationsprobleme können auch ohne gleichzeiziger Abschaffung des Kapitalismus angegangen werden. Eine Partei jedoch wie einst die KPD, die national, internationalistisch und sozialistisch zugleich ausgerichtet war, gibt es bei uns jedoch nicht, weshalb Du mir keine benennen kannst.

  7. Detlef Nolde :
    Eine Partei jedoch wie einst die KPD, die national, internationalistisch und sozialistisch zugleich ausgerichtet war, gibt es bei uns jedoch nicht, weshalb Du mir keine benennen kannst

    Da habe ich nichts anzubieten! Die Ansätze in der DKP-Berlin und noch viel dünner, in einigen K-Splittergruppen sind nicht nennenswert! Zudem wachsen Arbeiterführer vom Format Ernst Thälmanns nicht so einfach nach, zumal dies nur aus seiner Klasse erfolgen könnte, welche lethargisch darnieder liegt, wie die Kommunisten in der Mehrzahl selbst auch! So kann ich deiner „Kompromisstheorie“ schlecht widersprechen!

    • So überlassen die deutschen Sozialisten die nationale Frage – wieder einmal, aus der Geschichte nichts gelernt“ – den „anderen“ und brauchen sich nicht wundern, wenn Patrioten ihr Kreuz bei Parteien der nationalen Rechten machen, weil nun mal ohne die Lösung der nationalen Migrationsfrage die soziale Frage nicht gelöst werden kann. Logisch: Deine Familie kann nicht satt werden oder verhungert gar, wenn jeder in die Wohnung reinkommen kann und sich am Kühlschrank bedient.

      +++++

      Andreas Mölzer (FPÖ) erkennt die Grenzziehung der Alliierten an:

      Geschichte gemeinsam aufarbeiten – bestehende Grenzen respektieren

      (…) Natürlich wird es von allen geschichtsbewußten Angehörigen der deutschen Kulturnation bis zum heutigen Tag als schmerzhaft empfunden, daß die deutsche Kultur östlich von Oder und Neiße durch die Ereignisse von 1944 bis 1946 weitgehend untergegangen ist. Durch die Fluchtbewegung vor der Roten Armee und durch die danach folgenden Potsdamer Beschlüsse der Alliierten kam es bekanntlich zur Vertreibung und Aussiedlung der deutschen Bevölkerung dieser Gebiete.

      Die seit 60 Jahren bestehenden Grenzen insbesondere auch jene an Oder und Neiße zwischen Deutschland und Polen sind unbeschadet dieser historischen Tragödien im geeinten Europa des 21. Jahrhunderts natürlich vorbehaltlos anzuerkennen. Gemeinsam sollten die europäischen Völker, insbesondere auch ihre patriotischen und nationalen politischen Kräfte, die Tragödien des 20. Jahrhunderts aufarbeiten.

      http://www.andreas-moelzer.at/index.php?id=212

  8. Ich bin für ein vereinigtes, unabhängiges, souveränes, freies und demokratisches Großdeutschland (von der Maas bis an die Memel u. von der Etsch bis an den Belt, mit Berlin als Hauptstadt, in den Farben Schwarz-Rot-Gold und in EINIGLKEIT UND RECHT UND FREIHEIT). gez.: Christoph Hölker (aus D-45657 Recklinghausen http://de.wikipedia.org/wiki/Recklinghausen bzw. aus D-46499 Hamminkeln http://de.wikipedia.org/wiki/Hamminkeln ) / PS.: Deutschland DEN DEUTSCHEN !!!!!!!!!!!

  9. Dr. Gerhard Frey in der aktuellen Ausgabe der National-Zeitung:

    Was heißt „großdeutsch“?

    Weniger Bösartigkeit als Bildungsarmut verleitet manche Zeitgenossen dazu, das Wort „großdeutsch“ als Kennzeichen aggressiver und gegen andere Völker gerichteter Absichten zu brandmarken. Bei „Großbritannien“ kommt niemand auf ähnliche Ideen, obgleich London bis zu einem Drittel der Welt unterworfen hatte.

    Der Geschichtskundige weiß, dass mit „großdeutsch“ die ganze in Mitteleuropa beheimatete deutsche Nation gemeint ist – im Unterschied zur kleindeutschen Lösung, die Bismarck durchsetzte. Der überragende Reichskanzler schuf allerdings schon 1879 das Bündnis mit Österreich und notierte über seine damalige Fahrt von Gastein über Salzburg und Linz nach Wien, „dass ich mich auf rein deutschem Gebiete und unter deutscher Bevölkerung befand“.

    Sämtliche Fraktionen der Weimarer Nationalversammlung bekundeten 1919, dass die Deutschen des Reichs und Österreichs über staatliche Grenzen hinweg eine untrennbare Einheit bilden. SPD-Reichspräsident Friedrich Ebert hatte stets – so wörtlich – „unsere österreichischen Stammes- und Schicksalsgenossen“ im Blick.

    Obgleich Bayern und Österreich auch durch dieselben Stämme verbunden sind, nämlich Baiern und Alemannen, und obwohl von Wien aus ein halbes Jahrtausend hindurch Deutschland regiert wurde, erscheint antideutschen Kräften unsere Zugehörigkeit zu ein und derselben deutschen Kulturnation als frevelhaft. Hingegen propagieren Merkel und Genossen einen gigantischen europäischen Superstaat vom Mittelmeer bis zur Arktis mit zig oft ganz unterschiedlichen Völkern, die häufig nicht zusammenwachsen wollen und können.

    Für uns gilt, was Prälat Ignaz Seipel, der fünf Jahre lang Österreichs Bundeskanzler war, 1926 ausführte: „Man versteht uns Deutsche nicht, wenn man glaubt, wir hätten – ich rede da nicht von uns Österreichern allein, sondern von allen Deutschen – den gleichen Staatsbegriff wie die anderen. Gerade das ist aber für uns Österreicher von großer Wichtigkeit. Für uns ist die Nation, unabhängig von der Staatszugehörigkeit, die große Kulturgemeinschaft; sie steht uns Deutschen höher als der Staat.“

    Dieses Bewusstsein lebt. In meinem Buch „Deutsche Einheit, deutsche Freiheit“ finden sich zahlreiche Belege dafür. Von Lord Weidenfeld („Ich habe immer einen großdeutschen Kulturidealismus vertreten”) bis zu Alfred Hrdlicka, KPÖ-Mitglied und Bildhauer, der 2008 meinte: „Ich bin ein Großdeutscher, aber kein Nazi, das ist eine ganz einfache Formulierung.”

    Dr. Gerhard Frey

  10. Die Verträge von St. Germain und Versailles aus dem Jahre 1919 sind de facto Diktate und völkerrechtswidrig. Das trifft genauso für die Potsdamer Beschlüsse von 1945 zu. Alle nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg nichtdeutschen Staaten wie Litauen, Polen, Rußland, Tschechei, Ungarn, Jugoslawien, Italien, Frankreich, Belgien und Dänemark unterstellten Teile Deutschlands gehören damit de jure dem Deutschen Reich und/oder Deutsch-Österreich.

    Am 10. September 1919 musste Staatskanzler Renner den Vertrag von Saint-Germain unterschreiben, der als „Diktat der Siegermächte“ bezeichnet wurde. Er zementierte die größtenteils bereits erfolgte Auflösung der österreichischen Reichshälfte. Mit der Ratifizierung des Vertrages durch die Nationalversammlung am 21. Oktober 1919 wurde der Name Deutsch­ös­ter­reich von den Siegermächten verboten. Vorschläge, die Republik z.B. Süd­ost-Deutschland, Alpen-Germanien oder Donau-Deutschland zu nennen, konn­ten sich nicht durchsetzen. Am 21. Oktober 1919 wurde die Staats­be­zeich­nung „Republik Deutschösterreich“ in „Republik Öster­reich“ umgewandelt.

    Mit dem Verlust der deutschsprachigen Gebiete wurden rund vier Millionen „unzweifelhaft deutsche Einwohner“ daran gehindert, in einem gemeinsamen deutschsprachigen Staat zu leben. Auch der Zu­sam­menschluss mit der Weimarer Republik konnte, trotz der Be­rufung auf das von US-Präsident Woodrow Wilson formulierte Selbst­be­stim­mungs­recht der Völker, nicht realisiert werden. Dem stand das „Anschlussver­bot“ entgegen, das sowohl im Vertrag von Saint-Germain für Ös­ter­reich als auch im Versailler Vertrag für das Deutsche Reich festgehalten wurde. Die Siegermächte des „Großen Krieges” wollten ein vereintes Deutschland verhindern: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=wCfOsXBC7eY

    • Ein sehr schönes Video 🙂 ach Detlef ich muss mal wieder an das unnötige „Was wäre wenn…“ denken. Wie wäre das in der Vergangenheit nur möglich gewesen ein völlig geeintes Deutschland zu schaffen?

        • Schöne Karte 😉 Andererseits, will man sich an Volksgrenzen ausrichten, müßte man den deutschen Teil der Schweiz dazunehmen. Da die Städte Posens und erst recht Westpreußens wie in Böhmen und Mähren beinahe durchgängig nicht nur von Deutschen gegründet sondern bis zur Zeit der Austreibungen ab 1919 bzw. 1945 einwohnermäßig auch dominiert waren, sollten diese alten Reichsteile verbleiben, von mir aus mit gewissen Rechten der dort lebenden tschechischen, kaschubischen und polnischen Minderheit – dasselbe gilt für reichstreue und integrationswillige Franzosen im Elsaß wie insbesondere Lothringen, Italiener in Südtirol und Dänen in Nordschleswig.

          • So ein geeintes Deutschland wurde einmal von einer Fraktion von der Paulskirchener Nationalversammlung geplant. Sie nannte sich „Donnersberg“ und es war die republikanisch-demokratische Linke in dieser Zeit 🙂 Und hab da mal eine Frage, was hälst du eigentlich von Bismarck? Er hat zwar die Sozialversicherungen eingeführt, was in der damaligen Zeit ziemlich fortschrittlich war, aber immerhin waren es ja der Adel und die Kapitalisten die das Deutsche Volk in zwei Weltkriegen geführt haben, wie du schon in zwei Beiträgen erklärt hast.

          • Seine Ausgleichspolitik mit Rußland sehe ich positiv, allerdings steht er auch für die kleindeutsche Lösung unter Ausschluß Deutsch-Österreichs. Einen besonderen Grund, hier eine Art Personenkult zu betreiben, sehe ich nicht.

    • Krakau ist eine deutsche Stadt(gründung). Um 1600 bildeten die deutschen Ratsherren immer noch 45-50 % des ganzen Rats. Am Anfang des 17. Jahrhunderts dominierten deutsche Meister in den Zünften der Weiß- und Rotgerber sowie Kurdewaner (Ziegenlederverarbeiter) und stellten einen bedeutenden Anteil unter den Goldschmieden und Kürschnern. Den deutschen Charakter der Stadt spürt jeder, der durch die Altstadt wandelt. Auf der Karte fehlt das deutsche Preßburg („Bratislava“) und Ödenburg („Sopron“) mit deutscher Umgebung und wiederum die deutsche Schweiz. Istrien wiederum ist über das Ziel hinausgeschossen 😉

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