Heute: Berliner Kundgebung zum Jerusalem-Tag

Auch in diesem Jahr findet in Berlin eine Kundgebung zum Jerusalem-Tag („Qudstag“) statt. Dazu sei folgender offizieller Aufruf der Veranstalter zitiert:

(…) Die Basen des PROBLEMS liegen in den USA, England und Israel. Das Volk Palästinas bekommt seit über 60 Jahren die unmenschliche Dimension dieser Machtkonstellation am intensivsten zu spüren.

Die Brutalität, die das israelische Militärregime seit fast drei Jahren in dem größten Freiluftgefängnis der Welt, im Gaza-Streifen, praktiziert, verdeutlicht, was die Weltgemeinschaft von der Herrschaftsideologie des Zionismus im 21. Jahrhundert zu erwarten hat. Unbedingte Loyalität zum Zionismus hat sich zum Bindekitt der EU entwickelt und damit versuchen die Zionisten schrittweise die Kontrolle über die EU-Strukturen zu erlangen. Wer von Verschwörungstheorie und Antisemitismus spricht verschließt die Augen vor Tatsachen.

Tut etwas gegen:

die Kriegstreiber in Palästina, Afghanistan, Pakistan, Irak und Libanon

die globalisierte Ungerechtigkeit, internationale militärisch-wirtschaftliche Gewalt

die Bevormundung und Entmachtung europäischer Völker durch den Europarat

die Verursacher der Wirtschaftskrise und die Zerstörung von Existenzen

die Unterdrückung und Ausbeutung vieler Nationen

die Belagerung des Gaza-Streifens

den Lissabonvertrag

Das PROBLEM ist global, daher muss der Widerstand dagegen auf internationaler Eben stattfinden. (…)

Quelle u. vollst. Text: http://www.qudstag.de/aufruf2009.html

Wie vor zwei Jahren, werde ich mir auch heute die Sache aus der Nähe betrachten, mir einen persönlichen Eindruck verschaffen, auch die „Volksinitiative gegen das Finanzkapital“ wird jemanden sprechen lassen und weitere deutsche antiimperialistische Gruppen haben ihre Teilnahme zugesagt.

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2 Gedanken zu “Heute: Berliner Kundgebung zum Jerusalem-Tag

  1. @Detlef Nolde
    Nachdem du nun die DVU verlassen hast: Hast du dir nie die Frage gestellt, dass dein Aufruf zur Teilnahme ein falsches Signal dahingehend gewesen sein kann, weil einfach das Mullah-Regime im Iran (und die Quds-AG ist deren Ableger!) ganz sicher keine Alternative für Deutschland oder die Welt sein kann und die hiesigen Islamisten ein grosses Problem darstellen? Bist du in der Lage, deinen Schritt selbstkritisch zu reflektieren?

    —–
    (Antwort Detlef Nolde: Dazu bin ich durchaus in der Lage und ich gebe auch zu, daß mein Aufruf zur Teilnahme an der Quds-Demo auf der Webseite der DVU-Berlin zwar eindeutig antiimperialistisch-antizionistisch motiviert war, jedoch trotzdem mißverstanden werden kann, weshalb ich heute solch einen Aufruf nicht mehr tätigen und auch nicht mehr dort hingehen würde. Was bei mir jedoch nicht infrage kommt, das ist auch nur irgendeine Rechtfertigung in Richtung zionistische Gegendemonstranten, die angeführt wurden von Jörg-Aharon Fischer und ähnlich wie dieser hat leider auch DVU-Chef M. Faust „argumentiert“. Im übrigen ging es beim Quds-Tag gar nicht um die „Islamisierung Deutschlands“, weshalb die Kritik am Thema vorbeigeht, jedoch trotzdem eine falsche Außenwirkung entfaltet wird wenn man mit dieser Klientel, obendrein noch ultraorthodoxe Juden, durch die Straßen läuft, weshalb ich wiederhole, daß ich mir zu Genüge jetzt ein eigenes Bild gemacht habe und eine nochmalige Teilnahme an dieser Demonstration nicht mehr infrage kommt. Der (vermeintliche“) Feind meines Feindes ist nicht unbedingt mein Freund! Auf der Abschlußrede betonte übrigens der deutsche Islam-Konvertit Grassmann als Vertreter der Arbeitsgruppe Quds, auch in Anspielung auf meinen Aufruf und meine Teilnahme als Vertreter der DVU:

    Dieses Jahr haben viele deutsche Freunde aus der linken wie aus der rechten Szene Berlins den Quds-Tag und den Inhalt unserer Arbeit unterstützt. Dieses stellt einen Wendepunkt dar, den wir durchaus zu schätzen wissen.

    Richtig ist, daß „viele deutsche Freunde“ nicht zutreffend ist, ob auf die „linke oder rechte Szene Berlins“ bezogen, so daß von „Wendepunkt“ nicht gesprochen werden kann.

    Ein paar Beiträge zum Thema:

    Jürgen Elsässer: Zum Al Quds-Tag

    Werbung für islamistischen Aufmarsch

    DVU: Werbung für islamistischen Aufmarsch

    DVU und Linke mit Moslems gegen Juden

    Islamisch-Faschistische Treffen am Samstag in Berlin

    MfG)

  2. sag mal detlev, war dir denn nicht klar, dass mit dem schweden brinkmann auch die zionistische lobby in der dvu fuss gefasst hat? begrüssenswert finde ich, dass du dich auch von islamisten abgrenzt und du hierbei selbstkritisch fehler in der aussendarstellung eingeräumt hast.

    —–

    (Antwort Nolde: Das mit Brinkmann war nicht von vorneherein klar und ich bin auch skeptisch, ob man das derart personalisieren kann. Ich fragte im Zuge des Beginns meines Wirkens für die DVU den Parteivorsitzenden Matthias Faust explizit, ob die Abgrenzung zum Zionismus bestand hätte, ich mich darauf verlassen könne. Faust bestätigte das ebenso wie er mir die Zusage gab, daß er den unseligen Wahlabsprachepakt mit der neonazistisch verseuchten NPD aufkündigen und sich klar gegen die NPD und andere Nazis stellen, in diesem Kontext auch in Richtung Christian Worch wirken würde – all das ist nicht geschehen, in jeder Hinsicht hat dieser neue Parteivorsitzende ihn ihn gesetzte Hoffnungen enttäsucht.

    MfG)

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