Waldorfschule in der Kritik

https://i2.wp.com/ecx.images-amazon.com/images/I/51JF9KTMP9L._SX313_BO1,204,203,200_.jpgIst die Waldorfschule tatsächlich die bessere Lehreinrichtung, nach der viele Eltern suchen? Zumindest sind manch „positive Vorurteile“ über die Waldorfschule nicht totzukriegen: Sie sei antiautoritär, reformpädagogisch und gehe individuell auf jedes Kind ein. Es gäbe eine echte „Schulgemeinschaft“, in der Eltern gar noch Rechte haben.

Gern gehört und mutmaßlich selbst verbreitet werden diese Legenden seit Jahrzehnten von den Anthroposophen selbst, um dann mit ihrer hausinternen Werbung nachzustoßen.

Steiner – der „Reformpädagoge“?

Was aus der Sinnlichkeit, aus Trieb, Begierde, Leidenschaft hervorgeht, das will nur dieses egoistische Individuum. Daher muß der Mensch dieses selbstische Wollen in sich abtöten.“ (Rudolf Steiner, Briefe II, S. 229)

Die Wirklichkeit liegt fernab jeder Reformpädagogik. Deshalb weist die Waldorfschule eine hohe Fluktuationsrate auf, auch bei den Lehrern. Bleiben tun die Eltern, die sich nicht zugestehen wollen, getäuscht worden zu sein. Die, deren Kinder “zu alt” sind und deshalb einen schweren Start in der Staatsschule hätten und somit die “Angelegenheit” nur noch “hinter sich” bringen wollen.

Und schießlich ein Kern von Leuten mit “rosaroter Brille”, welche den “anthroposophischen Kern” bilden bzw. die Gefolgschaft des unatastbaren und uneingeschränkt herrschenden “Lehrerkollegiums”.

Steiner und die innerhalb der Waldorfeinrichtungen allgegenwärtige Tendenz zur bewußten Verdrehung und Lüge:

Alles dasjenige, was wir hier besprechen, das ist dazu da, um dem Lehrer Autorität zu verleihen. Wenn er sich verraten würde, würde er nicht durchkommen.“ (Rudolf Steiner, Erziehungskunst, Seminarbesprechungen, S. 55)

Weitere Realität auf der Waldorfschule, der angeblichen “reformpädagogischen Alternative”: Fütterung der Kinder mit Steinerschen Phantasien – der „Anthroposophie“ – in jedem Unterrichtsfach, eine “Schulgemeinschaft”, in der die Eltern nur Pflichten und das “Lehrerkollegium nur Rechte hat. Fragen gelten als “feindliche Akte” – Lügen, Intrigen und Heuchelei wo man auch hinkommt – eine bedrückende Atmosphäre.

Unfreiheit und Harmoniezwang

Jutta Görg-Herm, die zwölf Jahre Waldorfmutter und sogar neun Jahre lang Klassenlehrerin gewesen ist, empfindet das ähnlich:

Ich erlebte auch, daß kritisches Denken und Nachfragen an der Waldorfschule unerwünscht sind. Ich habe über Jahre miterlebt, wie Harmoniezwang ausgeübt wurde. Ein Zwang, der durch Verunsicherungen arbeitet. Wie können Lehrer Kinder zur Freiheit erziehen, wenn sie selbst diese Freiheit nicht erleben?

Sie kommt zu keinem guten Fazit:

Wer an der Waldorfschule aus der Menge und der Meinung der Mächtigen heraustritt, hat nichts zu lachen. Vielleicht wird nochmals gerüft, ob es ein Ausrutscher war, doch wehe dem, der es noch immer wagt, eine eigene Meinung oder sogar Überzeugung zu haben. Er wird geächtet. Wer überleben will, hat nur die Wahl, seinen Hut zu nehmen oder sich ruhig zu verhalten. Es geht nicht um Recht-haben-wollen oder Intoleranz, sondern um menschliches Würde und um die Freiheit des Denkens. Zu der Realität, wie ich sie erfahren habe, kann ich nur meine Enttäuschung und mein Entsetzen nennen.

“Enttäuscht und verärgert” sind I. und P. Bach:

Wir selbst waren einmal längere Zeit Eltern von Schülern einer Waldorfschule. Zuerst waren wir voll des Lobes, aber nach und nach kam die große Enttäuschung. Nach vielem Ärger haben wir dann unsere Kinder aus dieser Schule herausnehmen können. Der Anschluß an eine Staatsschule gestaltete sich schwierig, aber die Kinder haben ihn dann doch gepackt. Wir können vor den Waldorfschulen aus leidvoller Erfahrung nur warnen.

Es fällt auf, schreibt P. Brenner, der Vater eines Waldorfkindes, …

… daß Steiner zwar den Einfluss des Staates auf die Erziehung der Kinder aufs Schärfste verurteilt, jedoch in seien eigenen Schulen an dessen Stelle einfach sien Lehrerkollegium setztt. Daß die Elternschaft beispielsweise in irgendeiner Weise in Erziehungsfragen mitzureden hätte, ist nirgends vorgesehen. Und so wird es heute in den Waldorfschulen gehandhabt: Ein oft vollständig und undruchdringliches Lehrerkollegium operiert oft unter größter Geheimniskrämerei über die Köpfe sowohl der Eltern als auch der Kinder und der Geldgeber hinweg und fühlt sich kaum zur Rechenschaft schuldig, geschweige denn zur Zusammenarbeit.

Elternmitarbeit dagegen wird verlangt – aber unter den Bedingungen einer kommunikativen Einbahnstraße. Der Forderung, daß jedes selbstständige Denken an der Türe zum Rudolf-Steiner-Paradies abzugeben ist.

Laut Steiner müßten die Afroamerikaner längst Indianer geworden sein:

Wenn die Neger nach dem Westen auswandern, da können sie nicht mehr soviel Licht und Wärme aufnehmen wie in ihrem Afrika. Daher werden sie kupferrot, werden Indianer. (Rudolf Steiner, Vortrag am 3. 3. 1923 in Dornach)

Ein abgeschotteter Bereich

Eltern haben keinen Schutz durch staatliche Regelungen. Selbst langjährige Lehrer, Eltern und Schüler können von heute auf morgen fallengelassen werden wie eine heiße Kartoffel. Die Waldorfschule muß sich nicht legitimieren, nicht auseinandersetzen, keine Gründe angeben. Sie hat quasi Narrenfreiheit und wird zudem noch aus Steuergeldern mitfinanziert.

Kritisch bleibende Eltern, die jedoch an die „positiven Vorurteile“, der Selbstdarstellung der Waldorfschule glauben – und somit im Grunde immer noch keine Ahnung von der „Waldorfpädagogik“ haben – merken dennoch, daß „irgendetwas“ an dieser Schule nicht stimmt. Daß Anspruch und Wirklichkeit nicht übereinstimmen. Sie merken, daß ihnen mit Arroganz gegenübergetreten wird immerfort. Sie letztlich nichts zu melden haben.

Freie Menschen halten es hier nicht länger aus und treffen über kurz oder lang an ihre Grenzen. Meist wird diesen auch deutlich klargemacht, daß sie nicht erwünscht sind. Denn: Nichts ist den Anthroposophen auf ihrer Schule unangenehmer als kritische Eltern, die vielleicht noch andere “anstecken” könnten! Anpassung und Klappe halten ist angesagt.

Was ist zu tun? Bevor Eltern mit dem Gedanken spielen, ihre Kinder in die Weltanschauungschule der Anthroposophen zu schicken, sollten sie nicht von der Eigenwerbund der Waldorfschule ausgehen, die auch in der Öffentlichkeit immer wieder verbreitet wird. Sondern sich mit dem beschäfitgen, was “ausgestiegene” Eltern und Schüler zu sagen haben. Also mit dem, was die Anthroposophie- bzw. Waldorf-Kritik zu bieten hat. Aber sie sollten sich auch die Mühe machen, Rudolf Steiner selbst zu lesen. Leider tut dies so gut wie niemand.

Manch zweifelnde Eltern denken oder hoffen nach den ersten Merkwürdigkeiten anfangs noch, der “pädagogische Ansatz” an sich sei ja gut, nur die “Umsetzung” an “ihrer” Schule sei allerdings “ausbaubar”. Diese oder jene Lehrer wären “ein Problem” usw. Es fällt halt schwer sich einzugesteehen, getäuscht worden zu sein, und das auf der ganzen Linie.

Für Steiner ist das Denken unerwünscht:

Gerade wenn man aus sich selber nachdenkt udn selber Ideen bildet, dann ist das Gehirn voller Unrat, voller Absonderungsprodukte, namentlich Phosphorsäureverbindungen; die schmieren sich dann so durch das Gehirn. (Rudolf Steiner, Die geistig-seelischen Grundkräfte der Erziehungskunst, TB, 604, S. 172/173)

Auch diesen Trend haben die Schullenker erkannt, weshalb von Zeit zu Zeit der eine oder andere Lehrer als “Sündenbock” vor die Türe gesetzt wird; neben dem Herausdrängen mißliebiger Eltern versteht sich. Wer sich nach eigener Erfahrung in und mit diesem System die Mühe macht, die Erfahrungsberichte anderer Eltern und Lehrer zu lesen, der sieht, daß nicht nur in “seiner” Waldorfeinrichtung dieses oder jenes angeblich “nicht stimmt”, sondern all das zur Steinerschen Pädagogik gehört.

Weltanschauliche Kaderschmiede und Sektenschule

Fazit: Das System hat keine Fehler, sondern diese “Fehler” sind unverichtbarer Bestandteil der Anthroposophie selbst. Nach dieser ernüchternden Erkenntnis merken diese Eltern, daß sie nicht die einzigen sind, die sich geäuscht haben und so einfältig waren, sich nicht vorher allseitig über diesen Schultyp und seine weltanschauliche Fundierung informiert zu haben.

Derer gibt es viele. Und sie gehören nicht zu den Dümmsten. Sie wollten das Beste für ihre Kinder und haben ein totalitäres Wahnsystem mit den dazu passenden Menschen vorgefunden, erdacht von einem der vorgab, ein “Menschheitsführer” gewesen zu sein.

Angstmache vor staatlichen Schulen gehört dabei zum Angebot der Waldorf-Propaganda, um die zahlenden Eltern zu verunsichern, bei der Stange zu halten. Doch diese Angst muß niemand haben.

Niemand kann eine Schule empfehlen, die sich bei näherem Hinsehen als eine reine Sektenschule entpuppt und darauf letztendlich ausgerichtet ist, den Eltern ihre Kinder zu entfremden, um sie ganz der steinerschen “Lehre” und ihren heutigen Ideologen zu unterwerfen: der angeblich “freien” Waldorfschule.

Quellen, Literaturverweise und weiterführende Infos:

Sybille-Christin Jacob, Detlef Drewes: Aus der Waldorfschule geplaudert – Warum die Steiner-Pädagogik keine Alternative ist, ISBN 3-932710-28-2 / http://www.bipomat.de/waldorf/eltern/jacob_auszuege/jacob_auszuege.html

Charlotte Rudolph: Waldorf-Erziehung – Wege zur Versteinerung, ISBN 3-472-61727-6

Susanne Lippert: Steiner und die Waldorfpädagogik – Mythos und Wirklichkeit, ISBN 3-472-04754-2

Martina Kayser, Paul-Albert Wagemann: Wie frei ist die Waldorfschule – Geschichte und Praxis einer pädagogischen Utopie, ISBN 3-453-09147-7

http://rudolf-steiner.blogspot.com/

http://www.bipomat.de/waldorf/kritik/kritik.html

http://www.novo-magazin.de/73/novo7322.htm

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101 Gedanken zu “Waldorfschule in der Kritik

  1. Hallo Detlef und an alle Eltern dieser Welt,

    ich bin Alleinerziehende Mutter, mein 7 jähriger Junge ist glücklich, sensibel und verträumt und ich selbst habe die staatliche Schule als Kind nie gemocht, genau die richtige Voraussetzung fuer die „tolle und vielversprechende“ Waldorfschule.

    8 Monate sind seid der Einschulung vergangen, mein Kind ist müde,lustlos, lacht wenig wenn er nach Hause kommt und hat heute das erste mal gesagt, das er vor seinem Klassenlehrer Angst hat.
    Ich habe schon vor einem Monat gemerkt, das in dieser Schule nichts so läuft wie es mir und vielen anderen auf dieser Welt, schmackhaft gemacht wurde.
    Deine Artikel, die Meinung geprägter Ex-Waldorfeltern/Lehrern und auch andere Artikel zum Thema haben mir heute Abend zur richtigen Entscheidung verholfen…. SCHNELL RAUS AUS DIESEM WAHNSINN !!!!
    Alles was ich gelesen habe, wirklich alles, ist wahr und mein Sohn meine Bestätigung.

    Jetzt wünsche ich mir fuer alle Eltern bei denen erste Zweifel aufkommen, dass auch Sie all diese Information zu lesen bekommen und es schaffen sich einzugestehen, sich geirrt zu haben und wird alles Gut.

    Mein Sohn fängt nochmals von vorne an und besucht ab September die 1. Klasse der staatlichen Schule in unserm kleinen Dorf und ich bin mir sicher das er wieder der wird, der er einmal war……
    ein glücklicher, zufriedener, selbstsicherer kleiner Junge der Spass an der Schule hat und Vertrauen in seine Lehrer.
    Glaubt mir, es ist nie zu spät fuer Veränderungen und nur ein Idiot ändert nie seine Meinung.
    Vielen Dank an alle

    • Hallo Maria, ich glaube die Chancen sind nicht all zu groß, dass Dein Kind lange Spaß haben wird auf der staatlichen Schule. Das Problem ist nicht die Waldorfschule im speziellen, sondern in der Regel überhaupt die Schule. Hast Du Dich schon mal mit dem Thema Lernen und Schule aus Sicht der Hirnforschung auseinandergesetzt. Prof. Gerald Hüther ist da ein guter Ausgangspunkt. Letzten Endes müssen wir uns alle nicht nur die Frage stellen in welche Schule wir unsere Kinder schicken wollen, sondern in welchem System wir leben wollen.

  2. Hallo!

    Ich wollte mal eine kurze Meldung geben, wie es bei uns weiter ging.
    Wir sind an einer kleinen Natur verbundenen Grundschule angenommen worden.
    Was soll ich sagen?? Es ist herrlich!! So nette „normale“ Lehrer! Es war ein harter Schnitt, nach 9 Jahren Waldorf, aber es hat sich gelohnt. Der Grosse Bleibt dort, ist aber auch nicht traurig.
    Wer nicht das Gefühl hat, das seine Kinder gut aufgehoben sind, sollte wechseln. Es tut weh, aber auch ein steiniger Weg führt zum Ziel!!

    • Danke für Deine Meldung … Diesen Eindruck – endlich „normale“ Leute – hatte ich auch, als mein Sohn nach zwei Jahren Waldorfsektenschule an eine staatliche Grundschule kam. Die ganze Verlogenheit und Falschheit der Waldorf“pädagogen“ hatten man hinter sich gelassen!

  3. Hin und wieder komme ich an der Waldorfschule vorbei, so bei diversen Vorträgen von anderen Beiträgern. Also, ich fand es bei den Zinsendorfschulen, diesem freikirchlichen Internat, wesentlich miserabler. Da wird eindoktriniert, selbstverständlich, eben die normale christliche Religionslehre. Noch und nöcher. Bis man davon genug hat. Man sollte ja wohl auch zukünftiger Zahler sein. Viele wurden erst dadurch kräftig genug, vom eingebläuten Christen-tum wegzukommen.

    Es hängt von den Einzelnen ab. Ich wurde als Charakter erst später stärker, dann als Nichtraucher. Leider wird diese Abhängigkeit und Schulangst spürbar, wenn man die Jugendlichen etwas anschaut.

    Und bei Staatsschulen ist die Atmosphäre eben in allem kälter, kalt und unpersönlich. Diese Fantasiegebilde, die die Steiner-Anschauung so an sich haben, davon kann man sich auch lösen. Ein glückliches Elternhaus, mit sehr intelligenten Eltern, haben nicht alle. Ich habe den Eindruck, dass sich die WaldorfLehrer/innen menschlicher und persönlicher um die Schüler kümmern wollen, und die Lehranschauungen des Gründers werden nicht so sehr eingepaukt. Mit der ChristusAnschauung von ihm wäre und bin ich nicht glücklich, da ich eher meine, dass dieser „Christus“ eine Wunschvorstellung des alten Orients, der VorKulturen und der Griechen ist. Kann man nicht mit Gott selbst, der sich in bestimmter Weise wahrnehmen lässt, glücklich sein? Muss oder sollte man auf einen Gottessohn ausweichen? In diesem Punkt halte ich die Auffassung der Muslime für richtig, wenngleich ich sie nicht schätze.

    Alles in allem habe ich eine besondere GottErkenntnis auch so, durch ihn Selbst, gefunden. Es war und ist Glücksache. Trotz dieser blöden ZinsendorfSchule; für diese „Christliche Erziehung“ zahlen die Eltern nun monatlich ca. 1700 Euro mit Internat, dafür gibt es eben die echte oder geheuchelte „christliche Atmosphäre“, und die DauerBerieselung, und von den Lehrern wohl kaum Abweichler.

    • Hallo Andreas,

      wenn es in bestimmten christlichen Schulen nicht besser ist, spricht das nicht für die Waldorfschule. Als jemand, der letztere in zwei Jahren als Vater kennengelernt hat und danach die Staatsschule, kann ich nicht bestätigen, daß in letzterer „die Atmosphäre in allem kälter, kalt und unpersönlicher“ ist.

      Ich habe die Atmosphäre in Waldorfeinrichtungen als erfüllt von Heuchelei, Bevormundung und Inkompetenz empfunden und jene danach auf der Staatsschule als locker, entspannt und von Respekt erfüllt und damit letztlich als Befreiung, was auch andere Eltern aber auch Schüler schildern, die von der Waldorf- auf die Staatsschule wechselten.

      Es ist eben ein Mythos, „daß sich die WaldorfLehrer menschlicher und persönlicher um die Schüler kümmern wollen und die Lehranschauungen des Gründers nicht so sehr eingepaukt“ werden. Es ist dieses „persönlicher kümmern“, wie man es in Sekten findet und Erich Mielke mit den Worten „Ich liebe Euch doch alle“ auf den Punkt brachte.

      Mit derartiger Eigenwerbung schafft es die Steiner-Sekte jedoch immer wieder, an Schulkinder und damit Geld und Einfluß zu kommen. Irgendwann begreifen allerdings kritisch bleibende und intelligente Eltern, daß die Wirklichkeit völlig anders aussieht und wollen nur noch eines, nämlich dieser verkorksten Schule mit ihren ebenso verschroben-verlogenen „Lehrkräften“ zu entfliehen.

      Irgendwelche „ChristusAnschauungen“ und „GottErkenntnisse“ haben m. E. in Schulen nichts zu suchen, auch kein Religionsunterricht. Christliche Schulen gehören genauso verboten wie Waldorfschulen, wieder ein einheitliches Schulsystem mit gründlich entrümpelten und damit verschlankten Lehrplan ähnlich dem in der DDR eingeführt.

      Danke für Deinen Kommentar.

      Grüße

      Detlef

      • Danke für die Freischaltung. Interessant ist das ältere Buch:
        „Seher, Grübler, Enthusiasten“, in dem vielerlei Gerümpel intellektuell aufrichtig behandelt wird, allerdings eben so, dass die Wahrheit bei den Christen und insbesondere (auf devoten Gehorsam getrimmten) Evang. gepachtet ist.

        Mit dieser einen Sonder-Erkenntnis, die ich erwähnte, ist es eigenartig. Sie ist paranormal, doch viele können sie erkennen, sehen. Sie besteht seit Jahren, Jahrzehnten, ist nur ein schweigendes Antlitz, das in bestimmter Weise hindurchscheint, rund um die Uhr sichtbar zugegen ist.

        >>Und insgesamt ist mir diese Hilfe Gottes lieber als keine, wo wir – nur vom Sortiment der Künstlichkeiten der Kirchen getröstet – besonders schwierigen Zeiten entgegen schlittern, wenn das Erdöl fast weg sein wird, und zudem die fast 3000 Moscheen immer aufdringlicher werden. Und unvorhergesehene Dinge sich ereignen, wie jetzt der Tsunami der Armen der Südländer in unsere armen, dermaßen hoch verschuldeten Staaten.<<

        Diese HolySpirit-Durchscheinung lässt sich vorführen, vorstellen, untersuchen, prüfen und auch fotografieren. Auch andere können dieses stille Antlitz fotografieren, und sehen es dann auf ihren Fotos auch. Ich will es demnächst kostenlos vorführen.

        Was bei Steiner zu finden ist, ist teilweise schon hanebüchen, "hellseherisches Zeug". Er richtete sich wohl gegen den Materialismus und dessen Profitdenken. Doch es besteht kein Bekenntniszwang, der – neben anderem – vielen Ausgetretenen der Kirchen so zuwider ist.

        Das Sh*t Internat, das als vorteils-los und als "verplempertes Geld" eingeschätzt wurde, brachte (nach gut 13, 14 Jahren) doch auf einen Weg, der extrem hilfreich sein kann.
        Einige Sachen schrieb ich unter
        sichtoffenbarung, antlitz, andreas j. kampe
        oder bei
        http://www.sichtoffenbarung.wordpress.com

        Grüße und schöne Woche,

  4. Viele Dinge kann ich selbst aus erfahrung nachvollziehen, bei einem Zitat habe ich mal recherchiert, weils mir doch zu krass vorkam:

    „Für Steiner ist das Denken unerwünscht:
    [„Gerade wenn man aus sich selber nachdenkt udn selber Ideen bildet, dann ist das Gehirn voller Unrat, voller Absonderungsprodukte, namentlich Phosphorsäureverbindungen; die schmieren sich dann so durch das Gehirn. (Rudolf Steiner, Die geistig-seelischen Grundkräfte der Erziehungskunst, TB, 604, S. 172/173)“]“

    Wenn man den zugrunde liegenden Abschnitt im Original liest, merkt man, dass hier seitens des Blogverfassers eine falsche Schlußfolgerung gemacht wird: Wer etwas mehr von der Stelle im Buch liest, merkt, dass Steiner hier eben das eigene Denken nicht kritisiert, sondern nur beschreibt!

    Bei aller berechtigten Kritik an der Waldorfpädagogik, stände es diesem Blog gut, wenn es sich sachlicher präsentieren würde.

    • Hallo Marc,

      ich habe das Steiner-Zitat im Zusammenhang gelesen und konnte aus dem Geschwurbel keine andere Schlußfolgerung ziehen. Auch nicht jene, daß er angeblich das Denken beschreibt.

      Es geht mir in diesem Beitrag nicht darum, die Waldorfschulen ohne Grund zu schonen, sondern vor diesen zu warnen, da immer wieder Eltern auf deren Eigenwerbung hereinfallen.

      Bei aller berechtigten Kritik an der Waldorfpädagogik, stände es diesem Blog gut, wenn es sich sachlicher präsentieren würde.

      In einem Blogbeitrag hat jemand weiterer seine Erfahrungen mit einer Waldorfschule verarbeitet und kommt zu denselben Ergebnissen. Er schreibt:

      Diese Zeilen richten sich an alle Eltern, die aufgrund positiver Vorurteile für diese Ersatzschulen oder wegen nachvollziehbarer Bedenken gegen staatliche Schulen ihr Kind auf eine Rudolf-Steiner-Schule schicken wollen. Bitte prüfen Sie vor Beginn einer Schullaufbahn, die – einmal eingeschlagen – nur noch mit großen Problemen zu verlassen ist, sehr gewissenhaft, ob Waldorf die richtige Antwort auf PISA oder die bessere Vorbereitung auf das weitere Leben ihres Kindes ist.

      Machen Sie sich die Mühe und lesen Sie selbst, was der „Reformpädagoge“ Rudolf Steiner so geschrieben hat. Erkundigen Sie sich über die Fluktuationsrate bei Lehrern, fragen sie auch enttäuschte Eltern über ihre Erfahrungen und schauen Sie sich vor allem die „anthroposophischen“ Elternvertreter an, welche gemeinsam mit dem herrschenden Lehrerkollegium die Fäden der Macht in der Hand halten.

      Als Verfasser dieser Zeilen will ich mich allerdings nicht mit den esoterischen Grundlagen der Steiner Pädagogik auseinanderzusetzen. Diese Arbeit wurde u.a. in 2008 von dem Autor Michael Grandt, den ich als Kritiker unseres Geldsystems kennen und schätzen gelernt habe, in seinem lesenswerten „Schwarzbuch Waldorf“ geleistet.

      Nach Grandt´s kritischer, aber sachlicher Lektüre sollten sich nicht nur Eltern aus dem sogenannten Bildungsbürgertum vor der Einschulung fragen, ob Anthroposophen die richtigen Pädagogen für ihre Kinder sind, denn ein Zurück auf eine staatliche Schule ist nach einigen Jahren Waldorf kaum noch möglich. (…)

      Die höchst umstrittenen Positionen eines Rudolf Steiners bestimmen Didaktik, Methode und ein Menschenbild, das lebenslang auf allen Waldorf Schülern lastet.

      Wenn Waldorf-Schulen mit Empathie und pädagogischer Kompetenz „alternativ“ erziehen, so ist das m.E. schätzenswert, aber eine Weltanschauungsschule, die staatliche Hilfe beansprucht, jedoch keine kritischen Fragen wünscht, darf keine Privatsache von Esoterikern sein. Ein Staat und seine Bürger, welche die Förderung der Eurythmie-Tanzkunst an diesen Ersatzschulen zu 80% finanzieren, haben nicht nur Pflichten, sondern auch das Recht, zu fragen, was dort mit den öffentlichen Geldern finanziert wird. Deshalb gehört das Thema Waldorf in die Öffentlichkeit und die spirituelle, anthroposophische Waldorf-Pädagogik unter staatliche Aufsicht. Auch eine überwiegend staatlich finanzierte Waldorf-Ersatzschule hat sich nach meinem Verständnis zu legitimieren und darf keine Narrenfreiheit haben. Hier besteht ein erheblicher Handlungsbedarf.

      Doch nun zu den persönlichen Erfahrungen mit den sozialen und pädagogischen Kompetenzen der Waldorfs. Meinen ersten Waldorf-Kontakt hatte ich in den 80er-Jahren, als es um die Einschulung unserer ältesten Tochter ging. Dass die Lehrer den Fernsehkonsum meiner Tochter begrenzen wollten, fand ich gut, aber dass der aufkommende Personal-Computer von den damaligen Waldorf-Pädagogen verteufelt wurde, befremdete mich noch heute und wir entschieden uns für die Maria-Montessori-Pädagogik. (…)

      Den dritten Kontakt hatten wir dann Mitte der Neunziger Jahre, als wir nach Bergisch Born in Sichtweite der dortigen Rudolf-Steiner Schule zogen und unseren Adoptivsohn dort anmeldeten. Unser Sohn schaffte es nach einem Auswahl-Verfahren aber nur auf die als Begründung vorgeschobene Warteliste. Ob es sein Glück oder sein Pech war, werden wir leider nie mehr erfahren.

      Den dritten Anlauf hat meine Tochter dann im Jahr 2007 gemacht, als sie ihre 3-jährige Tochter in den Kindergarten der Waldorfs im Schwarzen Weg schickte. Das Kind war dort nicht glücklich, wie eine akute Neurodermitis und regelmäßige Blessuren im Gesicht, verursacht durch ältere Kinder, zeigten. Nachdem unser Enkelkind den Kindergarten wechselte gehörten auch die fast täglichen Blessuren und sogar die Neurodermitis der Vergangenheit an. Heute kann uns die inzwischen 6-jährige Enkeltochter mitteilen die Waldorf-Erzieherinnen hätten dort „nie Zeit gehabt“, weil sie sehr viel telefonierten.

      Gleichwohl überwogen leider unsere „positiven Vorurteile“ und meine Frau und ich motivierten deshalb unsere Tochter, unser Enkelkind für das Schuljahr 2012 in der Remscheider Rudolf-Steiner-Schule anzumelden. Vielleicht spielte bei diesem Fehler auch ein wenig Egoismus mit, denn der Weg von unserem Haus zur Schule besteht nur aus wenigen Metern und so wären wir in den Genuss gekommen, unser Enkelkind täglich zu sehen.

      Aufgefallen war uns, dass die Waldorf-Schule in Bergisch Born sich neuerdings mit einer großflächigen Plakatwerbung an der Bundesstraße nach Hückeswagen präsentierte. Die Eigenwerbung bestätigte unsere Tochter, als sie während des obligatorischen Auswahl-Wochenendes den Eindruck gewann, dass man sehr um neue Schülerinnen und Schüler bemüht war. Erwartungsgemäß kam dann auch eine Zusage der Pädagogen und nun ging es „nur“ noch um die Finanzen.

      Laut dem Vertrag, der vorgelegt wurde, war die finanzielle Situation der Eltern kein “KO-Kriterium.“ Das wurde mir in einem Telefonat mit einer Schulsekretärin auch ausdrücklich bestätigt.

      Dies sah der Vorsitzende des Finanzkreises, dessen soziale Kompetenz so „gepflegt“ wie sein Äußeres war, allerdings völlig anders. In einem 8-Augen-Gespräch, welchem meine Frau beiwohnte, betonte er, es sei unbedingt erforderlich und notwendig, dass die Eltern einen monatlichen Beitrag von 230,- Euro leisten würden. Nachdem meine Tochter erklärte, sie sei als faktisch alleinerziehende Mutter dazu nicht in der Lage, wurde das Gespräch, welches von Seiten der Waldorf-Vertreter alles andere als partnerschaftlich geführt wurde, genauso unfreundlich abgebrochen, wie man es eröffnete und man teilte meiner Tochter dann später einen neuen Termin zu.

      Zwischenzeitlich wurde familienintern geregelt, dass meine Tochter monatlich 100 Euro Schulgeld zahlen konnte und auch wollte. Dies hat sie dann auch im zweiten Gespräch erklärt. Diesmal zweifelte man aber nicht nur an ihrer Bonität, sondern kritisierte sogar ihre Lebensplanung (sie will im Herbst ein Studium beginnen).

      Das mir geschilderte Verhalten dieses Elternvertreters kann ich nur als anmaßend bewerten. Meine 26-jährige Tochter wurde auch diesmal vom gesprächsführenden Elternvertreter unfreundlich und von oben herab behandelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich erlauben würde, beispielsweise mit dem „Eltern-Aushängeschild“ der Schule, einem bekannten Schauspieler, so zu reden. Wird an der Remscheider Waldorfschule eine alleinerziehende, finanziell schlecht ausgestattete Mutter, anders behandelt als ein gutverdienender, bekannter Schauspieler? Eine berechtigte Frage nach unseren Erfahrungen.

      Meine Frau und ich haben deshalb vollstes Verständnis dafür, dass meine Tochter ihre Anmeldung, aus verhaltensbedingten Gründen der Schule, zurückgezogen hat. Persönlich kann ich nach unseren mehrfachen, über Jahrzehnte verteilte Erfahrungen, nur jedem Vater und jeder Mutter empfehlen, sich genau zu überlegen, ob sie ihr Kind bzw. ihre Kinder in eine Waldorf-Einrichtung schicken.

      Als ehemaliger Arbeitgeber würde ich sogar davor warnen, denn meine beruflichen Erfahrungen mit Waldorf-Abiturienten waren negativ. Ihre Rechte kannten sie sehr genau, aber einen deutschen Satz ohne Fehler zu schreiben oder eine einfache Matheaufgabe zu lösen, damit waren sie trotz Abitur völlig überfordert.

      Wenn man bedenkt, dass viele Waldorfschulen aus betriebswirtschaftlichen Gründen heutzutage keine sehr strengen Aufnahmekriterien mehr durchsetzen können oder wollen, dann bleibt wenig Hoffnung, dass die Waldorfschule sich zu einer besseren pädagogischen Alternative und gar zu einer optimalen Vorbereitung auf ein Berufsleben entwickelt.

      Mein Fazit: Das Denken sollten man nicht „den Anderen“ überlassen lassen, aber leider ist für Rudolf Steiner das „selber Denken“ unerwünscht, wie dieses Zitat belegt:

      „Gerade wenn man aus sich selber nachdenkt und selber Ideen bildet, dann ist das Gehirn voller Unrat, voller Absonderungsprodukte, namentlich Phosphorsäureverbindungen; die schmieren sich dann so durch das Gehirn.“ (Zitat von Rudolf Steiner aus: Die geistig-seelischen Grundkräfte der Erziehungskunst, TB, 604, S. 172/173)

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