Waldorfschule in der Kritik

https://i2.wp.com/ecx.images-amazon.com/images/I/51JF9KTMP9L._SX313_BO1,204,203,200_.jpgIst die Waldorfschule tatsächlich die bessere Lehreinrichtung, nach der viele Eltern suchen? Zumindest sind manch „positive Vorurteile“ über die Waldorfschule nicht totzukriegen: Sie sei antiautoritär, reformpädagogisch und gehe individuell auf jedes Kind ein. Es gäbe eine echte „Schulgemeinschaft“, in der Eltern gar noch Rechte haben.

Gern gehört und mutmaßlich selbst verbreitet werden diese Legenden seit Jahrzehnten von den Anthroposophen selbst, um dann mit ihrer hausinternen Werbung nachzustoßen.

Steiner – der „Reformpädagoge“?

Was aus der Sinnlichkeit, aus Trieb, Begierde, Leidenschaft hervorgeht, das will nur dieses egoistische Individuum. Daher muß der Mensch dieses selbstische Wollen in sich abtöten.“ (Rudolf Steiner, Briefe II, S. 229)

Die Wirklichkeit liegt fernab jeder Reformpädagogik. Deshalb weist die Waldorfschule eine hohe Fluktuationsrate auf, auch bei den Lehrern. Bleiben tun die Eltern, die sich nicht zugestehen wollen, getäuscht worden zu sein. Die, deren Kinder “zu alt” sind und deshalb einen schweren Start in der Staatsschule hätten und somit die “Angelegenheit” nur noch “hinter sich” bringen wollen.

Und schießlich ein Kern von Leuten mit “rosaroter Brille”, welche den “anthroposophischen Kern” bilden bzw. die Gefolgschaft des unatastbaren und uneingeschränkt herrschenden “Lehrerkollegiums”.

Steiner und die innerhalb der Waldorfeinrichtungen allgegenwärtige Tendenz zur bewußten Verdrehung und Lüge:

Alles dasjenige, was wir hier besprechen, das ist dazu da, um dem Lehrer Autorität zu verleihen. Wenn er sich verraten würde, würde er nicht durchkommen.“ (Rudolf Steiner, Erziehungskunst, Seminarbesprechungen, S. 55)

Weitere Realität auf der Waldorfschule, der angeblichen “reformpädagogischen Alternative”: Fütterung der Kinder mit Steinerschen Phantasien – der „Anthroposophie“ – in jedem Unterrichtsfach, eine “Schulgemeinschaft”, in der die Eltern nur Pflichten und das “Lehrerkollegium nur Rechte hat. Fragen gelten als “feindliche Akte” – Lügen, Intrigen und Heuchelei wo man auch hinkommt – eine bedrückende Atmosphäre.

Unfreiheit und Harmoniezwang

Jutta Görg-Herm, die zwölf Jahre Waldorfmutter und sogar neun Jahre lang Klassenlehrerin gewesen ist, empfindet das ähnlich:

Ich erlebte auch, daß kritisches Denken und Nachfragen an der Waldorfschule unerwünscht sind. Ich habe über Jahre miterlebt, wie Harmoniezwang ausgeübt wurde. Ein Zwang, der durch Verunsicherungen arbeitet. Wie können Lehrer Kinder zur Freiheit erziehen, wenn sie selbst diese Freiheit nicht erleben?

Sie kommt zu keinem guten Fazit:

Wer an der Waldorfschule aus der Menge und der Meinung der Mächtigen heraustritt, hat nichts zu lachen. Vielleicht wird nochmals gerüft, ob es ein Ausrutscher war, doch wehe dem, der es noch immer wagt, eine eigene Meinung oder sogar Überzeugung zu haben. Er wird geächtet. Wer überleben will, hat nur die Wahl, seinen Hut zu nehmen oder sich ruhig zu verhalten. Es geht nicht um Recht-haben-wollen oder Intoleranz, sondern um menschliches Würde und um die Freiheit des Denkens. Zu der Realität, wie ich sie erfahren habe, kann ich nur meine Enttäuschung und mein Entsetzen nennen.

“Enttäuscht und verärgert” sind I. und P. Bach:

Wir selbst waren einmal längere Zeit Eltern von Schülern einer Waldorfschule. Zuerst waren wir voll des Lobes, aber nach und nach kam die große Enttäuschung. Nach vielem Ärger haben wir dann unsere Kinder aus dieser Schule herausnehmen können. Der Anschluß an eine Staatsschule gestaltete sich schwierig, aber die Kinder haben ihn dann doch gepackt. Wir können vor den Waldorfschulen aus leidvoller Erfahrung nur warnen.

Es fällt auf, schreibt P. Brenner, der Vater eines Waldorfkindes, …

… daß Steiner zwar den Einfluss des Staates auf die Erziehung der Kinder aufs Schärfste verurteilt, jedoch in seien eigenen Schulen an dessen Stelle einfach sien Lehrerkollegium setztt. Daß die Elternschaft beispielsweise in irgendeiner Weise in Erziehungsfragen mitzureden hätte, ist nirgends vorgesehen. Und so wird es heute in den Waldorfschulen gehandhabt: Ein oft vollständig und undruchdringliches Lehrerkollegium operiert oft unter größter Geheimniskrämerei über die Köpfe sowohl der Eltern als auch der Kinder und der Geldgeber hinweg und fühlt sich kaum zur Rechenschaft schuldig, geschweige denn zur Zusammenarbeit.

Elternmitarbeit dagegen wird verlangt – aber unter den Bedingungen einer kommunikativen Einbahnstraße. Der Forderung, daß jedes selbstständige Denken an der Türe zum Rudolf-Steiner-Paradies abzugeben ist.

Laut Steiner müßten die Afroamerikaner längst Indianer geworden sein:

Wenn die Neger nach dem Westen auswandern, da können sie nicht mehr soviel Licht und Wärme aufnehmen wie in ihrem Afrika. Daher werden sie kupferrot, werden Indianer. (Rudolf Steiner, Vortrag am 3. 3. 1923 in Dornach)

Ein abgeschotteter Bereich

Eltern haben keinen Schutz durch staatliche Regelungen. Selbst langjährige Lehrer, Eltern und Schüler können von heute auf morgen fallengelassen werden wie eine heiße Kartoffel. Die Waldorfschule muß sich nicht legitimieren, nicht auseinandersetzen, keine Gründe angeben. Sie hat quasi Narrenfreiheit und wird zudem noch aus Steuergeldern mitfinanziert.

Kritisch bleibende Eltern, die jedoch an die „positiven Vorurteile“, der Selbstdarstellung der Waldorfschule glauben – und somit im Grunde immer noch keine Ahnung von der „Waldorfpädagogik“ haben – merken dennoch, daß „irgendetwas“ an dieser Schule nicht stimmt. Daß Anspruch und Wirklichkeit nicht übereinstimmen. Sie merken, daß ihnen mit Arroganz gegenübergetreten wird immerfort. Sie letztlich nichts zu melden haben.

Freie Menschen halten es hier nicht länger aus und treffen über kurz oder lang an ihre Grenzen. Meist wird diesen auch deutlich klargemacht, daß sie nicht erwünscht sind. Denn: Nichts ist den Anthroposophen auf ihrer Schule unangenehmer als kritische Eltern, die vielleicht noch andere “anstecken” könnten! Anpassung und Klappe halten ist angesagt.

Was ist zu tun? Bevor Eltern mit dem Gedanken spielen, ihre Kinder in die Weltanschauungschule der Anthroposophen zu schicken, sollten sie nicht von der Eigenwerbund der Waldorfschule ausgehen, die auch in der Öffentlichkeit immer wieder verbreitet wird. Sondern sich mit dem beschäfitgen, was “ausgestiegene” Eltern und Schüler zu sagen haben. Also mit dem, was die Anthroposophie- bzw. Waldorf-Kritik zu bieten hat. Aber sie sollten sich auch die Mühe machen, Rudolf Steiner selbst zu lesen. Leider tut dies so gut wie niemand.

Manch zweifelnde Eltern denken oder hoffen nach den ersten Merkwürdigkeiten anfangs noch, der “pädagogische Ansatz” an sich sei ja gut, nur die “Umsetzung” an “ihrer” Schule sei allerdings “ausbaubar”. Diese oder jene Lehrer wären “ein Problem” usw. Es fällt halt schwer sich einzugesteehen, getäuscht worden zu sein, und das auf der ganzen Linie.

Für Steiner ist das Denken unerwünscht:

Gerade wenn man aus sich selber nachdenkt udn selber Ideen bildet, dann ist das Gehirn voller Unrat, voller Absonderungsprodukte, namentlich Phosphorsäureverbindungen; die schmieren sich dann so durch das Gehirn. (Rudolf Steiner, Die geistig-seelischen Grundkräfte der Erziehungskunst, TB, 604, S. 172/173)

Auch diesen Trend haben die Schullenker erkannt, weshalb von Zeit zu Zeit der eine oder andere Lehrer als “Sündenbock” vor die Türe gesetzt wird; neben dem Herausdrängen mißliebiger Eltern versteht sich. Wer sich nach eigener Erfahrung in und mit diesem System die Mühe macht, die Erfahrungsberichte anderer Eltern und Lehrer zu lesen, der sieht, daß nicht nur in “seiner” Waldorfeinrichtung dieses oder jenes angeblich “nicht stimmt”, sondern all das zur Steinerschen Pädagogik gehört.

Weltanschauliche Kaderschmiede und Sektenschule

Fazit: Das System hat keine Fehler, sondern diese “Fehler” sind unverichtbarer Bestandteil der Anthroposophie selbst. Nach dieser ernüchternden Erkenntnis merken diese Eltern, daß sie nicht die einzigen sind, die sich geäuscht haben und so einfältig waren, sich nicht vorher allseitig über diesen Schultyp und seine weltanschauliche Fundierung informiert zu haben.

Derer gibt es viele. Und sie gehören nicht zu den Dümmsten. Sie wollten das Beste für ihre Kinder und haben ein totalitäres Wahnsystem mit den dazu passenden Menschen vorgefunden, erdacht von einem der vorgab, ein “Menschheitsführer” gewesen zu sein.

Angstmache vor staatlichen Schulen gehört dabei zum Angebot der Waldorf-Propaganda, um die zahlenden Eltern zu verunsichern, bei der Stange zu halten. Doch diese Angst muß niemand haben.

Niemand kann eine Schule empfehlen, die sich bei näherem Hinsehen als eine reine Sektenschule entpuppt und darauf letztendlich ausgerichtet ist, den Eltern ihre Kinder zu entfremden, um sie ganz der steinerschen “Lehre” und ihren heutigen Ideologen zu unterwerfen: der angeblich “freien” Waldorfschule.

Quellen, Literaturverweise und weiterführende Infos:

Sybille-Christin Jacob, Detlef Drewes: Aus der Waldorfschule geplaudert – Warum die Steiner-Pädagogik keine Alternative ist, ISBN 3-932710-28-2 / http://www.bipomat.de/waldorf/eltern/jacob_auszuege/jacob_auszuege.html

Charlotte Rudolph: Waldorf-Erziehung – Wege zur Versteinerung, ISBN 3-472-61727-6

Susanne Lippert: Steiner und die Waldorfpädagogik – Mythos und Wirklichkeit, ISBN 3-472-04754-2

Martina Kayser, Paul-Albert Wagemann: Wie frei ist die Waldorfschule – Geschichte und Praxis einer pädagogischen Utopie, ISBN 3-453-09147-7

http://rudolf-steiner.blogspot.com/

http://www.bipomat.de/waldorf/kritik/kritik.html

http://www.novo-magazin.de/73/novo7322.htm

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101 Gedanken zu “Waldorfschule in der Kritik

  1. Hallo,

    sehr guter Artikel!

    Das einzige was mir fehlt, ist eine klare Aussage zu Rudolf Steiners Geisteskrankheit: ist doch der Hammer, dass ein Geisteskranker die Autorität der Waldorfschulen ist!

    Wird auch von Waldorfschülern diskutiert, hier:

    http://waldorfblog.wordpress.com/2009/09/22/die-machte-des-lichts-symptome-steinerschen-geisterkenntnis-eine-philosophische-stellungnahme/

    ————-
    (Danke für Deinen Kommentar und den Link! Vielleicht ist das Buch „Das Rätsel der Todeskrankheit Rudolf Steiners – Eine medizinisch-biographische Studie“ für Dich interessant. MfG, Nolde)

  2. Bravo,

    ein kompetenter Beitrag zur Diskussion um Waldorfschulen.
    Selber waldorflehrergebildet mit praktischer Erfahrung und Kindern in Waldorfschule und Waldorfkindergarten kann ich nur noch davor warnen, sich als normal denkender Mensch in eine Waldorfschule zu begeben. Ich habe mich sogar zur Meinung durchgerungen, Waldorfschulen aus Verfassungsgründen zu verbieten. Ich halte Rudolf Steiner mit seiner Anthroposophie für gefährlich – darauf eine Pädagogik aufzubauen ist eigentlich verrückt.
    In Waldorfschulen gibt es auf jeden Fall alles, nur keine gesicherte Bildungsqualität.
    Diese Schulen werden staatlicherseits vor allem deswegen geduldet, weil sie billiger sind. Kinder und Eltern zahlen den Preis.

    (Antwort: Hallo, vielen Dank für den Kommentar. Ich bin ebenfalls der Meinung, daß wir keine anthroposophischen Sekteneinrichtungen brauchen. Es gehört jedoch zu den „Freiheiten“ dieser Gesellschaft, daß solche Leute sich steuergeldfinanziert austoben dürfen und andere unterdrückt und eingekerkert werden. MfG, Nolde)

    • „anthroposophischen Sekteneinrichtungen“ … wieder ein hohle Phrase mehr. „Fröbelschulen produzieren Maschinenmenschen“ … ebenso hohl? Bestimmt, da habe ich einfach mal das wiedergegeben was ich höre und mit Bildhalbwissen angereichert.
      Wie wärs mit einem echten Diskurs? Das fällt den Waldorfkritikern immer schwer, mit Polemik gehts dann schon leichter.

      Gruß Klaus

      • Dann trag doch was zum „Diskurs“ bei. Hier geht es um Aufklärung betr. Waldorfschulen, über die immer noch viel Unwissen kursiert, nicht zuletzt Legenden, die die Waldorfpropaganda bewußt verbreitet. Etwa, daß invividuell auf jedes Kind eingegangen wird, es sich um eine Reformpädagogik handeln, eine Art Schulgemeinschaft existieren würde usw. Die Wirklichkeit sieht komplett anders aus, ich habe es selbst erlebt, weiß also, wovon ich schreibe. Damit nicht noch weitere Eltern in diese Falle tappen, habe ich diesen Beitrag ins Netz gestellt.

        • Voraussetzung für einen echten Diskurs ist allerdings, dass er ergebnisoffen geführt wird. Was hier an Argumenten gebracht wird bezieht sich vor allem auf zwei Aspekte. Einerseits auf Zitate von Steiner, davon gibt es zugegebnermassen etliche, die ziemlich schräg wirken (natuerlich immer abhängig vom eigenen Standpunkt und vom Zusammenhang, aus dem es gerissen wurde), allerdings heisst das nicht automatisch, dass sie auch für eine Waldorfschule im Jahr 2014 relevant sind. Zum zweiten betrifft die Argumentation Lehrerkollektive und deren Gruppenverhalten. Das ist aus meiner Sicht (basierend auf eigenen Erfahrungen) zum einen nicht von einer Waldorfschule auf die nächste übertragbar und zum anderen auch nicht an Waldorfschulen gebunden. Ich empfinde es auf jeden Fall, als pauschale Verallgemeinerung allen Eltern, die Kinder in Waldorfeinrichtungen schicken, zu unterstellen sie wären getäuscht worden und allen Lehrern sie würden über das tatsächliche Konzept täuschen. Die Welt und damit auch die Waldorfschule ist nicht so einseitig schwarz oder weiss. Hinzu kommt, dass jeder das sieht, was er sehen möchte (bzw. sein Unterbewusstsein). Das ist einfach eine Frage der Resonanz, physikalisch gesehen, nicht esoterisch. Sonst würden ja alle in derselben Umgebung auch diesselben Erfahrungen machen.

          • Diskurs steht bei diesem Beitrag für Vortrag oder Mitteilung, also Aufklärung und hat deshalb nichts mit „ergebnisoffen“ zu tun, was ja aus meinem Text ja auch eindeutig hervorgeht.

            Die „Argumentation Lehrerkollektive und deren Gruppenverhalten“ ist aus meiner Sicht durchaus „von einer Waldorfschule auf die nächste übertragbar“, wie die gleichlautenden Erfahrungen ehemaliger Lehrer, Schüler und Eltern aus verschiedenen Waldorfschulen zeigen, die sie in ihren Büchern die ich aufgelistet habe beschreiben.

            Es machen also durchaus alle dieselben Erfahrungen, sie ziehen nur unterschiedliche Schlüsse daraus, so meine persönliche Erlebnisse mit diesen Menschen. Die einen glauben fest daran richtig zu liegen und sind keiner kritischen Analyse mehr fähig, sind objektiv Teil der Sekte. Andere wiederum machen sich gar keine Gedanken (aus Gleichgültigkeit, Dummheit, Naivität) und wieder andere sagen sich, daß es für einen Wechsel ihres Kindes in eine normale Schule zu spät ist, weil es leistungsmäßig keinen Anschluß mehr bekommen würde.

          • Wenn es nur um Vortrag oder Mitteilung geht, was ich für eine eher ungewöhnliche Interpretation von Diskurs halte, dann könnten Sie doch die Kommentarfunktion schliessen. Mir drängt sich nämlich der Eindruck auf, dass Ihre Meinung zum Thema überaus gefestigt ist und es nicht zulässt auch mal emotionsfrei andere Gedanken zuzulassen ohne sie in Ihr Erklärungsschema zu pressen. Alle die Ihnen gedanklich nicht beipflichten haben den „Betrung“ Ihrer Meinung nach noch nicht durchschaut. Weitere Möglichkeiten können oder wollen Sie sich ogffenbar nicht vorstellen. Ich kann nachvollziehen, dass Waldorf nicht für jeden passt und manche Schule möglicherweise auch für niemanden. Aber generell zu bestreiten, dass es Waldorfschulen gibt, die für manche Kinder eine sehr gute Alternative zum staatlichen System darstellen, das finde ich doch etwas zu subjektiv und anmassend gedacht. Meine bisherigen Erfahrungen sprechen einfach eine andere Sprache. Ich kann Ihre Sichtweise durchaus nachvollziehen, aber nicht die Anmassung über alle Waldorfschulen und Eltern zu richten/urteilen.

          • @Dirk

            Wenn es nur um Vortrag oder Mitteilung geht, was ich für eine eher ungewöhnliche Interpretation von Diskurs halte, dann könnten Sie doch die Kommentarfunktion schliessen.

            Die Kommentar ist bei diesem Thema nicht zuletzt dazu da, anderen Betroffenen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen negativen Erfahrungen mit Waldorfeinrichtungen kundzutun also meinen Beitrag entsprechend zu ergänzen, wovon ja auch oft Gebrauch gemacht wurde.

            Mir drängt sich nämlich der Eindruck auf, dass Ihre Meinung zum Thema überaus gefestigt ist …

            Das ist sie nach Jahren Erfahrung mit diesen Sekteneinrichtungen durchaus, wie aus dem Beitrag ja auch klar hervorgeht.

            Alle die Ihnen gedanklich nicht beipflichten haben den “Betrug” Ihrer Meinung nach noch nicht durchschaut. Weitere Möglichkeiten können oder wollen Sie sich offenbar nicht vorstellen.

            Doch, ich habe zwei weitere genannt: Die Überzeugungstäter und jene Eltern, die zu spät erkannt haben einen Holzweg eingeschlagen zu haben jedoch zögern, ihr Kind von der Waldorfschule zu holen weil sie annehmen, daß es in der Staatsschule lernstoffmäßig keinen Anschluß finden kann.

            Aber generell zu bestreiten, dass es Waldorfschulen gibt, die für manche Kinder eine sehr gute Alternative zum staatlichen System darstellen, das finde ich doch etwas zu subjektiv und anmassend gedacht.

            Der Beweis für diese Behauptung kann schlichtweg nicht erbracht werden.

          • Wie sollte auch etwas bewiesen werden, was sehr subjektiv in der Beurteilung ist. Das gilt doch genauso für Ihre Behauptungen. Sie haben allerdings bewiesen, dass Sie nicht willens sind auch positive Motive und anerkennenswerte Formen der zeitgemässen Umsetzung der Waldorfideologie in Ihrem Gedankenkosmos zuzulassen. Das überrascht mich allerdings nicht mehr, sie haben ja auch weiter oben formuliert, dass es hier nicht um Diskussion über das Thema geht, sondern nur um die Unterstützung Ihrer verfestigten Meinung. Das ist mir dann doch etwas einseitig. Vielleicht schreiben Sie ja mal einen Artikel, der sich mit aus Ihrer Sicht besseren Alternativen beschäftigt, dann schaue ich eventuell nochmal vorbei.

          • @fun2tast: Vielleicht gibt es eine Alternative die bereits real existiert, jedoch ist mir keine bekannt und wenn ja, hätte das mit diesem Thema nichts tun tun, welches sich darum dreht, daß die Waldorfschule halt keine Alternative ist.

        • Ich kann dir getrost sagen: Du hast nicht nur keine Ahnung sondern bist dazu auch noch vollkommen bescheuert und hetzt gegen ein sehr gutes System. Ich bezweifle, dass du selbst Waldorfschüler warst !!

          • Ich habe Deinen inhaltslosen Kommentar freigeschaltet weil er sehr gut zeigt, wie ungehalten die Sekte reagiert, wenn sie mit radikaler Kritik konfrontiert wird. Alles in allem war es richtig, daß ich damals in Reaktion auf meine Erfahrungen mit Waldorfschule- und Kindergarten – einschließlich der dortigen verschrobenen „Pädagogen“ und „Lehrkräfte“, und das als Vater und nicht Schüler, lerne lesen! – nach Studium der Literatur von ehemaligen Waldorfschülern, Eltern und Lehrern diesen Beitrag ins Netz gestellt habe, wie mir die Zugriffszahlen und die positiven aber auch negativen Kommentare zeigen.

          • Ihre war selbst lange Zeit in einer Waldorfschule:
            Ein rechtsextremer Haufen, wo der Hitlergruß als „normal“ eingestuft wird.
            Ich beziehe mich auf eigene Erfahrungen.
            Wer fünf Minuten gegen eine Backsteinmauer geschlagen wurde und Lehrer lächelnd zusahen, wer von Lehrern ein ADHS-Syndrom diagnostiziert bekommt weil er sich wehrt und von Lehrern keine Hilfe bei Mobbing erhält, der ist gezeichnet.
            Der Artikel ist sehr gut auf die Freie Waldorfschule Esslingen zu übertragen.

  3. Zitate von Rudolf Steiner verdeutlichen am besten die Grundhaltung, die jeder Waldorflehrer sich aneignen soll, um sich in die esoterisch-okkulte Tradition dieser Gründerfigur hineinzustellen. In den für die Waldorfpädagogik als konstituierend geltenden Lehrerkonferenzen finden sich laut Sektenbericht „Anthroposophie und Sektenbegriff“, aus dem ich nun zitiere, folgende Abschnitte:

    An sich ist nicht ausgeschlossen, dass im Kosmos ein Rechenfehler geschieht. Es sind doch lange für einander determiniert die hinuntersteigenden Individualitäten. Es geschehen auch Generationen, für die keine Individualität Lust hat hinunterzukommen und sich mit Leiblichkeit zu verbinden, oder die sie auch gleich am Anfang verlassen. Da treten dann andere Individuen ein, die nicht recht passen.
    Aber dies ist wirklich jetzt sehr häufig, dass ichlose Menschen herumgehen, die eigentlich keine Menschen sind, die nur menschliche Gestalt haben, naturgeistähnliche Wesen, was mannicht erkennt, weil sie in menschlicher Gestalt herumgehen. Sie unterscheiden sich auch sehr wesentlich von den Menschen in bezug auf alles Geistige. Sie können es zum Beispiel nie zu einem Gedächtnis bringen in den Dingen, die Sätze sind. Sie haben eigentlich nur Wortgedächtnis, kein Satzgedächtnis. … Aber wir wollen daws nicht in die Welt hinausposaunen. … Es hat einen furchtbaren Chok hervorgerufen, als ich genötigt war zu sagen, dass ein ganz berühmter Universitätsprofessor, der einen großen Ruf hat, dass der nach einem sehr kurzen Leben zwischen Tod und neuer Geburt ein wiederverkörperter Farbiger war, ein Forscher. … Aber diese Dinge wollen wir nicht der Welt verkünden.

    und:

    Die Rätsel des Lebens sind nicht so einfach. Wenn eine solche Wesenheit durch den Tod geht, dann geht sie zurück in die Natur, woher sie gekommen ist. Der Leichnam zerfällt; eine richtige Auflösung des Ätherleibes ist nicht da, und das Naturwesen geht in die Natur zurück.

    sowie:

    Der ganze Apparat des menschlichen Organismus ist da.

    (Zitate angegeben als Rudolf Steiner: Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 – 1924, GA 300, Konferenz vom 5. 7. 1923)

    Die Lehre von Reinkarnation und Karma, die Steiner mathematisch modelliert als ein hochkompliziertes körperlich-raumzeitlich-dynamisches System mit Naturzusammenhang ansieht, das u.a. von Menschen mit ihren verschiedenen Wesensgliedern und deren Verwandlungen ausgefüllt wird, stellt die unverzichtbare Grundlage der Waldorfpädagogik dar. Rudolf Steiner stellt ein Element dieses Systems dar, er wollte sich z.B. in absehbarer Zeit erneut inkarnieren. Das hat er selber vor seinem Tod mitgeteilt. Inzwischen gibt es jemanden, die sich für diese Reinkarnation Steiners hält. Es soll sich um eine Frau handeln. In der INFO 3 von September 09 und Oktober 09 ist eine entsprechende Anzeige zu finden. Wahrscheinlich ist sie ernst gemeint.

  4. Da die Praxis der rund 500 Waldorfkindergärten, die mittlerweile in Deutschland arbeiten (Angabe nach Wikipedia) noch viel weniger transparent gemacht ist als diejenige der Waldorfschulen, besteht hier noch einiger Aufklärungsbedarf:

    ausschliesslich Naturspielzeug aus Holz, Wolle und Seide sind zugelassen. Sonst würde das gesamte Spektrum der Naturgeister und Elementarwesen, mit denen Kinder dieser Altersstufe angeblich besonders in Zusammenhang stehen, reissaus nehmen (Steiner hat dazu eine ausgefeilte Theorie), realitätsferne Märchen, Reigen und Singspiele, Verschen und Sprüchelchen, Marionetten- und Puppenspiele bilden vor allem das pädagogische Handwerkszeug im Waldorfkindergarten. Selbstverständlich gibt es nur vegetarisches Essen, das von der Erzieherin (meistens sind es doch Frauen) selbst gekocht wird im Gruppenraum in Gegenwart der Kinder, damit diesen eine häusliche Atmosphäre geboten wird. Da der Waldorfkindergarten auf die nachfolgende Waldorfschule abgestimmt ist, kann die vorschulische Erziehung wohl entfallen.

    Zur neuen Situation der Krippenerziehung in der Bundesrepublik Deutschland wollen nun Anthroposophen im Rahmen eines Treffens der Medizinischen Sektion am Goetheaum vom 2. bis 5. Juni 2010 eine Grundsatzerklärung erarbeiten, die dann auch für ihr auf globalem Niveau arbeitenden Gremium des WIEC (Worldwide Initiative Early Childhood care) neben dem AKK (Arbeitskreis Kleinkindpädagogik der Vereinigung der Waldorfkindergärten in Deutschland) richtungsweisend sein soll.

    Statt auf nationaler Ebene zu arbeiten und sich mit den hiesigen Pädagogik-Kollegen auseinanderzusetzen, setzen Waldorfpädagogen auf ihre internationalen Netzwerke, was die hierzulande sowieso schon stark divergierenden Meinungen sicher nicht weiter zusammenbringt. Wer sich z.B. die Realität der deutschen UNESCO-Waldorfschulen ansieht, von denen man Mustergültigkeit erwarten würde, wird oft enttäuscht werden. Soll es bei den Kindergärten nun auch so gehen?

    —–

    (Antwort: Danke auch für diesen Kommentar. Mit einem Waldorfkindergarten habe ich und eines meiner Kinder bereits Erfahrungen sammeln dürfen. Schlimm, kann man nur sagen. Abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten, sinnige Öffnungszeiten für Berufstätige? Fehlanzeige. Stattdessen wurde von der Kleindung bis hin zum Brotbelag alles vorgeschrieben, ständige Beobachtung und Gängelei. Selbstredend herrschte quasi Mützenzwang, irgendwelcher Strahlen wegen, damit das Kind „geerdet“ bleibt oder so ähnlich. Das nur ein Auszug aus meiner Erinnerung an diese Sekteneinrichtung. MfG, Detlef)

  5. Meine Kinder haben schon Mützen und Schal getragen, wenn es kalt war, und selbstgestrickte Socken liebe ich über alles, die gibts bei uns zu Nikolaus. Es ist auch nicht alles schlecht, was bei Waldorfs zum Alltag gehört. Aufmerksamkeit und Rhythmus und weitere Allgemeingültigkeiten wurden dort jedoch nicht erfunden.

    Meine Kritik richtet sich gegen die Grundauffassungen und die sind in der Pädagogik des Waldorfkindergartens viel subtiler vorhanden als in der Waldorfschule:

    Durch die waldorfspezifische hermetische Früherziehung sollen Weichen fürs Leben gestellt werden, die vor allem technisch-naturwissenschaftlich orientierten Menschen oft nicht ins Konzept passen. Darüber darf jedoch nicht gestritten werden, gilt doch in der Waldorfwelt Steiners Naturwissenschaft, die in der Tradition von Kepler und Goethe steht:

    Die Erde wird als lebendiger Organismus betrachtet, der in Naturreiche untergliedert ist, denen wiederum Naturwesen mit eigenem Willen vorstehen.

    Nach Steiner können z.B. Naturkatastrophen als Folgen menschlichen Fehlverhaltens aufgefasst werden, Menschen müssen sich nämlich mit den verschiedenen Naturgeistern anfreunden und schulden diesen Wohlverhalten. Ansonsten muss mit deren Unmut gerechnet werden, d.h. es passiert vielleicht ein Unglück. Solch animistisches und magisches Denken liegt tatsächlich der Kindergartenpädagogik zugrunde, daher darf kein technisches Spielzeug benutzt werden, werden nur ausgewählte natürliche Materialien zugelassen usw.

    Resultieren tut aus dieser Sichtweise ein subalternes, bisweilen alttestamentarisch erscheinendes Verhalten, das ängstlichem Verharren bei Überliefertem den Vorzug gibt. Antimodern und technikfeindlich (in moderner Technik treffen Naturreiche zusammen, die angeblich Widersacher auf den Plan rufen) lebt man dann in selbstauferlegter Plicht ein Leben in eher weltabgewandtem Einklang mit der Natur, jegliche Aufklärung wird vermieden, sie gilt sogar als schädlich.

    Eltern sollen diesem Ideal in ihrem Privatleben möglichst nahe kommen, lediglich praktische Zugeständnisse an das moderne Leben ausserhalb dieser Normen sind gestattet – an dem ideologischen Fundament darf nicht gerüttelt werden – wer das tut, gilt als nicht geeignet für die Waldorfwelt.

    All diese weltanschaulichen Vorgaben werden jedoch nicht offen verhandelt, sie sind lediglich durch den Namen Freie Waldorfschule gekennzeichnet und das ist irgendwie gemein. Rudolf Steiner mit seiner Anthroposophie hat sich in der Waldorfpädagogik ein Praxisfeld geschaffen, in dem er seine Auffassungen mit Absolutheitsanspruch verbreitet, das sollten Eltern wissen. Eine solche Erklärung vonseiten der Waldorfschule zu hören, kann man sicherlich nicht erwarten.

    Nach neunzig Jahren hat sich an den Grundlagen der Waldorfschule nichts geändert, praktisch gibt es inzwischen eine verstärkte kritische öffentliche Diskussion. An der weiteren internationalen Verbreitung von Waldorfpädagogik scheint diese aber nicht viel zu ändern.

  6. Die schützende Hülle, die Waldorfschulen angeblich bieten sollen, ist auch äusserlich gefährdet:
    Nur wer Rudolf Steiner selber liest, findet die Stellen in Steiners Werk, die den anthroposophischen
    Einrichtungen wie Waldorfschule und -kindergarten gefährlich werden können. Ich halte nämlich Waldorfschulen nicht nur für verfassungswidrig, sondern auch für besonders gefährdet. Steiners Rassismus, der vor allem im Frankfurter Memorandum (in der Zeitschrift INFO 3 (Anthroposophie im Dialog) 2008 veröffentlicht und beim INFO 3 Verlag zu bestellen) kritisch betrachtet wurde, ist in den letzten Jahren in vielen Veröffentlichungen aufgedeckt worden, doch das sind noch nicht alle Abgründe, die sich in diesem Werk finden lassen: seine Aussagen über andere Religionen als das Christentum sind noch viel schlimmer und stellen mindestens genauso einen Verstoss gegen das Grundgesetz dar wie die Rasseäusserungen. Steiners antijüdische Grundhaltung ist mehr als schlimm, seine Diffamierung des Islam ebenfalls. Über all dies wird Stillschweigen gewahrt.
    Steiner stellt seine eigenen Auffassungen als Geistesblitze oder als ungewöhnlich scharfsinnig erscheinende Erkenntnisse dar, in Wirklichkeit handelt es sich jedoch um strikt reduzierte Simplifizierungen und Pseudoerkenntnisse, die eingängig und durchaus gefährlich sind für den, der keine Möglichkeit zur Relativierung hat – das fundamentalistische Grundproblem eben. Begibt man sich in Steiners intensiv bearbeitete Gedankenwelt hinein, kann sie einem bei entsprechender Auswahl und Interpretation sogar logisch und schlüssig vorkommen, kann sich diese Welt bis zu ihrer Einsicht zeigen.
    Mit Eurythmie und Plastizieren und Musik als praktisch-künstlerischen Tätigkeiten bei der Waldorflehrerausbildung und dem Erlernen der Waldorfmethoden des Unterrichtens entsteht eine eigene Welt, in der man sich bewegen und einrichten kann – nicht zuletzt eine Anpassungsleistung nach meinem Empfinden, aber auch ein In die Falle tappen.
    Auf eine Autorin bin ich noch aufmerksam geworden, deren Bücher ich neben den vielen, die ich schon gelesen habe, mir wohl noch vornehmen werde:
    Cornelia Giese: Rudolf Steiner und die Waldorfschule aus feministischer und religionskritischer Perspektive (1) und: Rudolf Steiner und die Frauen im Zentrum seines Lebens, im Schatten seiner Macht (2).
    Die geschlechtsspezifischen Rollenklischees sind nämlich in der Waldorfwelt nur scheinbar aufgehoben, im Spielzeug und in den Unterrichtsinhalten kommen sie sehr wohl zur Geltung: ein schwieriges Feld alles in allem, das noch lange nicht bearbeitet ist.

  7. hi,

    hier ein schockierender bericht aus der waldorfschule: http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/

    —–

    (Antwort: Danke für den Link! Die Darstellung dort entspricht genau meinen Erfahrungen, die ich zwei Jahre in Waldorfschule- und Kindergarten sammeln durfte: Verlogen und dümmlich-totalitär war so gut wie die gesamte Bagage dort. Dabei kamen sie sich ungemein heilig und wissend vor. Aus dem verlinkten Text sei zitiert, was mir noch gut erinnerlich:

    „Wie ich rückblickend sagen muss, ist das Waldorfsystem raffiniert und an Verlogenheit nicht zu überbieten. … Die Waldorfschule verkauft sich nach außen hin sehr gut. Kennt man sie aber von innen, wird man eines Besseren belehrt. Die große Waldorf-Gemeinschaft lebt nach der Devise: „Bist du nicht für uns, bist du gegen uns.“ Die gegen uns sind, lassen wir außer Acht und entledigen uns dieser Eindringlinge schnellstmöglich, egal wie … Die Wahnvorstellungen Rudolf Steiners werden in der Waldorfschule ausgelebt – mit kräftiger finanzieller Unterstützung des Staates. Dieser lässt diese Sekte schalten und walten, wie es ihr gefällt. Ohne Gegenleistung, ohne Auflagen, ohne wirksame Kontrollen.“

    Kaum war die Mauer gefallen, sind diese Sektierer über das „Anschlußgebiet“ hergefallen und haben wie Rattenfänger Eltern angezogen die glaubten, eine schulische Alternative vorzufinden. MfG, Nolde)

  8. Interessant ist sicher die Rezeption der Waldorfschulen in den neuen Bundesländern.
    Meinen Sie mit Sekte die Freie Christengemeinschaft, die personell eng mit Waldorfschulen zusammenhängt (viele Waldorflehrer und Seminardozenten sind zugleich Christengemeinschaftsfunktionäre) oder die Anthroposophen Dornacher Provenienz?
    Zwischen beiden Gruppierungen gibt es zwar grundlegende Unterschiede, doch die werden nach außen vertuscht: es ist alles in allem ein unglaubliches Insidertum.
    Aber eine andere Frage: Ist nicht auch das Bedürfnis nach Vielfalt oder wenigstens Konkurrenz in der Bildungslandschaft der neuen Bundesländer vorhanden? Wie wirken jahrzehntelange einheitliche Bildungsprogramme, wie fühlt es sich an, wenn der Staat das alleinige Bildungsmonopol besitzt? Aus Prinzip wird hierzulande nämlich genau darauf verzichtet, meiner Meinung nach müsste es jedoch irgendwelche Reglementierungen geben für die Waldorfschule, denn bis jetzt haben diese Schulen und vor allem die Kindergärten zu grosse Freiheiten, was ich nicht gut finde.

    —–

    (Antwort: Ich meine die Anthro-Bewegung an sich, nicht irgendeine Gliederung derselben. Daß es ein Bedürfnis nach „Vielfalt und Konkurrenz“ in einem relevanten Ausmaß gibt, kann ich mir nicht vorstellen. Was jedenfalls gar keine Lücke hinterlassen würde, daß wäre der Wegfall der Anthro-Einrichtungen, kein Mensch ist dafür vor zwanzig Jahren auf die Straße gegangen. MfG, D. Nolde)

    • Ich finde ja den Anspekt andere vor dem bewahren zu wollen, was man selbst erfahren hat ganz rührend, aber dagegen spricht, dass man aus meiner Sicht nur Erfahrungen machen kann, die einen weiterbringen (zumindest wenn man bereit ist sich das einzugestehen). Mir fällt ausserdem zu den Äusserungen hier das Rosa-Luxemburg-Zitat ein „Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden“. Wieso sollte die eigene Sicht eigentlich auf alle anderen Menschen übertragbar sein?

      • Die absolute Freiheit gibt es nicht und kann es in einer funktionierenden Gesellschaft nicht geben, sie wird durch Gesetze usw. eingeschränkt. Mord, Totschlag, Lug und Trug etwa zu tolerieren oder gar gutzuheißen, weil es sich bei den Ausführenden um „Andersdenkende“ handelt und ihre Opfer immerhin „Erfahrungen machen, die sie weiterbringen“ – etwa, daß eine Waldorfschule lediglich eine nerven-, zeit- und geldraubende Psychosache darstellt – halte ich für eine ziemlich skurrile „Argumentation“, denn darauf kann sehr gut verzichtet werden. Ebenso wie auf die großzügige Kofinanzierung dieser Sektenschulen durch öffentliche Gelder.

  9. Dass Waldorfschulen eine starke Lobby haben, ist mir schon klar. Doch Reglementierungen werden sich die jeweiligen Einrichtungen wohl gefallen lassen müssen, wenn sie von Seiten des Staates erlassen werden, es traut sich nur niemand dran! Und die Verquickung von Waldorfschule und -kindergarten mit der Freien Christengemeinschaft ist insofern fatal, als diese Sekte auf die Integrationsbemühungen der christlichen Kirchen rechnen kann, was äusserlich erst mal Stillstand bedeutet, denn man will vorsichtig sein!
    Eltern haben in manchen Waldorfschulen eine interne Aufsicht etabliert, dabei können Eltern weder Lehrer noch Unterrichtskonzept beurteilen und kennen insbesondere nicht die schwierige Grundlagendebatte um Inhalte und Methoden der Waldorfpädagogik: Lehrer, die selber denken, fallen auf und sind bald weg, Anpassung ist genehm. Themen wie Verfassungskonformität sind unbequem und werden eisern verdrängt – schön soll der Unterricht sein, die Schüler sollen zufrieden sein, Harmonie und guter Anschein sollen Unterrichtsqualität garantieren.
    Schöngeistigkeit und Gesellschaftsfähigkeit können aber nicht der Sinn der Schule sein, die nach Meinung vieler Eltern ein Teil einer im weiteren Sinn christlichen Gemeinde darstellen soll. Wer will da streiten?

    —–

    (Antwort: Reglementierungen wären vor allem viel zu aufwendig und würden sicherlich nicht zu gewünschten Ergebnissen führen, zumal sich die Frage stellt, warum man diesen ganzen Aufwand betreiben soll, wo es einfacher wäre und dringend geboten ist, diese Einrichtungen schlicht die Lizenz zum Psychoterror zu entziehen. Wer sich dagegegen sträubt, muß sich auch fragen lassen, ob er auch der NPD oder irgendeiner anderen Sekte erlauben würde, ein staatlich bezuschußtes Privatschulnetz aufzuziehen. MfG, Nolde)

    • Mir drängt sich spätestens hier auch die Frage auf, ob sie sich eigentlich schon einmal genauso intensiv wie mit Waldorfschulen mit dem, was an staatlichen Schulen so abgeht beschäftigt haben. Warum suchen denn Eltern überhaupt nach einer Alternative zum staatlichen Schulsystem, zumal Waldorfschulen noch dazu Geld kosten und das nicht zu knapp?

      • Es gibt am „staatlichen Schulsystem“ nichts zu verherrlichen und ganz sicherlich gehört der Lehrplan gründlich entrümpelt vor jahrhundertelang sich angesammelten Sachen (siehe Werner Fuld: Die Bildungslüge), die kein Kind braucht und ihm lediglich seine kostbare Zeit stehlen, während sich nicht wenige damit betraute Lehrer einbilden, etwas sinnvolles zu tun und besonders wichtig zu sein, ihr gehöriges Gehalt also verdient zu haben. Dasselbe gilt aber genauso für die von üppigen Steuergeldern kofinanzierten Waldorfschulen wie deren „Lehrkräften“ und bei diesen gesellt sich obendrein noch die krude Steiner-Ideologie mitsamt der Psycho-Praxis hinzu, weshalb diese ganz und gar keine Alternative zu den „Staatsschulen“ sind.

  10. Für ein Verbot mancher Waldorfeinrichtungen gibt es tatsächlich gute Gründe und ich schliesse mich Ihrer Meinung dahingehend an, als wegen der Gleichbehandlung anderen Sekten ebenfalls eine Schullizenz zu erteilen wäre, die dann ähnliche Narrenfreiheit hätten. Also sollte auf die Einhaltung des im Gesetz vorhandenen Rahmens geachtet werden, der derzeit auf kosmische Maße ausgeweitet wird.
    Eltern können Dienstaufsichtsbeschwerden einreichen oder sich an die Sektenbeauftragten der Kirchen wenden, wo es enorm viel Kompetenz gibt.

    —–

    (Antwort: Ich denke halt, daß der Aufwand der nötig wäre, damit auch die Kosten, um darauf zu achten, daß unzählige Waldorfsektenschulen den „im Gesetz vorhandenen Rahmen“ einhalten, unzumutbar ist. Die Möglichkeit, daß Eltern „Dienstaufsichtsbeschwerden“ einreichen, macht m. E. auch wenig Sinn, da die damit ingang gesetzten Prozesse lang und zermürbend sein dürften – mit ungewißen Ausgang.

    Es trifft bei den Anthro-Schulen doch letztlich der Spruch zu, wonach das System keine Fehler hat, sondern selbst grundlegend falsch. Konkurrierende Sekten oder Vereine mit der „Betreuung“ der Waldorfianer zu betrauen, dem kann ich nichts abgewinnen. Die „Kompetenz“ der kirchlichen „Sektenbeauftragten“ liegt doch wohl vor allem darin, ihre subjektive Minderheitenposition als ein objektes Bewertungsmaß auszugeben. Eine Anmaßung, die nur zurückgewiesen werden kann. MfG, Nolde)

  11. „Mir fällt kein Grund ein, den ganzen Laden nicht einfach dicht zu machen, das staatliche Bildungsmonopol durchzusetzen, wozu auch gehört, den partikularistischen Unsinn abzuschaffen, wie er heuer in der BRD existiert.“

    Mir schon. Es ist doch gerade die Politik, die die Waldorfschulen durch zahlreiche Sonderregelungen am Leben erhält.

    Das Propaganda-Organ der Waldorf-Sekte, info3, feiert gerade die Unterstützung aller Parteien für den Steiner-Wahnsinn:

    http://www.info3.de/wordpressnews/?p=199

    90 Jahre Waldorfschule: Pädagogen, Experten und Politiker feiern in Stuttgart

    (Da sind wir uns doch einig. Schrieb ich doch, mir fällt kein Grund ein, warum man den Laden nicht einfach dicht machen sollte. MfG, Nolde)

  12. P.S.: hat eigentlich auch die NPD zum Waldorf-Geburtstag gratuliert?

    Wäre doch der Auftritt für den NPD-Waldorflehrer Andreas Molau gewesen.

  13. Die INFO 3 veröffentlicht sogar meine Leserbriefe, die bestimmt einiges Unbehagen auslösen, insofern würde ich die INFO 3 nicht als Propaganda-Organ bezeichnen.
    Immerhin hat sie das Frankfurter Memorandum veröffentlicht, hat Helmut Zander, dessen werkimmanente Kritik von bekennenden Anthroposophen als vernichtend eingestuft wurde, ein Forum geboten, kritisiert Waldorfschulen in ihren Artikeln und kontert Lorenzo Ravagli. Mutiges und ernsthaftes Arbeiten am selbstgesteckten Ziel des Dialogs (mit wem auch immer)
    ist also anzuerkennen, die immer noch bestehende immense Abhängigkeit von der anthroposophischen Welt zeigt sich jedoch spätestens in den Anzeigen. Manchmal frage ich mich, ob das alles ehemalige Waldorfschüler sind, die dort schreiben und aus dieser Gedankenwelt nur schwer herausfinden?
    Mir kommt es auch so vor, dass ein Verbot von Waldorfschulen dermaßen unpopulär ist, dass eine Waldorfrepublik wahrscheinlicher erscheint.
    Es fehlen halt staatliche Sektenkommissonen wie z.B. in Frankreich.
    Mein Vorschlag heisst: staatlichen Politikunterricht (mit staatlich ausgebildeten Lehrern, zugelassenen Lehrbüchern, praktischen Anteilen wie Diskussionsrunden und Parlamentsbesuchen usw.) in der Waldorfschule einzurichten, damit eine gemeinsame Basis zwischen freien und öffentlichen Schulen geschaffen wird, denn der in der Waldorfschule erteilte gesellschaftskundliche Unterricht ist genausoviel und so wenig kontrolliert wie der andere Unterricht auch.

  14. Hallo Detlef Nolde,

    Sie waren ja auch mal in der Rechten Szene. Deswegen würde ich mich besonders freuen, wenn Sie den unten stehenden Kommentar zu anthroposophischen Faschisten „begutachten“ könnten. Den Kommentar habe ich hier gefunden: http://waldorfblog.wordpress.com/2009/07/15/ravagli-die-rassen-und-die-rechten/

    „Rudolf Steiner ist nicht der einzige anthroposophische Rassist. Der bekannteste Italienische Anthroposoph, Massimo Scaligero, der auch ins Deutsche übersetzt wurde, war im italienischen Faschismus aktiv.

    Massimo Scaligero wird nach wie vor von Anthroposophen als spirituelle Autorität verehrt, so von Michael Eggert, Betreiber des anthroposophischen blogs “Egoisten” in seinem neuesten Artikel “Die Kraft des Lebens”, siehe:

    http://www.egoisten.de/files/kraft_des_lebens.html

    Michael Eggert ist seit langem bekannt, dass Massimo Scaligero Faschist, Antisemit und Rassist war, spätestens seitdem ich meine von der Italienischen Botschaft durchgesehene Scaligero-Übersetzung auf seinem blog postete:

    Massimo Scaligero, „Coscienza del sangue“ in „La Difesa della Razza“, August 20, 1942, 4:

    „Se esiste una finalità essenziale della dottrina razzista, questa necessariamente consiste in una prassi etico-scientifica che rettifichi i valori della razza, secondo un modello che non occorre inventare ma che già esiste. Ciò può essere realizzato non soltanto attraverso una serie di norme eugeniche e sanitarie, ma anche destando una sensibilità e una coscienza razzista, così che il popolo non accolga passivamente i risultati di un’azione razzista, ma divenga esso stesso consapevole cooperatore di tale azione.“

    Massimo Scaligero, „Bewusstsein des Blutes“ in „Die Verteidigung der Rasse“, 20. August 1942, S. 4:

    „Wenn eine essentielle Zielsetzung der rassistischen Doktrin [i.e: der Rassen-Lehre] existiert, dann besteht diese notwendigerweise in einer ethisch-wissenschaftlichen Praxis, die die Werte der Rasse richtigstellt, gemäss eines Modells, das nicht erfunden werden muss, sondern das bereits existiert. Dies kann nicht nur durch eine Reihe von Normen der Eugenik und der Gesundheit erreicht werden, sondern auch indem eine rassistische Sensibilität und ein rassistisches Bewusstsein [i.e.: ein Rasse-Bewusstsein] erweckt wird, so dass das Volk nicht passiv die Resultate einer rassistischen Aktion aufnimmt, sondern selbst bewusster Mitwirkender dieser Aktion wird.“

    ……………………………………..

    Massimo Scaligero, „Fronte unico ario“ in „La Difesa della Razza“, February 20, 1941, 22:

    „Il movimento anti-ebraico giustamente oggi deve acquisire un’ampiezza supernazionalistica sino a divenire un’intesa di tutti i paesi. Proprio perchè si è mossi da un ideale di universalità che non abolisce ma mantiene e armonizza la differenziazione gerarchica, non si può ammettere l’azione di un gruppo etnico culturale a carattere internazionalistico, quale quello ebraico; tale inamissibilità per i popoli acquista vivente significato sopratutto allorchè alla concezione di una nuova universalità ariana corrisponde il risveglio di quell’elemento etnico-spirituale che inizialmente dette impulso a questo ideale di umanità. Ora, un fronte unico si rende necessario per dare all’universalità dell’ideale ariano uno strumento positivo sul piano dell’azione, in quanto non si tratta di combattere contro una nazione, ma contro una ‘internazionalità’ che è nazione nelle nazioni e si presenta non soltanto sotto l’aspetto di razza, ma sotto quello di religione, di cultura, di modo di pensare, di conoscere, di agire.“

    Massimo Scaligero, „Arische Einheitsfront“ in „Die Verteidigung der Rasse“, 20. Februar 1941, S. 22:

    „Die anti-jüdische Bewegung muss heute richtigerweise eine übernationale Größe erlangen, bis sie zu einem Übereinkommen aller Länder wird. Gerade weil man von einem Ideal der Universalität bewegt [i.e.: angetrieben] ist, das die hierarchischen Differenzierungen nicht abschafft, sondern beibehält und harmonisiert, kann man die Aktion einer ethnisch-kulturellen Gruppe mit internationalistischem Charakter, wie die der jüdischen, nicht zulassen; diese Unzulässigkeit für die Völker erlangt lebende [auch: lebendige] Bedeutung vor allem sobald mit der Konzeption einer neuen arischen Universalität das Erwachen [auch: Wiederaufleben] jenes ethnisch-spirituellen Elementes übereinstimmt, das ursprünglich diesem Ideal der Humanität den Impuls gab. Jetzt ist eine Einheitsfront unentbehrlich, um der Universalität des arischen Ideals ein positives Instrument auf der Ebene des Handelns zu geben, insofern es nicht darum geht, gegen eine Nation zu kämpfen, sondern gegen eine ‘Internationalität’, die Nation in den Nationen ist, und sich nicht nur unter dem Aspekt der Rasse präsentiert, sondern auch unter dem Aspekt der Religion, Kultur, der Denkweise, des Erkennens, des Handelns.“

    Dies sind nur 2 Beispiele, es gibt unzählige andere faschistische Scaligero-Texte. Das Italienische wikipedia wurde von Anthroposophen manipuliert – sie machen aus Scaligero einen Widerstandskämpfer.“

    —–

    (Nolde: Danke für Deinen interessanten Beitrag. So tief und speziell in diese Richtung habe ich mich mit dieser Thematik nicht auseinandergesetzt, so daß ich dazu wenig beisteuern kann. MfG)

  15. Super, wirklich interessant, dieser Aspekt. Die anthroposophischen Machenschaften im Dritten Reich sind noch lange nicht ausgewertet, die Grenze zwischen Anthroposophie und Faschismus ist noch nicht gezogen, der Mangel an politischem Bewusstsein ein Armutszeugnis.
    Über weibliche Aspekte in diesem (nicht nur zeitlichen) Zusammenhang hat Laura Krautkrämer einen Artikel in der INFO 3 vom Oktober 2009 geschrieben.
    Die anthroposophische Einrichtung Loheland hatte es nämlich demnach geschafft, den Nationalsozialismus zu überdauern, was eine Ausnahme darstellt. Über Gründe kann spekuliert werden, es wird jedoch angenommen, dass diese Ausnahme dem Körperkult des Dritten Reiches geschuldet ist – in Loheland gab es eine anthroposophische Gymnastikschule, Eurythmistinnen aus Dornach usw. waren dort aktiv.
    Die europäische Dimension der anthroposophischen gesellschaftlichen Aktivitäten wird darüber ebenfalls ins Blickfeld geraten, denn die Netzwerke der Anthroposophie waren seinerzeit europaweit ausgedehnt.
    Es gibt auch entsprechende Literatur: Uwe Werner: Anthroposophen im Nationalsozialismus (1933 – 1945). Oldenbourg Verlag, München 1999, die von Jens Heisterkamp in seinem Artikel „Schatten der Vergangenheit“ INFO 3 April 1999 durchaus kritisch rezensiert wurde.

  16. Hallo,

    mich würde interessieren, warum Sie Ihre Kinder ursprünglich in eine Waldorfschule geschickt haben?

    Beste Grüße mli

    —–

    (Anm. Nolde: Richtig, diese Frage habe ich in meinem Beitrag leider ausgeklammert. Ich habe mich damals leider nur mit der Waldorfschulwerbung selbst befaßt und hoffte, daß jedes Kind individuell gemäß seiner geistig-seelischen Veranlagung „behandelt“ wird, jenseits von Gleichmacherei, Hektik, Oberflächlichkeit.

    Daß das Thema „Spiritualität“ auf eine angemessene Art und Weise vorkommt, so wie ich davon ausging, daß neben der Heranführung an handwerklicher Tätigkeit überhaupt ein stärkerer Bezug zur Natur vermittelt wird, als ich meinte, daß das in der „normalen“ Staatsschule der Fall wäre. Nach und nach wurde mir jedoch gewahr, daß Anspruch und Wirklichkeit meilenweit auseinanderliegen, wurde, was letztlich positiv, ent-täuscht.

    Als ich danach Bücher von anderen Waldorfeltern und -Lehrern las, wußte ich, daß es anderen ebenso so erging, es aus diesem Grund nicht nur an „meiner“ Waldorfschule eine hohe Fluktuation an Schülern und Lehrern herrschte. Letztlich sei gesagt, daß auch von der vielbeschworenen „Schulgemeinschaft“ nichts dran ist, es herrscht eine Atmosphäre des Mißtrauens, eine kommunikative Einbahnstraße (wenn man etwas von den Eltern verlangt), die Scheinheiligkeit der Lehrerschaft wie die Brüchigkeit des Gesamtkonzepts wird einem immer bewußter, bis viele irgendwann das Weite suchen und diese Sekteneinrichtung verlassen.

    Den „Rest“ meiner Einschätzungen habe ich in meinem Artikel verarbeitet, in dessen verwendeten Zitaten sich meine Erlebnisse und Meinungen beinahe wortwörtlich wiederspiegeln, weshalb ich sie auch verwendet habe. MfG)

  17. Hallo Michael,

    ursprünglich dachte ich auch, es handele sich bei Waldorfpädagogik um eine Spielart von Reformpädagogik. Als ich dann die immense und substantielle Abhängigkeit von Rudolf Steiner mitsamt der Anthroposophie auch in der praktischen Schulpädagogik vorfand und bemerkte, wie hart jede einzelne Position umkämpft wird, da wurde mir ganz schön bang. Wie sollen da Kompromisse aussehen?

    Als Beispiel:

    Rudolf Steiners Auffassung zum Menschen ließen sich vielleicht noch relativieren, wenn auch seine Spanne zwischen „Weltwesen und Ichheit“ (GA 169, Dritter Vortrag Berlin, 20. Juni 1916) eine Nummer zu groß gegriffen erscheint.
    Auch mit der darauf gegründeten Sinneslehre von den zwölf Sinnen des Menschen, die er in Bezug zu den zwölf Sternzeichen (Tierkreiszeichen) setzt, kann man zur Not leben, aber was ist z.B. mit folgender Aussage?

    „Dasjenige, was da angekommen war im Beginne unserer Erdentwickelung vor der Saturnentwickelung, das müßten wir auswärts setzen, außerhalb des Tierkreises. Die Urweltweisheit hat es genannt den Kristallhimmel, und in diesem Kristallhimmel waren deponiert die Taten der Wesen einer früheren Evolution. Sie bildeten sozusagen dasjenige, auf Grund dessen die neuen Wesenheiten zu schaffen begannen.“ (Lit.: GA 110, S. 158)

    Mir ist an solchen Texten das gefährliche faschistische Potential der Anthroposophie deutlich geworden. Inzwischen denke ich auch, dass die ganzen Bemühungen um Dialog mit staatlicher Schulpädagogik nur vorgetäuscht sind – es geht ums Prüfungsmonopol, das die Waldorfschulen für sich haben wollen.

  18. MMhh, kann als Vater mit Kind auf einem Gymnasium und einer Waldorschule dem Artikel/Kommentaren nicht wirklich zustimmen. Ich denke, nicht jede Schule, ob Staatsschule oder Waldorfschule ist gleich. Jede Schule hat seine Pädagogen, mal sind sie gut, mal schlecht. Ich konnte noch keine „Sektenarbeit“ an der Schule meines Sohnes erkennen.
    Vom Gefühl her würde ich sagen, das sich die Waldorschulen gerade reformieren und aus der dogmatischen Steinerwelt heraustreten.
    Leider wird hier im Blog recht wenig differenziert und vieles in einem Topf geworfen. Das Feindbild ist klar erkennbar.
    Allerdings halte ich eine konstruktive Ausseinandersetzug, wie es z.B. die INFO3 macht für notwendig uns sinnvoll.
    http://nixzen.wordpress.com/2010/03/19/1-fc-waldorf-und-das-fusballverbot-an-waldorfschulen/

    —–

    (Anm.: Nolde: Du hast schon recht, man sollte nicht vergessen zu differenzieren. Ob INFO3 allerdings ein geeignetes Organ dafür ist, weiß ich nicht. Hier könnte man annehmen, durch vermeintliche Selbstkritik will man vermeiden, daß die Institution „Waldorfschule“ an sich infrage gestellt wird.

    Hinzu kommt, daß auch die Staatsschulen als Zwangseinrichtungen abzulehnen sind. Das schon deshalb, weil den Kindern dort über zehn bis zwölf Jahre zum großen Teil nur die Zeit gestohlen wird für Dinge, die sie in ihrem Leben nicht brauchen oder per se in den Bereich der Freiwilligkeit gehören, wie z. B. Musik oder Sport.

    Und das noch „vermittelt“ von oftmals hochgradig psychopathischen und überforderten Lehrern, so daß es insgesamt verwundert, daß es nicht noch viel mehr Amokläufer gibt. Vielleicht wirds aber noch, wenn, wie in den USA, noch häufiger als bisher Psychodrogen in die armen, gequälten Kinder gepumpt wird.

    Hauptsache, man hat die Menschen von Beginn an unter seiner Kontrolle, kann sie in der Oberschule politisch in seinem Sinne manipulieren (was es angeblich nicht gibt) und auf den Sklavenarbeitsmarkt beginnen zuzurichten, sie dahingehend „erziehend“, ihr Leben nach einem fremden System per Stoppuhr auszurichten.

    Gute Bücher zum Thema:

    Werner Fuld: Die Bildungs-Lüge – Warum wir weniger wissen und mehr verstehen müssen
    Lotte Kühn: Das Lehrerhasserbuch – Eine Mutter rechnet ab
    Lotte Kühn: Eltern-Sprechtag – Wie schlimm ist Schule wirklich? Was Eltern, Schüler und Lehrer täglich erleben

    MfG)

  19. Hauptsache, man hat die Menschen von Beginn an unter seiner Kontrolle, kann sie in der Oberschule politisch in seinem Sinne manipulieren (was es angeblich nicht gibt) und auf den Sklavenarbeitsmarkt beginnen zuzurichten, sie dahingehend “erziehend”, ihr Leben nach einem fremden System per Stoppuhr auszurichten.

    Ich würde es vielleicht anders umschreiben, aber im Grunde zustimmen.
    Habe auch einmal einen kleinen Artikel zur Bildung verfasst:
    http://nixzen.wordpress.com/2010/02/20/lego-macht-schlau-von-diplomsteinchen-und-masterplanen/
    Zur Info 3, ich habe sie im Abo und bin erstaunt wie weit sie in der kritischen Betrachtung gehen.
    Danke für die Buchtipps!

  20. Heute morgen haben wir unseren Schulvertrag mit der Waldorfschule gekündigt….Große Entäuschung und unüberwindbare Differenzen sind unser Grund.
    Diese Art der Schule gibt etwas vor, was sie nicht ist.
    Lehrer mobben Kinder, die Kinder sollen zur absoluten Gehorsamkeit und Unterwürfigkeit erzogen werden. Eigene Persönlichkeit ist fehl am Platz.
    Wir als Eltern hatten jetzt nach 3 Jahren das Gefühl unser Kind ist in der Entwicklung stehen geblieben. Da ein älterer Sohn von uns eine staatl.Schule besucht haben wir ja den Vergleich. Die Kinder an der Waldorfschule werden gegängelt. Jungs dürfen nicht wie normale Jungs aufwachsen. Solches Verhalten ist angebl.unnormal. Nicht-vegetarier werden geächtet ! Obwohl solche Denuzianten selber am Wochenende H-Milch an Tankstellen kaufen und in Fast Food Ketten speisen und noch nicht einmal den Tisch abräumen ! Wenn unser Sohn sich nach den Schwimmunterricht (er durfte nur zuschauen-Epileptiker) am Eisautomaten was holte, musste das am Elternabend „ausgewertet „werden. Ihre Kinder bekommen kein Taschengeld-aber unser Kind und sie finden das nicht in Ordnung-so ein Quark ! Diskussionsabende mit vollkommend überflüssigen Themen gab es, wie „Brauchen Kinder Zahnspangen“? das ist ja wohl jedem Elternteil selber überlassen.
    Letztendlich ist man an Waldorfschulen nur gern gesehen, wenn man ultra Öko ist oder viel Kohle hat.
    Wer dazwischen ist und auch noch eine eigene Meinung hat, wird hier nicht glücklich.
    Viele versteckte Kosten neben dem monatl.Elternbeitrag (der nach dem familieneinkommen geht+Kindergeld) entstehen. Flöten für 40 Euro, Klassenkasse-bei uns 100 Euro im Jahr, davon wurden völlig überteuerte Hefte gekauft aus irgendwelchen sozialen Einrichtungen, vollkommen überteuerte Wachsmalstifte, Vegetarisches Essen, dass natürlich weil selbstgekocht seinen Preis hat, zusätzliche Baustunden mussten abgearbeitet werden, wenn nicht musste man die Stunden bezahlen.
    Der Gedanke an sektenähnliche Züge beschlich auch uns des öfteren.
    Sicherlich ist auch an staatl.Schulen einiges im Argen und auch dort gibt es Pädagogen, die man besser entlassen sollte, als sie auf unsere Kinder los zu lassen. Unser älterer Sohn hat innerhalb der staatl.Schulen gewechselt. sehr zum positiven. Sehr engagierte Lehrer, denen die Kinder/Schüler am Herzen liegen ! Wunderbar. Schade, dass man so etwas nicht früher weiß !

    —–
    (Anm. Nolde: Danke für den Kommentar. Auch bei uns gab es einst eine „große Entäuschung und unüberwindbare Differenzen“, die dazu führten, daß wir unseren ältesten Sohn von der Waldorfschule genommen haben, nachdem sein kleinerer Bruder bereits nicht mehr den Waldorfkindergarten besuchen durfte, nachdem ich zuviel Fragen gestellt habe, deren Antworten entweder nicht stimmig waren oder mit denen ich nicht konform gehen konnte.

    Letztlich ist es halt so, daß man das System erst dann so richtig erkennt, wenn man in ihm eintaucht, seine eigenen Erfahrungen macht. Wer dann seinen kritischen Verstand nicht abschaltet, sondern wach bleibt, erkennt irgendwann, daß das System keine Fehler hat, sondern das System selbst der Fehler ist. Entsprechend sind dann auch die meisten dort tätigen „Pädagogen“ falsch im Sinne von unehrlich und regelrecht bösartig.

    Und richtig, „diese Art der Schule gibt etwas vor, was sie nicht ist“, weshalb die Waldorfschulpropaganda nur dazu dient, Eltern unter Vorspiegelung falscher Tatsachen betreffs der Existenz einer tollen „Schulgemeinschaft“ und der individuellen Erziehung und Betreuung der Kinder ins Netz der Anthroposophen-Sekte und ihrer „Bildungs“einrichtungen zu locken.

    Die hohe Fluktuation spricht jedoch Bände, die übrigens auch Lehrer einschließt, denn es herrscht ein übles Klima nicht nur generell, sondern auch unter den Lehrern bzw. im sog. „Lehrerkollegium“, so daß nicht wenige entnervt das Weite suchen, wenn sie denn nicht schon vorher aus der Schule gemobbt werden. Bleiben tun jene Eltern und Lehrer, die sich keinen Wechsel mehr zutrauen, sich mit den Zuständen „arrangiert“ haben oder eine rosarote Brille aufhaben.

    Ebenso kann ich Ihre Erfahrung bestätigen, wonach sich in jede Kleinigkeit eingemischt wird, etwa, was das Kind auf der Stulle draufhat, warum es keine Mütze aufsetzt, die Art der Kleidung usw. usf. Fragt man dann nach, ist man bereits als „Feind“ registriert, wird im „Widerholungsfall“ zwecks „Klarung eines Sachverhalts“ vorgeladen (was mich an die DDR erinnerte) und sitzt dann drei Leuten gegenüber, wovon einer gar nichts sagt, sondern lediglich alles mitschreibt.

    Richtig, „wer eine eigene Meinung hat, wird hier nicht glücklich“ und kann gar nicht anders, als seine Hoffnungen auf eine bessere Schule für das eigene Kind zu begraben, sich einzugestehend, daß er arglos getäuscht wurde, aber auch, vorher sich nicht ausgiebig mit dieser Thematik beschäftigt zu haben, siehe die von mir aufgezählten Bücher im Beitrag, die einem dann deutlich machen, daß es viele gibt, die diese Erfahrung gemacht haben.

    Die Waldorfschulen sind Sektenschulen, für die jedwede staatliche Ko-Finanzierung beendet werden sollte.

    MfG)

  21. Es kommt wohl darauf an. Die Kinder meiner Schwägerin waren beide im Waldorfkindergarten, und sie war sehr zufrieden, obwohl

    a) sie auch ein kritischer Mensch ist,
    b) man von den Eltern viel Mitarbeit verlangt
    c) die Gebühren vergleichsweise hoch sind.
    Sie wurden nur deshalb abgemeldet, weil der Kindergarten in einen zu weit entfernten Stadtteil umzog.

    MfG

    —–
    (Anm. Nolde: Waldorfkindergarten ist im Vergleich zur -Schule noch vergleichsweise harmlos, halt der Beginn, und wer zwar „kritisch“ ist oder meint, das zu sein, aber halt nicht an den passenden Stellen d. h. nicht durch „falsche Fragen“ unangenehm auffällt und „die Sache laufen läßt“, da gibt es auch keine Probleme, das ist halt wie in jeder Sekte oder Diktatur.

    Zum Punkt „Mitarbeit“ bleibt ergänzend zu sagen, daß nicht diese das Problem ist, sondern, daß im „Gegenzug“ weder die Kinder noch die Eltern mit dem nötigen Respekt auf Augenhöhe behandelt werden, sondern sie praktisch lediglich als willige Helferlein ansieht, auf deren Fragen man, sind diese „falsch“, man entweder gar nicht oder mit dem Hinweis darauf reagiert, ob man denn meint, „hier richtig“ zu sein.

    Das Gerede von „Schulgemeinschaft“ ist also eine Phrase.

    „Es kommt drauf an“ ist also vor allem auf die Eltern bezogen richtig.

    Literatur für jene, die mehr darüber wissen wollen, statt der Anthro-Sekte und ihren „zufriedenen Eltern“ zu glauben:

    Sybille-Christin Jacob, Detlef Drewes: Aus der Waldorfschule geplaudert – Warum die Steiner-Pädagogik keine Alternative ist / http://www.bipomat.de/waldorf/eltern/jacob_auszuege/jacob_auszuege.html

    Charlotte Rudolph: Waldorf-Erziehung – Wege zur Versteinerung

    Susanne Lippert: Steiner und die Waldorfpädagogik – Mythos und Wirklichkeit

    Martina Kayser, Paul-Albert Wagemann: Wie frei ist die Waldorfschule – Geschichte und Praxis einer pädagogischen Utopie

    MfG)

  22. Nachdem wir nun heute über die Waldorfschule telefonisch aufgefordert wurden,, unsere ungeheuerlichen Anschuldigungen zurück zu ziehen…werden wir nun doch Strafanzeige gegen dortige Lehrer stellen.
    Unglaublich, dass Kopfnüsse und Schupsereien durch Lehrer geduldet werden. Und das eigene Kind als Lügner hingestellt wird, wenn es uns das erzählt.Auch andere Kinder haben diese Sachen zu Hause geschildert, aber die Eltern haben (wie auch anfangs wir) das hingenommen.
    Unser Sohn hatte einmal ein T-Shirt von H&M an ,mit Totenkopf, der Religionslehrer forderte ihn auf, es auszuziehen. Unser Sohn weigerte sich. Da zog doch der Lehrer ihm das T-Shirt aus und sagte, dass man das an der Waldorfschule nicht duldet. Unser Sohn sagte dann, dass er anziehen kann was er will. DER lehrer rief dann zu hause an und wollte bei uns ein Fass aufmachen, aber auch ich gab ihm zu verstehen, dass wir bestimmen, was wir anziehen. Die Geschäftsführung heute am Telefon meinte heute zu mir am Telefon, als ich den Vorfall schilderte, dass sie solche (Totenkopf) Sachen als faschistisch werten und nicht an der Schule haben wollten. Das ist ja lachhaft meinte ich, nach dem, was ich hier über Zitate von Steiner gelesen habe, ist ja wohl klar, wer faschistisch ist. jEDENFALLS nicht wir.
    Unser Sohn ist Epileptiker unnd wir hatten eigentlich die Hoffnung, dass er an der Waldorfschule gut aufgehoben ist…aber die Lehrer wollen solche Kinder nicht. Erinert irgendwie auch an das dritte Reich.
    Die Geschäftsleitung heute meinte, dass die Klassenlehrerin so wie so der Meinung ist, dass unser Sohn eine andere Schule besuchen sollte. Sie wollte uns das nur nicht sagen. Da mobbt sie ihn eben lieber raus, meinte ich darauf hin.
    Unzählige unabhängige Test in Eigeninitiative haben wir gemacht, überall kam raus , dass unser Sohn normal intelligent ist und lediglich eine Rechenschwäche hat. Aber die Waldorfschule hat sich geweigert ein Förderprogramm zu erstellen….behauptet lieber, dass unser Sohn unnormal und sozial auffällig ist, nur weil er seine Meinung sagt und sich nicht von Mädchen in der Klasse verpetzen lässt oder schlagen lässt. Jedesmal, wenn er sich geweigert hat, mussten wir zum Gespräch, wie böse unser Kind ist und unnormal. Aber wenn Mädchen zur selbstgeschlachteten Knackwurst, die unser Sohn zum Frühstück aß, sagten, dass das ein langer Pimmel ist, war das normal. Er beschwerte sich darauf hin bei seiner Klassenlehrerin, dass die Mädchen das sagten, darauf hin musste er wegen Petzen eine Strafarbeit machen.
    Schlimm sind auch unsere Begnungen mit den Ultra’s an der Schule. Bei einem Tag der offenen Tür, wo unsere Klasseneltern für das Cafe verantwortlich waren…dort werden selbstgebackene Kuchen, Getränke, belegte Brote von Eltern der Schule für die Schule verkauft…
    Jedenfalls kamen etwa 30 liter H-Milch (etwas ganz böses) zusammen und herkömmlicher Cafe aus dem Diskount…da wollten allen Ernstes diese Leute diese gekauften und gespendeten Sachen wegwerfen/kippen, weil es kein BIO ist. Ich sagt darauf:“Hier ist mein Autoschlüssel. Ich nehm das mit und geb es an einen Kindergarten o Altersheim weiter. Hat ja schließlich Geld gekostet und jemand hat dafür gearbeitet.“ Darüber habe ich nicht zu bestimmen, meinte jemand und kippte es weg.Genau diese Person, die sich das erlaubte, hat zwei Tage später H-Milch an der Tankstelle gekauft. Ich finde das eine bodenlose Verlogenheit !
    Auch die Protokolle, die die Klassenlehrerin über unseren Sohn führt sind eine Frechheit und Diskriminierend und pseudopädagogisch…nachdem wir als Eltern angeregt hatten nicht jeden Tag einen Eintrag ins HA Heft zu machen (wie Kleber vergessen, findet Füller nicht, pfeift im Unterricht, kippelt, stellt sich absichtlich blöd, weil er die matheaufgabe nicht wusste usw.), weil das ja auch demotivierend ist für Kind. Seit dem hat sie sich ausgedacht, Protokolle zu schreiben, die sie uns schickt. Darin steht z.Bsp.
    8:40 S ruft rein
    9:22 Tür knallen nach Gang auf Toilette
    9:28 S findet keinen Stift, Bleistift schreibt nicht, hat keinen Spitzer
    9:50 S rempelt beim rausgehen
    10:20 S hat Stein in der Hand ? Wiso?
    10:50 S findet Papier auf Ranzen
    usw….
    Auf Dauer ist das ganz schön nervenaufreibend für uns als Familie.
    Unser Sohn betreibt Fußball als Leistungssport und wurde mehrmals aufgefordert, diesen Sport auf zu geben. Heileurythmie wäre besser für ihn. Das ist was für Mädchen sagte er zur Lehrerin. Schon gab es wieder einen Kommentar, warum wir so negativ eingestellt sind.

    ^Wir sind in der damaligen DDR aufgewachsen und haben bereits dort gegen das System gestimmt. Nach der Wende waren wir froh, endlich frei zu sein und sagen zu können , was wir denken, da lass ich mir doch von solchen sektenhaften Gruppierungen nicht einen neues Korsett anzwängen. Und das Schlimmste ist, dass ich dafür ja auch noch zahlen soll ! Nee, dass Geld kann ich anders anlegen.
    Die behandelten Ärzte und Therapeuten unseres Sohnes haben ja die ganze Entwicklung mitbekommen und waren auch entsetzt, was dort an der Schule abgeht.
    Ich werde auch mit meinen Erfahrungen nicht zurück halten in der Öffentlichkeit, weil es einfach wichtig ist, andere Eltern aufzuklären…

    —–
    (Anm. Nolde: Danke für Ihren neuerlichen Bericht, der mich an meine/unsere Zeit an der Waldorfschule erinnert, ebenso an dem Tag, der der letzte mit diesen verlogenen, psychopathischen Waldorf“pädagogen“ war, die sich als ganz besonders erleuchtet gerieren jedoch einfach nur scheinheilig sind hoch drei. Das die Steiner-Sekte überhaupt Kinder steuergeldkofinanziert manipulieren und schikanieren darf, zeigt auf, wie stark der Einfluß dieser Kreise in der Gesellschaft sein muß. MfG)

    • Hallo,
      nachdem wir eine email an die Schulführungskonferenz geschrieben haben (eine Schulleitung gibt es dort ja nicht und in dieser Konferenz sitzen praktisch alle dort Tätigen), in der wir wiederholt darum baten, mit uns über das Thema „Gewalt an der Schule“ zu kommunizieren, werden wir nun vom (mittlerweile ehem.!!!, da wir unsere Kinder von der Schule genommen haben) Klassenlehrer verklagt! wir sollten eine Verzichts- und Unterlassungserklärung unterschreiben. In unserer mail schrieben wir nämlich, dass unser Klassenlehrer an den ihn anvertrauten Kindern seiner Klasse verbal und körperlich übergriffig geworden ist. Dies entspricht leider der Wahrheit, er ist mittlerweile von der entsprechenden Eltern strafrechtlich angezeigt worden und hat einen körperlichen Übergriff auch mittlerweile im Kollegium zugegeben, mit der Anmerkung, für ihn sei die Sache nach einem Gespräch mit der Mutter als erledigt betrachtet worden. NIEMAND von dieser Waldorfschule will mit uns ins Gespräch kommen, wir werden fallen gelassen wie heiße Kartoffeln! Aus unserer ehem. Klasse sind nun schon 5! Kinder an andere Schulen gewechselt, auch mehrere aus anderen Klassen… Wir haben einen Anwalt eingeschaltet, um uns zu verteidigen, nie wollten wir jemanden angreifen! Auch an den Bund haben wir uns gewandt…aber ich denke, Waldis halten zusammen, ich erwarte von dort keine Hilfe mehr… Aber was tun? Wir fühlen uns einer Übermacht unterlegen und wissen nicht weiter. Auch die Schulaufsichtsbehörde sagt: tja, Vertrag mit einer privaten Schule, jetzt wo`s Probleme gibt, müssen sie da allein durch und können nicht zum Staat angerannt kommen!
      Weiß jemand Rat?
      LG J.G.

      • Hallo J.G., das ist typisch für die Waldorfschule: Kritik, selbst konstruktive, wird als feindlicher Akt angesehen, die Betreffenden als Gegner, die mit allen Mitteln mundtot und letztlich (also letztlich deren Kinder) aus der Schule gedrängt werden sollen. So gerieren sich Sekten und genauso habe ich es auch erlebt und empfunden, viele andere auch. Wenn man erkannt hat, wohin man geraten ist, daß man einen Fehler begangen hat, weil man sich nicht vorher über diese Schulen informiert hat nicht zuletzt mittels kritischer Literatur wie im Beitrag erwähnt, bleibt halt nur der zügige Rückzug, alles andere ist wohl nervige Zeitverschwendung. So habe ich das gehandhabt und um anderen Eltern die Entscheidungsfindung zu erleichtern und für mich mit dem Thema abzuschließen, habe ich vor etlichen Jahren diese Beitrag verfaßt (ursprünglich für die Schrift „Campo de Criptana“) und ins Netz gestellt. Grüße, Det

        • Hallo Det,
          wir haben uns über die pros und contras informiert, da wir aber unsere Kinder bis zur 2.Klasse im Ausland selbst unterrichtet haben, waren wir der Meinung, lieber eine private als staatliche Schule nehmen zu wollen. Die contras haben uns zwar abgeschreckt, die pros aber (Individualität wird anerkannt, blablabla) waren uns aber sehr wichtig, also entschieden wir uns für Waldorf, da andere Schulen hier in der Gegend leider voll waren (musste damals, also vor gut einem Jahr alles recht schnell gehen, da frisch hinzugezogen). Aber aus Erfahrung wird man klug 🙂 und unsere Zwillinge sind zum Glück recht intelligente Kerlchen, so dass der Anschluß zur 3.Klasse bis jetzt recht gut klappt.
          Eine Lehrerin der Waldorfschule hat mittlerweile ihren Job dort aufgrund der Klage des Klassenlehrers gegen uns (Gerichtstermin steht noch aus) und des Verhalten ihres gesamten Kollegiums aufgegeben. Leider wird ihr keine Kündigung geschrieben, lediglich das Gehalt eingefroren, so dass sie nicht zum Jobcenter kann…! Warnen reicht eigentlich nicht mehr, sie sollte verboten gehören, denn wenn man tiefer hinter die Kulissen schaut, stößt man auf eine Sekte, NWO ist im Kommen…
          Gibt es Präzidensfälle, wo wo Eltern vom Waldorflehrer wegen übler Nachrede, Verleumdung etc. von einem Leher/in verklagt wurden? Ich kann dergleichen leider nicht im Netz finden…
          Grüße Jen und Danke für die response

  23. @ Freier Mensch

    Du schreibst: „Heileurythmie wäre besser für ihn. Das ist was für Mädchen sagte er zur Lehrerin.“

    vergleiche: „Mein Sohn empfand die Eurythmie eher irdisch „als schwul sein“ oder „schwul werden“.“

    vielleicht mal lesen … findet sich hier:

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/

    „Wie gut sind Waldorfschulen?

    Eine Antwort einer Mutter aus dem Ruhrgebiet auf die gleichnamige TV-Dokumentation des SWR

    (…) Wie ich rückblickend sagen muss, ist das Waldorfsystem raffiniert und an Verlogenheit nicht zu überbieten. Ist man einmal in dessen Fänge geraten, kommt man nur ganz schwer wieder heraus. Mit dem Eintritt in die Waldorfschule begibt man sich automatisch in ein Abhängigkeitsverhältnis – ohne sich dessen bewusst zu werden. Der Lehrstoff der Waldorfschulen ist so angelegt, dass Kinder beim Wechsel in eine öffentliche Schule erhebliche Lücken haben, die nur sehr schwer, oder gar nicht, wieder zu schließen sind – mein Sohn hatte diese erheblichen Wissenslücken und wurde schliesslich in die 4te Klasse zurückversetzt. Ein Schulwechsel geht auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, die sich als Versager fühlen müssen, auch wenn sie keine sind. Ich hatte Glück, da wir an der öffentlichen Schule auf kompetente, erfahrene und verständnisvolle Pädagogen trafen.

    Die Waldorfschul-Karriere meines Sohnes erschien der jetzigen Lehrerschaft anfänglich eher unglaubwürdig. Die Waldorfschule verkauft sich nach außen hin sehr gut. Kennt man sie aber von innen, wird man eines Besseren belehrt. Die große Waldorf-Gemeinschaft lebt nach der Devise: „Bist du nicht für uns, bist du gegen uns.“ Die gegen uns sind, lassen wir außer Acht und entledigen uns dieser Eindringlinge schnellstmöglich, egal wie … Die Wahnvorstellungen Rudolf Steiners werden in der Waldorfschule ausgelebt – mit kräftiger finanzieller Unterstützung des Staates. Dieser lässt diese Sekte schalten und walten, wie es ihr gefällt. Ohne Gegenleistung, ohne Auflagen, ohne wirksame Kontrollen. Wo leben wir? Der Gesetzgeber verpflichtet die Schulaufsicht, auch die Qualität von Privatschulen zu überprüfen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass nur kompetente, gut ausgebildete Lehrer Schüler unterrichten dürfen. Selbstverständlich sollte es auch sein, dass jederzeit die Möglichkeit gegeben ist, an eine andere, auch öffentliche Schule zu wechseln – ohne riesige Wissenslücken und seelische Schäden aus der Waldorfschule im Ranzen mitzunehmen. An der PISA-Studie haben sich die Waldorfschulen gar nicht erst beteiligt …“

    —–
    (Anm. Detlef Nolde: Sehr gut, Danke für Deinen Kommentar. Das mit der „Heileurythmie“, der „Eurythmie“ (dämonisches Tanzen?) überhaupt, empfanden tatsächlich alle Jungen als reine Schikane, noch schlimmer als der auch in staatlichen Schulen obligatorische Musikunterricht, der den meisten Jungen bereits ein Greuel ist.

    Die Aussagen der Mutter kann ich aus eigener Erfahrung an der sog. Freien Waldorfschule Berlin-Südost nur bestätigen, insbesondere, was das „an Verlogenheit nicht zu überbieten“ anbetrifft.

    Ebenso, daß ein Hospitant einer anderen Berliner Steiner-Schule überrascht ist, „daß er keine Antworten bekommt, im Gegenteil: Seine Fragen bringen ihm nur zurechtweisende Blicke ein …“

    Meist beginnt dann schon die Maschinerie zu laufen, man erkennt von Seiten der „erleuchteten“ Sektenkader Reste kritischen Geistes, die man eher zu früh als zu spät loswerden möchte …

    Wie heißt es doch hier so passend: „Plötzlich wimmelt es im Arbeitsraum von Teufeln – „Luzifer“ …“

    Kein Wunder, fischte doch der „Menschheitsführer“ Rudolf Steiner in derselben okkult-trüben Brühe wie ein anderer „Führer“, nämlich der Theosophie – Helena Blavatsky war ihr beider religiöses Idol.

    So spürt man nicht von ungefähr das Böse und Falsche in jedem Winkel der Waldorfeinrichtungen, beinahe von jedem ausgehend, der dort maßgeblich tätig ist. Es liegt auf der Hand, daß diese Sekteneinrichtungen verboten gehören, zum Schutze unserer Kinder.

    Steiner in seinem Buch „Aus der Akasha-Chronik“:

    Man sieht, der Mensch steigt in ein höheres Reich auf, indem er einen Teil seiner Genossen hinabstößt in ein niederes. Diesen Vorgang werden wir auf den folgenden Entwicklungsstufen sich noch oft wiederholen sehen. Er entspricht einem Grundgesetz der Entwicklung.

    Man nennt sie in theosophischen Schriften die Lemurier. Nachdem diese durch verschiedene Entwicklungsstufen durchgegangen waren, kam der größte Teil in Verfall. Er wurde zu verkümmerten Menschen, deren Nachkommen heute noch als so genannte wilde Völker gewisse Teile der Erde bewohnen.

    Dazu heißt es weiter im besagten Artikel:

    L. fragt sich: „Wie war das mit den Indianern und den absterbenden Rassen? Und dem Blutbad in der sechsten Klasse?“ Er weiß, für ihn steht die deutsche Standard-Ausrede: „Aber ich hab‘ doch nichts davon gewusst!“ nicht mehr zur Verfügung.

    Ade Anthroposophie. Kein Wiedersehen in der Waldorf-Schule.

    Über das geistige Herkommen der nationalsozialistischen Religion (besser: Anti-Religion) von der Theosophie empfehle ich das Buch von E. R. Carmin „Das schwarze Reich – Geheimgesellschaften und Politik im 20. Jahrhundert“.

    Damit baucht man sich auch nicht mehr wundern, warum die Anthro-Sekte und ihre Einrichtungen nicht nur vom Staat geduldet, sondern auch noch kräftig finanziell unterstützt werden, sind die Herrschenden doch selbst jene, die es mit „Luzifer“ haben:

    Dass die neue Weltordnung eine religiöse Bewegung ist, die den Luzifer anbetet … Dies bedeutet, dass eine Klasse von Elitisten sich selbst als Gottes Ebenbürtige sehen – sehen sich selbst als auserwählt, um die Untermenschen der Welt zu beherrschen, weil sie auf dem Versprechen der Schlange in 1. Buch Mose 3:5 bauen.

    –> Vollständiger Artikel

    Interessante Zusammenfassung:

    Dr. Rudolf Steiner war tief verstrickt in Okkultismus, die Lehren der Theosophie, der Rosenkreuzer, der jüdischen Kabbala und er arbeitete mit den Drahtziehern der Weltverschwörung (Illuminati) zusammen um eine neue Weltregierung unter der Führung von Luzifer (die Schlange) einzuführen. In dem Tempel in der Schweiz schrieb und leitete Dr. Steiner persönlich die vierstündigen Zeremonien, in denen er die Gruppe anleitete, dämonische Götter anzubeten. Somit können wir schlicht sagen, dass die Gesellschaft Steiners öffentlich lehrt was die Freimaurer im Geheimen tun.

    MfG)

  24. Manchmal frage ich mich, warum gut gebildete Mitmenschen, wie sie hier sicherlich vorkommen, einem so zweifelhaften Artikel Glauben schenken können. Ich sehe Waldorfschulen nicht als eine geniale Alternative für alle Kinder an, aber sie in einem derartigen Licht darzustellen ist schon äußerst fragwürdig.
    Kommentare, wie ich sie hier lesen drücken ein Radikalität aus, die sich mit der gesehen Qualität der Waldorfschule gut messen kann.
    „Ich habe mich sogar zur Meinung durchgerungen, Waldorfschulen aus Verfassungsgründen zu verbieten.“
    Tschuldige musste ich einfach zitieren. Aber das finde ich schon sehr extrem. Sie sehen aus unerfindlichen Gründen die Waldorfschulen als verfassungsfeindlich an!? Klar ich bin voll ihrer Meinung. Überlegen sie mal, dass die NPD in Deutschland erleubt ist. Sind Waldorfschulen genauso gesellschftsschädigend wie Nationalsozialisten, die nebenbei die Waldorfschule verboten hatten?
    Dieser Vergleich ist nicht korrekt sondern hat den Zweck Ihnen die Augen zu öffnen, damit sie eine Ahnung bekommen über das, was Sie da schreiben.

    Auch ein geniales Argument: „Diese Schulen werden staatlicherseits vor allem deswegen geduldet, weil sie billiger sind. Kinder und Eltern zahlen den Preis.“
    Nun ist es so, dass manche und zwar die Ärmsten der Gesellschaft nicht für die Waldorfscule bezahlen müssen. Und außerdem zahlt der Staat 60% der Kosten, die durch Waldorfschulen verursacht werden. Dazu kommt, das es den Waldorfschulen mit meißt sehr kleinen Schulen massiv an Geld fehlt. Im Gegensatz zu einem Gymnasium ist die Ausrüstung einer Waldorfschule sehr mangelhaft.

    Nun was ist mit Rudolf Steiner? An einer Waldorfschule ist es so, dass niemand irgendetwas gut finden muss. Es ist eine durchaus kritische Schule gegenüber allem, sogar sich selber gegenüber. Schüler können seit den letzten Jahren viel mehr mitbestimmem, mehr als an einer staatlichen Schule. Rudolf Steiners Ansichten muss niemand gut finden an einer Waldorfschule. Das Verhältnis von Lehrern und Schülern ist besser als auf jeder staatlichen Schule und das liegt vorallem daran, dass die Lehrer auf einer Waldorfschule sind, weil sie unterrichten wollen, neues kennenlernen wollen und weil sie interessiert an ihren Schülern sind. Kein Waldorflehrer unterrichtet, weil er Geld verdienen will.

    Ich bitte Sie einfach mal liberale Quellen zu lesen und ihre Meinung zu überdenken.
    Herzliche Grüße

    —–
    (Anm. Nolde: Ich brauche keinen „zweifelhaften Artikeln Glauben schenken“, da ich mir selbst ein Bild machen konnte. Was ich danach in Beiträgen und Büchern lesen konnte, ich habe sie aufgeführt, war mit dem nun identisch und für mich eine Bestätigung, daß es hier nicht um eine Schule ging, sondern das System an sich von Übel ist.

    Wenn ich ein Verbot der Waldorfschulen bzw. zumindest die Streichung jedweder Subventionen erwähne, dann nicht, weil sie „verfassungsfeindlich“ sind, sondern mir das Wohl der Kinder am Herzen liegt, eine Gesellschaft solche Sektenschulen nicht benötigt, ganz im Gegenteil.

    Daß die Waldorfschulen von den Nationalsozialisten irgendwann geschlossen wurden, trotz aller Anbiederung der Antroposophen an das „Dritte Reich“, sagt tatsächlich nichts aus, da hier lediglich zwei dämonische, theosophisch inspirierte Ideologien nicht nebenher bestehen konnten.

    Ich glaube kaum, ein jüngeres Beispiel ansprechend, welches ich aus eigenem Erleben kennengelernt habe, daß den Deutschen in der DDR es an der Steiner-Sekte und deren „Bildungs“einrichtungen gefehlt hat. Einer Verbotsforderung kann also nicht mit der Nazikeule begegnet werden.

    Auch „die Ärmsten der Gesellschaft“ müssen „für die Waldorfschule bezahlen“, nämlich den Mindestsatz, bei uns einst 100 DM monatlich. Daß der Staat „60% der Kosten, die durch Waldorfschulen verursacht werden“ bezahlt, ist ein Wahnsinn, der gekappt gehört.

    Wenn es „den Waldorfschulen mit meißt sehr kleinen Schulen massiv an Geld fehlt“, dann ist es nicht Aufgabe des Steuerzahlers, diese Sekteneinrichtungen massiv zu bezuschussen.

    Daß die Waldorfschule eine „durchaus kritische Schule gegenüber allem, sogar sich selber gegenüber“ ist und Schüler „seit den letzten Jahren viel mehr mitbestimmem“ dürfen, ist unlogische Schönwetterpropaganda, die bemüht ist, ein falsches Schulbild zu vermitteln, was niemand bestätigen kann.

    Natürlich macht es auch keinen Sinn zu behaupten, daß an einer Schule, die von A bis Z auf den Ansichten Rudolf Steiners beruht, diese als Waldorflehrer und -Schüler „niemand gut finden“ muß. Selbstverständlich muß man das, anders geht es nicht.

    Besonders abseits jeder generellen Realität und damit entlarvend ist auch Ihre Behauptung, wonach das „Verhältnis von Lehrern und Schülern besser als auf jeder staatlichen Schule“ ist. Daß angeblich „kein Waldorflehrer unterrichtet, weil er Geld verdienen will“, ist kein Argument, u. U. lediglich ein Beleg für besondere Gläubigkeit der Steinerschen Ideologie gegenüber.

    Was würden Sie mir denn für „liberale Quellen“ empfehlen, um meine „Meinung zu überdenken“?

    Sicherlich pro-Waldorfliteratur, die jedoch für mich, die ich selbst meine Erfahrungen sammeln durfte, die sich nicht „zufällig“ mit den Berichten anderer aus allen möglichen anderen Steinerschulen decken, nichts anderes als Propagandaschriften darstellen, die ich überdies durchaus kenne, hab ich mich doch aus diesem Grund vor vielen Jahren auf diese Sache eingelassen, wie so viele andere Eltern auch.

    MfG)

  25. …also, dass Schüler und Eltern an einer Waldorfschule mehr mitbestimmen dürfen…ist ja wohl Wunschdenken oder Einbildung ! Dort kann man dies genauso viel oder auch wenig, wie an staatl.Schulen. Und ich habe schon das Gefühl, dass auch Waldorflehrer unterrichten um Geld zu verdienen….wie könnten sie sich sonst so teure (sicher auch qualitative) Öko Klamotten leisten ? Wir jedenfalls nicht. Wir haben uns damals den Elternbeitrag vom Mund abgespart. Und andere kinderreiche Ökofamilien mitfinanziert, inkl. ihren Spleen mit der Bio Ernährung. Ich bin der meinung, wenn ich keinen Cent in der Tasche habe, dann trinke ich auch mal H-Milch und stelle keine überzogenen Ansprüche. Und Hefte für 6,00 Euro das Stck, was uns vorgeschrieben wurde, finde ich auch total überzogen.
    Davon mal abgesehen, wenn eine Schule kein Geld hat oder wenig, dann sollte man auch keine überzogenen Vorstellungen und Wünsche haben und finanziertes Geld, Staatsgelder oder Elternbeiträge für überzogene und überflüssige Sachen ausgeben. Bloß weil man unbedingt eine eigene Küche an der Schule haben will und selber kochen möchte. Und dann auch nur vegetarisch. Wir nicht Vegetarier wurden ja total geächtet. Alleine das fand ich total überspitzt.
    Wir bereuen die Rückschulung an eine staatl.Schule nicht. Hier herrscht Ordnung, Gleichberechtigung und Dynamik . Offen dem neuen und nicht so verstaubt.
    Ärgere mich heute noch über die verlorenen Jahre in der Waldorfschule. Und die waren für unseren Sohn verloren. Er ist nachweislich in der Entwicklung stehn geblieben. Hab ich schwarz auf weiss. In den 2 Monaten staatl.Schule ist er total motiviert geworden und schon jetzt in der Entwicklung voran gekommen.
    Ich kann im Übrigen nur unterstützen, dass die freien Schulen Geld gekürzt bekommen. Wenn ich die staatl.Schulen hier sehe und den Verschwendungsdrang mancher freier Schule….

  26. Mein Junge ist auf einem Waldorfkindergarten gewesen und dort sehr gut behandelt worden. Er hat sich dort sehr wohl gefühlt.

    Mit der darauf folgenden Waldorfschule hatte ich allerdings eine ausgesprochene unangenehme Erfahrung. Ich kann im Wesentlichen bestätigen, was obige Kommentatoren dazu geschrieben haben.

    Hingegen muß ich den z.T. äußert gehässigen Äußerungen zu Rudolf Steiner, dem Gründer dieser Bewegung, auf das Entschiedenste widersprechen. Ich habe mich mit der Anthroposophie über viele Jahre lang vertraut gemacht, lange bevor ich mein Kind in die Welt gesetzt habe. Steiners Schriften habe ich zum großen Teil gelesen; ich kenne seine Ansichten also ziemlich gut. Bis heute finde ich nichts, aber auch gar nichts, was ich ihm zum Nachteil auslegen könnte. Insbesondere die Behauptungen über seinen angeblichen Rassismus sind blanker Unsinn.

    Es gehört wohl einfach zur conditio humana, daß geistig schöpferische Männer Haß auf sich ziehen. Das spricht also eher für sie als gegen sie.

    Mir ist aufgrund dieses Artikels und der Kommentare aufgefallen, wie leicht man durch herausgelöste Zitate die Meinungen eines Autors ins Gegenteil verdrehen kann.

    Inbetreff meiner unangenehmen Erfahrung mit der Bonner Waldorfschule vgl. meinen Artikel hier:
    http://www.blogigo.de/Sexismuskritik/Weiberfastnacht-Warum-brannte-die-Aula-der-Freien-Waldorfschule/61/

    • Man muß sich jetzt nur die Frage stellen, wenn denn die Erfahrungen wacher, kritischer Menschen mit den Steiner-Schulen gleichlautend ablehnend sind, inwieweit das etwas mit Steiner selbst zu tun hat, der ja immerhin bis in jede Kleinigkeit hinein das Konzept seiner Schulen durchdekliniert hat, wo sich bis heute getreulich dran gehalten wird.

      Ähnliches kennt man aber aus anderen Weltanschauungsgemeinschaften, daß, wenn denn die Realität derselben eher ernüchternd ist, man versucht, zumindest den Sekten-/Religions-/Ideologiebegründer (Jesus, Mohammed, Hitler) aus der Schußlinie zu nehmen.

      Das mag hier und da vielleicht nicht verkehrt resp. objektiv gerechtfertigt sein, kann aber auch aus dem Motiv heraus erfolgen, von seinen eigenen Irrungen bzw. Irrtümern nicht gänzlich lassen zu müssen. Mithin, hat das System Fehler oder ist es fehlerhaft von Grund auf, das ist die Frage.

      Wenn man sich die Steiner-Lehre selbst und seine heutigen Schulen besieht und erlebt hat, wie die dort tätigen „Pädagogen“ drauf sind, kommt man unwillkürlich zu dem Schluß, daß man es hier mit es hier mit einer Psychoideologie-/sekte ähnlich Scientology zu tun hat.

      Grad der Eurythmie-Schwachsinn, der insbesondere bei den Jungens als reine Schikane empfunden wird („schwul sein, schwul werden“, siehe obiger Kommentar), ist bezeichnend und deutet darauf hin, wie deformiert insbesondere das männliche Geschlecht an diesen Schulen wird.

      Das erinnert mich zufällig an den Waldorfschüler Bela Ewald Althans, der erst als „Neonazi-Führer“ gehandelt wurde (was er zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise war), dann ausstieg und zu seinem Schwulsein bekannte. Für mich ein typisches Beispiel für Deformation aufgrund jahrelangen Psychoterrors, insbesondere durch weibliche „Lehrkräfte“.

      Meine Meinung bleibt dabei, daß diese Schulen wie sämtliche anderen Anthro-Organisationen zum Wohle unserer Kinder verboten gehören. Wir hatten in der DDR all das nicht und auch nicht vermisst, kein Hahn außer ein paar Anhängern würden Krokodilstränen vergießen, sich als Opfer gerieren. Sei’s drum.

  27. Ein halbes jahr ist nun rum, dass unser Sohn die Waldorfschule verlassen hat und unsere Wut auf die waldorfschule ist nicht weniger geworden…im Gegenteil.
    Laut mehrer Gutachten ist er mit fast 11 Jahren auf dem Wissenstand eines 2-3. Klässlers. Er hat eine Dyskalkulie und in der Rechtschreibung erheblichen Nachholbedarf. In die staatliche Schule selbst hat er sich wunderbar eingelebt und ist froh sich frei entfalten zu können, die Errungenschaften der Menschheit, wie MP3 Player und Fernsehen zu genießen, Fleisch zu essen und fußball zu spielen…
    Leider gibt es für uns jetzt das Problem, dass er nach der 4.Klasse , die er ja widerholt wegen der Waldorfschule ..in eine Förderschule soll, weil die Defizite so groß sind. Das haben wir nun davon.
    Vorallem ist es total schwer den staatl.Lehrer, dem sonderpädagogischen Dienst und dem Schulamt plausibel zu machen, was in der Waldorfschule abging und das unser Sohn trotz seiner Epilepsie ja gar nicht auf dem Wissens/Lernstand sein kann, da die Waldorfschule ja langsamer und anders lehrt.
    Für die ist das so unglaublich was ich/wir erzählen…
    Wir kämpfen derzeit mit den Behörden, aber es sieht für den weiteren Schulweg nicht gut aus. hat eventl.jemand eine Idee ?
    es ist vor 2 Tagen über den MSD heraus gekommen, dass die Waldorfschule ohne unser Wissen einen Psychologen konsultiert hat, der anscheind ein Gutachten über unseren Sohn gemacht hat. Näheres erfahre ich leider erst nach den Ferien, wenn ich Einsicht in die Schülerakte habe..Das wäre natürlich ein Ding. Ich glaube der Weg zum Anwalt wird dann wohl unumgänglich.

    • Das kann sich tatsächlich keiner vorstellen, was in diesen vornehmlich aus Steuergeldern finanzierten Sektenschulen abgeht. Ich habe die Sache für mich beendet, in dem ich den obigen kurzen Artikel ins Netz gestellt habe. Ob es Sinn macht, diese Psychopathen zu verklagen, weiß ich nicht. Es muß auch davon ausgegangen werden, daß die ihre Akten bereits zurechtgefälscht haben. Der kreative Umgang mit der Wahrheit ist bei den Steiner-Jüngern an der Tagesordnung. Ich wünsche alles Gute, besser spät aus der Waldorfschule raus als nie.

  28. 2011 kommt wieder einige Bewegung in die anthroposophische Szene und die Anzahl der Kritiker nimmt weiterhin zu: der 150. Geburtstag von Rudolf Steiner wird heuer begangen. Pünktlich sind drei neue kritische Steinerbiographien in drei verschiedenen großen Verlagen erschienen: Helmut Zander, Miriam Gebhardt und Heiner Ullrich schreiben über steiner mit ganz unterschiedlichen Ansätzen. Jens Heisterkamp von der Info 3 glaubt nun, diese Neuerscheinungen seien ein Beleg dafür, dass der Gründer der Anthroposophie damit in den Kanon von bedeutsamen Menschen aufgenommen sei.
    Er beschäftigt die Fachwelt und die Menschheit also weiterhin erfolgreich.
    Zum angesagten Geburtstag gibt es erwartungsgemäß viele Veranstaltungen, Sendungen, Interviews, Ausstellungen usw., die unter http://www.rudolf-steiner-2011.com nachzulesen sind.
    Offensichtlich ist es gelungen, einigermaßen Popularität herzustellen und darüber ein deutsches Kapitel intensiver zu beleuchten.
    Mehr Dialog, mehr sachliche Auseinandersetzung, mehr Information – scheint gut zu sein.
    Zur Praxis der Steinerschen Pädagogik gibt es darin einiges zu lesen, doch man sucht sich seine Informationen nach wie vor zusammen, denn der Offenlegung der Waldorfkonzepte wird seit jeher ausgewichen, es gibt z.B. keine verbindlichen Lehrpläne, die Bildungsinhalte der Waldorfpädagogik, die explizit auf Steiner und seiner Anthroposophie gründen, bleiben undefiniert. Diese Inhalte erschließen sich der Lehrperson aus der individuellen Beschäftigung mit der anthroposophischen Lehre, die ganz bewusst erkenntnisrelevante Elemente aus dem eigenen esoterischen Schulungsweg einschließt, was vom gegenwärtigen Stand der Wissenschaft als unseriös angesehen wird: Anthroposophie ist eben anders.

  29. also erst einmal möchte ich mich bei euch bedanken, denn hätte ich den beitrag hier nicht gelesen, wäre mein sohn in der waldorfschule.

    wir haben z.Zt. ein wenig probleme mit dem schulamt, wir möchten eine zurückstellung aber das schulamt möchte, das er dises jahr eingeschult wird (über die gründe möchte ich nicht weiter eingehen ist auch ein anderes thema).

    Wir haben bekannte dessen kinder auf einer waldorschule sind, die haben uns emfohlen ihn in eine waldklasse anzumelden. Die familie schwärmt jedesmal von der waldorfschule.

    Wir wollten auch unser sohn dort anmelden……..bis ich hier alles gelesen habe..(und auch auf anderen webs)…ich bin SCHOKIERT..!!!

    danke nochmals

  30. Man muss schockiert sein, wenn man die Grundlagen der Waldorfpädagogik kennenlernt:
    tatsächlich i s t die meditative Schau eine Erkenntnismethode in der anthroposophischen Welt. Manche nennen es auch „Lesen in der Akasha-Chronik“.
    Diese Akasha-Chronik steht für Steiner über vielen real vorhandenen Quellen, so ist z.B. die Bibel eine Quelle unter vielen, die dieser Akasha-Chronik untergeordnet ist, was vor allem von den großen Kirchen hart kritisiert wird.
    Diese spezifisch-anthroposophische Erkenntnismethode – Steiner hat sie übernommen, nicht erfunden – dazu lässt sich bei Helmut Zander in seiner „Anthroposophie in Deutschland“ vieles nachlesen, ist eben auch für die Waldorfpädagogik grundlegend.
    So sind viele Waldorflehrer Geheimschüler, die in den Dornacher Klassen durch entsprechende spirituelle Lehrer begleitet werden. Und wer sich als Gründungslehrer zur Gründung einer neuen Waldorfschule berufen fühlt, sollte selbstverständlich eine diesbezügliche Bewährung vorweisen können, doch alles ist angeblich ganz freiwillig und nach außen dringt davon nicht viel, es gibt schließlich eine strenge Arkandisziplin.
    Wie Zander schreibt, ist die Anthroposophie im Grunde nicht anschlußfähig an gegenwärtige Auffassungen von Wissenschaft. Die Anthroposophie bezeichnet sich selber als Wissenschaft, eine Meinung, die außerhalb dieser Welt von niemandem geteilt wird.
    Die auf dieser Anthroposophie gründende Waldorfpädagogik kann daher genauso wenig an die wissenschaftlich begründete offizielle Pädagogik der Gegenwart angeschlossen werden.
    Über diesen fundamentalen Unterschied täuschen sich viele hinweg – wollen sie es nicht wissen?

  31. Auf dem Titelblatt bereits wird das „bunte Genie“ Rudolf Steiner angekündigt:
    die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht heute anlässlich des 150. Geburtstags von Rudolf Steiner am morgigen Sonntag gleich fünf Artikel und füllt damit zwei Seiten ihres Feuilletons. Zahlreiche Details sind in diesen Artikeln enthalten, das facettenreiche Thema Anthroposophie mit seinen Praxisfeldern wird weiterhin intensiv beleuchtet.
    Der Zeitensprung zwischen den zwanziger Jahre, in denen die Waldorfschule konzipiert wurde und der Jetztzeit wird von einem Waldorfschüler, der einen dieser Artikel schreibt, aus persönlicher Perspektive in vielen Aspekten beschrieben, Rudolf Steiner als der „Christus des kleinen Mannes“ vorgestellt.
    Die temporär-paradigmatische Diskrepanz zwischen Waldorfpädagogik und der Pädagogik der staatlichen Schulen beeindruckt zutiefst. Es gibt keine gemeinsame theoretische Basis zwischen beiden. Bestenfalls in der Praxis sind profitable Ergebnisse zu erzielen: geschicktes Jonglieren zwischen Privatschule und staatlichen Schulen hat manchem zu bewegter Schulzeit, zu Bereicherung und Lebenserfahrung aber auch einigen zu schweren Krisen verholfen – interessant ist es sicher eine solche Zeitreise zu machen, doch ob damit dem Anspruch auf allgemeine Bildung gerecht wurde? In der Abgeschlossenheit der anthroposophischen Welt wurde die Waldorfpädagogik durch die Jahrzehnte getragen, die ursprünglichen Lehrpläne, die von den ersten Waldorflehrern unter Beratung mit Rudolf Steiner in den Lehrerkonferenzen zustandekamen, haben bis Ende der neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhundert praktisch unverändert bestanden, lediglich praktische pädagogische Elemente wurden hinzugefügt – in vielem ist diese Pädagogik obsolet.
    Waldorfschulen, die als Ersatzschulen zugelassen sind, werden vom Staat nicht angerührt: ein Politikum ersten Ranges. Wieso eigentlich?

  32. Sorgen tue ich vor allem um die (hoch)begabten Jungs in der Waldorfschule, die sich von Kindergarten an in die doch sehr spezielle Ideenwelt Steiners eingewöhnen müssen, die weit ab von den Grundvorstellungen und den Standards der gegenwärtigen technisch-mathematisch-naturwissenschaftlichen Community
    erzogen werden, die dann durch den Unterricht der Waldorfschule konsequent in die waldorfeigene Richtung weitererzogen werden, doch damit außerhalb der anthroposophischen Szenerie keinen Anschluß finden können.

  33. Hallo !
    Ich würde gerne Erfahrungen mit der Alanus-Hochschule in Alfter lesen. Die Homepage ist gut gemacht und man erhält den Eindruck, dass man nicht unbedingt „Steiner-Anhänger“ sein muß, um dort zu studieren und Offenheit herrscht. Ob das nun wirklich so ist, fände ich interessant.
    Marie

  34. Hallo liebe Blogleser,

    ich bin dankbar mit meinen Erfahrungen offenbar nicht alleine zu stehen. Ich bin seit knapp drei Jahren als Lehrer an einer Waldorfschule und werde zum Beginn des nächsten Schuljahres (nur noch zwei Monate!!!Juchuu) auf eine staatliche Regelschule wechseln. Ich möchte hier mit keiner Fundamentalkritik beginnen, das würde mich auch zu sehr aufwühlen. Hier nur ein paar meiner Kritikpunkte (alles basierend auf vielen, oft schweren persönlichen Erfahrungen):

    – an unserer Schule gab es eine durchschnittliche Klassenstärke von 38 Schülern pro Klasse, die läßt für moderne didaktische Ansätze eigentlich keinen Raum; diese Klassenstärke war übrigens nicht ungewöhnlich, wenn ich an unsere ‚Partner’schulen denke

    – die meisten Kollegen (bis auf die katholische Religionslehrerin) sind überzeugte Anthroposophen: Morgengebete, Mittagsgebete, Guten-Morgen-Gruß alles ist durchzogen von der esoterischen ‚Philosophie‘ Steiners. Im Lehrerzimmer hängen Banderolen mit Goethe und Steinerzitaten, alles erinnert ein wenig an ein pietistisches Bekehrungszentrum irgendeiner Sekte

    – neuere didaktische Ansätze, z.B. der Vorschlag sich mehr an den Ergebnissen der empirischen Pädagogik zu orientieren, wurden nicht diskutiert, sondern schlicht und ergreifend als „das ist nicht unser Geist“ abgelehnt (gefolgt von vielen unsachlichen Bemerkungen)

    – knapp ein Viertel des Lehrerkollegiums hat keine akademische Ausbildung, eine Fremdsprache wird von einer Hausfrau ohne didaktische Kompetenzen unterrichtet

    – es werden selbst in der Sekundarstufe historisch inkorrekte Fakten als Tatsachen dargestellt (z.B. die Atlantis-Erzählung [sic! schwer zu glauben, aber so ist es wirklich!]

    – Eltern werden mit einem, zugegeben sehr kompetent wirkenden Aufnahmegespräch und -prüfung, gelockt; es wird sich liberal und tolerant gegeben, doch es wird ständig auf die staatlichen Regelschulen geschimpft

    – wenn deutlich zu erkennen ist, dass Schüler besser auf eine Förderschule gehören, wird den Eltern dies ausgeredet; es wird suggeriert, dass man das Kind an unserer Schule „ganz frei“ erziehen, fördern und unterrichten könne und dazu keine „staatlichen“ Schulen notwendig seien – ich bin aber kein ausgebildeter Förderschullehrer und kein Jugendpsychotherapeut, ich kann das, was unsere Schule verspricht nicht – und schon gar nicht unter den Bedingungen (Klassenstärke, Ausstattung) – umsetzen

    – etwas was ich eigentlich nicht mehr hören kann: die staatlichen Regelschulen sind, wenn man den Kollegen glaubt, an allem Schuld. Dort müssen, so die Vorstellung, alle Kinder in Reih‘ und Glied marschieren, dort gibt es keine Freiheit, alles ist furchtbar autoritär und die Schüler werden dort „in eine ganz unmenschliche Form gepresst“… es ist diese Intoleranz, die mich letztlich dazu bewegt der Waldorfschule den Rücken zu kehren

    – Thema: neue Medien; es herrscht eine offene Antipathie gegenüber so „neuen“ Medien wie dem Overheadprojektor, dem Beamer oder gar der „vollkommen blödsinnigen Idee“ ein interaktives Whiteboard zu benutzen (wie man dazu auch immer stehen mag, es sollte doch eine ideologiefreie Diskussion über Sinn und Nutzen solcher Medien möglich sein)

    – es gibt keine Absprachen zwischen den Kollegen: jeder kocht sein eigenes Süppchen, Lehrpläne abzugleichen, sich Feedback holen etc. gilt schon geradezu als unanständig

    Es tut gut auch von anderen zu lesen, dass sie schwer getäuscht wurden. Heute kann ich nur allen Eltern abraten, dass Geld, was sie in eine Waldorfschule investieren möchten doch dringend für etwas anderes zu verwenden. Anderen Kollegen, die erwägen auch an einer Waldorfschule zu unterrichten, kann ich nur empfehlen sich mit der Kritik an der Waldorfpädagogik auseinander zu setzen, genauestens Steiner (und auch die Arbeitsverträge) zu lesen.

  35. Ich bin eine von den Waldorflehrerinnen, die in bestimmten Zeitabständen rausgeschmissen werden. In 7 Jahren Schule bin ich der 5.Lehrer. Was habe ich getan? Mit großem Einsatz und viel Studium, sowie einer dreijährigen Waldorf-Lehrer-Fortbildung, und langjähriger Erfahrung im Sprachenunterricht in anderen Schulen habe ich in dieser Waldofschule Deutschunterricht gegeben. Aber ich habe von Anfang an die mangelnde Disziplin und das Mobbing gegenüber Mitschülern und Lehrern kritisiert. Unsere Schüler dürfen alles zerstoeren: den Garten vor der Schule,Tische, Stühle, Gegenstände, Musikinstrumente und…Lehrer, ohne je bestraft zu werden, dann man muss die Kinder ja „lieben“, denn es ist nicht ihre Schuld. (Oder vielleicht darf man die zahlenden Eltern nicht verärgern!) Diese so erzogenen Kinder haben in jeder Unterrichtsstunde den Unterricht mit allen moeglichen Stoerungsmanoevern verhindert, und sind damit so weit gegangen, mich verbal und sogar koerperlich anzugreifen, ohne dass irgend ein Lehrer mir Beistand geleistet hätte. Und jetzt ist das Schuljahr zu Ende, die Schüler haben wenig gelernt, die Guten sind enttäuscht, die Stoerenfriede haben gewonnen und die Schule will mich los werden, denn ich habe die Schwächen dieser Erziehung bloß gelegt und ihr Disziplinmanagement in fast jedem woechentlichen Kollegium kritisiert! All dies hätte man mit einer einfachen Zusammenarbeit verhindern koennen, aber niemand wollte das tun. Und das ist mein Ende als Waldorflehrerin!

  36. Das was ich hier lese hat leider Gottes „Bild-Niveau“!!!
    Wenn das alles stimmen würde, müsste ja jeder Absolvent der Waldorfschule geisteskrank sein.
    Doch was ist mit Jennifer Aniston, Sandra Bullock, Heiner Lauterbach, Joschka Fischer, Johannes Rau, den Ochsenknechts, Oliver Pocher, Jürgen Klinsmann, Klaas Heufer-Umlauf, Schily, Robin van Persie, etc.?

    Selbst Friedrich Dürrenmatt, Clint Eastwood, Nena, Dr. Oetker, Helge Schneider, Matthias Sammer, DM-Besitzer Götz Werner, Beathe Uhse, Otfried Fischer, Max Frisch, Hans-Dietrich Genscher, Nina Hagen, Udo Jürgens, Dieter Bohlen, Dieter Krebs, und Andreas Köpke haben ihre Kinder auf Waldorfschulen gehabt.
    Natürlich sagen Namen nicht alles, aber glauben sie ein Helmut Kohl schickt dein Kind ohne Grund auf die Waldorfschule?
    Meiner Meinung nach sind die Kommentare und der Text von Menschen verfasst, die es nicht mögen Minderheiten in Deutschland zu haben, und denen die Bild genügt, oder von Menschen die schlechte Erfahrungen mit der Waldorfschule haben. Wahrscheinlich machen sie ihren mäßigen Schulabschluss an der Waldorfschule fest. Und am schlimmsten ist der Rassismus-Vorwurf, zur Zeit Rudolf Steiners wurde so gedacht, alle großen Schriftsteller, Philosophen, etc. haben zu dieser Zeit so gedacht. Die Waldorfschule ist um einiges offener als das diskriminierende deutsche Schulsystem.
    Ich hoffe sie können Kritik vertragen und veröffentlichen diese, mit freundlichem Gruß F. Kroll, Schüler der Waldorschule

    • Daß – ich habe die Angaben nicht geprüft – Otfried Fischer, Beathe Uhse und Matthias Sammer ihre Kinder auf Waldorfschulen schickten, sagt gar nichts über die Güte dieser Einrichtungen, geschweige denn daraüber, ob diese den Kindern gut getan hat.

      Von welchem „mäßigen Schulabschluß“ Sie reden ist mir unklar, mich kann dieser Anwurf nicht treffen, denn man kann davon ausgehen, daß ein 10. Klasse-Abschluß an einer allgemeinbildenden Polytechnischen Oberschule (POS) der DDR jenem mehr als Nahe kommt, was heuer in der BRD da oder dort als Abitur als Massenware ins Schulvolk geworfen wird, womit das Abitur immer mehr entwertet wird.

      Niemand hat in der DDR übrigens Waldorfschulen oder ähnlichen Klamauk vermißt und die Überlegenheit des DDR-Schulsystems steht außer Zweifel. Schließlich ist man auch ganz gut ausgekommen ohne die geistigen Koryphäen, die Sie aufgezählt haben, aber das sei nur am Rande erwähnt.

      Da ich natürlich Kritik vertragen kann, veröffentliche ich auch ihren Kommentar, da er sich noch halbwegs im sachlichen Rahmen bewegt, ohne freilich großartig mit Argumenten aufzuwarten.

      Wie es an Steiner-„Bildungseinrichtungen“ abgeht, welche Falschheit, welcher Hochmut gepaart mit schwachsinnigen Lerninhalten dort dominiert, freilich getarnt mit allen möglichen Schlagworten die Offenheit, Gemeinschaft und Förderung des Individuums vortäuschen sollen, habe ich ein paar Jahre als Vater direkt miterlebt.

      Es mag manches am „diskriminierenden deutschen Schulsystem“ resp. dem der BRD auszusetzen sein, die Waldorfschulen sind keine Alternative dazu.

  37. Guten Morgen.

    Zuerst moechte ich gern kurz anmerken, dass generell jede Aussage, die entweder gaenzlich positiv, oder gaenzlich negativ ueber ein Thema spricht, mich immer sehr sauer anstoesst. Es gibt immer zwei Seiten zu allen Dingen. Das vorweg.

    Zum Thema: Waldorfschule ist nicht gleich Waldorfschule, auch wenn Gegner (eben so, wie Befuerworter) der Ideologie das immer gern so sehen wuerden. Ich bin selbst nicht im Waldorfsystem aufgewachsen und nachdem ich den Waldorfkindergarten und die Waldorfschule in Essen, NRW kennen gelernt habe, macht mich das traurig. Meine oeffentliche Schullaufbahn war der pure Horror und Waldorf in Essen dazu das Kontrastprogram. Ich habe ein Jahr im Waldorfkindergarten gearbeitet und eine Familie mit Kindern im Alter von 2 bis 10 ueber 7 Jahre im Waldorfsystem begleitet…es ist nicht alles Gold, was glaenzt. Da stimme ich vollkommen zu. Aber manches, ist es eben doch 😉

    Ich moechte nur dazu anregen, keine verallgemeinerten Gut oder Schlecht Urteile zu faellen. Das gilt nicht nur fuer Waldorf. Es gibt schlechte Waldorfschulen, bei denen alles, was oben aufgefuehrt wurde zutrifft. Und es gibt gute Waldorfschulen, wo Eltern tatsaechlich Teil der Gemeinschaft sind, wo man modernisiert und sich bewusst ist, zu welcher Zeit Steiner gelebt und gewerkt hat und auch, dass bei diesem Mann nicht alles ganz mit rechten Dingen zu ging 😉

    Generell ist wohl bekannt, dass negative Erfahrungen immer mehr die Runde machen, als positive. Schade, aber wahr. Die tausend Mal, die das Kind ohne Unfall die Treppe hoch und runter saust, ist selten Gespraechsthema – das eine Mal, das es stolpert, faellt und sich eine Gehirnerschuetterung holt, wird sicher wochenlang im Familienkreis besprochen 😉

    Selbststaendiges Denken sollte auch beinhalten, dass man niemandem von vornherein von Waldorf abraet, aufgrund von eigener Meinung – man sollte doch wohl eher dazu anregen, dass sich jemand selbst informiert und sich die Schule anschaut, mit Eltern und Lehrern spricht…auch ueber Bedenken…und sich sein eigenes Bild macht. Jemandem von vornherein die Meinung „Waldorf ist schlecht“ aufzudruecken, macht das gleiche wie die elitaeren Waldorfanhaenger, wenn sie sagen „Waldorf ist perfekt fuer jedes Kind“.

    Nur ein kleiner Denkanstoss 🙂

    • Danke Lena für Deine Anmerkungen. Ich habe diesen Beitrag einst eingestellt, um meine eigenen persönlichen Erfahrungen mit Waldorfschule- und Kindergarten die ein paar Jahre sich hinzogen kundzutun. Insofern handelt es sich auch um eine parteiliche Abrechnung die dazu dienen soll, andere vor diesem Schritt zu warnen.

      Da viele Eltern und Lehrer aus der gesamten BRD genau dieselben Erfahrungen gemacht haben stimme ich der These nicht zu, es würde nur an dieser oder jener Schule oder Lehrperson liegen wenn etwas im Argen lieg.

      Ich teile jdoch Deinen Rat, man solle sich selbst informieren, ergänze jedoch: Optimalerweise anhand der von mir im Anschluß des Beitrages aufgeführten Bücher und nicht über die Werbung, die von anthroposophischen Broschüren, Eltern und Lehrern – also Sektenangehörigen – ausgeht.

      Denn genau diesen Fehler habe ich einst gemacht, all diese Bücher nicht vorher gelesen zu haben als es darum ging zu entscheiden, ob ich mich für die Waldorfschule entscheide, sondern nur der nicht-stimmigen Eigenwerbung der Anthroposophen vertraut habe. Um anderen zu helfen, die eine Alternative zu staatlichen Schulen suchen, kann und soll mein Beitrag eine Entscheidungshilfe bieten.

  38. Hmmm ok also ich war 12 jahre auf einer waldorfschule und es ging dort das Gegenteil von Rassismus ab. Wir haben sogar mit Afrikanern zusammen gefrühstückt in der Klasse und mit denen gesungen und so. Auch haben wir durch eigene Projekte Geld verdient um dies Menschen inBrasilien die in Slums leben zuspenden usw. Unsere Schule hat uns beigebracht das alle Menschen gleich sind und das man schwächeren helfen soll. Dieser Bericht beschreibt überhaupt nicht meine Schule, ich bin total Geschockt darüber was da steht, weil das Gegenteil davon der Fall war. Ich war auf der waldorfschule in Schloss-hamborn und ich wurde dort zu einen frei denkenden Menschen erzogen, und frage mich Grad wer sich so ein Schwachsinn ausdenkt und wem nutzt es wenn die waldorfschulen geschlossen werden würden? Den auf einer waldorfschule wird einen beigebracht Dinge zu hinterfragen alles von Perspektiven zu betrachten usw. Dagegen wird in einer Staatsschule einen beigebracht zu funktionieren und auf Befehl schnell und Leistungstark zusein ,am besten ohne zufragen . Das ist doch der perfekte Arbeiter …Menschem die ihre Arbeit hinterfragen sind unerwünscht….

    • Hallo Anna, ich habe in meinem Beitrag den Rassismus-Vorwurf nicht erhoben. Im übrigen wird auch in Waldorfschulen unbedingte Anpassung von Lehrern, Schülern und Eltern gefordert, nur mit dem Unterschied, daß alles hinter falschem Lächeln und diversen Phrasen ummantelt wird.

  39. Ich habe mich immer gefragt, warum Waldorfschulen von vielen nicht wirklich
    ernst genommen werden. Die Posts hier haben mir aufschlussreiche
    Antworten gegeben. Vielen Dank!

    Mein Fazit : Hätte ich ein Kind, würde ich wohl das Modell mit dem Notendruck
    vorziehen, da mir der Preis für die auf den ersten Blick antiautoritär wirkende
    Erziehung zu hoch wäre.

  40. Hallo,

    dieser Blog ist wirklich sehr hilfreich. Danke!!

    Endlich kann ich mir zusammenreimen, warum der Teddybär, den ich meiner kleinen Nichte geschenkt habe unkommentiert in der Versenkung verschwunden ist und nie auch nur eins der Bilderbücher bei Ihrer anthroposophischen Mutter Anklang fand…
    Nachdem ich mich jetzt auch nur ansatzweise über Anthroposophie und Waldorferziehung informiert habe, bin ich entsetzt über das was meiner Nichte noch bevorsteht…. Mir kommt es vor wie Gehirnwäsche.
    Bin eben eine „Blindgeborene“. und gedenke es auch zu bleiben.

  41. hallo auch von mir!! ich bin selbst ehemalige waldorfschülerin und kann zu allem nur sagen, dass jede schule anders ist und steiner vor nunmehr einhundert jahren lebte. niemand von uns kann sagen, wie er die „sache“ heute sehen würde und alle sind angehalten, alles in die heutige zeit zu projezieren. was die rassistischen vorwürfe angeht, kann sich ebenfalls niemand davon frei sprechen, in dieser zeit evtl. ähnliche gedankenansätze gehabt zu haben…… ich hatte eine tolle schulzeit und unsere kinder gehen in einen waldorfkindergarten und hoffentlich auch in „unsere“ waldorfschule ( bei all den bewerbungen für die wenigen plätze, ein sechser im lotto!!)… und ich traue mir und meinen kindern zu, zu merken, wenn ein weg nicht mehr der richtige für uns ist und traue mir dann ebenfalls die kraft zu, dem gefühl auch taten folgen zu lassen….. im übrigen sind nicht nur waldorfschulen untereinander unterschiedlich strukturiert sondern auch regelschulen und alles steht und fällt, wie überall, mit den lehrern und eltern…..

    • Wieviele Schulen hast Du als Schüleren denn besucht? Sicherlich nicht so viele um sagen zu können, „daß jede Schule anders ist“ im Hinbick auf die hier dargelegten Eigenheiten. Ich kenne dieses „Argument“ nur zu gut, was davon ablenken soll, daß das System der Fehler ist, es nicht um diese oder jene Lehrer oder Schule geht. Gerade die von mir erwähnten Bücher von ehemaligen Waldorfschülern- und Lehrern der verschiedensten Schulen zeigen auf, daß es letztlich überall gleich ist.

      Um „rassistische Vorwürfe“ geht es im Artikel nicht, insofern möchte ich darauf gar nicht weiter eingehen. Daß Steiner als Oberguru der Waldorfschulen teils obskure Behauptungen auch diesbezüglich aufgestellt hat, wo er doch, in der Akasha-Chronik lesend allwissend war, sei jedoch erwähnt.

      Es ist nicht so, daß alle Eltern oder gar Schüler merken, was an den Waldorfschulen abgeht. Bleiben tun meist jene, denen alles egal ist oder mit einer rosaroten Brille herumlaufen und sich alles bieten lassen. Oder halt jene Schüler, die zu alt sind für einen Schulwechsel, weil sie an einer staatlichen Schule meist arg hinterherhinken also keinen Anschluß finden würden.

      Um „Regelschulen“, Schule an sich, unsinnig-gefüllte Lehrpläne usw. usf. geht es in diesem Beitrag nicht. Ich selbst habe als Vater an der Waldorfschule Berlin-Südost – ein Kind im dortigen Kindergarten und eines zwei Jahre lang an der Schule – meine Erfahrungen mit diesen Leuten gemacht, ihrer Scheinheiligkeit, Gestörtheit und bei all dem immer falsch lächelnd, wie bei einer Sekte üblich.

      Danach war die schließliche „Überführung“ meiner Kinder in einen „normalen“ Kindergarten und einer staatlichen Grundschule wie eine Befreiung und das vor allem deshalb, weil der ganze Umgang mit Kindern und nicht zuletzt Eltern ein weitaus normalererer war, man nicht allwissend-tuenden und stets lügenden wie untereinander sich bekämpfenden Erzieher-Darstellern sich gegenübersah, die wie einst in der DDR „unbequeme“ Eltern (die die „falschen Fragen“ stellten) zu einem „Gespräch“ vorluden um ihnen bei erfolgloser Einschüchterung nahezulegen, doch die Waldorfeinrichtungen zu verlassen. Denn nichts fürchten diese Leute als einen Austausch der Eltern über die angeblichen Vorzüge dieser Schulform, den eklatanten Widerspruch zwischen Waldorfpropganda und ernüchternder Wirklichkeit.

      Dann erst habe ich mir all die genannten Bücher besorgt und festgestellt, daß es wie an „meiner“ Waldorfschule überall zugeht und alle wachen (und kritisch gebliebenen) Eltern und Lehrer dieselben Erfahrungen gemacht und Schlußfolgerungen gezogen haben. Das jedoch hätte ich tun sollen, bevor ich meine Kinder dort angemeldet habe, statt lediglich der Waldorfpropaganda zu glauben. Um nun Eltern die Recherche zu erleichtern und meine Erfahrungen zu verarbeiten, habe ich diesen Beitrag eingestellt, der erfreulich hohe Zugriffszahlen aufweist.

  42. Ein sehr ernüchternder Bericht und ich bin wirklich froh, dass wir uns gegen die Waldorfschule entschieden haben, obwohl ich anfangs dachte, dass dies „unsere“ Schule sei.
    Wir haben uns informiert und es gab einige gravierende Punkte, die mir überhaupt nicht zugesagt haben.
    Eine Regelschule (zumindest unsere örtliche) kommt für uns jedoch genauso wenig in Betracht und so haben wir uns für die Montessorischule entschlossen und am Dienstag die Zusage bekommen: unser Sohn wird im September in die Montessorischule eingeschult.
    Das ist genau das Konzept, das uns zusagt.

  43. Wir sind schockiert und der Bericht http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen bringt vieles sehr genau auf den Punkt, was bei uns abläuft.

    Unser Kind ist unsicher, hat immer Angst, etwas Falsches zu sagen, ist nicht mehr sie selbst.

    Wir vertreten allgemein die Auffassung, nicht zu erziehen, was natürlich trotzdem Grenzen benötigt. (Deine Freiheit reicht bis die der Anderen usw.) Ich empfinde es als sehr befremdlich, um mich des Lieblings-Adjektivs der aktuellen Klassenlehrerin zu bedienen, wenn sich unser Kind in unserer FREIEN Umgebung, in der jeder seine Meinung vertreten kann, darf und sollte, nicht mehr frei äußert.

    Frage ans Kind: „Was magst Du an Deiner Schule?“
    Antwort: „Die Regel. Dass die Kinder alles machen und nicht die Lehrer, wie den Tischdienst“

    Wir wissen noch nicht so recht, WIE wir jetzt vorgehen. Ziel ist jetzt, dass wir unser Kind dem System zeitnah entziehen.

    Wir haben Angst, als Eltern versagt zu haben, und gleichzeitig fällt es uns schwer, einzusehen, eine nicht nur falsche, sondern fatale Entscheidung getroffen zu haben. Möge Gott mir dafür verzeihen.

    • Auch ich habe einst gedacht, die Waldorfeinrichtungen (Schule und Kinderarten) wären die passenden Einrichtungen für meine Kinder, eine gute Alternative zu den Staatsschulen. Im Laufe der Jahre habe ich gemerkt, daß ich mich arg getäuscht habe, all das Gerede von „Schulgemeinschaft“ und ähnlichem leeres Gerede sind, man sich in einer Sektenwelt begeben hat. Ich fühlte mich wie in eine Politisekte versetzt, in der ich einmal im größeren Ausmaß (=DDR) gelebt habe. Normale Fragen über Vorgaben der Waldorf-„Pädagogen“ wurden als feindlich angesehen, Kritik sowieso, es kam zu Gesprächen wie einst beim MfS zur „Klärung eines Sachverhalts“, wo man einem Kreuzverhör ausgesetzt war. Schlußendlich habe ich mich entschieden, nachdem ein Sohn wg. „falscher Fragen“ seinen Waldorfkindergartenplatz gekündigt bekommen hat(!), seinen großen Bruder nachdem er seine 2. Klasse in der Waldorfschule Berlin-Südost (Oberspree) beendet hatte, von dieser Sektenschule zu nehmen und auf eine staatliche Schule einzuführen, seinen kleinen Bruder in einen normalen Kindergarten. Viele andere Eltern sind diesen Weg gegangen – geblieben sind jene – beinahe eine Minderheit -, die hochgradig naiv alles mitmachten und nicht hinterfragen, was diese Spinner vorgaben. Es war für mich wie eine Befreiung, das Waldorf-Sekten-Gelände, diese ewig-lächelnde Scheinheiligkeit und Verlogenheit hinter mir zu lassen und nein, Ihr braucht als Eltern Euch nicht schlecht vorzukommen, weil ihr eine falsche Entscheidung getroffen habt, das haben andere auch … Ganz im Gegenteil könnt ihr froh sein, geblickt zu haben, was abläuft und müßt halt zusehen, so schnell wie möglich alles abzubrechen, je früher desto besser. Es ist keine Schande gefehlt, sich nicht früher über die Anthroposophen-Sekte und ihre „Bildungseinrichtungen“ die obendrein noch vom Steuerzahler massiv kofinanziert wird, informiert zu haben. Dumm wäre es nur, dabei zu bleiben, wenn man seinen Fehler erkannt hat. Und ja: All die Bücher, die ich im Beitrag erwähne, habe ich mir leider erst nach meinem/unserem Ausscheiden aus der Waldorf-Sektenschulenwelt zu Gemüte geführt und erkannt, daß viele andere dieselben Fehler und Erfahrungen gemacht haben wie ich. Um all das zu verarbeiten und anderen Eltern es zu erleichtern, kritische Informationen über die Waldorfschule – möglichst VOR EINER EINSCHULUNG DORT – zu erlangen, habe ich diesen Beitrag auf meinen Blog eingestellt, sozusagen als meine Leistung zur Elternaufklärung. Ich habe einen Auszug aus dem Link (ruhrbarone.de) schon einmal zitiert und tue es noch einmal, weil er auf den Punkt bringt, was ich aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen kann:

      Wie ich rückblickend sagen muss, ist das Waldorfsystem raffiniert und an Verlogenheit nicht zu überbieten. Die Waldorfschule verkauft sich nach außen hin sehr gut. Kennt man sie aber von innen, wird man eines Besseren belehrt. Die große Waldorf-Gemeinschaft lebt nach der Devise: „Bist du nicht für uns, bist du gegen uns.“ Die gegen uns sind, lassen wir außer Acht und entledigen uns dieser Eindringlinge schnellstmöglich, egal wie. Die Wahnvorstellungen Rudolf Steiners werden in der Waldorfschule ausgelebt – mit kräftiger finanzieller Unterstützung des Staates. Dieser lässt diese Sekte schalten und walten, wie es ihr gefällt. Ohne Gegenleistung, ohne Auflagen, ohne wirksame Kontrollen.

      Nachwievor plädiere ich dafür, diese Schulen zu verbieten und schließe mich deshalb auch folgender Aussage an:

      Freie Waldorfschule Kempten: Ein ehemaliger Schüler berichtet:

      Diese Schule ist eine Sekte, die meiner Meinung nach komplett verboten werden sollte. Vor allem ist es unerhört, dass so etwas noch mit Steuergeldern unterstützt wird. Viele Eltern schicken ihre Kinder gutgläubig an so eine Schule und wissen nicht was da abgeht. Meinetwegen sollen Erwachsene sich irgendwelchen versponnenen Esoterik-Sekten anschließen. Aber Kinder die an so eine Schule geschickt werden haben ja überhaupt keine Wahl und können auch nicht beurteilen, ob das normal ist, was da unterrichtet wird.
      http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/3101/comment-page-4#comment-107648

      „Ich würde mein Kind nie an einer Waldorfschule anmelden“
      http://www.ruhrbarone.de/ich-wurde-mein-kind-nie-an-einer-waldorfschule-anmelden%E2%80%9C

      Waldorfschule: Versteinerte Erziehung
      http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-versteinerte-erziehung

  44. Anthroposophische Fachklink Siebenzwerge in Salem am Bodensee
    Ehemalige Heilstätte Sieben Zwerge

    Ich habe in einer pseudo-anthroposophischen Einrichtung – der Fachklinik Siebenzwerge in Salem am Bodensee – unglaubliche und negative Erfahrungen mit sogenannter anthroposophischer Medizin gemacht. Eine adäquate schulmedizinische Versorgung ist dort nicht gewährleistet – widerspricht sogar in Teilen der anthroposophischen Weltanschauung.

    Dass diesem Weltbild entsprechend durchgemachte, erduldete Krankheiten zu einer Höherentwicklung und in einem folgenden Leben als angeborene Begabung zu einer seelischgeistigen Möglichkeit führen, wir natürlich vor einer Behandlung nicht vermittelt. Und auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Schmerzforschung werden bewusst ignoriert: Schmerzen auszuhalten ist eine Dummheit!

    Die Fachklinik Siebenzwerge hat offensichtlich gute Arbeit geleistet. Das konfrontative Konzept ist im Internet gut bekannt! Das Therapiekonzept sei ungewöhnlich aber wirksam, es gebe psychische und physische Körperverletzungen im scheinbar rechtsfreien Raum, die Siebenzwerge seien die Taliban der Drogentherapien, Therapeuten würden über Grenzen latschen und wiederholt wird über Desinformation, Entwertung, Mobbing, Abschottung, Beeinflussung und Menschen brechen berichtet.

    Ich habe mich ausführlich beim Kostenträger – der Deutschen Rentenversicherung – beschwert und einen Erfahrungsbericht im Internet verfasst… 😉

    Fachklinik Siebenzwerge Erfahrungsbericht
    http://www.siebenzwerge-report.info

    • Die „anthroposophische Medizin“ ist nicht deshalb zu kritisieren, weil keine „adäquate schulmedizinische Versorgung gewährleistet“ wäre, zumal das notfallmedizinisch der Fall sein dürfte. Sie ist abzulehnen, weil sie sich lediglich als Anhängsel und Ergänzung der Schulmedizin sieht, der sie kein eigenes wissenschaftlich begründetes Konzept entgegenzusetzen hat. So sind anthroposophische Ärzte z. B. nicht im Bilde darüber, warum etwa Impfungen für die kein Wirksamkeitsnachweis vorliegt per se abzulehnen sind, weshalb sie zu den „Ärzten für eine individuelle Impfentscheidung“ zählen, die die eine Impfung empfehlen und eine andere nicht. Täten sie sich mit den Erkenntnissen von Dr. Hamer und Dr. Lanka befassen, bräuchten sie Hilfesuchende nicht mehr mit esoterischen Phrasen in die Irre führen oder in die Arme der Pharmamedizin.

  45. Waldorf hat für Schüler genau drei gute Seiten:
    PLUS:
    – Farbenlehre (kommt mit Kreis etc. in der Grundschule wesentlich später)
    – Rhythmik: egal ob tanzen oder musizieren. Kinder lernen früh, nicht einfach nur zu konsumieren, sondern zu verinnerlichen, selbst zu entfalten, selbst zu musizieren, per Musik zu kommunizieren
    – gesundes Essen (FRISCHE; vOLLKORN)
    Minus:
    – etwas christliche Ethik, sofern man als Kind den „Heiland“ Rudolf Steiner und Jesus wirklich unterscheiden kann
    – eine ganzen Haufen Beamter, Erziehungspfleger … was auch immer, die nur zu gerne ihre Ansichten nach anthroposophischen Ansichten (eigenen oder gestellten) zur offiziellen Ansicht machen. UND DAS IST EIN GANZ DICKES MINUS EINER SEKTENUNTERWANDERUNG.
    Bsp: Berlin-Wilmersdorf-Charlottenburgist fast die gesamte Sozialbehörde nur noch basierend auf Scientologen und Anthroposophen … mit entsprechend dämlichen Diagnosen, Befunden, Antworten und Beförderungen völlig unterqualifizierter Mitarbeiter zu eigenständigen Pädagogen/Sozialarbeitern…

    • Ob (anthroposophische) „Farbenlehre“ und „Rhythmik“ oder gar „Vollkorn“ nun ein „Plus“ der Waldorfschule sind, wage ich zu bezweifeln bzw. wäre erst zweifelsfrei zu beweisen. Über bleibt das offensichtliche und hier thematisierte „Minus“, was diese Sektenschulen mit ihrem schrulligen Personal – welches zudem noch aus Steuermitteln kofinanziert wird – zu einer Fragwürdigkeit ersten Ranges werden läßt.

      • Hallo Detlef,

        auf diesem Wege danke ich Dir, wenn auch deutlich verzögert, für Deine Nachrichten, sowohl für die öffentliche in Deinem Blog als auch für die, die per Mail herein geschneit kam.

        Ich mag die Gelegenheit heute nutzen, etwas Neues, etwas Positives zu berichten:

        Wir ziehen um! Nicht nur, dass wir damit dem Schimmel der derzeitigen Wohnung entfliehen werden, nein, die Schule, in dessen Einzugsbereich wir fortan leben werden, ist so was von TOLL! 😀
        Unser Kind hat schon lange keine Lust mehr auf die Vorgänge in der Waldorfschule, veränderte sich in den kurzen Ferien wieder zu dem Kind, das wir lieben, das sie ist. Nun ist sie seit vier Tagen wieder in der „Obhut“ des Waldorfpersonals (Lehrer mag ich sie nicht nennen…) und zeigt altes Verhalten, das sie sich erst während der Schulzeit aneignete.
        Beispielsweise wurde sie gestern von einem Klassenkameraden (w.) erst in den Hintern getreten, dann beleidigt. Als sie dann den Raum zur nächsten Schulstunde wechseln mussten, hielt besagtes Kind ihr die Tür in Kooperation mit einem Mitschüler zu, so dass mein Kind schließlich verzweifelt aufgab und weinend im Klassenraum verblieb. Auf die Erkundigung des Leerkörpers kam die Angelegenheit sodann zur Sprache und mein Kind (!) sollte sich dann mit den beiden anderen wieder vertragen.
        Da machte selbst mein Kind (8 Jahre) ein Fass auf und fragte, warum sie sich denn vertragen solle, sie habe doch nichts getan. Schließlich verweigerte sie diesen ungerechtfertigten Vorgang und maßregelnde Maßnahmen blieben vermisst.
        Toll, mein Kind fragte mich immerhin noch, warum, wieso, weshalb es denn so sein kann.

        Nun werden wir also pünktlich zum Schuljahreswechsel auch die Schule wechseln.
        Nur gekündigt haben wir noch nicht, denn wir müssten einen Spießrutenlauf ja gar erwarten. Sie wird schon jetzt „befremdlich“ angesehen, wenn sie mit ihrem Monster High T-Shirt aufkreuzt. Mein Gott, es ist ein Kind. Ich mag den Mist auch nicht, aber wenn sie es toll findet, ja bitte! Ich könnte mich aufregen, sehe nun aber sehr positiv in die Zukunft. 🙂

        Die neue Schule. Eine – nehmen wir das Feindwort überhaupt mal in den Mund – STAATSSCHULE. Ja, ich hab’s getan. Noch mal: Staaaaaatsschule! Ich fühle mich gut.
        Also, die Schule arbeitet nach neuen Konzepten, die das Schulgesetz so auch ermöglicht und bei Ganztagsschulen auch vorsieht. Das heißt in Kurzform, dass in den ersten „Klassen“ eben genau auf solche verzichtet wird. Es findet eine Ganztagsbetreuung statt, sodass ausreichend Zeit für Lernen, für Soziales und so fort bleibt. Ist sie dann Zuhause, hat sie eben tatsächlich Feierabend, da die „Hausaufgaben“ als solche bereits in der Nachmittagsbetreuung erledigt werden. Toll, das Kind lernt IN der Schule, anstatt nachmittags noch Lehrstunden mit Papa zu haben, weil der das Gefühl nicht los wird, sein Kind regelmäßig in einen Vergnügungspark zu stecken, der dann doch bitter, sehr bitter für das Kind ist, dass sich nicht formen und biegen und in Schubladen stecken lässt.

        Mein Kind ist wie es ist, denkend und sie selbst. Das soll sie auch bleiben.

        Ich danke Gott für die notwendige Kraft und sehe endlich wieder eine gute Zukunft für mein Kind

        • Freut mich, daß Ihr den Absprung geschafft habt. Lese ich Deine Zeilen, fühle ich mich an meine/unsere Zeit in der Waldorfschule erinnert, den Umgang mit diesen beinahe psychopathisch anmutenden „Lehrkräften“, wie mit einem verfahren wird, wenn man kritische Fragen stellt (was mich damals wiederum an die DDR zurückversetzte) und dem Aufatmen, als man draußen und bei einer „Staatsschule“ angekommen war. Ich wünsche Euch alles Gute 😉

  46. Es tut mir leid, ein so allgemeines Urteil über Schulen, ob staatlich, waldorf oder montessori, zeugt doch von einer gewissen Naivität. Wenn Sie eine schlimme Kindheit an einer oder mehreren Schulen hatten, tut es mir leid, aber deshalb ein allgemeine Hetzschrift gegen ein alternative Pädagogik zu starten ist dumm und gefährlich. Manchmal reicht es eine meinung zu haben, man muss sie nicht verteilen wie ein Hund sein Urin.

    MfG

    C. Schumann, Berlin

    • Wie Du an den erwähnten Büchern zum Thema, in denen ehemalige Schüler, Eltern und Lehrer der Waldorfschulen ihre ganz ähnlichen Erlebnisse beschreiben und ebensolche Schlußfolgerungen ziehen wie den gleichlautenden Kommentaren ersehen kannst, stehe ich mit meiner Meinung als Vater von Kindern, die dieser „alternativen Pädagogik“ einmal teilhaftig werden durften und das entsprechende „Lehrpersonal“ zu ertragen hatte, keinesfalls alleine da. Insofern ist Dein Versuch zu personalisieren und Insider zu psychopathologisieren (wie bei Steiner gelernt) um abzulenken, nur zu offensichtlich und deshalb zum Scheitern verurteilt. Neben den vielen zustimmenden Stimmen zeigt jedoch auch Dein Bellen als getroffener Hund wieder einmal, wie wichtig diese Aufklärung ist. Dafür danke ich Dir.

  47. Hallo!

    Ich hatte schon bei Andreas Lichte (Ruhrbarone) meine Erfahrungen geschrieben.
    Die ganzen Waldorf-Einrichtungen geniessen Narrenfreiheit.
    Wie ich dort geschrieben habe, wurden 2 meiner 3 Kinder dort genommen, das dritte nicht, aus mir unerfindlichen Gründen.
    Es gab persönliche Gründe meine Kinder dort anzumelden.
    Wenn auch mit Bauchschmerzen. Man richtet alles nach dieser Schule. Freizeit, Geld und Wohnort und dann wird ein Kind einfach nicht genommen. Einfach so.
    Viele Eltern die vorhaben ihr Kind dort anzumelden kann ich nur sagen: Lassen sie es!!!
    Es erscheint auf den ersten Blick toll. Die Einschulung, der Lehrplan etc. Die Probleme entstehen erst später. Wenn alles zu spät ist.
    Sie können nicht einfach umziehen, die Schulgebühren wollen immer bezahlt werden, sie müssen für Veranstaltungen immer parat sein.
    Jetzt kommt das, was von Waldorf nicht so bekannt ist: Geschwisterkinder werden nicht automatisch genommen. Es gibt keine Aufnahmekriterien, auch wenn die Schulen etwas anderes behaupten. Es wird nicht reagiert, wenn ein Kind Probleme in der Schule mit den Aufgaben oder Mitschülern hat. Es wird nicht reagiert, wenn man gerne persönliche Gespräche habe möchte, man wird auf einer Negativliste vermerkt, wenn man bei Veranstaltungen nicht anwesend ist, denn die Ausrede das man arbeiten muss, gilt nicht. Es wird stillschweigen und keine Widerworte erwartet. Die Waldorfschulen heute, suchen bei Kindern ganz bewusst Probleme heraus (auch wo keine sind) damit man irgendwie Fördergelder erhält. Mein drittes Kind ist gesund und ich habe mich wehement dagegen gewehrt, das er Probleme haben soll, das war mein Ticket für meinen Tritt nach draussen. Im nachhinein kann ich mir den gesamten Gesprächsablauf erklären bei der Aufnahme. Hätte ich zu allem ja gesagt und hätte alles abgesegnet, wäre er genommen worden, aber das wäre ein Verrat an meinem Kind gewesen.
    Jetzt habe ich hier zwei Waldorfkinder und das dritte darf nun auf ein Grundschule im sozialen Brennpunkt gehen. So sieht die Fürsorge der Waldorfschulen aus. Untereinander unterscheiden sie sich zwar im Programm und anderen Kleinigkeiten, aber das Auswahlverfahren ist derselbe Mist.
    Mal ganz abgesehen davon, das die Lehrer ihre Sonnenschein Tour bis zur neunten Klasse durchzogen und dann wird plötzlich auf den Putz gehauen mit Druck und Noten. Wer jetzt nicht mit kommt, bleibt auch auf der Strecke. Bei meinem ältesten Sohn gab es auch nie eine beständige Schüleranzahl. Ständig kamen und gingen Kinder. Mittlerweile sind es 42. Die Urbesetzung bestand aus 12 Kindern bei der Einschulung und die Lehrer werden mit ihnen nicht fertig. Ich könnte noch viel mehr erzählen, aber das würde hier nicht reichen. Es wird auch erwartet, das man sein Klappe hält. Oh, wie böse das ich da schon wieder aufmüpfig werde.
    Bei einem Zweitgespräch sagte der eine Lehrer sofort, das sie ein Autonomie sind. Ja, das stimmt und sagt auch über die Qualität dieser Schule alles. Zeigen direkt, wer die Schuhe an hat.
    Man, schon komisch das eine Autonomie staatliche Gelder braucht, oder??

    • Danke für Deinen guten Beitrag.

      Ja, die Waldorf-Einrichtungen geniessen Narrenfreiheit, werden jedoch massiv von Steuergeldern kofinanziert. Ähnlich ist es bei kirchlichen Einrichtungen. Es sollte nur staatliche Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Altenheime usw. geben.

      Der Sektencharakter der Waldorfschulen wird deutlich, wenn man dort nicht allem zustimmt und sich unterordnet. Dann kommt man auf eine „Negativliste“. Bei Gesprächen wird man vorgeladen, eine dritte Person notiert alles mit.

      Dort wird gelogen und geheuchelt, was das Zeug hält. Meist mit aufgesetztem Lächeln. Nicht nur gegenüber den Kindern und Eltern, sondern auch untereinander. Deshalb ist die Fluktuation auch innerhalb der Lehrerschaft sehr hoch.

      Profitieren tun die Waldorfschulen nicht nur von der Unwissenheit von Eltern, die Alternativen zur Staatsschule suchen und es verabsäumen, sich vorher mit kritischer Aussteiger-Literatur zu befassen.

      Sondern auch von der Tatsache, daß der gegen Null tendierende Ausländeranteil eine Sogwirkung auf verantwortungsbewußte deutsche Eltern ausübt. Trotzdem sei gesagt, die Waldorfschule ist keine Alternative, sondern der helle Wahnsinn, ein Desaster.

      Wer seine Kinder nicht antideutschem Mobbing und Terror seitens der zugewanderten Schülerschaft in „sozialen Brennpunktschulen“ aussetzen will, der soll den Wohnort wechseln in Gebiete unseres Landes, wo das (noch) nicht der Fall ist.

      • Könnte es sein, das alles was im Leben passiert mit einem selbst zu tun hat und für die eigene Entwicklung sinnvoll ist? Das beste an diesem Gedanken ist, daß man aufhören kann andere für das verantwortlich zu machen, was einem selbst widerfährt und noch besser, man erkennt damit die eigene Macht an alles, was einem passiert beeinflussen zu können.

        Der Gedanke ist auch nicht neu, sondern steckt auch schon im Neuen Testament: „Jedem geschehe nach seinem Glauben.“

        • Du hast es ausgesprochen: Es ist ein Gedanke, der in der Geschichte da und dort immer mal wieder auftaucht. Nicht mehr und nicht weniger.

          Ich habe dann Probleme mit dieser Herangehensweise, wenn sie dafür mißbraucht wird, menschliches Fehlverhalten ungesühnt zu lassen und jenem, der Opfer des selbigen wurde, obendrein zu erklären, daß er sich fragen sollte, was es „mit ihm selbst zu tun hat“, daß er, beispielsweise, als jemand, der zivilcouragiert einem anderen helfen wollte, brutalst zusammengetreten wurde und doch „damit aufhören“ sollte, die Täter dafür „verantwortlich zu machen“.

          Das wäre dann ein zynischer Gedanke, der Unrecht legitimiert. Und ein skurriler wenn er für unser Thema hergenommen wird, die vielfältigen negativen Erfahrungen mit Waldorfschulen jenen anzulasten, die sie gemacht haben um am Ende zu sagen, alles wäre in Ordnung.

          • Vielleicht war „Gedanke“ nicht das richtige Wort. Es geht um ein Prinzip oder nenn es Naturgesetz. Was sich nicht dadurch ausser Kraft setzen lässt, dass es mir nicht gefällt, wenn ich niemanden im Aussen mehr vorschieben kann, um mich davon abzuhalten mich mit meinen eigenen Problemfeldern auseinanderzusetzen.
            Dabei geht es nicht um Rechtfertigung, sondern eher um Vergebung. Überhaupt das Schlüsselwort, um seinen Frieden zu finden. Solange ich nicht bereit bin zu Vergeben, werde ich ein Thema auch nicht loswerden.
            Wenn es Dir sinnvoll erscheint, dann ärgere Dich weiter über Waldorfschulen und versuche anderen diese suspekt erscheinen zu lassen, statt mal zu schauen, was das Erlebte mit Dir zu tun haben könnte und daran zu wachsen.

          • Ich ärgere mich nicht über Waldorfschulen, sondern habe einen bescheidenen Artikel darüber verfaßt, der vor knapp 12 Jahren in der mittlerweile eingestellten Zeitschrift „Campo de Criptana“ veröffentlicht wurde und ihn später ins Netz gestellt, um mir selbst Luft zu machen, meine eigenen Erfahrungen mitzuteilen und zum anderen, Eltern davor zu warnen, auf die Eigenwerbung der Waldorfschulen reinzufallen, sich anhand der erwähnten guten Bücher, die Sektenaussteiger – Lehrer, Eltern usw. – verfaßt haben, ausgiebig sich vorher zu informieren. Deiner Meinung nach ist das nicht legitim, denn die Waldorfeinrichtungen sind völlig in Ordnung und wenn jemand damit Probleme hat, ist er selbst Schuld, weil er noch nicht reif genug ist usw. Genau mit dieser Masche wird dort „argumentiert“ und eine Fehlerdiskussion, geschweige denn die Infragestellung der Steiner-Ideologie überhaupt, vermieden.

          • Ich habe weder behauptet, daß es nicht legitim ist vor Waldorfschulen zu warnen, noch das in Waldorfschulen alles in Ordnung ist. Klar kann es, sowohl für einen selbst, als auch für andere hilfreich sein, Kritik zu äussern. Gleichzeitig stellt sich allerdings die Frage, warum ist mir das passiert und was lerne ich üer mich und für mich daraus. Es ist ziemlich einfach alle anderen, die nicht der eigenen Meinung sind und z.B. ihre Kinder nicht von Waldorfschulen nehmen für zu doof oder blind zu erklären, ohne anzuerkennen, daß andere Menschen andere Erfahrungen machen können. Woher nimmt ein Mensch das Recht zu beurteilen, was für andere Menschen richtig und was falsch ist?

            Von Schuld oder Unreife habe ich auch nichts erwähnt. Das sind die Kategorien, in denen DU denkst. Ich möchte Dich nicht davon überzeugen, daß Waldorfschulen das Beste sind, was unseren Kindern passieren kann. Der Grund, weswegen ich überhaupt auf Deinen Blog reagiert habe, ist Deine Verbohrtheit. Du machst den Eindruck eines entäuschten Menschen, der sich nun rächen will und um sich schlägt. Aber was passiert hier mit Deiner Energie, die Du in diese Sache steckst? Hoffst Du dadurch Waldorfschulen zum Aufgeben zu bringen, weil Ihnen der Nachwuchs abhanden kommt? Selbst wenn das passieren würde, was mir jedoch eher äusserst unwahrscheinlich vorkommt, was wäre dann? Rache erfolgreich, alles in Butter? Bist Du nicht mal beim Thema Waldorfschule gelandet, weil Du auf der Suche warst nach einer Alternative zu staatlichen Schulen? Ist diese Alternative aus Deiner Sicht immernoch erstrebenswert und notwendig? Falls Du diese Frage mit ja beantworten würdest: Wäre es dann nicht sinnvoller die eigene Energie in das Aufbauen einer solchen Alternative zu stecken, statt sich auf das Zerstören zu konzentrieren?

          • Weder bin ich ein „enttäuschter Mensch, der sich nun rächen will und um sich schlägt“, noch stecke ich „Energie, in diese Sache“. Da ich davon ausging, daß es „sowohl für mich selbst als auch für andere hilfreich sei, Kritik an der Waldorfschule zu äussern“, habe ich vor über einem Jahrzehnt diesen kleinen, bescheidenen Artikel verfaßt und veröffentlicht. Das hat mich vllt. ein paar Stunden Arbeit gekostet – vom Lesen der von mir empfohlenen Bücher einmal abgesehen – und seitdem ist für mich das Thema erledigt, denn, wie gesagt, Luft gemacht habe ich mir damit längst und gleichzeitig denke ich, daß ich einigen suchenden Eltern helfen konnte. Und wenn ich mal auf ein paar Kommentare hier reagiere, dann mache ich das nebenher.

            So ist es, nicht mehr und nicht weniger und natürlich wäre die Welt keine signifikant bessere, wenn es keine Waldorfschulen mehr gäbe und ja, es gibt wichtigere Probleme in diesem Land. Für den oder die Betroffenen ist es jedoch ein wichtiges Thema, wie mir die Reaktionen auf meinen Beitrag zeigen, die zudem aufzeigen, daß das, was man selber erlebt, auch andere immer wieder betrifft, solange das Grundproblem vorhanden: Die Waldorfschule inkl. Waldorfkindergarten, was oft ja auch örtlich zusammenhängt.

            Wie so viele Eltern, die ihre Kinder auf der Waldorfschule anmeldeten, war auch ich geprägt von den eigenen Schulerfahrungen und erhoffte mir, womit die Waldorfschulen ja auch immer werben: Ein stärkeres Eingehen auf die Individualität der Schüler, um nur einen Punkt herauszugreifen. Ich merkte jedoch, daß genau das nicht der Fall ist. Dagegen kam mir die staatliche Schule, in die ich dann mein Kind umschulte, wie eine Befreiung vor, was schon damit begann, wie mit einem als Elternteil umgegangen wird, die negative Atmosphäre, die die Waldorfeinrichtungen ausstrahlen, wo ich mir vorstellen könnte, daß diese erzeugt wird durch das permanente Geheuchel, Gelüge, das Intrigantentum und dergleichen mehr, lag nun hinter mir.

            Und es ist meine eigene Erfahrung, die Du mir nicht ausreden kannst, daß vor allem jene Eltern dort haften bleiben, die eben schwächer sind, sich gerne unterordnen alles und jedem, wo der kritisch-eigenständige Geist kaum oder gar nicht vorhanden wie natürlich jene, die fanatisiert und mit der Stuktur verbandelt sind.

            Eine Alternative zum heutigen Schulsystem ist für mich immer noch „erstrebenswert und notwendig“, jedoch bin in nicht in der Lage, meine „Energie in das Aufbauen einer solchen Alternative zu stecken“, zumal ich davon ausgehe, daß dergleichen nur von oben geschehen kann, denn selbst die Waldorfschulen sind eingebettet in diese Gesellschaft mit ihren Anforderungen, was sich auch im Lehrplan mehr schlecht als recht niederschlägt und später im Hinblick darauf, was für das Abitur verlangt wird. Denn etwa radikale Lehrplanentrümpelung läßt sich nur staatlicherseits durchziehen, ebenso das von mir favorisierte Schulsystem der DDR, erst recht eine damit nötig einhergehende Umgestaltung der politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse. Dann wäre auch mehr Raum, auf das Kind einzugehen, freilich jenseits vom Steiner-Wahnsystem.

            Die Frage, „warum mir das passierte und was ich daraus lerne“, kann ich ganz konkret beantworten: Ich war selbst „doof oder blind“ und habe daraus die Erfahrung gewonnen, immer und immer wieder kritisch zu bleiben, also nicht leichtgläubig, mich nicht von Idealismus im Sinne von Wunschdenken leiten zu lassen und letztlich keine Scheu zu haben, Irrwege mir und anderen einzugestehen und daraus die logischen Konsequenzen zu ziehen. Und genau das war, neben dem eigenen „Luft machen“, eine Intention für meinen Artikel, anderen dabei zu helfen, sich ein realistisches Bild zu machen, entweder vorher oder, wenn sie mittenmang sind uns spüren und merken, daß es realiter ganz anders ist auf der Waldorfschule, als es dort selbst propagiert wird.

            Für wen diese Schule gut und auch das Kind objektiv davon profitiert oder zumindest keinen Schaden nimmt, der soll halt dort bleiben, vielleicht gibt es den ein- oder anderen Fall, wo das tatsächlich so ist. Und freilich würde ich mein Kind lieber dorthin geben als auf einer Schule mit 95 Prozent Moslemanteil, wo es tagtäglich als „deutsche Kartoffel“ terrorisiert wird, wobei die optimale Lösung natürlich wäre, diese Stadt oder Region gänzlich zu verlassen, schon halt alleine seiner schulpflichtigen Kinder wegen.

            „Schuld oder Unreife“ sind nicht meine „Kategorien“, sondern von Dir verwendete Begriffe die suggerierten, daß jeder, der nicht in und mit der Waldorfschule zurechtkommt, noch an sich arbeiten müsse und dergleichen Phraseologie mehr, die ich genauso von Waldorfianern her kenne. Nur deshalb bin ich darauf eingegangen, wie auch meine Meinung nichts mit „Verbohrtheit“ zu tun hat, wie Du weiter unterstellst, nur, weil sie nicht die Deine ist und alles gleich-gültig dastehen läßt – eine aus meiner Sicht gekünstelte, pseudo-spirituelle Weltsicht, die mit dem Leben im Hier und Jetzt wenig bis nichts zu tun hat und genau das ist es, was man in abgewandelter Form an der Waldorfschule erlebt:

            Die dort tätigen „Pädagogen“ fühlen sich als Erleuchtete, die Steiners „Erkenntnisse“ verstanden haben und alle anderen sind „Ungläubige“, „Suchende“, „Unreife“ usw., die man nach Strich und Faden belügen und freilich immer wieder von oben herab mit einem milden Lächeln abkanzeln kann. Es ist dieser Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit, der eben auch zeigt, daß das System „Waldorfschule“ keine Fehler hat, sondern ein Fehler ist. Eine Sektenschule, der man erstens jedwede öffentliche Gelder entziehen und letztlich abwickeln sollte.

  48. Hallo Herr Nolde,

    Sie sprechen mir aus der Seele. Genau das was sie beschreiben, geschah auch uns.
    Wir sind eigens wegen der Schule hier her gezogen, nachdem wir Jahre lang hin und her gefahren sind.
    Wir können leider nicht mehr umziehen. Staatlichen Schulen in den Einzugsgebieten anderer Stadtteile sind voll und über laufen.
    Ich versuche gerade meine Kinder an einer Alternative anzumelden, viel Natur und trotzdem Schule. Allerdings sind die Aussichten schlecht für uns. Da ich nun auch den mittleren Sohn abmelden möchte. Das heisst 2 Kinder die untergebracht werden wollen. Der ganz Grosse muss dort bleiben und will es auch, aber mit 14 Jahren kann er mitentscheiden.
    Heute habe ich erfahren das eine Lehrerin etwas zu einem Schüler gesagt hat, das unterste Schublade ist. Das versteht nicht einmal ein Erwachsener sofort. Auf einer staatlichen Schule hätte das Konsequenzen gehabt, bei dieser Schule wird es unter den Teppich gekehrt.
    Jeden Fehler den ich im Kiga oder der Schule angeprangert habe, wurde tot geschwiegen. Jedes Mobbing ignoriert und ich kann es nicht ändern. Ich muss warten bis sich eine Schule erbarmt und beide Kinder nimmt, von dem eines auch eine Entwicklungsverzögerung hat.
    Man kann alle Eltern nur warnen, wer sich dennoch darauf einlässt muss die Konsequenzen ausbaden. Alleine. Denn rechtliche Mittel gibt es gegen diese Schule nicht.
    Jemand meinte mal zu mir, ich könnte eine großzügige Spende geben, dann wäre ich wieder im Rennen.
    Hah, die können mich mal gerne haben. Ich bin seit 11 Jahren nicht mehr in den Urlaub gefahren, wegen der Kosten. Hoch getrieben haben das ganze nämlich auch die versteckten Kosten. Und für alle Besserwisser: Wir haben noch eine der hoch gelobten Waldorf Einrichtungen in Bochum erwischt. Doch die Medaille hat immer zwei Seiten.
    Ich versuche das nun so anzunehmen wie es ist. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
    Nein, wenn ich noch mal entscheiden könnte, dann nie wieder Waldorf.

    • Auch das ist meine Erfahrung, daß nicht nur Eltern wie kleine dumme Kinder behandelt, bei Bedarf nach Strich und Faden angelogen und angsprochene Probleme unter den Teppich gekehrt werden, sondern auch der Umgang mit den Kindern von einer üblen Respektlosigkeit geprägt ist, Beleidigungen üblich sind. Konsequenzen haben dann lediglich jene zu befürchten, die sich darüber beschweren.

      Ebenso wird jedes kritische, anfangs gar noch durch konstruktiv-kritische Nachfragen als feindlich-negativer Akt eingestuft, was mich als ehemaligen DDR-Bürger und später selbst in sektenartigen Strukturen unterwegs, genau daran erinnerte, weshalb das letztmalige Verlassen des Schulgeländes – es handelte sich um die Waldorfschule Berlin-Südost -, mir wie eine Befreiung vorkam.

      Wer sich nicht bewegt, spürt die Ketten nicht, in denen er sich befindet. So bleiben dann dauerhaft Ja-Sager, Naive, Verblendete, Profiteure, Verschrobene aller Art und solche, die sich nicht mehr getrauen, ihre Kinder auf einer Staatsschule anzumelden, weil der Leistungsrückstand zu gravierend. Letztgenannten würde ich empfehlen, trotzdem diesen Schritt zu gehen, wenn das Kind mitzieht.

      Es ist also auch in der Waldorfschule sinnig, wenn Eltern kritisch sind und bleiben, weil sie dann unweigerlich die Folgen zu spürgen bekommen und, wenn sie bei Trost, selbst die Segel streichen. Wenn die Waldorfschule nicht selbst – unter irgendeinen Vorwand – ihre Kinder hinauswirft. Als Lehre bleibt dann, sich vorher mit wichtigen Themen zu befassen, nicht hinterher.

      Vielen Dank für Ihren interessanten Beitrag, ich wünsche Ihnen alles Gute!

  49. Hallo Detlef!
    Daumen ganz weit nach oben! Den Beitrag hätte ich lesen müssen bevor ich meine Kinder guten Gewissens auf dem Walddorfkindi angemeldet habe.
    Deine Erfahrungen kann ich nur teilen. Immer schön nicken und harmonisch verarschen lassen. Dazu wird man noch glaubwürdig dazu gebracht an seiner Erziehungskompetenz zu zweifeln. Kinder mit starkem Charakter: ENTARTET! Sie werden altmodischen Bestrafungsmethoden ausgesetzt und psychisch derart unter Druck gesetzt, daß man nach einiger Zeit ein verhaltensgestörtes Kind zuhause hat. Zweifelt man dann noch an der pädagogischen Einrichtung, so hat man nichts mehr zu lachen. Und der Nachwuchs leidet noch mehr. Was dort vorgeht kann man ganz klar unter dem Begriff seelische Mißhandlung formulieren. Die Täter werden von den Lobbyisten gedeckt. Gehirnwäsche pur! Man kann nur jeden davor warnen! Danke das Du es tust!!!
    Auch ich bin jetzt multiplikatorischer Anti-Waldi aus vollster Überzeugung!!!

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