Die Herrschenden in Wien und Berlin: Hauptschuldige am Ausbruch des Ersten Weltkrieges

https://i1.wp.com/www.remarque.uni-osnabrueck.de/iwnn-Dateien/image001.jpg

Immer mal wieder versuchen reaktionäre Kreise, Österreich-Ungarn und das Deutsche Reich von der Hauptschuld am Ausbruch des Ersten Weltkriegs freizusprechen. Nicht wenige Deutsche verbreiten ungeprüft diese Thesen und halten das für einen Dienst an historischer Wahrheit und Patriotismus.

Dabei war es nicht zuletzt das deutsche Volk, welches während und nach dem Ersten Weltkrieg – ausgelöst durch die dumme, aggressive, abenteuerliche und verantwortungslose Politik ihrer Führungen in Wien und Berlin – die allergrößten Verluste, Verbrechen und Unbill zu ertragen hatte.

Es ist also ein Tribut an die geschichtliche Wahrheit, mit der Blutschuld (am deutschem Volke), die die volksfeindlichen Obrigkeiten in Wien und Berlin zu verantworten haben, abzurechnen und nicht falsche „nationale Solidarität“ mit diesen zu üben, denn der Feind stand auch damals im eigenen Land.

Es folgt ein Abriß der wichtigsten Stationen des Ersten Weltkrieges insbesondere des Weges dahin, worum es in diesem Beitrag vornehmlich gehen soll …

28. Juni 1914: Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand und seiner Frau in Sarajewo (Bosnien) durch einen Attentäter einer serbischen Geheimorganisation.

5./6. Juli 1914: Das Deutsche Reich erteilt Österreich-Ungarn freie Hand für eine „Aktion“ gegen Serbien, obwohl nicht der serbische Staat für das Attentat verantwortlich war, sondern kriminelle Einzeltäter.

Dazu eine Erwiderung von „Branko“ an Wolfgang Eggert, der in seinem Buch „Israels Geheimvatikan“ über die Ursachen des Ersten Weltkrieges spekuliert – ein Auszug (einige Stellen von mir fett hervorgehoben):

Herr Eggert, bei allem Respekt und sie haben mit Sicherheit einen größeren Wissensschatz als ich. Aber meiner persönlichen Meinung nach verzerren sie 1914 bei Betrachtung der grundsätzlichen Geschehenisse.

1. Die Attentäter verstanden sich nicht als Speerspitze eines zwischenstaatlichen Angriffs Belgrads gegen Wien. Sie waren BOSNISCHE (!) Serben, d.h. Serben INNERHALB der Donaumonarchie. Die westserbische Komponente wird von deutscher Seite gerne übersehen. Das war schon 1991/92 so; da waren Karadzic & co ja nur die Speerspitze eines Angriffs Serbiens „gegen“ Bosnien. Mann muss Serben und Serbien unterscheiden. Die serbische Nation war bis zum Beginn ihrer verspäteten Emanzipation im 19. Jahrhundert zwischen zwei morschen Imperien geteilt. Das südöstliche konnte man erfolgreich vertreiben, die letzten Gebiete wurden da 1912 befreit – dort hatten wir nun EINEN serbischen Staat, das „Königreich Serbien“. Die Westserben wollten sich ebenfalls befreien. Bosnien war erst 1908 von Wien annektiert worden – eine imperiale Anmaßung! Als man dann noch am Veitstag (!) 1914 den Thronfolger nach Sarajewo entsandte, um bei Manövern die militärische Herrlichkeit Wiens zu demonstrieren, hätte der Tiefschlag gegenüber der serbischen Bevölkerungsmehrheit in Bosnien nicht größer sein können. Man wollte ihnen zeigen, dass man sich in die Tradition der Eroberer von 1389 stellt. Princip sah seine Schüsse als Antwort darauf, mit denen er sich in die Tradition eines Milos Obilic stellte. Die Attentäter sahen ihre Tat als national-revolutionären Gewaltakt, als Auftakt zu einer Radikalisierung der KuK-Südslawen, was zu einem Befreiungskampf führen sollte.

2. Die Attentäter hatten Protektion aus dem Ausland, u.a. (!) Serbien. Das können sie aber nicht gleich mit dem serbischen Regierungschef Nikola Pasic gleichsetzen. Da sind Verschwörungstheoretiker immer schnell dabei, auch Sie in ihren Büchern. Serbien war damals ein undurchsichtiger, heterogener Sumpf von verschiedenen Logen und Geheimbünden, staatlichen wie nicht-staatlichen. Welche Seilschaften letzten Endes in welcher Form und mit welchem Hintergedanken hinter dem Attentat standen, ist bis heute nicht ganz klar. Auch Sie haben das in ihren Büchern nicht herauskristalisiert sondern wittern stets die eine große zentralgesteuerte/homogene Verschwörung sobald irgendjemand in irgendwelchen Schlapphut-Fraktionen drinnen steckt. Pasic wollte Wien über Jovanovic und Bilinski warnen lassen. Und auf das Wiener Ultimatum reagierte er in Anbetracht des drohenden Angriffs derart entgegenkommend wie ein souveräner Staat es vor sich selbst verantworten kann. Die Reaktion war laut Kaiser Wilhelm sogar eine Kapitulation „demütigster Art“, wodurch jeder Grund zum Kriege entfalle. Doch das hat Wien nicht gereicht. Man hatte seinen Vorwand und man hatte das Ultimatum in bestimmten Punkten absichtlich derart unannehmbar formuliert, dass man hinterher in jedem Fall sagen konnte „Belgrad hat abgelehnt“. Dass Serbien seine staatliche Souveränität nicht kampflos aufgibt, sollte man besonders im Kontext des Veitstages wissen und man wusste es.

Die These, die Pasic-Regierung habe sich (so wie Kuweit 1990) im Auftrag der von Paris/London/Petersburg gesteuerten „Einkreisung Deutschlands“ als Stoßtruppe betätigt, um einen österreichischen Angriffskrieg zu provozieren, ist nicht haltbar. Das so darzustellen ist schlicht und ergreifend anachronistisch. Wäre das das Ziel von Pasic gewesen, hätte er gesagt: „Was zum Geier wollt ihr von uns!? Die Attentäter waren eure Staatsbürger und der Tatort lag auf eurem Staatsgebiet! Wir helfen gerne bei Ermittlungen von eventuellen Helfershelfern in Serbien, aber fordert könnt ihr einen feuchten Lehm. Wir sind ein souveräner Staat und werden uns verteidigen.“

3. Dass Berlin Wien aufgrund eines Belgrader Angriffs beistehen musste, entspricht nicht den Tatsachen. (…) Dass gewisse Verschwörerkreise in Paris und anderswo 1914 genau dieses Szenario heraufbeschwören wollten, bestreite ich nicht. Wenn das wirklich die Idee hinter dem Attentat war, dann heißt das im Umkehrschluss, man rechnete mit einer ungewöhnlichen Aggressivität seitens Wines/Berlins, die das undurchsichtige Attentat als Vorwand für eine zwischenstaatliche Aggression nutzen würden. Ihre These, Deutschland sei in eine Falle gelaufen und trage daher keine Schuld, widerspricht sich selbst. Stellen Sie sich vor, wir betrachten uns eine Diebesfalle der Polizei (Laptop auf Beifahrersitz + Überwachungskamera). So wie sie argumentieren könnte man sagen, der Dieb habe den Laptop gar nicht stehlen wollen, es war ja alles ne Falle der Polizei und er ist hineingetappt. Er ist hineingetappt, dennoch wollte er sich den Laptop schnappen und darüber hat er sich im Knast Gedanken zu machen, nicht über die „böse Polizei“.

4. Deutschland war in einer schwierigen Situation und seine Feinde wollten es tatsächlich zum Angriff provozieren. Das ändert nichts an der Tatsache, dass Deutschland angegriffen hat. Nachdem die Bündniskette ausgelöst war, warteten aber keine „bösen Überraschungen“ mehr. Die Fronten waren geklärt. Man wusste um den Einsatz und spielte mit offenen Karten. Wer wann zuerst mobilisiert hat, ist meiner Ansicht nach da nicht so wichtig. Man wusste, wer in welchem Fall was macht und Russland hat klar gesagt: Wir verteidigen Serbien! Paris hat gesagt: Wir verteidigen Russland. Die Führer des Deutschen Reiches hatten die Wahl:
1. Rückzieher. Wien in Kenntnis setzen, dass man im Falle einer russischen Intervention NICHT beistehen werde.
2. Schlieffen-Plan. Riskieren eines Weltkrieges

Man hat sich für letzteres entschieden und dass man sich als Deutscher heute darüber mehr Gedanken macht als über die Strippenzüge in fremden Ländern, finde ich absolut logisch.

–> http://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/01/06/1914-1918-der-kriegsschuldluge-entgegentreten/#comment-81955

Herr Eggert, ich (…)  erkenne das Geheimdienstkomplott der Alliierten grundsätzlich an. Und sie erkennen im Gegensatz die deutsche Mitschuld in Bezug auf die Julikrise an. Sie wollen letztere jedoch durch das vorangegangene Geheimdienstkomplott relativieren und als moralisches Schuldminderungsargument nutzen. Das sehe ich nicht so (…) Was nicht ok ist, dass sie meine Argumente verzerren, nur um ihr Wunschszenario zu erhalten. Sie sind auf meine o.g. Punkte (1.-4.) wenig bis gar nicht eingegangen. Die Vorgeschichte in Bosnien ignorieren sie (…) Und genauso ignorieren sie darin die Tatsache, dass Wien seit langem die Zerschlagung Serbiens plante, zumindest bestimmte Fraktionen im Wiener Establishment. Die Pläne gab es bereits lange vor dem Attentat 1914. Man sah die bloße Existenz Serbiens als Bedrohung an, einfach weil dieses erfolgreiche Beispiel der Ostserben den Westserben innerhalb der Donaumonarchie ein gefährliches Beispiel war (…)

Des Weiteren wehrten Sie das österreichische Ultimatum als legitimen Akt. Das unterscheidet sie bereits von seinen Verfassern, die es BEWUSST (!) unannehmbar formuliert haben, damit es zum Krieg kommt. Und selbst im Falle einer vollständigen Annahme durch Belgrad war eine vorgefasste Reaktion bereits in der Schublade, die die serbische Annahme als nicht hinreichend darstellen sollte. Das ist unbestritten. D.h. man wollte keine ehrliche Aufarbeitung; man wollte Krieg um jeden Preis.

Dann bewehrten sie die serbische Antwort dann als brüske Ablehnung, im Gegensatz zu den meisten Historikern der Welt und im Gegensatz zu Kaiser Wilhelm!!!! So an einen wissenschaftlichen Forschungsgegenstand heranzutreten, macht einen in meinen subjektiven Augen unglaubwürdig. (…)

–> http://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/01/06/1914-1918-der-kriegsschuldluge-entgegentreten/#comment-81970

23. Juli 1914: Österreich-Ungarn stellt Serbien in einem bewußt unannehmbar gehaltenden Ultimatum etliche Forderungen. Serbien machte eine Vielzahl von Zugeständnisse, stimmte jedoch nicht allen geforderten Punkten zu etwa solchen, die die serbische Souveränität berührten.

28. Juli 1914: Österreich-Ungarn erklärte daraufhin Serbien den Krieg und beginnt damit den Ersten Weltkrieg. Denn ihm war bewußt, daß Rußland für die Sicherheit Serbiens bürgte und wiederum mit Frankreich verbündet war, also eine kriegerische Kettenreaktion losgetreten wird.

Hätte Österreich-Ungarn sich mit den von Serbien zugestimmten Punkten zufrieden erklärt oder gar nicht erst ein solch unmögliches Ultimatum gestellt, wäre es nicht zum Krieg gekommen. Der von Österreich-Ungarn losgetretene Flächenbrand nahm seinen Lauf:

29. Juli 1914: Rußland ordnet die Teilmobilmachung gegen Österreich-Ungarn und am darauffolgenden Tag die Gesamtmobilmachung an.

31. Juli 1914: Das mit Österreich-Ungarn verbündete Deutsche Reich stellt Rußland ein Ultimatum zur Zurücknahme der russischen Mobilmachungsmaßnahmen, welches Rußland in Wahrnehmung seiner Bündnisverpflichtungen gegenüber Serbien zurückweist.

Auf großen Antikriegsdemonstrationen bekundeten die besten Kräfte des deutschen Volkes Ende Juli 1914 ihren Friedenswillen. Große Teile der Arbeiterklasse waren entschlossen, im Sinne der Beschlüsse der Sozialistenkongresse von Stuttgart und Basel den Krieg zu verhindern. Im Gegensatz dazu handelten die rechten Partei- und Gewerkschaftsführer. Sie suchten den Massen einzureden, das Vaterland sei in Gefahr und schlossen mit dem Imperialismus einen Burgfrieden. Damit betrieb die SPD Verrat am deutschen Volk.

1. August 1914: Das Deutsche Reich erklärt Rußland den Krieg.

Statt Österreich-Ungarn unmittelbar nach dem Attentat auf Erzherzog Ferdinand und seiner Frau deutlich klar zu machen, daß man ihm im Falle einer Kriegserklärung oder gar Krieges gegen Serbien nicht beisteht und allgemein vor einem solchen Schritte zu warnen, tat das Deutsche Reich genau das Gegenteil. Man hat Wien in seinem verantwortungslosen Tun bestärkt und damit eine erhebliche Mitschuld am Kriegsausbruch auf sich geladen, die sich durch das Ultimatum an Rußland, die Kriegserklärung an selbiges wie kurz darauf an Frankreich noch potenzierte.

Der o.g. Fritz Fischer hat mittels der Akten des Politischen Archivs des Auswärtigen Amtes die Hauptkriegsschuld Österreich-Ungarns unter Mittäterschaft des Deutschen Reiches belegt. Damit war die relativierende Rede von wegen „Sie sind alle in den Krieg hineingeschlittert“ widerlegt.

2. August 1914: Das Deutschen Reich überfällt und besetzt Luxemburg

3. August 1914: Das Deutsche Reich erklärt Frankreich wegen angeblicher Grenzverletzungen und erfundenen Luftangriffen („Flugzeug von Nürnberg“) den Krieg.

4. August 1914: Das Deutsche Reich marschiert völkerrechtswidrig und ohne Kriegserklärung in das neutrale Belgien ein. Es verletzte damit Artikel I des Londoner Vertrages vom 19. April 1839, in dem die europäischen Großmächte die belgische Neutralität garantiert hatten und gefährdete damit wissentlich britische Sicherheitsinteressen.

Am Tag des Überfalls auf Belgien überreichte der britische Botschafter Goschen dem deutschen Reichskanzler Bethmann Hollweg ein auf Mitternacht befristetes Ultimatum, in dem die Zusage verlangt wurde, daß das Deutsche Reich die belgische Neutralität entsprechend dem Londoner Vertrag von 1839 achten werde. Nach folgenlosen Ablauf des Ultimatums befand sich Großbritannien im Kriegszustand mit dem Deutschen Reich.

6. August 1914: Österreich-Ungarn erklärt Rußland den Krieg und beendete erst damit die groteske Situation, daß das Deutsche Reich sich sechs Tage früher im Kriege mit Rußland befand als der Verbündete, um dessentwillen es (vordergründig) den Kampf überhaupt erst aufnahm, wie Gerhard Richter in seinem 1960 erschienenen Buch „Staatskunst und Kriegshandwerk“ anmerkte.

Es folgen Kriegserklärungen weiterer Staaten (wie z. B. Italien) an die „Mittelmächte“ und während die deutschen Volksmassen immer stärker unter den Folgen des Krieges litten, konnten sich die Kapitalisten und Junker außerordentlich bereichern. Vor allem die Rüstungsindustriellen verdienten am Kriege. Im Kampf gegen Krieg, Imperialismus und Opportunismus (z. B. der SPD) schloss sich die revolutionäre deutsche Linke im März 1915 zur „Gruppe Internationale“ unter Führung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs zusammen, die später „Spartakusgruppe“ genannt wurde und sich der 1917 gegründeten USPD anschloß.

6. April 1917: Die mit Großbritannien verbandelten USA erklären dem Deutschen Reich den Krieg, im Dezember selben Jahres Österreich-Ungarn. Auch das mußte deutscherseits vorausgesehen und einkalkuliert werden.

Entscheidend für die Entwicklung zum Kriegseintritt der USA war die Reaktion des Deutschen Reiches auf Wilsons Friedensinitiative vom 18. Dezember 1916: Sie wurde faktisch abgelehnt. Gleichzeitig erfolgte die Ankündigung der Wiederaufnahme des uneingeschränkten U-Boot-Kriegs durch das Deutsche Reich, was Wilson zunächst ungläubig und dann mit tiefer Enttäuschung aufnahm. Wilson brach daraufhin (am 3. Februar) lediglich die diplomatischen Beziehungen zum Deutschen Reich ab und wollte zunächst abwarten, ob die deutsche Reichsführung ihre Drohung wahr machte. Im März 1917 waren durch deutsche U-Boot-Angriffe erneut US-Staatsbürger ums Leben gekommen.

Soweit ein Abriß der Ereignisse, die zum Ersten Weltkrieg führten.

Der Austritt Rußlands aus dem Krieg (3. März 1918) und die damit verbundene Verlegung deutscher Truppen an die Westfront konnte die Überlegenheit der Westmächte (inbesondere mit dem Kriegseintritt der USA und dem verstärkten Einsatz von Panzern seitens der Westmächte) nicht mehr wett machen.

Im Spätsommer 1918 lag der deutsche Imperialismus militärisch, ökonomisch und politisch geschlagen am Boden. Die deutschen Armeen wurden zum Rückzug gezwungen. Die Unterzeichnung des Waffenstillstandes erfolgte am 11. November 1918.

Jedoch hält sich in reaktionären deutschen Kreisen – die auch die deutsche (österreichische wie reichsdeutsche) Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges leugnen – die Dolchstoßlegende wonach das „deutsche Heer im Felde unbesiegt“ gewesen sei und erst durch die „Novemberverbrecher“ in der Heimat der Krieg verloren ward.

Dabei hat selbst die Oberste Heerleitung des Deutschen Reiches Anfang Oktober 1918 die Parteiführer davon in Kenntnis gesetzt, daß die militärische Niederlage unausweichlich sei.

Die verbrecherische Kriegspolitik Wiens und Berlins führte dazu, daß die Feindmächte (die „Entente“) – denen an ein staatlich geeintes und souveränes Deutschland nicht gelegen war -, ihrem Ansinnen freien Lauf lassen konnten. Das Diktat von Versailles und St. Germain führte zur Zersplitterung Deutschlands und Raub deutschen Landes.

Im Versailler Diktat (dem Deutschen Reich auferlegt) beschlossen die Westmächte die Abtretung der in Nordschleswig lebenden Deutschen an Dänemark, des Großteils der Provinzen Westpreußen und Posen sowie Ostoberschlesien und kleinerer Grenzgebiete Schlesiens und Ostpreußens (wie auch de facto Danzig) an Polen. Das Hultschiner Ländchen fiel an die neu gebildete Tschechoslowakei, das Memelland an Litauen,  Elsaß-Lothringen an Frankreich und Belgien erhielt das Gebiet EupenMalmedy.

Im Diktat von St. Germain (Österreich-Ungarn auferlegt) wurde der von Deutschösterreich angestrebte Zusammenschluss mit dem Deutschen Reich untersagt und folgende deutsche Gebiete wurden geraubt:

Das Sudetenland (Deutschböhmen und Deutschmährer), Österreichisch-Schlesien und einige Gemeinden Niederösterreichs (u.a. Feldsberg, der Bahnhof Gmünd und andere Gemeinden wie auch Preßburg und Umgebung) an die neu gegründete Tschechoslowakei, Südtirol und das Kanaltal an Italien, die Untersteiermark sowie das Kärntner Mießtal und das Seeland an das neue Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Östliche Teile des Burgenlandes (Wieselburg, Eisenburg, Ödenburg und Umgebung) an Ungarn.

Die erwähnten wie weitere Folgen des Versailler Diktats für das gesamte Deutschland sind zu verurteilen, wie das in der Weimarer Republik auch die KPD getan hat, die sich vehement für die nationalen Interessen des deutschen Volkes und die Revision von Versailles stark gemacht hat.

Jede deutsche Regierung ob in Wien oder Berlin hatte infolge der Diktate von Versailes und St. Germain das Recht, eine Revision zu verlangen bzw. auf einen solche hinzuarbeiten, um alle Deutschen in einem souveränen Staat zusammenzufassen, wie von Hoffmann von Fallersleben und Ernst Moritz Arndt besungen.

Hitler wiederum nutzte das Lügengebilde der deutschen Reaktion, unschuldig am Ausbruch des Weltkriegs zu sein wie auch die Dolchstoßlegende, um unter dem Vorwand, berechtigte deutsche außen- wie innenpolitische Forderungen zu verfolgen, seinen Plan zum Überfall auf die Sowjetunion zu realisieren.

Der erfolgte dann auch flankiert von der Nazi-Lüge, daß es sich um einen Präventivkrieg handeln würde, die ebenfalls bis heute von bürgerlichen Historikern bis heute kultiviert wird. In diesem Beitrag gehe ich darauf ein. Hitler wurde bestärkt durch die Westmächte, die ebenfalls die Sowjetunion weg haben wollten.

Von 1914 bis 1945 hatten wir zwei von der herrschenden kapitalistischen Klasse in Deutschland ausgelöste Weltkriege, die Millionen Tote und Verletzte, die Zerstückelung unserer Heimat, der Raub deutschen Landes, die Vertreibung von Millionen Deutscher aus ihrer Heimat, ein besetztes Land etc.pp. zur Folge hatten.

Das alles hat das deutsche Volk dem herrschenden Klüngel aus Kapitalisten, Adel und bürgerlichen Politikern bis hin zur SPD zu verdanken. Das deutsche Volk wiederum hat sich für diese Politik nicht verantwortlich zu fühlen, weshalb Kollektiv- oder gar Erbschuldvorwürfe und „moralische Verpflichtungen“ zurückzuweisen sind.

Advertisements

7 Gedanken zu “Die Herrschenden in Wien und Berlin: Hauptschuldige am Ausbruch des Ersten Weltkrieges

  1. Ich bin der Meinung, dass es zu den richtigen von Karl Marx vertretenen Thesen gehört, dass die kapitalistische Produktionsweise letzten Endes immer auf Krieg hinausläuft. Der Weltkrieg lag sozusagen „in der Luft“ und es bedurfte nur noch des zündenden Funkens. Und dabei muss festgestellt werden, dass sämtliche daran beteiligten Nationen imperialistische Ziele verfolgten.
    Die ganzen Diskussionen über „Kriegsschuld“ halte ich für Heuchelei, mit der entweder „Strafmaßnahmen“ gegen den Verlierer oder die Vorbereitung eines Revanchekrieges gegen die Sieger gerechtfertigt werden sollen.

    • Wenn die „kapitalistische Produktionsweise letzten Endes immer auf Krieg hinausläuft“ frage ich mich, warum etliche kapitalistische Staaten noch nie Krieg geführt haben. Diese These ist Unsinn und dazu geeignet, Schuldige aus der Schußlinie zu nehmen.

      Es gibt eine Kriegsschuld der herrschenden deutschen Kreise, die man der Wahrheit willen auch nicht relativieren sollte und ich sehe als deutscher Patriot auch keine Veranlassung, mich in einer falschen Solidarität mit diesen gemein zu machen.

      Ich spreche übrigens bewußt nicht von „deutscher Kriegsschuld“ sondern von der „Österreich-Ungarns“ und des „Deutschen Reiches“, um den Focus auf die damalige Obrigkeit zu richten, denn eine deutsche Kollektivverantwortung gibt es nicht.

      Daß auch die Entente-Mächte ihre Ziele verfolgten als die Mittelmächte den Krieg einmal losgetreten hatten, ist nachvollziehbar. Ebenso, daß diese nicht zuvorderst das Wohl des deutschen Volkes oder eine gerechte Friedenslösung für selbiges im Sinne hatten.

      Kriegsschuld einer Herrscherkaste hat eine entsprechende Herangehensweise zufolge und bedeutet deshalb nicht, Strafmaßnahmen gegen die Volksmassen des besiegten Staates zu rechtfertigen aber sehr wohl, begangene Ungerechtigkeiten gegenüber selbige einer Revision zu unterziehen, wie das Thälmanns KPD gefordert hatte.

      Das deutsche Volk ist nicht verpflichtet ist, für die Fehler und Verbrechen der Bourgeoisie die Zeche zu zahlen.

      —–
      Es verwundert mich übrigens nicht, daß Jürgen Elsässer (der sich immer noch als „Linken“ sieht), in seiner COMPACT-Ausgabe 1/2014 ein Dossier mit „Die Kriegsschuldlüge – Deutschland und der Erste Weltkrieg“ übertitelt und einen Blogeintrag mit 1914-1918: Der Kriegsschuldlüge entgegentreten übertitelte. Immerhin favorisierte er auch den rechtsraktionären Sozialdemokraten Thilo Sarrazin als BRD-Bundeskanzler.

      Das Dossier selbst bringt außer einer Menge altbekanntes Geschwurbel keine neuen Informationen. Schon gar keine, die das belegen, was Elsässer suggeriert, nämlich, daß es eine Lüge sei, daß das Habsburger- und Hohenzollern-Reich die Schuld am 1. Weltkrieg tragen. Ob Helmut Roewer, Jan von Flocken, Willy Wimmer oder der zitierte Christopher Clark, keiner bringt Belege, so daß das COMPACT-Dossiert nicht hält, was es vollmundig verspricht. Schade um das Papier.

      Während Wolfgang Eggert bzgl. der Hitlerschen Kriegspolitik korrekte Ansichten vertritt, geht er zur Kriegsschuld am 1. Weltkrieg von anderen Prämissen aus. So ist er der Ansicht, daß das Wirken von Geheimgesellschaften die Obrigkeiten in Wien und Berlin von ihrer Schuld am Kriegsausbruch entlastet, wiewohl diese genauso frei in ihren Entscheidungen waren wie Hitler. Die passenden Entgegnungen des Blogschreibers „Branko“ habe ich im Beitrag zitiert.

  2. Jürgen Elsässer hat nun gemerkt, daß, wenn er die herrschende Clique in Wien von der Kriegsschuld entlastet, automatisch sein geliebtes Serbien in die Schußlinie gerät. Und weil das so ist, hat er nun eine Kehrtwende hingelegt und ausgeführt, was ich in diesem Beitrag hervorgehoben habe, nämlich, daß die von Berlin nicht einhalt gebotene, gegen Serbien gerichtete abenteuerliche Großmachtpolitik der Habsburger eine Kettenreaktion in Gang setzte und damit den Weltkrieg entfachte.

    Elsässers Rolle rückwärts:

    (…) Während Clark das Bestreben der Belgrader Regierung, weitere serbisch besiedelte Gebiete ihrem Staat einzuverleiben, immer mit dem Attribut „großserbisch“ belegt, kommt das Habsburgerreich mit seinem Expansionskurs bei Clark gut weg. (…) Nach dem Mord an Franz-Ferdinand und seiner Gattin deutete zunächst wenig auf eine kriegerische Eskalation hin – zu unbeliebt war der Thronfolgerin Wien gewesen. Doch alles änderte sich nach dem österreichischen Ultimatum an Belgrad (…)

    Von einem souveränen Staat wurde die Auslieferung angeblicher Hintermänner eines Terroraktes verlangt, der nicht im Auftrag dieses Staates oder seiner Regierung begangen worden war, sondern von einer Untergrundorganisation – (…) die Schwarze Hand – mit durchaus strittigen Verbindungen zum beschuldigten Staat. Der britische Außenminister Edward Grey bezeichnete das Ultimatum als „das furchtbarste Dokument, das ich je einen Staat an einen anderen Staat habe richten sehen“. (…)

    So sehr der Zarismus an der Entzündung des Weltbrandes 1914 mitbeteiligt war, so richtig war seine Verteidigung der staatlichen Souveränität Serbiens gegen die imperialistische Einmischung der Habsburger Monarchie. Zwar kann das eine zum anderen führen, wenn der böse politische Wille vorhanden ist. Aber der Zusammenhang ist nicht zwingend: (…)

    Aus: http://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/08/17/weltkrieg-i-debatte-waren-serbien-und-russland-schuld/

    Wenn, wie richtig ausgeführt, für Wien keinerlei vernünftiger Grund bestand, gegen Serbien mobil zu machen und die Haltung Rußlands richtig war, seinen Bündnisverpflichtungen gegenüber Serbien nachzukommen, dann ist klar, daß die Kriegsschuld ganz eindeutig bei der Habsburger-Clique in Wien liegt und nachrangig auch beim Hohenzollern-Kaiser in Berlin, der nicht rechtzeitig und deutlich klar für alle Welt verkündet hat, daß er seinen Bündnisverpflichtungen gegenüber Wien nicht nachkommen wird. Jürgen Elsässer widerspricht sich wieder einmal selbst, wenn er vor ein paar Wochen noch lauthals die These von der „Kriegsschuldlüge“ verbreitete.

  3. Einige weitere gute Kommentare:

    schnehen sagt:
    6. Januar 2014 um 19:16

    (…) Aber es soll gleichzeitig mit dieser Diskussion auch der Anschein erweckt werden, dass das kaiserliche Deutschland ein ‚Friedensstaat‘ gewesen sei. In diese Richtung marschiert der Historiker Jan van Flocken, dem Compact die Spalten geöffnet hat und der Kaiser Wilhelm als Friedensengel beschreibt. Das ist kein Mut zur Wahrheit mehr, sondern ein Skandal für ein Blatt, das diesen Anspruch hat! (…)

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/01/06/1914-1918-der-kriegsschuldluge-entgegentreten/#comment-81824

    Branko sagt:
    7. Januar 2014 um 12:29

    (…) Ich meinte, dass trotz aller global-Erwägungen (Deutschland wollte friedlich zu England aufschließen, England wollte Deutschland kriegerisch zurechtsstutzen) in der Julikrise von 1914 der Block Wien/Berlin den aggressiven/agierenden Part einnahm und Paris/Petersburg/London den RE(!)agierenden. Das ist eine grundsätzliche Tatsache, an der wir alle nicht vorbeikommen. Ich habe den Eindruck, deutsche Revisionisten wollen die 1914er Unschuld damit beweisen, dass Berlin keinen WELT(!)krieg wollte. Deutschland habe seinen kleinen Bruder Wien „nur“ gegen das kleine Serbien ermuntert. Und was macht das schon, ist doch nur ein kleines Serbien. Dass uns die Alliierten deshalb gleich nen Weltkrieg bereiten müssen, ist nicht fair. Wir haben keine Schuld.

    Dass Deutschland in der Mehrheit keinen großen Krieg wollte, ist historischer Konsens. Es hatte aber dennoch eine Mitschuld am österreichischen Angriff auf Serbien, was ICH PERSÖNLICH mit einer daraus folgenden Mitschuld am großen Krieg gleichsetze.

    Der Koreakrieg war von Strategen in Washington lange geplant worden, noch viel berechnender als der erste Weltkrieg. Dennoch trifft Nordkorea die Hauptschuld, denn der Süden ist NICHT in den Norden einmarschiert. Der Norden ist in den Süden einmarschiert und trägt damit die Hauptverantwortung für das Gemetzel. Dass der Norden keinen großen Krieg gegen die USA wollte, kann diese Schuld nicht zunichte machen. (…)

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/01/06/1914-1918-der-kriegsschuldluge-entgegentreten/#comment-81895

    schnehen sagt:
    7. Januar 2014 um 21:14

    Die Sozialdemokratie hat auf der ganzen Linie versagt. Sie hätte durch ihr Nein zu diesem Gemetzel damals den Frieden in Europa retten können, und sie hat es nicht getan, sie hat die Kriegskredite im Reichstag bewilligt (außer Karl Liebknecht!) und mit Hurra! geschrien und sie hat durch diesen Jahrhundertverrat dafür gesorgt, dass Arbeiter auf Arbeiter, Bauernsöhne auf Bauernsöhne schossen und dass der einst so angepriesenen internationalen Arbeitersolidarität der Todesstoß in Europa versetzt wurde. Seit dieser Zeit hat die Sozialdemokratie immer wieder die Arbeiter verraten, bis heute ist das so geblieben. Sie ist sich treu geblieben.

    Einige Jahre zuvor, noch zu Lebzeiten von August Bebel, der 1911 starb, war man sich noch einig, wie man auf einen möglichen Krieg reagieren wollte: Durch Massenstreiks und die Stellung der Machtfrage in jedem einzelnen Land, das sich an dem Massenschlachten beteiligen wollte. Das hatte man damals noch auf den letzten Konferenzen der Zweiten Internationale beschlossen!

    1914 kippte die gesamte Sozialdemokratie um, die in der Zweiten Internationale organisiert war, nicht nur die deutsche, und ging auf die Positionen, wie Lenin es treffend nannte, des Sozialimperialismus über: Sozial nach außen, imperialistisch nach innen. Das heißt: die Sozialdemokratie hat diesen Krieg durch ihren Verrat erst ermöglicht! Sie hat sich mit Schimpf und Schande bedeckt.

    Trotzdem gab es schon 1916, wenn Sie an den Berliner Ersten Mai denken, Proteste gegen den Krieg und damit einhergehend Verhaftungen. Rosa Luxemburg und viele andere Friedensfreunde wurden verhaftet. Wer behauptet, dass Wilhelm II ein Friedensengel war, der braucht sich nur zu vergegenwärtigen, wie das monarchistische Regime auf die Proteste der Friedenskräfte und die von Spartacus reagiert hat: Mit Repression, mit Versammlungsverboten und Verhaftungen. Die Gefängnisse waren voll.

    Der Krieg wurde dann an der russischen Front durch den Ausbruch der Oktoberrevolution 1917 und den Sturz des Zarenregimes beendet, was das monarchistische Deutschland nicht davon abgehalten hat, sich große Teile Russlands anzueignen und sich am Bürgerkrieg gegen die Revolution auf Seiten der Konterrevolution zu beteiligen. Wie friedfertig!

    Die Oktoberrevolution mit ihren Forderungen: Alle Macht den Räten (den Sowjets), Frieden, Brot, Land, war der erste Friedensschritt der zeigte, dass nur die Volksmassen diesen sinnlosen Krieg beenden konnten. Im November 1918 weigerten sie die Kieler Matrosen, an dem Himmelfahrtskommando der deutschen Marine teilzunehmen und traten in den Streik. Wie ein Lauffeuer breitete sich die Revolution in Deutschland aus: Überall entstanden Arbeiter- und Soldatenräte, deren erste Forderung die Beendigung des Krieges war. Das erst hat den Krieg beendet, und es waren die Kaiserlichen, die alten Reaktionäre, die dann Freikorps gegen die Revolution bildeten und die Dolchstoßlegende erfanden. An ihren Helmen trugen sie damals schon das Hakenkreuz. Freikorps-Leute ermordeten im Januar 1919 Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, ausgerechnet diejenigen, die während des gesamten Krieges ständig für die Beendigung dieser europäischen Katastrophe eingetreten waren.

    Ihnen sollten wir in diesen Tagen gedenken!

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2014/01/06/1914-1918-der-kriegsschuldluge-entgegentreten/#comment-81923

    • @Taylor

      Danke, ich zitiere mal aus dem von Dir verlinkten Spiegel-Artikel:

      Noch Tage vor Kriegsausbruch, am 25. Juli 1914, rief der SPD-Parteivorstand zu Massendemonstrationen gegen das „verbrecherische Treiben der Kriegshetzer“ auf; mehr als eine halbe Million Menschen folgten. Sie wandten sich vor allem gegen die provokative Politik der Donaumonarchie. Die Demonstranten forderten, das Deutsche Reich solle seinen ganzen Einfluss auf den österreichischen Bündnispartner nutzen, um den Frieden zu wahren; keinesfalls dürfe es sich in einen Krieg hineinziehen lassen.

      Die Sozialdemokraten und ihre Anhänger wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, dass Berlin über Geheimkanäle Wien bereits absolute Solidarität versichert, also im Kriegskurs klar ermutigt hatte. Die Herrschenden des wilhelminischen Reichs verheimlichten ihre Ziele, weil sie mit Widerstand rechnen mussten. Für Militär und Politik war der gefährlichste Gegner die SPD.

      Hier werden die entscheidenden Punkte vorgebracht:

      1.) Die Hauptkriegsschuld liegt in Wien („provokative Politik der Donaumonarchie“)

      2.) Nachrangige Kriegsschuld liegt in Berlin („Berlin hat über Geheimkanäle Wien bereits absolute Solidarität versichert, also im Kriegskurs klar ermutigt“, der „Einfluss auf den österreichischen Bündnispartner“ wurde also nicht genutzt, „um den Frieden zu wahren“)

      Der Erste Weltkrieg hatte also nicht „viele Väter“, wie bestimmte Kreise immer wieder behaupten, was leider von naiven Patrioten gerne nachgeplappert wird, die es als Ausweis von Patriotismus ansehen, sich mit verbrecherischen Staatsführungen solidarisch zu erklären, wo genau das Gegenteil richtig wäre angesichts des millionenfachen Leid, welches sie über unser Volk gebracht haben.

      • Ja so ist es. Leider sieht es so aus, als würden die meisten Patrioten naiv sein. Denn wenn man sich so einige Blogger in YouTube mal umschaut, sieht man viele die meinen die Kriegsschuld des Deutschen Reiches beider Weltkriege jedenfalls ansatzweise relativieren zu müssen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s