13. Februar: Gedenken an alliiertes Dresden-Bombardement

Nach dem alliierten Massenmord: Leichenverbrennung auf den Altmarkt in Dresden

In der frühen DDR war man der Meinung, daß man dieses Thema „nicht den Falschen“ überlassen dürfe.

So klagte der Vorsitzende des Ministerrates der DDR, Hans Loch im Jahre 1955 die Westalliierten des Mordes an 300.000 Dresdnern an. Die Sächsische Zeitung fand am 12. 2. 1949 in der Zerstörung Dresdens „zugleich eine Anklage gegen die anglo-amerikanische Kriegsführung. Die grauenhafte Vernichtung Dresdens war durch keinerlei strategische Überlegungen zu rechtfertigen.“

1950 gab es in der ganzen DDR Dresden-Gedächtniskundgebungen. Das Dresdner Vorbereitungskomitee schrieb: „Die Nationale Front des demokratischen Deutschlands kämpft gegen die Zerstörer Dresdens, die Kriegstreiber von heute.“

Der sächsische Ministerpräsident Seydewitz rief aus, „daß dieselben Kräfte, die damals Dresden sinnlos zerstörten, heute schon wieder von neuem zum Völkermord aufrufen.“

1951, der Korea-Krieg war ausgebrochen, schrieb die Tägliche Rundschau: „Der Feuerschein der blutigen Stadt Dresden, der am Ende des Zweiten Weltkrieges den Himmel weithin sichtbar rötete, ließ die räuberische Fratze des amerikanischen Imperialismus, des ärgsten Feindes der Menschheit, heraufleuchten.“ Ein Jahr sprach der DDR-Volkskammerpräsident Dieckmann völlig zutreffend von den „anglo-amerikanischen Luftgangstern“.

Solche Töne hört man in der BRD freilich nicht, selbst die Todeszahlen von Dresden werden seit Jahren um mehrere hunderttausend heruntergerechnet. Nun sollen es „nur“ noch 25.000 Opfer gewesen sein.

Selbst bei der Zahl von 35.000 Toten handelt es sich nur um den kleinen Teil der Opfer, die voll identifiziert werden konnten. Erhard Mundra, Mitglied im Vorstand des ‚Bautzen-Komitee e.V.‘ erläuterte dies am 12. 2. 1995 in der Welt auf Seite 8:

Laut einer Mitteilung des ehemaligen Generalstabsoffiziers des Verteidigungsbereiches Dresden, Oberstleutnant der Bundeswehr a.D. Matthes, seinerzeit Verwaltungsdirektor der Stadt Dresden, wurden 35.000 Tote voll, 50.000 teilweise und 168.000 Tote nicht identifiziert.

All jene unseligen Kinder, Frauen, Alte und verwundete Soldaten, von denen die Feuersbrunst nicht einmal eine handvoll Asche übrig ließ, konnten selbstverständlich überhaupt nicht mehr erfaßt werden.

Gesicherten Angaben der Dresdner Ordnungspolizei zufolge wurden bis zum 20. 3. 1945 202.040 Tote, überwiegend Frauen und Kinder geborgen. Davon konnten nur etwa 30% identifiziert werden. Einschließlich der Vermißten dürfte eine Zahl von 250.000 bis 300.000 Opfern realistisch sein …
(Bearbeiter: Hitzscherlich, Zeichen: 0016/Mi, Datum: 31. 7. 1992)

Ulrike Meinhof bezog sich 1965 in einem Aufsatz für die „konkret“ positiv auf David Irving und kam dann zu folgendem Schluß:

In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt.

Irving zitierte am 13. Februar 1990 anläßlich eines Vortrags zum 45. Jahrestag der Vernichtung von Dresden im Dresdner Kulturpalast den Kriegsverbrecher Churchill:

Ich möchte keine Vorschläge haben, wie wir kriegswichtige Ziele im Umland von Dresden zerstören können, ich möchte Vorschläge haben, wie wir 600.000 Flüchtlinge aus Breslau in Dresden braten können.

Die Deutschen zu braten war Churchill aber nicht genug. Am nächsten Morgen schickte er seine Tiefflieger, die mit ihren Bordwaffen die überlebenden Frauen und Kinder am Elbufer hinwegmähten.

Und die heutige deutsche Linke? Der fällt zum 13. Februar nur »Nie wieder Deutschland«, »Bomber-Harris, do it again!« und »Dresden-nazifrei« ein, wobei letzteres für sich genommen ja noch nachvollziehbar ist.

Thomas Immanuel Steinberg hat das in seinem Beitrag „Wie Die Linke zerfällt“ auf den Punkt gebracht – ein Auszug:

Teile der deutschen Linken und Der Linken agitieren jedoch mit großem Eifer gegen Neonazis und mit weit geringerem gegen die NeoCons. In den eigenen Reihen gewähren sie den NeoCons, zum Beispiel denen, die Antiimperialisten als Judenhasser stigmatisieren, sogar breiten Raum. Bodo Ramelow und Petra Pau etwa, Befürworter der israelischen Expansion, fördern zugleich die Annäherung an die grünen und die sozialdemokratischen Kriegspolitiker, blasen die Scharmützel der Parteijugend mit der Polizei bei Naziaufmärschen zu Events auf und decken in den eigenen Reihen Hexenjäger wie den NeoCon Benjamin Krüger.

Elias Davidsson schreibt dazu per Mail am 24. Janaur 2010: Mit den Hausdurchsuchungen und anderen polizeilichen Angriffen auf „Linke“ in Berlin und Dresden werden Grüne, Jusos, Die Linke, Ver.di, Antifa usw. bei naiven Linken vom Staat „aufgewertet“. Diese polizeilichen Maßnahmen verpassen diesen Organisationen den „Ehrenstempel“ des Antifaschismus. Damit können sie weiter das Volk über ihre wahre Natur täuschen und diskret den Einsatz in Afghanistan, die Beteiligung an der NATO, den Krieg gegen den Terror, den Staat Israel und die Unterwerfung unter EU und USA unterstützen.

Die organisierten Naziaufmärsche dienen dem Zweck, naive, aber anständige Linke zu Demonstrationen gegen eine angebliche faschistische Gefahr zu locken. So arbeiten auch die Torreros im Ring, in dem sie den Stier mit dem roten Tuch hin und her locken, um ihn am Ende zu töten. Es ist ein geschicktes Ablenkungsmanöver, denn die wahren Faschisten und Terroristen sitzen in der Bundesregierung und üben die reale Macht aus. Dass so viele anständige Linke dieses Ablenkungsmanöver noch nicht durchschauen, ist tragisch.

Quelle u. vollständiger Text: www.steinbergrecherche.com

Interessant auch folgende Stellungnahme vom vorigen Jahr:

Politisiertes Gedenken in Dresden: NPD und Kameradschaften treffen auf „Geh Denken“

Dresden wird anläßlich des Jahrestages der Bombardierung von „Elbflorenz“ im Februar 1945 ein trauriges Wochenende erleben. Auf der einen Seite mißbrauchen Rechtsextremisten den Jahrestag für einen Trauermarsch, zu dem sie aus ganz Europa mehrere Tausend Teilnehmer erwarten. Auf der anderen Seite findet nichts Würdevolleres statt. Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, die Grünen-Chefin Claudia Roth, die Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel, Gregor Gysi (Die Linke) und viele andere a-, b- und c-prominente Politiker treten gemeinsam mit erwarteten 15.000 Gegendemonstranten als „Geh Denken“-Initiative „zivilcouragiert“ gegen Rechtsextremismus und für Toleranz und Weltoffenheit auf.

Bei all dem Zirkus geht leider beinahe unter, um was es eigentlich gehen sollte: das würdevolle Gedenken an die Opfer des alliierten Bombenterrors. Bei der Bombardierung deutscher Städte im Winter und Frühjahr 1945 ging es den Alliierten eben nicht um die Zerstörung der deutschen Kriegswirtschaft. Ihre Zerstörungswut richtete sich gegen die Zivilbevölkerung und erfüllt damit den Tatbestand des Völkermords.

Am Sonnabend werden in Dresden nicht Gedenken und Erinnerung im Mittelpunkt stehen, sondern Parteipolitik. Selbst Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) hatte mehrfach vor der Politisierung der Ge(h)denkveranstaltungen gewarnt und wird deshalb ein „stilles Gedenken“ anführen. Dem Druck der zivilcouragierten Masse entkommt allerdings auch sie nicht ganz. So ist als fauler Kompromiß zwischen ihrem „stillen Gedenken“ und „Geh denken“ ein symbolisches Aufeinandertreffen der beiden Demonstrationszüge geplant.

Aus: www.blauenarzisse.de

Kurt Vonnegut befand sich in Dresden als die Stadt 1945 zerstört wurde. Er schrieb auf Grund dieses Erlebnisses 1969 seine international berühmt gewordene Anti-Kriegserzählung! Vonnegut in einem Independent-Interview:

Im Februar 1945 wurde Kurt Vonnegut Zeuge einer Art Vesuv-Ausbruch. Dresden wurde von den Brandbomben der Alliierten in den letzten Monaten des 2. Weltkriegs zerstört. Mehr als 600.000 Phosphor-Bomben wurden auf Dresden geworfen. … Vonnegut befand sich als amerikanischer Kriegsgefangener in Dresden und mußte die Leichen unter den Trümmern bergen. Sein Antikriegsbuch von 1969, das diese Erlebnisse zum Inhalt hatte, wurde mit dem Titel „Schlachthof 5“ veröffentlicht. Es war in verschiedenen US-Staaten als ‚Werkzeug des Teufels‘ verboten worden. … Vonnegut: ‚Ja, Dresden wurde von euch Engländern vernichtet. Ihr habt die Stadt niedergebrannt, ihr habt Elbflorenz in eine einzige Flammensäule verwandelt. In diesem Feuersturm, in dieser einzigen gigantischen Feuersbrunst, starben mehr Menschen als in Hiroshima und Nagasaki zusammen.

The Independent, London, 20. 12. 2001, S. 19

In der englischsprachigen Ausgabe der großen spanischen Tageszeitung „SUR“ erschien am 3. 3. 1995 folgender Artikel zu Dresden:

Es gibt kein Zweifel, Dresden ist die größte Katastrope und Tragödie in der europäischen Geschichte mit Hunderttausenden von getöteten Frauen und Kindern wie auch die Strukturen von enormen kulturellen Wert vernichtet wurden. Während eines Historiker-Kongreß’ in Tübingen im Jahre 1988, an dem sehr bekannte Historiker aus England, den USA, Frankreich und Deutschland teilnahmen ist man einstimmig zu folgenden Ergebnissen gekommen:

1) England und USA befolgten die These vom ‘strategischen Bombardement auf Städte, während Deutschland und Frankreich die Luftwaffe als eine Art Artillerie zur Unterstützung der Bodentruppen ansahen (Blitzkrieg) und ausnahmslos militärische Ziele auswählten.

2) Das war der Grund, weshalb bereits 1939 zivile Ziele von der RAF in Deutschland zerbombt wurden. Als die Deutschen Canterbury and Bath bombardierten, erklärten sie ausdrücklich, daß dies die Vergeltung (die deutschen Raketen V1 und V2 waren Vergeltungswaffen, wobei das V für Vergeltung stand, die auf London abgefeuert wurden) für Verbrechen der Engländer gemäß der Hager Konvention waren.

3) Guernica, Warschau und Rotterdam waren allesamt militärische Ziele innerhalb der Kampfzone.

4) Alle Historiker waren sich auch darüber völlig einig, daß strategische Bombardierungen auf reine zivile Städte und Stadtgebiete in absolutem Gegensatz zur Hager Konvention stehen und es sich dabei um Kriegsverbrechen handelt.

Göran Holming, Major a.D. der schwedischen Armee.

Weitere Informationen: http://www.bombenkrieg.net/in_dresden_1945.htm

Karsten Kriwat: Alliierter Luftterror von Dresden bis Bagdad

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5 Gedanken zu “13. Februar: Gedenken an alliiertes Dresden-Bombardement

  1. In der letzten Woche sprach die Nachrichtensprecherin der ARD davon, daß „…bei der Bombardierung Dresdens bis zu 20.000 Menschen umgekommen seien“.
    Tja, nun ist ja hinlänglich bekannt, dass es so an die 200.000 Opfer gewesen sein müssen. Zwei Tatsachen waren der alliierten Luftflotte bekannt: Dresden als Knotenpunkt für militärischen Nachschub und die Überfüllung der Stadt mit Flüchtlingen vornehmlich aus Schlesien.
    Übrigens war das erste nichtmilitärische Bombenziel des II. WK am 14. Mai 1940 die Innenstadt von Möchengladbach (natürlich nicht durch die deutsche Luftflotte). Als das nicht aufhörte, begann Deutschland mit der Bombardierung ziviler Ziele in England. Anders als immer dargestellt waren die Bombadierungen Warschaus und Rotterdams taktische (ich gebe zu, das nützt einem zivilen Opfer genauso wenig) und keine bewußt zivilen. Taktische heißt, es befanden sich bereits deutsche Truppen in und unmittelbar vor der Stadt und auf beiden Seiten waren Kampfhandlungen in vollem Gange. So wurde auch die polnische Militärführung vom bevorstehenden Angriff auf Warschau unterrichtet, mit der Aufforderung zu kapitulieren oder im relevanten Zeitraum alle Zivilisten zu evakuieren oder zum Verlassen der Stadt aufzufordern. Was nicht geschah. Daraufhin wurde von deutscher Seite der Stadtteil Praha als freie Zone erklärt und nicht von deutscher Artillerie beschossen oder von Stukas heimgesucht. Generaloberst von Fritsch wurde von einem Querschläger in die Arterie des Oberschenkels allerdings dort tödlich verwundet; im Zuge des kämpfenden Rückzuges auf diesen Stadtteil des längst geschlagenen polnischen Militärs. So schlimm es sich auch heute anhören mag, aber die Kapitulation der polnischen Streitkräfte erfolgte ehrenhaft und der tapfere Kampfgeist der polnischen Soldaten wurde von Adolf Hitler in seiner Rede vor dem Reichstag am 6.10.1939 gewürdigt.
    Was Warschau betrifft habe ich diese Information von meinem Großonkel, der als deutscher Soldat an der Belagerung teilnahm und sofort am Tage der Kapitulation in Warschau seine Schwester und deren polnischen Mann (meine Großeltern) aufsuchte. Meine Mutter war damals zu klein, aber mein Onkel hat mir diese Episode bestätigt. Meine älteste Tante (1924 -2004, ab 1948 britische Staatsbürgerin deutscher Herkunft) war damals 15; ihr konnte ich diese Vorkommnisse aus dem Speptember 1939 zum Glück noch 1997 als Bestätigung, wenn auch ihrerseits unwillig, entlocken. Meine Großeltern wohnten nicht in Praha, eine Bombe traf das Dachgeschoss, dabei wurde dem 18-jährigen Dienstmädchen meiner Großeltern das rechte Bein abgerissen. Sie rutschte durch die Wucht der Explosion ausgelöst mit ihrer Verletzung auf einer Dachbodentür durch das Treppenhaus nach unten. Das erzählte mir mein Onkel einige Wochen bevor er 2008 verstarb.
    Man kann es drehen und wenden wie man will: Krieg ist eine beschissene Lösung.
    Schlimmer ist es aber, einen Menschen seiner Identität zu berauben, denn sie ist die Grundlage für sein Bewußtsein. Ich bin mit Überzeugung ein deutscher Mann, im Bewußtsein von Hebel, Kant, Frank, Arndt, Friedrich Wilhelm I., Friedrich II. und Bismarck und mein Bewußtsein ist unantastbar, davon profitieren meine Nachbarn, auch die in Schottland und China. Erzählen Sie’s nicht weiter, es könnte zu Verwicklungen führen – Sie wissen: Schwärmerischer Philosoph, strenger Schulmeister, antisemitischer Verführer, grober stümperter Geizkragen, homosexueller Militarist und eisenfressender Volksvergewaltiger! Und das ist schon eine Liste…

    … und das beende ich mit einem Zitat von Franklin Delano Roosevelt (amerikanischer Präsident, Jude, nach heutiger Darstellung aber episkopal Glaubender, dessen Ehefrau nach seinem Tode eine angeratene Obduktion seines Leichnams verweigerte):
    Nichts in der Politik geschieht rein zufällig, alles ist sorgfältig geplant!

    Nun denn, mes ami du soleil …

  2. Um es einmal klar auszudrücken:

    Mehrfach hatte Adolf Hitler die Siegermächte von 1918 aufgefordert, auf strategische Luftflotten zu verzichten, was Deutschland einhielt aber England nicht. England rüstete in diesem Bereich vehement seit 1934 auf, ebenso versuchte sich daran Frankreich.
    Um dem einigermaßen beizukommen wurde die taktische Luftwaffe mit (bei Kriegsausbruch) ca. 4.000 Einheiten aufgebaut. Diese sollte allerdings dazu dienen, den enormen Nachteil bei den gepanzerten Fahrzeugen abzufangen. Dortens war Frankreich an Zahl und Bewaffnung sehr überlegen.
    Dann hielten sich auch die Siegermächte nicht an die im Versailler Vertrag festgeschriebene Abrüstung auf 200.000 Mann Landheer, so wurde die Wehrmacht ab 1935 auf anfänglich 200.000 dann auf 360.000 Mann aufgestockt. Mehr ging nicht, denn im damaligen Wirtschaftswunderland fehlten bald drastisch viele Arbeitskräfte. Oberstes Dekret war die Steigerung der Produktivität bei gleichzeitigem Verbot der Inflation, (So’n Ermächtigungsgesetz täte heute auch ein wirtschaftliches Wunder!) allerdings steter Steigerung der Reallöhne durch Produktivitätssteigerung (was alles so geht!).

    Darunter litt natürlich der Militarismus.
    Als Vergleich dazu: Frankreich 750.000, Tschechoslovakei 460.000, Polen 790.000 – das waren die Zahlen 1934 der offiziell gegen Deutschland verbündeten! England leistete sich zu Hause unglaubliche drei Divisionen (ca. 45.000 Mann) – Das rührte aber von einer alten Vereinbarung der Stützen des Thrones mit dem Hause Hannover her, dass in England durch einen plötzlichen Jakobitenaufstand nicht die Möglichkeit eines Abdriftens des Heeres Richtung Haus Stuart als Katastrophe über die Stützen (Entschuldigung, natürlich meine ich hier den unbescholtenen Staat) der Krone hereinbrechen sehen wollte. Tja, Traditionen halt.
    Ja, und hier schied dann noch (man höre und staune: Mussolini-) Italien am südlichen Umfassungsgürtel aus, dass durch Hoare und Laval zumindest noch einmal 1936 auf der Seite der alten Entente gehalten werden konnte. Mussolini entschied sich für Hitler, weil er sich von Frankreich und England nicht mehr gut behandelt sah und auch noch gewahrte, dass mit Deutschland nicht korrekt verfahren wurde. Als Faschist und ehemaliger Kommunist hatte er ja eh nichts mehr bei der alten Entente zu suchen, oder?

    Es war für die politisch Gestützten in England längst klar, dass man einer Bedrohung vom Kontinent (wobei man Frankreich potentiell nicht ausschloss – siehe die Versenkung der französischen Flotte 1940) strategisch entgegenkommen wollte – also auch zivile Opfer voll in Kauf nahm. Betrachtet man die angelsächsische Historie, wurde dort zu keiner Zeit schonend mit dem eigenen oder den nachbarschaftlichen Völkern umgegangen (Culloden 16.04.1746) – das hatte starke traditionelle Wurzeln. Heute noch findet England, dass die Killing Times eine schlimme Zeit waren, aber die 20 Jahre zuvor, die die Cromwellsche Einstellung zu Macht und ausländischen Geld aufwies, waren das eigentlich Perfide und mörderische in der englischen Geschichte. Sprich, die Stuarts heute noch als Ursurpartoren hinzustellen, aber die Oranier und Hannoveraner als die Heilsbringer schlechthin zu nennen. Die Wahrer der Demokratie. Wobei Cromwells soziale Macht- und Vermögensaffinitäten nur den Boden für William III. 1688 bereiteten.
    Cromwell und die Familie Churchill (insbesondere Winston – eines normalen sozialen Umganges geradezu gewollt unfähig, aber trotzdem zum Mann des 20 Jhrdts. in England gekürt) waren die Sargnägel für Englands Empire und Arbeiterschaft. Denn das vermeintliche Empire war nicht mehr als eine subversive Handelsgesellschaft, die konsequent mit ausländischem (oder besser: mit ungebunden in der Welt zirkulierendem Schuld- und Versprechens-) Geld aufgebaut wurde. Das zu jederzeit den Hungertod der eigenen Bevölkerung hinnahm, wenn es durch Billigimporte Menschen aus Lohn und Arbeit drängte. Nun will ich alte Vorkommnisse nicht den Brand des Neuen aufsetzen. Aber Häuser werden nun mal an die Nachkommen vererbt. Und an dem Verfahren mit meinen Mitmenschen sind im engeren Sinne nicht die Gene schuld, sondern die Erziehung und die eigene Sicht der Dinge. Das versteht schon jeder Angehörige einer Volks- oder Glaubensgruppe.

    Fazit: die englische Luftflotte entsprach ihrer Auslegung nach zu keiner Zeit der Hager Landkriegsordnung von 1907 aber durchaus dem gewollten Naturell angelsächsicher Rüstungsmentalität und -strategie. Sie sollte immer zur Bestreichung ziviler Ziele tauglich sein. Zumal Churchill auch als Finanzminister ab 1922 das Aus für die englische Flotte besiegelte. Dieser Umstand trat dann 1933 dramatisch zu Tage, als sich England der französichen Flotte gegenübersah und zu Recht vermutete, dass Deutschland in Kürze mit einem Flottenprogramm folgen würde. England sah sich tatsächlich in der Gefahr, bald keine ausreichende und vor allen Dingen moderne Flotte mehr zu haben, die diese der beiden größten Konkurrenten zusammen um 10% übertraf. Ein Fiasko nach der eigenen Kündigung des japanisch/ britischen Flottenabkommens 1922 auf Drängen der Amrikaner hin und dem in Aussicht gestellten aber dennoch abwehrenden Nichteintreten der Amerikaner in diese entstandene Lücke. Was für ein Desaster, und Japan jetzt auf Gegenkurs in Asien.
    Also wurde an der Luftflotte gebaut, der Riecher war ja richtig (rein militärisch, oder auch unmenschlich gesehen).

    Ich denke, dass demjenigen, der der anerzogenen Bequemlichkeit von 24 Stunden GZSZ (einschließlich Nachrichten) noch nicht vollständig anheim gefallen ist, selbst bei oberflächlichem Verfolgen der Knopschen Leistungstiraden deutliche Mißstände in der Antwortlogik zu Fragen der reisserischen Lückenlogistig auffallen.

    Demzufolge werte ich auch das mittlerweile hektische Ansteigen der Verbreitungsfrequenzen von Erinnerungssendungen, Strafverfolgungen und unfaktischen Schleiern über Begebenheiten und gewagte Wertungen, gerade auch in der Erziehungslandschaft als die wahrscheinlich große Angst vor dem nichtkalkulierbaren Supergau des Erwachens der freien Bildung nach Faktenlage.
    Früher hätte ich gesagt – armes Deutschland, doch heute sage ich: arme Politikerkaste, ihr habt nur noch die Chance Eure Stützen mit nach vorne ins Scheinwerferlicht zu ziehen, damit diese von den anscheinend unbedarften Völkern mal eingehend begutachtet werden und ihr nicht alleine dasteht. Denn Opfermut habe ich bei Euch zu keiner Zeit mit keiner Faser bemerkt.

    Nun denn, mes ami du soleil …

  3. Hier auch ein sehr guter Artikel zu Dresden, der längst überfällige Fragen aufwirft, z. B. warum nie ein Russe im Bundestag sprechen durfte, dafür ein Israeli, der seine Kriegspropaganda dort in alle Welt posaunte und vom BT noch beklatscht wurde. Dabei war es die Rote Armee, die Auschwitz befreit hat, und nicht etwa die Amerikaner. Umso unverständlicher, warum dort pro-amerikanische und – zionistische Propaganda auf die Spitze getrieben wurde.

    Irrungen und Wirrungen im staatstragenden Antifaschismus und das Konzept Volksinitiative

    Anfang Februar jährt sich zum 67. Mal der Sieg der sowjetischen Truppen – und damit die entscheidende Wende im 2. Weltkrieg, der entscheidende Schritt zur Niederschlagung des Nazismus. Fragt sich, warum in Deutschland und im NATO-Westen nur eine Mini-Minderheit dieses Datums gedenken will, wo doch mittlerweile alle in antifa machen? Oder vielmehr: Es fragt sich nicht. Die Sache ist klar. Der Antifaschismus ist von den Atlantikern gekidnappt worden, und große Teile der Linken machen mit. Man erweckt den Eindruck, als hätten “uns” die Amis und Briten befreit, und als sei der 2. Weltkrieg nur eine Fußnote des Holocaust gewesen. So wird die Sowjetunion, die mit 20 Millionen Opfern die meisten Toten zu beklagen hatte und die Hauptlast des Krieges trug, aus dem kollektiven Gedächtnis eliminiert. Das zeigte sich auch an den Feierlichkeiten zur Befreiung von Auschwitz letzte Woche: Nur en passant wurde erwähnt, dass die Rote Armee das Vernichtungslager befreit hat. Stattdessen eine Orgie von Pro-Amerikanismus und Pro-Zionismus. Warum durfte Peres vor dem Bundestag sprechen und nicht – noch nie! – ein Russe (einerlei ob damaliger Rotarmist oder heutiger Staatsführer)? Peres nutzte das Gedenken, um einen neuen Krieg vorzubereiten – das hätte Putin nicht gemacht. […]

    Quelle und weiter im Text: http://juergenelsaesser.wordpress.com/2010/02/01/dresden-und-stalingrad/

    —–

    (Anm. Detlef Nolde: Die Nazis hatten eng mit den Zionisten kooperiert und die BRD hat daran nahtlos angeknüpft. Siehe hierzu: Burchhard Brentjes, „Geheimoperation Nahost – Zur Vorgeschichte der Zusammenarbeit von Mossad und BND“.

    In der DDR wurde auch hier mit einer unseligen Vergangenheit gebrochen.

    Der VI-Beitrag ist nicht schlecht, jedoch muß der gerechte Verteidigungskrieg der Sowjetunion getrennt werden von den schweren Kriegs- und Nachkriegsverbrechen, die Stalin an Deutsche in- und außerhalb Deutschlands begangen hat.

    Ich erinnere an den Völkermord an unserem Volk, im Zuge dessen Abermillionen Deutsche von ihrem Leben und ihrer Heimat „befreit“ wurden, was niemals mit dem Angriff Hitlerdeutschlands und den Verteidigungsnotwendigkeiten der Sowjetunion legitimiert werden kann. MfG)

  4. Dazu http://polskaweb.eu/polnische-parlamentarier-zur-gustloff-tragoedie-7648763-2.html:

    Sieger im Blutrausch

    […] Die Versenkung der Gustloff, Goya und Steuben mit über 20 000 Toten waren barbarische Kriegsverbrechen der Sowjets, sie wussten genau, dass sich auf den Schiffen überwiegend Frauen und Kinder befanden. Vergleichbar hiermit ist auch der tödliche alliierte Bombenterror auf Dresden. Auch hier waren es Frauen und Kinder eines längst geschlagenen Volkes, welche man wie Müll verbrannte, um sie anschliessend in einer Rechtfertigung mit einem Hitler oder Eichmann gleichzustellen.

    Gerade die Sowjets hatten sich zum zweiten Weltkrieg am 17. September 1939 selbst eingeladen, als sie Polen vom Osten her überfielen und bis 1941 unzählige Blutbäder anrichteten, die man noch heute den Deutschen anlastet. Ihre Barbareien gingen zeitlich weit über das Kriegsende hinaus weiter. Entschuldigt hat sich Moskau für diese gigantischen Verbrechen noch nie.

    Deutsche Linke und polnische Rechte in wilder Ehe

    […] Das polnische und deutsche Volk sind sich längst einig. Es gibt nichts mehr worüber man sich streiten muss, doch beide Seiten wollen eine ehrliche Aufarbeitung der Geschichte und nicht weiterhin mit bolschewistischen Doktrinen belogen werden. Moskau will die Wahrheit aber genausowenig, wie die Rechten in Polen und die Linken in Deutschland, wozu auch FDP und SPD Politiker zu gehören scheinen.

    „Wenn du einen Deutschen getötet hast, töte noch einen – es gibt für uns nichts Lustigeres, als deutsche Leichen. Zähle nicht die Tage. Zähle nicht die Kilometer. Zähle nur eins: die von dir getöteten Deutschen. Töte den Deutschen! – das bittet die alte Mutter. Töte den Deutschen! – das fleht das Kind. Töte den Deutschen! – das ruft die Heimaterde. Verfehle nicht das Ziel. Laß ihn nicht entgehen. Töte!“ Ilja Ehrenburg, in Kiew geborener jüdischer Schriftsteller, der die rote Armee u.a. zum Völkermord an deutschen Zivilisten aufrief.

    Aus dem Netz gefischt:

    Wissen muß man auch, daß Groß Britannien und Frankreich am 3. September 1939 dem Deutschen Reich den Krieg erklärten, nicht umgekehrt. Ferner muß man wissen, daß England bereits zwei Tage nach seiner Kriegserklärung den Bomben-Terror gegen Deutschlands Zivilbevölkerung eröffnete.

    Am 5. 9. 1939 fanden erste Luftangriffe auf Wilhelmshaven und Cuxhaven statt.

    Am 12. 1. 1940 erster englischer Bombenangriff auf Westerland/Sylt.

    25. 1. 1940 Weisung des OKW über die Kriegsführung: Verbot von Luftangriffen auf das britische Mutterland einschließlich der Häfen, mit Ausnahme der Docks von Rosyth und der Angriffe im Rahmen des Minenkrieges.

    20. 3. 1940 Kiel und Hörnum auf Sylt werden mit 110 Spreng- und Brandbomben angegriffen. Volltreffer auf ein Lazarett. Im April 1940 erfolgten weitere Angriffe englischer Bomber auf Orte ohne militärische Bedeutung.

    11. 5. 1940: Nachdem Churchill am 10. Mai Premier- und Verteidigungsminister Großbritanniens geworden ist, faßt er, ohne die Öffentlichkeit zu unterrichten, sofort den Entschluß zum Beginn der Bombenoffensive gegen die deutsche Zivilbevölkerung.

    Der Bericht des OKW stellt am 18. 5. 1940 erneut planlosen britischen Bombenabwurf auf nichtmilitärische Ziele fest und warnt vor den Folgerungen.

    30. 5. 1940: Deutsche Note an Frankreich betr. Behandlung abgeschossener Flieger: „Dokumente britisch-französischer Grausamkeit“.

    Erst jetzt, am 14./15. November 1940 werden erste deutsche Luftangriffe auf die kriegswichtigen Industrie-Ziele in Coventry geflogen – Monate nach Beginn des britischen Bombenterrors gegen zivile Ziele in Deutschland.

    Der Luftkrieg gegen zivile Ziele hat seinen Anfang also im September 1939 auf die deutschen Städte Wilhelmshaven, Cuxhaven sowie Westerland und Stettin und nicht im November 1940 auf Coventry (Ziel: Die Zerstörung der Flugzeugmotorenwerke). London ist erst am 7. September 1940 nach dem 8. planmäßigen Terrorangriff auf Wohnviertel Berlins von der deutschen Luftwaffe bombardiert worden!

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