Mythos Demokratie?

Demokratie

 

Über die Weisheit der Massen, den mündigen Bürger, die Demokratie:

Demokratische Entscheidungen – oder das Märchen vom mündigen Bürger

(…) Betrachtet man das Prinzip der Entscheidungsfindung in einem demokratische System genauer, so kommt man schnell zu dem Schluß, das die Erfinder wohl davon ausgegangen sein müssen, daß die besten oder klügsten Entscheidungen diejenigen sein müssen, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen können. Das nach dem Motto – wahr ist das, was die meisten sagen.

Das dieses Prinzip völliger Unsinn ist, könnte jedem klar werden, der schon einmal eine Schule besucht hat. Wahrheit oder Richtigkeit war noch nie eine Frage von willkürlichen Abstimmungsverhalten der Mehrheit. Wer eine Mathematikaufgabe korrekt lösen will, muß richtig rechnen können – kein Lehrer würde je auf die Idee kommen, die Klasse abstimmen zu lassen, was die korrekte Lösung zu einer Aufgabe ist. Sicher – wären alle Schüler in der Klasse begnadete Rechengenies, so würde das Abstimmungsergebnis wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit dem richtigen Ergebnis entsprechen.

Man sollte weiterhin in dem Blick nehmen, daß die Komplexität von politischen Entscheidungen viel höher sind, als eine einfache Rechenaufgabe. Hinzu kommt, daß bei politischen Wahlen jeder mitreden darf, egal ob er sich mit der Thematik beschäftigt hat bzw. überhaupt nachgewiesen hat, daß er fähig ist ein bestimmtes Thema überhaupt beurteilen zu können.

Die Politiker scheinen der Meinung zu sein, daß jeder Mensch, der fähig ist mit seinem Kreuzchen einen der vielen Kreise auf einem Wahlzettel zu treffen, kompetent über das Schicksal seines gesamten Volkes entscheiden kann. Bei der heutigen Komplexität von Entscheidungen haben selbst Experten – die immerhin jahrelang studiert haben – diverse Probleme die Konsequenzen politischer Entscheidungen abschätzen zu können.

Dabei verfügen sie über ein Know-How, das Bäuerlein Huber noch nicht einmal in den Grundzügen verstehen könnte. Politische Entscheidungen sind somit keine Frage von Kompetenz, sondern gleichen eher einem Würfelspiel – die höchste Zahl gewinnt.

Keine Firma, kein Handwerksbetrieb, kein Konzern würden jemals auf die Idee kommen, wichtige strategische Überlegungen von den Beschäftigten auswürfeln zu lassen. Der Meier am Fließband hat einfach keine Ahnung, wie Daimler seine Exportstrategie in den USA am besten ausbauen kann.

Würde man einem Firmenchef vorschlagen seinen Betrieb künftig nach diesem Verfahren zu führen, würde er wohl glauben, daß man völlig den Verstand verloren hat. Schließlich weiß er, daß bestimmte Entscheidungen eine Kompetenz des Entscheidungsträgers voraussetzen, sonst würde er keine Ausbildung für bestimmte Berufe verlangen bzw. nur Menschen in eine Führungsposition setzen, die ihre Qualifikation nachgewiesen haben.

Aber auch in der Politik selbst, scheint niemand der Meinung zu sein, daß Qualifikation irgendeine relevante Bedeutung hat. Kein politischer Kandidat muß seine Qualifikation in einem bestimmten Sachgebiet nachweisen – man wählt Gesichter – Bildung scheint bei einem so unwichtigen Gebiet eine untergeordnete Rolle zu spielen. Merkel kann Brutto von Netto nicht unterscheiden, Bush fragt woher die Neger in Brasilien kommen und Schröder hält die Zeitung verkehrt herum.

Wer sich dies vor Augen führt, wundert sich wahrscheinlich weniger, warum die Situation in Deutschland immer schlimmer wird – eher darüber, wie dieses völlig absurde System so lange überleben konnte.

Wahrscheinlich muß das System erst komplett zusammenbrechen, bevor irgendjemand auf die Idee kommt, daß nicht jeder Seppel Deutschland kompetent regieren kann. Aber bis dahin scheint noch ein weiter Weg zu sein …

„Tausend Fliegen können nicht irren“ – sprach die Stubenfliege, bevor sie auf dem Klebstreifen landete.

Quelle u. vollständiger Artikel: http://www.philognosie.net/index.php/article/articleview/319/

Massen handeln idiotisch und dumm

Warum das Vertrauen in die Intelligenz der Vielen ein frommer Wunsch bleiben wird

Im 19. Jahrhundert galt die „Masse“ als „soziale Verfallsform“. Der Philosoph Hegel hielt sie für „formlos“, die Junghegelianer verachteten sie. Bruno Bauer erblickte in ihr „den Verfall der Gattung in die Menge einzelner Atome“. Nur Karl Marx hielt große Stücke auf sie. Er wollte ihr „Klassenbewusstsein“ einimpfen und die Massen zur Revolution animieren.

(…) Es war Jean Baudrillard, der vor mehr als dreißig Jahren genau in diesem „Mana“ ihre neue Widerständigkeit entdecken wollte. Was die Masse gegenüber dem Sozialen, das sie mal reflektieren sollte, auszeichne, sei ihre „Trägheit“ und Macht, einfach zu schweigen. Die Schwelle der „kritischen Masse“, an der ihr Schweigen selbsttragend werde, sei erreicht. Mit „skandalöser Beharrlichkeit“ widerstünde sie „dem Imperativ zur rationalen Kommunikation“. Darum bleibe auch jeder geschichtliche Aufruf, gegen soziale oder politische Unzumutbarkeiten aufzubegehren, ohne Echo.

Zwar versuche mittlerweile ein Heer von Meinungsforschern, die Massen zum Sprechen zu bringen. Längst sind sie für diese Art von Leuten zu einer Art „Kristallkugel“ geworden, aus der sie Stimmungen, Überzeugungen und Standpunkte herauslesen wollen. Überall werden sie seitdem penibel sondiert, getestet, befragt und ausgehört. Gleichzeitig werden sie aber auch auf Millionen von Webseiten zum Mitmachen bewegt, zum Kommentieren und Empfehlen, zum Abstimmen oder Versenden. Doch statt die Masse zu mobilisieren, werde dadurch nur noch mehr Masse produziert, diesmal an Information, die das soziale Feld neutralisieren, den Sinn töten und das Politische im Keim ersticken.

Smarte Masse

(…) „Irgendwann zwischen 2000 und 2005“, will der Frankfurter Soziologe Manfred Faßler wissen, sind „die idiotischen Massen zu smarten Mengen“ geworden. Unter dem Eindruck des „Gesetzes der großen Zahl“ hätten sich „die vernetzten, instantan ‚verständigen Vielen‘ zu einer Quelle von Intelligenz, Wissen, Produktinnovation gemausert“. In diesen „global vernetzten Mensch-Informations-Programmen“ werde das „Ende der Gesellschaftszeit“ eingeleitet. Statt Solidarität, Achtung und Vertrauen an Parteien, Gewerkschaften oder Kirchen zu adressieren, werden wir sie bald an „Zufalls- und Informationsgemeinschaften“ weiterreichen.

Auch wenn uns die ebenso grausame wie hochfliegende Rhetorik nicht recht zu überzeugen vermag, und wir auch von den „entwerfenden Eingriffen“, die der Soziologe „in die Gesellschaft“ plant, insgesamt wenig halten, stellen wir in der Tat eine wachsende Neigung der Menschen zu „programmierter Komplizenschaft“ fest. Auf unzähligen Webseiten und Portalen wird der User ständig zu Urteilen, Bewertungen oder Stellungnahmen angehalten.

Offenbar sind deren Betreiber davon überzeugt, dass die Vielen „kluge Entscheidungen“ treffen und auch zu sozialer Kooperation fähig sind. Jimmy Wales, Gründer des Wissensportals Wikipedia, ist beispielsweise davon überzeugt, dass sein Vorhaben, eine Enzyklopädie mithilfe zigtausend anonymer Freiwilliger schreiben zu lassen, dem Wahren, Guten und Schönen dient (Wir glauben an das Gute).

Stricken auch nur einige hundert ausgewählte Autoren am Lexikon der Welt, rein theoretisch kann dort jeder Nutzer einen Artikel beisteuern oder dessen Inhalt verändern. Dank der gegenseitigen Kontrolle aller Mitwirkenden glaubt und hofft der „Wikipedianer“, Missbrauch oder die Verbreitung falscher Informationen auszuschließen. So ist durch die Kooperation der Vielen eine „kollektive Intelligenz“ entstanden, die angeblich um ein Vielfaches größer und klüger ist als die Summe der daran arbeitenden Individuen. (…)

Mehr Einzelne statt Massen

Eine „Weisheit der Masse“, wie sie dem US-amerikanischen James Surowiecki vorschwebt Klüger als der klügste Kopf), gibt es bei Lichte betrachtet nur in Büchern oder Modellen. Massen können ebenso grottenschlechte Urteile oder folgenschwere Fehlentscheidungen treffen wie jeder Einzelne. Durchschnitte, Stichproben oder Wertungen von Kunden spiegeln im Grunde nur den Mainstream. Sie geben an, was gerade en vogue und populär ist. Über die Ausnahme, die allen Normierungen trotzt oder widersteht, und die häufig die interessanteren Einsichten, Lösungen und Erlebnisse vermittelt, erfährt der User hingegen nichts.

Massen folgen eher dem Gewohnten und Vertrauten als dem Fremden und Unbekannten. Darum sind Neuerungen auch meist von Solitären geleistet worden, von Namen und Adressen, die ihr Augenmerk auf das Besondere, das Singuläre oder die Ausnahme gerichtet haben. Ohne die Distanz zur Masse, Mehrheit oder den Vielen, wären weder Nietzsche noch Rimbaud oder Duchamps denkbar. Sie und viele andere Einzelne waren es, die die Welt mit anderen Perspektiven, Werten oder Einsichten vertraut gemacht haben. Dass vor allem sie die Masse verachtet und verspottet und sie für dumm und gefährlich gehalten haben, verwundert daher nicht.

Nur Massen sind für die Verbreitung von Memen anfällig. Das ist auch einer der Gründe, warum ausgerechnet sie lemmingartig bestimmten Moden, Stilen und Trends folgen. Ohne deren Empfänglichkeit dafür wären Hysterien wie die um die Schweinegrippe, das Tief „Daisy“ oder den Klimawandel, hohe Verkaufszahlen wie die der äußerst biederen Harry-Potter-Bände, Zweifel an der Wirkung der Steuersenkungspläne der Regierung oder der Crash an den Börsen gar nicht möglich.

Herdentrieb

Bereits diese Beispiele zeigen, dass der Entwicklung „kollektiver Weisheit“ enge Grenzen gesetzt sind. Auch sie schützt nicht vor dem so genannten „Mitläufereffekt“, wonach die Bereitschaft von Kunden, Wählern oder Bürgern Produkte zu kaufen, Parteien zu wählen oder sich sozialen Bewegungen anzuschließen, wächst, wenn damit das Ansehen steigt oder Sieg und Erfolg wahrscheinlicher werden. Zumal in solch angeblich gleichberechtigten Gruppen, Netzwerken oder Gemeinschaften auch nicht jeder die gleiche Macht oder den gleichen Einfluss hat.

Mittlerweile weiß auch die moderne „Managementlehre“, dass Veränderungen in Organisationen meist von starken Führungspersönlichkeiten ausgehen. Um den „Tipping-Point“ herbeizuführen, der dem Ganzen eine abrupte Wendung gibt und Strategien neu ausrichtet, braucht es eher das „Gesetz der Wenigen“. Warum das bei Schwarmintelligenzen anders sein soll, ist nicht leicht einzusehen. Es grenzt an Wortklauberei, wenn Manfred Faßler die „Idiotie der Masse in eine Intelligenz der Menge“ umdefiniert. (…)

Quelle u. vollständiger Text: http://www.heise.de/tp/blogs/6/146923

Politische Dummheit

Wer laut in die Runde nach politischer Dummheit fragt, dem wird alsbald mit einem Wortgeprassel geantwortet werden. Zu Dutzenden werden Politiker aufs Tapet kommen, die Unsinn angerichtet oder sich als unfähig erwiesen hätten. Und vielleicht wird noch der eine oder andere Journalist genannt. Aber eine Spezies wird gewiß nicht dabei sein: die Masse. Denn weil ein jeder dazugehört, mag man sich diesen Spiegel nicht vorhalten. Dabei ist sie es, die die politische Dummheit am ehesten gepachtet hat, die launisch ist und verführbar, der es an Urteilskraft mangelt und an der Fähigkeit, die Folgen des eigenen Tuns zu bedenken. Die Geschichte bietet genug Exempel dafür, und jede Wahl kreiert neue. Weil aber das Volk der Souverän ist, wird auch die schüchternste Kritik an ihm sogleich als Majestätsbeleidigung aufgefaßt und getadelt.

Die politische Dummheit, so scheint es, ist unausrottbar. Sie ist fast immer gepaart mit Ignoranz und ideologischer Verblendung. „Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt“, sagt Immanuel Kant, „und einem solchen Gebrechen ist leider gar nicht abzuhelfen.“ (…)

Mit der politischen Dummheit der Massen hingegen ist es wie mit dem Wetter, sie bleibt unberechenbar. Und ebenso wie beim Wetter ist eines gewiß: daß sie sich irgendwann in ein Unheil entlädt. Damit haben ja gerade wir Deutschen unsere Erfahrungen gemacht. Aber manch einem genügen die bitteren Lektionen offenbar immer noch nicht.

(…) Im Leben mag Dummheit zuweilen charmant sein, im Politischen ist sie nur destruktiv. Schon vor achtzig Jahren schrieb Carl von Ossietzky den Friedensfunktionären ins Stammbuch: „Der Pazifismus muß politisch werden und nur politisch“. Er hat nicht geahnt, wie langlebig die politische Dummheit ist.

Quelle u. vollständiger Text: http://www.bln.de/k.weiss/tx_dummh.htm

Manifest wider den „Unadel“

Als zu Zeiten der französischen Revolution die Bourgeoisie ihren ersten großen Sieg über die Herrschenden errang, war dies auch der Anfang vom Ende des – sogenannten – „Adels“. Viele Rückschläge trafen den Adelsstand im Laufe der folgenden Epochen bis zur – faßt gänzlichen – Entmachtung. „Dies geschah zu Recht!“ – denn – was war dieser „Adel“?

Bis auf wenige löbliche Ausnahmen, war es ein „Erb-Adel“. Also eine Ansammlung degenerierter und dekadenter Feudalisten, welche sich auf Kosten des Volkes in ihren Ausschweifungen ergingen. Der „Erb-Adel“ war es auch, der die Basis für ein Feudalsystem bildete. Und das Feudalsystem wiederum bildete das Fundament für Monarchien, deren Dynastien – also allen, die dem „Erb -Adel“ angehörten.

Die politischen Umwälzungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, brachten es mit sich, daß erst die Bourgeoisie und sodann (zum Teil) das Proletariat, die Macht an sich riß. Alles im Namen der Freiheit, des Fortschritts und der Menschenrechte und im guten Glauben die Feudalherrschaft besiegt zu haben.

Doch, was war das Ergebnis? Was haben wir Heute? – Feudalherrschaft!

Die Demokratie, welche „dem Volke wie Honig, ums Maul geschmiert wurde“, ist nur ein anderer Name, für das selbe Kind – Feudalherrschaft durch den „Kapital-Adel“. Da über viele Generationen die jeweiligen Machthaber dem Volk anerzogen hatten, statt auf den Inhalt, nur auf die Verpackung zu achten, war es leicht, eine neue Feudalherrschaft aufzubauen – mit „Strohmänner“ als „Volksvertreter“.

Aus Bourgeoisie und Proletariat stiegen die Brutalsten, Gewissenlosesten und Hinterhältigsten in den sogenannten „Kapital-Adel“ auf, oder schmückten sich, auf Basis korrupter Machenschaften, mit Titel und Ämter. Denjenigen, welche Kapital ererbt haben, kann man dies nicht vorwerfen, jedoch rückten auch sie in einen Status, der nicht auf edle, eigene Leistung basiert – wie es einem echtem „Adel“ anstände.

Echter „Adel“? Doch was ist ein „echter Adel“?

Echter Adel kann niemals vererbbar sein oder auf Besitz basieren! Adel kommt von Edel. Wahrhafter Adel muß ständig, auf Grund von geistigen Fähigkeiten, Tugend, Ritterlichkeit und Verantwortungsbewußtsein erarbeitet werden. Hingabe in Aufgabe, Pflicht und Treue, Charakterstärke, Disziplin und Ehrenhaftigkeit sind die Säulen auf welchen wahrhafter Adel steht.

Schon in Frühzeiten gab es diese, ganz besonderen Menschen, die aus dem Volke emporragten und von den Anführern, ja, vom Volke selbst, mit Führungs- und Verwaltungsaufgaben betraut wurden. Erst mit der Wandlung in einen „Erb-Adel“, konnte sich eine Feudalherrschaft in vollem Umfang, entwickeln. Mit Einführung des Christentums wurde diese gefestigt und die Voraussetzungen für die verschiedenen Formen des heutigen „Un-Adels“ geschaffen.

Die weitere Entwicklung der Geschichte, brachte lediglich eine Steigerung an Ruchlosigkeit. Die aus den Wurzeln des heutigen „Un-Adels“ hervorgehende Folge, ist die Beschränkung sämtlicher Bestrebungen auf eine der primitivsten Emotionen: Die Gier! Auf ihr ist das gesamte System aufgebaut. Ersichtlich auch durch die Tatsache, daß, bei den Meisten, alle Werte durch Geld ersetzt wurden.

Es ist eine Herrschaft des Pöbels und des Mobs, eine Herrschaft der geistig Armen und der Charakterschwachen, der Gewissenlosen und der Brutalen, der Verantwortungslosen und der Feigen, der Ehrlosen und der Habgierigen. Alle durchweg voll des Eigendünkels. Die Untugenden könnten ganze Bände füllen. Wen wundert es, wenn unter solchen Voraussetzungen, alle Tugenden mit Füßen getreten und verlacht – ja – verteufelt und bekämpft werden?

Was machen diejenigen des Pöbels, welche kein Stück Kuchen der Macht und weniger des Wohlstands abbekommen haben? Sie drängen und sie kriechen, sie intrigieren und strampeln, wobei sie möglichst nach unten treten. Genau so, wie es von Pöbel nicht anders zu erwarten ist. Mit Parolen und Propaganda, in welcher wiederum viel von Freiheit, Fortschritt und Menschenrechte zu hören ist, versuchen sie Positionen zu stürzen, um selbst ein Plätzlein zu ergattern.

Doch bedenken sie auch die Freiheit des Anderen oder gar Verantwortung und Menschenpflichten? Wohl kaum! Eine Feudalherrschaft des Pöbels, wird lediglich durch eine Andere ersetzt! (…)

Mündige, Tugendhafte, Schöpferische, Intelligente, Ehrenhafte, Verantwortungsvolle – die gibt es wohl, wenn auch selten. Auch aus dem Volke, kommen Sie. So, wie in mancher Schutthalde, zuweilen ein Halbedelstein verborgen, oder – wer weis – gar ein Diamant, so gibt es immer Einzelne, die aus der Masse des Volkes herausragen. So bitter nötig wie heute waren sie noch nie. Sie gilt es zu finden und zu verbinden.

Aus Edlen einen neuen Adel zu schaffen, einen Adel, der auf alle Tugenden aufbaut und sich seiner Verantwortung bewußt ist. Natürlich kann man in solch einen Adel nicht hineingeboren werden, sondern kann nur, bei entsprechenden Anlagen und emsiger Arbeit an Sich selbst, hineinwachsen, sich als „Adeliger“ beweisen.

Nur so kann der Mensch Mensch werden und sich vom Vieh unterscheiden. Nur so kann ein neues Aeon für die Menschheit anbrechen. Denn die Narren werden Narren bleiben, Proleten, Proleten und Vieh, Vieh. Auch soll Mensch als Mensch handeln und Mensch wie Mensch behandelt werden, so wie Vieh, wie Vieh behandelt werden muß!

Wer Dies nicht verstehen will und sich windet Argumente, wider dies zu erfinden, wird dort bleiben, wo er war und umkommen in viehischer Blödheit, die er für Vernunft halten will. Er wird nie, einer der Unseren – und so soll es sein! Wahrhaftig „Adelige“ wird es wenige geben, sie werden im Geheimen wirken müssen, denn der närrische Pöbel wird sich zerfleischen und sein eigener Untergang sein. Gleich, wie hochtrabend seine Titel oder wie monströs seine Finanzmittel auch sein mögen.

Es lebe der echte Adel, es lebe das neue Aeon!

Quelle u. vollständiger Text: http://www.philognosie.net/index.php/article/articleview/326/

Weisheit statt Demokratie

Politik ist nicht mehr nötig. Diese Verwaltung der Völker durch Parteien ist ein Wahn, der immer nur die Dümmsten und Stärksten bevorteilt hat. Wenn man davon ausgeht, dass ein sehr grosser Prozentsatz der Menschen nichts versteht von den Wirkungen von Systemen und der schädlichen Rolle, die die Politik darin spielt, dann begreift man auch, warum ich immer von der Demokratie als „Diktatur der dummen Mehrheiten“ geschrieben habe.

Was soll am Wunderheilmittel der heutigen Tage, der Demokratie, denn falsch sein? Wenn ich das Wort „Demokratie“ immer wieder übersetze mit „Diktatur der dummen Mehrheiten“, dann wird man bis zum Ende dieses Kapitels verstanden haben, was ich von Demokratie halte.

Natürlich ist diese Art der Volksherrschaft schon auch interessant: Die Mehrheit eines Volkes bestimmt, wohin die Reise gehen soll. Nur: Wenn keiner weiss, wohin die Reise geht und alle mit falschen Münzen wuchern und meinen, ihre Realität zu verstehen, werden die dümmsten der Menschen den weniger dummen immer sagen, welche Mehrheitsentscheidungen eben richtig sind. Man bewundere die modernen Staatsführer und begreife endlich: Die Demokratien wählen immer die Dümmsten eines Volkes, jene, die an Machbarkeit glauben, den Wert von Wachstum über alles stellen, die Schädlichkeit von Defiziten und Schuldentürmen beschönigen, die Notwendigkeit predigen, immer noch mehr zu konsumieren, noch mehr zu reisen, noch mehr Geld zu verbrennen, noch mehr Umwelt zu zerstören, noch mehr Ressourcen den nachkommenden Generationen wegzustehlen. Dies soll ein Segen sein? Diese Demokratie soll also das Höchste der Welt sein, gut genug, als Exportartikel von den irrigsten der Menschheit, den USA, in die Dritte Welt verbreitet zu werden?

Macht mit diesem Ansatz von gigantischer Anmassung, was ihr wollt, ihr Chefredaktoren der einfachsten Denkart. Ich mache hier nicht mit. Schon als Kind sah ich den Betrug der Mehrheitsbeschaffer irriger Entscheidungen, denn schon als Kind sah ich die Spätwirkungen der von „Erwachsenen“ provozierten Zukunftsweichenstellungen und dachte immer: So blöd können diese Erwachsenen, die die Mehrheiten stellen, doch gar nicht sein, so blöd können Parlamentarier und ihre Exekutivregierenden gar nicht sein.

Gemach, gemach, sie sind es tatsächlich, und ich erkannte diese Tatsache von Jahr zu Jahr mehr und heute sage ich allen, die es nicht hören wollen: Wir werden, gerade dank des irrigen Begriffes von Demokratie, von den grössten denkerischen Versagern regiert, die die Welt je gesehen hat. Starker Tobak, doch leider wahr, wissenschaftlich beglaubigt, durch nichts zu widerlegen, am wenigsten durch die Spätfolgen, ausgehend von den Taten dieser Machttäter, die uns überzeugen konnten, in dumpfer Wahrnehmungslosigkeit immer wieder ihre Wahl zu bestätigen durch demokratische Mehrheitsentscheide.

(…) Weisheit? Welche Weisheit? Die Weisheit der Eingebildeten oder der Gebildeten? Welche Bildung, jene der universellen Genies und der fortschritts- und wachstumsgläubigen Blindgänger? Was nur ist überhaupt Weisheit? Hatte Einstein Weisheit oder Aristoteles oder Napoleon oder George W. Bush? Zahlenmässig am meisten Anhänger hatte vermutlich George W. Bush und so ist nach demokratischen Grundsätzen und Lehrtheorien klar, dass Georgie-Boy der weiseste Mann auf Gottes Erde ist. Inzwischen wissen wir: Jede Hure ist intelligenter, selbst ein Hund hat mehr Instinkt. Ich denke, also bin ich? Nochmals, was ist Weisheit? (…)

Quelle u. vollst. Artikel (empfehlenswert!): http://worldwide-gazette.com/de/rep_63/Weisheit-statt-Demokratie

Friedrich Nietzsche, Götzen-Dämmerung:

Kritik der Modernität. — Unsre Institutionen taugen nichts mehr: darüber ist man einmüthig. Aber das liegt nicht an ihnen, sondern an uns. Nachdem uns alle Instinkte abhanden gekommen sind, aus denen Institutionen wachsen, kommen uns Institutionen überhaupt abhanden, weil wir nicht mehr zu ihnen taugen. Demokratismus war jeder Zeit die Niedergangs-Form der organisirenden Kraft: ich habe schon in „Menschliches, Allzumenschliches” 1, 318 die moderne Demokratie sammt ihren Halbheiten, wie „deutsches Reich,” als Verfallsform des Staats gekennzeichnet. Damit es Institutionen giebt, muss es eine Art Wille, Instinkt, Imperativ geben, antiliberal bis zur Bosheit: den Willen zur Tradition, zur Autorität, zur Verantwortlichkeit auf Jahrhunderte hinaus, zur Solidarität von Geschlechter-Ketten vorwärts und rückwärts in infinitum. Ist dieser Wille da, so gründet sich Etwas wie das imperium Romanum: oder wie Russland, die einzige Macht, die heute Dauer im Leibe hat, die warten kann, die Etwas noch versprechen kann, — Russland der Gegensatz-Begriff zu der erbärmlichen europäischen Kleinstaaterei und Nervosität, die mit der Gründung des deutschen Reichs in einen kritischen Zustand eingetreten ist … Der ganze Westen hat jene Instinkte nicht mehr, aus denen Institutionen wachsen, aus denen Zukunft wächst: seinem „modernen Geiste” geht vielleicht Nichts so sehr wider den Strich. Man lebt für heute, man lebt sehr geschwind, — man lebt sehr unverantwortlich: dies gerade nennt man „Freiheit.” Was aus Institutionen Institutionen macht, wird verachtet, gehasst, abgelehnt: man glaubt sich in der Gefahr einer neuen Sklaverei, wo das Wort „Autorität” auch nur laut wird. So weit geht die décadence im Werth-Instinkte unsrer Politiker, unsrer politischen Parteien: sie ziehn instinktiv vor, was auflöst, was das Ende beschleunigt … Zeugniss die moderne Ehe. Aus der modernen Ehe ist ersichtlich alle Vernunft abhanden gekommen: das giebt aber keinen Einwand gegen die Ehe ab, sondern gegen die Modernität. Die Vernunft der Ehe — sie lag in der juristischen Alleinverantwortlichkeit des Mannes: damit hatte die Ehe Schwergewicht, während sie heute auf beiden Beinen hinkt. Die Vernunft der Ehe — sie lag in ihrer principiellen Unlösbarkeit: damit bekam sie einen Accent, der, dem Zufall von Gefühl, Leidenschaft und Augenblick gegenüber, sich Gehör zu schaffen wusste. Sie lag insgleichen in der Verantwortlichkeit der Familien für die Auswahl der Gatten. Man hat mit der wachsenden Indulgenz zu Gunsten der Liebes-Heirath geradezu die Grundlage der Ehe, Das, was erst aus ihr eine Institution macht, eliminirt. Man gründet eine Institution nie und nimmermehr auf eine Idiosynkrasie, man gründet die Ehe nicht, wie gesagt, auf die „Liebe,” — man gründet sie auf den Geschlechtstrieb, auf den Eigenthumstrieb (Weib und Kind als Eigenthum), auf den Herrschafts-Trieb, der sich beständig das kleinste Gebilde der Herrschaft, die Familie, organisirt, der Kinder und Erben braucht, um ein erreichtes Maass von Macht, Einfluss, Reichthum auch physiologisch festzuhalten, um lange Aufgaben, um Instinkt-Solidarität zwischen Jahrhunderten vorzubereiten. Die Ehe als Institution begreift bereits die Bejahung der grössten, der dauerhaftesten Organisationsform in sich: wenn die Gesellschaft selbst nicht als Ganzes für sich gutsagen kann bis in die fernsten Geschlechter hinaus, so hat die Ehe überhaupt keinen Sinn. — Die moderne Ehe verlor ihren Sinn, — folglich schafft man sie ab. —

Über die „zwei Bedingungen der parlamentarischen Demokratie“ wird sich in folgendem Beitrag ausgelassen:

Unser gegenwärtiges politisches System, die parlamentarische Demokratie, hat zwei Bedingungen: eine innere und eine äußere.

Die äußere besteht darin, daß das Kapital, seit es seine Monopolstruktur ausgebildet hat, konzentriert agieren kann. Ich spreche von Trusts, Bewußtseinsindustrie, Parteispenden, konzertierten Aktionen, um Einfluß auf die Exekutive zu nehmen. Im 19. Jahrhundert, wo ein Kapitalist seine 100 Arbeiter hatte, konnte er höchstens kommunal, nicht national Einfluß nehmen. Heute besitzen vielleicht 100 Familien den Großteil der nationalen Wirtschaft. Es gibt eine durchaus überschaubare Zahl von Konzernen oder Holdings, die durch ein weit verflechtetes Netz von Lobbyismus Einfluß auf Parteien, Parlament und die staatliche Exekutive nehmen können.

Die innere Bedingungung besteht darin, daß jeder Bürger Wahlrecht hat. Auf die Weise ist garantiert, daß immer das dümmstmögliche Wählervotum herauskommt. Denn die Idioten sind und waren zu allen Zeiten und an jeden Ort in der Mehrzahl. Nichts braucht dieses System so wie Menschen, deren Wille leicht zu brechen und deren Geist leicht zu lenken ist.

Der Parlamentarismus ist also die ideale Kombination der beiden Umstände, daß einerseits das Kapital sich zwischen Wählervotum und politische Entscheidung zwischenschalten kann, weil es kein imperatives Mandat gibt und das Lobby- und Parteispendensystem regelt, was zu regeln ist, und andererseits, daß die Diktatur der dummen Mehrheit garantiert, daß das System weder durchschaut noch abgeschafft wird.

Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen’gen nur gewesen. Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen; der Staat muß untergehn, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet. (Schiller, Demetrius, I, 3, Sapieha)

Nichts ist widerwärtiger als die Majorität, denn sie besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen, die sich akkommodieren, aus Schwachen, die sich assimilieren und der Masse, die nachtrollt, ohne nur im mindesten zu wissen, was sie will. (Johann Wolfgang von Goethe)

Bisher wurden die Kulturen von einer kleinen, intellektuellen Aristokratie geschaffen und geleitet, niemals von den Massen. Die Massen haben nur Kraft zur Zerstörung. Ihre Herrschaft bedeutet stets eine Stufe der Auflösung. Eine Kultur setzt feste Regeln, Zucht, den Übergang des Triebhaften zum Vernünftigen, die Vorausberechnung der Zukunft, überhaupt einen hohen Bildungsgrad voraus – Bedingungen, für welche die sich selbst überlassenden Massen völlig unzugänglich sind. Die Massenpsychologie zeigt, wie außerordentlich wenig Einfluß Gesetze und Einrichtungen auf die ursprüngliche Natur der Massen haben und wie unfähig dieses sind, Meinungen zu haben außer jenen, die ihnen eingeflößt wurden. (Gustave Le Bon, Psychologie der Massen, S. 4-6)

Die Nachteile des allgemeinen Stimmrechts fallen ohne Zweifel zu sehr in die Augen, als daß man sie verkennen könnte. Es ist nicht in Abrede zu stellen, daß die Kulturen das Werk einer kleinen Minderheit überlegener Geister gewesen sind; diese bilden die Spitze einer Pyramide, deren Stufen nach unten gemäß der Abnahme des geistigen Wertes breiter werden und die tieferen Schichten eines Volkes darstellen. Die Größe einer Kultur darf gewiß nicht von dem Stimmrecht untergeordneter Elemente abhängen, die nichts als eine Zahl bedeuten. (Gustave Le Bon, Psychologie der Massen, S. 134)

Streifzüge durch das „Land der Dichter und Denker“ …

7 Gedanken zu “Mythos Demokratie?

  1. Dr. rer. nat. Peter Augustin zur Demokratie:

    Es sind nur Sklavenhalterdemokratien wie nach dem Vorbild des alten Hellas und des jungen römischen Staates möglich. Als erstes wurde das Pflanzenreich ausgebeutet (Paradies). Später kamen Pferd und Wagen, die Göpelmühlen und Haltung von Schlachtvieh sowie die Bauernlandwirtschaft hinzu, was einer Zähmung der Pflanzen gleich kommt. Dann wurden auch die organischen Vorräte der Pflanzen und Tiere (Kohle, Erdöl und -gas) ein bezogen. Der Mensch verlernt es immer mehr aus eigener Kraft vorwärts zu kommen. Bald wird er sich Computer einpflanzen und das Fortschritt (Wegschreiten von der Natur) nennen und ein Sklave der Maschinen werden. Das nennt sich Negation durch Übertreibung. Wann er wieder die Negation der Negation, d.h. Befreiung von den Maschinen vollbringt, steht in den Sternen besser ihrer Geschichte. Aber ob die Astronomen die zu lesen verstehen, das wage ich zu bezweifeln. Auch alle Esoteriker können die Sterne nicht verstehen. Wir sind ihnen noch nicht nahe genug gekommen. Vielleicht lernen wir sie verstehen, wenn wir nicht mehr so stolz und überheblich sind und weiter hin denken, daß wir alles auf Grund unserer überragenden Intelligenz ganz alleine geschafft haben. Siehe Stickstoffbindung und Photosynthese der Blaualgen, siehe Neptun und Vulkanismus.

    Nur ein mündiger Bürger kann Demokrat sein. Pisa zeigt, daß es kaum noch welche gibt. Folglich kann es zur Zeit keine Demokratie auf der Erde geben, auch wenn man vom Viehzeug und den Pflanzen einmal absieht.

  2. Jaja, die liebe Demokratie. Das Hauptproblem, welches die Völker für immer daran hindern wird, zu begreifen was Demokratie mit bewusstseinsarmen Massen (also den real existierenden) nur sein kann, ist der pure Glauben im rein religiösem Sinne (Demokratie ist die Daseinsweise des Pantheismus, also der Religion mit der nächsthöheren Gottabstraktion nach dem Monotheismus), das Wort verspreche das, was es in seiner ursprünglichen Bedeutung suggeriert.

    Das war noch nie, und wird vermutlich auch nie sein. Vielmehr ist Demokratie eben nur eine neue Form der Korruption von Individuen in der Klassengesellschaft. Vielleicht so:

    Demokratie ist diejenige Variante der antagonistischen Klassengesellschaft, in der parallel zur vertikalen Hierarchie der Ausbeutung und Korruption, noch eine horizontale Hierarchie geschaffen werden konnte welche im Volk selbst wirkt.

    Dadurch kann folgendes erreicht werden:
    1. die sog. Meinungsfreiheit, da die Meinung selbst unwichtig ist, da das Macht generierende Element die materielle Korruption ist
    2. das Moment der materiellen Korruption in den vorpantheistischen (Poly/Monotheismus)Formationen, nämlich die latente Sklaverei in der Familie selbst, kann dadurch ebenfalls entfallen

    Die Zukunft der Menschheit braucht eine Diktatur der Vernunft (Freud) die ich mir als einen wissenschaftlichen Pluralismus (nicht esoterischen Pluralismus wie die Demokratie der Bourgeoisie) vorstelle.

    Also auch keinen Einparteien-Einmann-Personotheismus wie im ehemaligen Ostblock. Warum? Ganz einfach: Es ist in der Praxis falsifiziert, soll heissen: Verreckt.

    Das deutsche Forum, was Nolde einst gründete ist seit 2 1/2 Monaten von der Reaktion platt gemacht. Nichts hasst der Opportunist so wie die menschliche Vernunft! Deshalb hier nur einpaar Links zum engl. revleft, was aber nicht revolutionär, sondern eher altruistisch Links ist, ich werde dort ebenfalls gehasst, da man dort lediglich vorhat, den einst als Wissenschaft gestarteten Kommunismus, (der im Ostblock grossteils zu einer atheistischen Religion verkam), im vor sich hingammelnden Kapitalismus als altruistische Religion für die Betrogenen zu missbrauchen, um ihnen Trost zu gewähren.

    Also für die wenigen Theoretiker:

    Meine Demokratieanalyse:

    http://www.revleft.com/vb/democracy-pantheism-bourgeoisie-t131250/index.html?t=131250

    Einheit von Volk und Herrscher in der Klassengesellschaft:(englisch)

    http://www.revleft.com/vb/unity-opposites-t133817/index.html

    Anknüpfend an das Zitat oben von Peter Augustin mein Modell der Negation der Negation: (leider auch nur noch in englisch)

    http://www.revleft.com/vb/negation-negation-t144297/index.html

    Wie man im „revleft“ den Kommunismus zur altruistischen Religion machen will, um ihn zur Stabilisierung der ESS-Kapitalismus zu missbrauchen:

    http://www.revleft.com/vb/anti-dialectics-reactionary-t144838/index.html?t=144838

    Was ist Meinungsfreiheit: (deutsch, falls noch lesbar, da von unsichtbarer Hand kommentarlos in den Mülleimer verschoben)

    http://www.revleft.com/vb/ist-meinungsfreiheit-t143789/index.html?t=143789

    Viele Grüsse Philzer

  3. Debatte: Demokratie und Wahnsinn

    von Ferdinand A. Hoischen

    Das Blöken der Schafe und das Schweigen der Lämmer

    (…) Die Vorstellung, eine Regierung könne spontan durch den übereinstimmenden Willen einer Mehrheit von Individuen in einem Land entstehen und zu einer kollektiven Struktur gerechter Herrschaft werden, beruht mehr auf dem Glauben an Magie denn auf historischem Beweis. Politische Systeme sind in Wirklichkeit ausnahmslos gegründet auf die Ambitionen sich elitär dünkender Männer und Frauen, die ihre Belange im Vergleich zu denjenigen gewöhnlicher Menschen, die sie abschätzig als „Masse“ oder „Lieschen Müller“ abtun, für höherwertig halten.

    Um ein dauerhaftes System zu schaffen, mit dem man „Niedere“ in den Gehorsam gegenüber vermeintlich elitären Forderungen zwingen kann, bedarf es der Billigung der Opfer. Ihnen muss der Glaube eingeimpft werden, ihre Pflicht, den Befehlen ihrer „Oberen“ zu folgen, entspringe einem transzendentalen Prinzip. Sie müssen überzeugt sein, dass das Gewaltsystem, dem sie unterworfen sind, sich aus Prinzipien rechtfertigt, die mit denen eines gewöhnlichen Straßenräubers nichts gemein haben. Dass keine einzige der dazu entwickelten Staatstheorien eine gewaltsame Beherrschung der Bevölkerung rechtfertigen kann, ist ohne Bedeutung, solange nur die Beherrschten glauben, sie würden dies tun. (…)

    Quelle u. vollst. Text: http://ef-magazin.de/2013/07/15/4343-debatte-demokratie-und-wahnsinn

    Demokratie: Wider den Fetisch Mehrheit

    von Andreas Tögel

    Eine Attacke

    Ein Sprichwort sagt: „Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis tanzen.“ Kürzlich war es beim Autor dieser Zeilen wieder einmal so weit. Also: Aufs Auto verzichtet und mit der Wiener U-Bahn gefahren (U6, abends). Schlagartig drang dabei sofort wieder ein höchst beunruhigender Gedanke ins Bewusstsein, der mir schon vor vielen Jahren – anlässlich des Besuchs einer Fußballveranstaltung – spontan durch den Kopf schoss: lauter Wahlberechtigte! Bereits damals wurde mir spontan klar, dass es sich beim allgemeinen, gleichen Wahlrecht um die Kopfgeburt eines Irrsinnigen handeln muss! (…)

    Überlassen wir am Ende zur Bedeutung von Mehrheiten dem hellsichtigen Friedrich Schiller das Wort: „Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn; Verstand ist stets bei Wen’gen nur gewesen. Bekümmert sich um’s Ganze, wer nichts hat? Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl? Er muss dem Mächtigen, der ihn bezahlt, Um Brot und Stiefel seine Stimm‘ verkaufen. Man soll die Stimmen wägen, und nicht zählen; Der Staat muss untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.“

    Dem bleibt – 209 Jahre später – nichts hinzuzufügen!

    Quelle u. vollst. Text: http://ef-magazin.de/2012/06/05/3554-demokratie-wider-den-fetisch-mehrheit

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