DER SEMIT-Herausgeber Abraham Melzer: „Wie integriert sind die Juden in Deutschland?“

https://detlefnolde.files.wordpress.com/2010/10/e3477-israel-lobby-dersemit.jpg?w=182&h=248Zur Diskussion gestellt –

Abraham Melzer, Herausgeber von „SEMIT – Unabhängige jüdische Zeitschrift“, Vorwort zur Ausgabe Nr. 5/2010:

(…) Es ist schon lustig und seltsam, wenn ausgerechnet Juden, die mit Integration nichts am Hut haben, Moslems diffamieren und verfolgen, weil diese sich angeblich nicht integrieren wollen. Der Ruf Moslems sind unser Unglück hallt auch in den jüdischen Gemeinden, die sich immer noch „Juden in Deutschland“ und nicht Deutsche Juden oder Jüdische Deutsche. Auch die Juden beten in einer anderen Sprache, nämlich Hebräisch und wenn man ihre Synagogen und Gemeindezentren betritt, dann sieht man als erstes die israelische Fahne. Ihre Loyalität gilt auch der israelischen Armee, für die sie ein besonderes Gebet in der Samstag Liturgie vorbeten und wenn man beim WIZO-Bazar in Frankfurt anwesend ist, dann hört man Polnisch, Jiddisch, Hebräisch und Russisch, aber kaum Deutsch. (…)

„Bei keiner anderen Religion ist der Übergang zu Gewalt und Terrorismus so fließend“, heißt es bei Sarrazin und Broder, de Winter und Giordano nicken zu. Dabei müssten sie doch wissen, dass das Judentum, wie er sich bei den Siedlern in Judäa und Samaria zeigt, viel gewalttätiger und widerlicher ist, als vieles, was man den Islamisten vorwirft. Es gibt für mich kein widerlicheres Bild, als einen Rabbi mit Käppi und Maschinengewehr. Darüber spricht aber niemand und von den Rabbis, die das Töten von Nichtjuden als göttliches Gebot ausposauen. (…)

Wie gut hat sich der frühere Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ignaz Bubis, integriert, der in seinem Testament hinterlassen hat, dass man ihn in Tel Aviv begraben sollte? Die Juden sollten in dieser Debatte lieber ganz stille sein und hoffen, dass der Kelch an ihnen vorbei geht. Wie soll man sonst die vielen zionistischen Gruppen begreifen, deren einziges Ziel es doch ist, die Jugendlichen dazu zu erziehen, Deutschland zu verlassen und nach Israel einzuwandern, „aufzusteigen“ wie es auf Hebräisch heißt. Wenn also Israel der Aufstieg ist, dann ist Deutschland der Abstieg.

In Melzers nachfolgenden Artikel über die Sarrazin-Debatte heißt es:

(…) Und es ist auch Unfug zu sagen, dass Juden schlauer sind als andere. (…) Und integrieren sich die ach so klugen und intelligenten Juden besser? Auch die Juden werden, wie die Moslems bzw. die Türken, von ihren politischen Führern in den Gemeinden und im Zentralrat an der Integration gehindert und so wie der türkische Ministerpräsident Erdogan seine Landsleute in der Kölner Arena angeheizt hat, so hat es vor Jahren auch der israelische Präsident Chajim Herzog getan, der zu den Juden in Deutschland sprach und sie beschimpfte, weil sie in Deutschland leben. Und die Worte von Charlotte Knobloch bei einer Demonstration anlässlich des Gaza-Kriegs klingen immer noch in den Ohren vieler Juden: Israel ist unsere geistige Heimat. Schon vergessen?

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