Der entsorgte Vater – Berliner kämpft seit 10 Jahren um sein Kind

Vorgestellt:

Dokumentation

Der entsorgte Vater

Berliner kämpft seit 10 Jahren um sein Kind

Berlin, 11.11.2010 – Seit zehn Jahren kämpft Douglas Wolfsperger (52) vor Gericht darum, seine Tochter Hanna (12) sehen zu dürfen. Gestern sahen Tausende die Dokumentation des Berliners auf Arte. Ein trauriges Stück über zerbrochene Familien, hilflose Kinder und Richter, deren Urteile rätselhaft bleiben.

80 000 Euro hat Wolfsperger wohl schon in den juristischen Streit um seine Tochter gesteckt. Den letzten Umgang hatte er mit Hanna, da war das Mädchen sechs. Fast hätte er den Kampf ums Kind schon aufgegeben, eine Richterin riet ihm: „Nehmen Sie Abschied von ihr!“ Er tat es. Aber nun klagt er erneut, sie sehen zu dürfen. Aber: „Lieber Herr Wolfsperger…“, nannte sie ihren Vater Anfang des Jahres in einem Brief. Traurig …

Die Entfremdung schreitet fort, der Vater zeigt trotzdem, dass er da sein will. „Meine Karten und Briefe bekommt sie von einer Verfahrenspflegerin vorgelesen“, sagt der Regisseur von „Der entsorgte Vater“ (In der Arte-Mediathek zu sehen oder auf DVD für 19,99 Euro erhältlich).

Noch immer bekommen in Deutschland mehrheitlich Mütter das Sorgerecht im Fall einer Trennung zugesprochen. Zwar hat das Bundesverfassungsgericht das Verfahren gerügt, die Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger (FDP) tut sich aber schwer mit einem neuen Gesetz. Ob es überhaupt nutzt? Wolfsperger ist, wie viele andere Väter, skeptisch: „Selbst wenn man das Sorgerecht bekommt heißt das noch nicht, dass man sein Kind sehen darf. Gerichte lassen seelische Krüppel zurück.“

Übrigens klagt der Ex-Mann von Hannas Mutter ebenfalls auf Umgang mit dem Mädchen. Seit fünf Jahren schon …

Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/berlin/325283.html

Umwertung der Werte und Begriffe:

Ein Paradox: In der römischen Gesellschaft bedeutete “Emanzipation”, daß die väterliche Erziehung abgeschlossen war, bedeutete die “Entlassung des Sohnes aus der väterlichen Gewalt”. Nun hieß Emanzipation schlicht: Entlassung des Vaters. Und die wurde nicht nur kulturell, sondern auch institutionell und rechtlich abgesichert, besonders mit dem neuen Scheidungsrecht, das 1977 ausgerechnet auch von frauenbewegten Männern verabschiedet wurde. Nun sollte jede Frau jederzeit in der Lage sein, den Unterdrückermann zu verlassen, den Unterdrückervater der Kinder zu verstoßen – und zwar unter Mitnahme der Kinder und der Hälfte seiner Einkünfte über Jahre hinweg.

Aus: Matthias Matussek, Die vaterlose Gesellschaft – Überfällig Anmerkungen zum Geschlechterkampf, Rowohlt 1998, S. 62

In unserem Rechtsstaat kann es Menschen, weit überwiegend Vätern, widerfahren, daß gegen ihren Willen und ohne ihnen anzurechnendes schuldhaftes Verhalten ihre Ehen geschieden, ihnen ihre Kinder entzogen, der Umgang mit diesen ausgeschlossen, der Vorwurf, ihre Kinder sexuell mißbraucht zu haben erhoben und durch Gerichtsentscheid bestätigt und sie zudem durch Unterhaltszahlungen auf den Mindestselbstbehalt herabgesetzt werden. Die Dimension solchen staatlich verordneten Leides erreicht tragisches Ausmaß und sollte seinen Platz auf der Bühne, nicht in unserer Rechtswirklichkeit haben.

Zitat von Richter am OLG Harald Schütz, Bamberg, in einem Vortrag am 10. Mai 1997 auf dem 49. Deutschen Anwaltstag, Anwaltsblatt (AnwBl) 8+9/97, Seite 466-468, 1997

Film „Der entsorgte Vater“ als Download:
http://wgvdl.com/forum/forum_entry.php?id=155739

Weitere Infos:
http://www.der-entsorgte-vater.de/
+ http://femokratieblog.wgvdl.com/

Männerpartei:
http://www.maennerpartei.eu/

Advertisements

2 Gedanken zu “Der entsorgte Vater – Berliner kämpft seit 10 Jahren um sein Kind

  1. Jaja, da gibts genug Beispiele. Ein Freund von mir, 59 Jahre, verheiratet, 4 Söhne(!) fleissig bringt Kohle ran (3 Autos für die Jungs, eins für die Frau und Haus gebaut…). Frau geht in Kur, kommt nicht mehr zurück – will Mann verlassen…geht auch, zieht aus, nimmt die Söhne (19, 23, 25, 32 Jahre mit!!!) Mein Freund erzählt mir das seine Frau inzwischen Alkohlikerin sei. Hat in den Schränken verteilt überall Flaschen gefunden. Söhne schauen Ihn nicht mal mehr mit dem „Hintern“ an. Prozessieren gegen Ihn wegen Unterhalt. Mein Freund muss alles bezahlen..
    Was richten Frauen da an??? Sie hat wohl die Kinder über die Jahre instrumentalisiert…“vorbereitet“.

  2. Mein Freund kämpft seit Jahren darum, dass sein Kind bei ihm leben darf, so wie es sein Wunsch ist. Umgang wird so knapp wie möglich gehalten und Richter hat trotz GA und eindeutigem Kindeswillen gegen ihn entschieden. Streit geht seit Jahren.
    Vielleicht kennt jemand sehr engagierten Anwalt in Berlin. Der letzte Anwalt war leider ein völliger Fehlgriff. Das Kind ist inzwischen nachweislich seelisch erkrankt 😦 Brauchen wirklich dringend Hilfe.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s