Dr. Stefan Lanka: Es gibt keine „Cholera-Epidemie“

Es gibt keine „Cholera-Epidemie“ in Haiti, weil es sich nicht um eine „ansteckende Krankheit“ handelt, wie die Staatsmedizin wider besseren Wissens behauptet:

Stefan Lanka
Infektionstheorie und Pasteur
aus Lanka/Krafeld IMPFEN -VÖLKERMORD IM DRITTEN JAHRTAUSEND

(…) Doch der berühmte deutsche Arzt Max von Pettenkofer und der berühmteste Mikrobiologe seines Landes, der Österreicher Edward Emanuel Klein, bewiesen, daß »Cholera« nicht übertragbar ist, und daß es letztend­lich an den Fäkalien im Wasser liegt, daß Menschen z. T. lebensgefährliche Durchfälle bekommen.

Also wurde Robert Koch von der deutschen Regierung nach Ägypten beordert, um dort zu beweisen, daß »Cholera« übertragbar ist. Resultat: Negativ! Er konnte nur beweisen, daß es nicht möglich ist, Cholera zu übertragen. Also wurde er nach Kal­kutta beordert, um dort das Gleiche zu tun. Resulat: Negativ. Er hatte wieder nur beweisen können, daß »Cholera« nicht übertragbar ist.

Der Öffentlichkeit wurde aber nur berichtet, daß »Cholera« übertragbar sei und von den Engländern aus Indien nach Europa eingeschleppt werden könnte. Da die Engländer schon lange zuvor aufgezeigt hatten, daß Krankheiten u.a. durch lokale Wetter-, Wasser-, Boden-, Ernährungs- und andere Umstände bedingt sind, und als seit 1866, nachdem der Ausbau des Kläranla­gensystems in den Großstädten abgeschlossen war, keine »Cholera-Epidemie« mehr auftrat, verlief die Sache im Sand.

Qurantäne-Maßnahmen wurden den Engländern deswegen nie auferlegt. Nachzulesen in Mario Ogawa’s Aufsatz »Uneasy Bedfellows: Science and Politics in the Refutation of Koch’s Bacterial Theory of Cholera« (Unglei­che Spießgesellen: Wissenschaft und Politik in der Widerlegung der Koch’schen Theo­rie der Bakterien-Theorie von Cholera) im »Bulletin of the History of Medicine« Band 74, Dezember 2000, und im geisteswissenschaftlichen Teil (sic!) der Frankfurter Allge­meinen Zeitung (FAZ) vom 31. Januar 2001.

Damit waren die Weichen gestellt und von da an gab es in der »Staatlichen Wis­senschaft« nur noch ein Denksystem über Krankheiten, nämlich das des Krieges. Das Kampf-Paradigma zur Erklärung von Krankheiten war geboren und dominierte von dort an, bis heute das Reden und »Erklären« von Krankheiten. Die Deutschen hatten schnell gelernt und fortan wurden »indirekte« Beweise »offiziell« akzeptiert, um Krankheiten zu erklären. Man muß sich in Erinnerung rufen, daß Deutschland damals die Welt »wissenschaftlich« dominierte.

Wenn ab und zu bei Krankheiten Bakterien im Lichtmikro­skop gesehen wurden, wie z.B. bei Cholera im Wasser, oder bei der »Tuberkulose«, wurde, entgegen allen Beobachtungen behauptet, daß diese »Bakterien« die Ursache der »Krankheiten« seinen. Alle anderen Krankheiten, bei denen man nur sehr selten oder nie Bakterien beobachten kann, wurden und werden seit dem Ende des 19. Jahr­hunderts und bis heute durch frei erfundene »Viren«, neuerdings auch »Gene« erklärt.

Darunter stellte man sich noch kleinere »Erreger« als die Bakterien vor. Dies war nur möglich, da es zu dieser Zeit noch nicht möglich war, kleinere Strukturen als Bakterien zu fotografieren. Das Elektronenmikroskop wurde erst 1931 erfunden. Der »Arzneimittelforscher« Paul Ehrlich, der zeitlebens nach der »Magischen Kugel« suchte, um damit »alle Krankheiten gleichzeitig« bekämpfen zu können, kam auf den Plan. Die Chemotherapie war geboren.

Der Chemiegigant Alfred Nobel, Erfinder des Dynamit, stiftete seit 1901 alljährlich den »Nobelpreis«, um dieser Art von »For­schung« Auftrieb zu verleihen. Der erste Nobelpreis, 1901, ging an den Kollegen von Ehrlich, den »Bakteriologen« Emil von Behring, der ab 1889 grausamste Tierversu­che durchführte und behauptete, daß die Giftstoffe der »Tetanus- und Diptheriebakterien«, die bestimmte Bakterien nur unter ganz speziellen Bedingungen im Reagenz­glas produzieren, im Körper durch »Antitoxine« neutralisiert werden.

Aus diesem Konzept wurde später dann der berühmte »Antikörper«, von dem behauptet wird, daß er die spezifische Waffe des »Immunsystems« sei, die der Körper »gegen« eindrin­gende »Erreger« bilden würde. Dies entgegen alle gemachten Beobachtungen! Heute weiß man, daß »Immunfunktionen« nicht spezifisch sein können, sondern abhängig vom Energie-Status des Körpers und der Gewebe, dem Redox-Status des Körpers funktionieren. Also im Denksystem des Krieges, dem Kampf-Paradigma der »Wissen­schaft«, nicht erklärt werden können.

Die »Impfindustrie« erfuhr nun aber einen enormen Schub und dominiert seitdem die ganze »Pseudoforschung«. 1874 hatte nämlich Otto von Bismarck das »Reichsimpf­gesetz« erlassen, wonach sich jedes Kind gegen »Pocken« impfen lassen mußte. Die »Nebenwirkungen« waren drastisch und oftmals von denen der »Syphilis« nicht zu unterscheiden. Nur auf enormen Druck durch die Öffentlichkeit »verzichtete« die Regierung 1885 auf diese Art des Impfens.

Kein Wunder also, daß Emil von Behring als der »Retter der Kinder« in die »offizielle« Geschichte einging, da er daraus lernte und nun viel weniger und andere »Konservierungsmittel und Adjuvantien« (siehe Kapitel: Was wird gespritzt? Grundlos!) seinen Impfstoffen beigab und dadurch die »Kindersterblichkeit« drastisch zurückging. 1901 erhielt er für diese Betrugstat den ersten Nobelpreis. Eine verlogene Gesellschaft, die Nobelpreisträger, von Anfang an.

1914 gründete er dann in Marburg die »Behring-Werke«; allen Müttern und beson­ders Eltern mit »impfgeschädigten Kindern« durch die »Impfstoffe« bestens bekannt. Louis Pasteur nun, auf den sich alle beziehen, die behaupten, daß »Impfen« etwas mit Wissenschaft zu tun hat, hielt sich seinerzeit aus dem Deutsch-Englischen Streit um die »Cholera« weise heraus, mußte nicht wie Robert Koch ob seiner fehlgeschlagenen Infektionsversuche viel Spott ertragen und wurde der lachende Dritte. Er behauptete mittels abstruser Tierversuche, daß »Hühner-Cholera-Bakterien« der geeignete »Impf­stoff« gegen »Cholera« seien. (…)

Quelle u. vollständiger Text: http://members.internettrash.com/medwiss2/pastour.html

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Dr. Stefan Lanka:

http://www.klein-klein-media.de/medienarchiv/

http://www.klein-klein-verlag.de/

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7 Gedanken zu “Dr. Stefan Lanka: Es gibt keine „Cholera-Epidemie“

  1. Hintergrundinformation zur aktuellen Cholera-Situation

    Von Klaus Binding 19.11.2010, 08.45 Uhr

    Pettenkofer, Koch und die Cholera

    Max von Pettenkofer wurde 1818 in Lichtenheim bei Neuburg an der Donau geboren. Er wuchs in München bei seinem Onkel, einem Apotheker, auf und beendete1843 sein Medizinstudium. Er arbeitete jahrelang beim Begründer der organischen Chemie, Justus von Liebig in Gießen, und zeigte erstaunliche kreative Fähigkeiten. So entwickelte er Kupferamalgam für Zahnfüllungen, einen „guten deutschen Zement“, regte Verbesserungen der Münzprägetechnik an und ersann eine neue Methode, den gesprungenen Firnis auf Ölgemälden zu restaurieren.

    Das Lebenswerk Pettenkofers war jedoch die Etablierung der Wissenschaft von der öffentlichen Hygiene. Größte Anerkennung brachten ihm seine 71 Schriften zur Cholera ein. Außerdem war Pettenkofer bekannt für seine unkonventionelle Art und sein pragmatisches Denken. Um zu beweisen, dass Luft die Erde durchdringt, setzte er einen Kanarienvogel zwischen zwei Erdschichten, und konnte feststellen wie der Vogel überlebte.

    Während der Choleraepidemie 1854 in München vertrat er die Ansicht, dass die Krankheit nicht durch „Ansteckung im engeren Sinne des Wortes“ verbreitet werde. Pettenkofer erklärte, wenn X der Keim sei, dann bräuchte er noch Y, das entsprechende lokale Milieu, und Z die individuelle Empfänglichkeit des Einzelnen, damit die Krankheit zum Ausbruch kommen kann. X allein, so Pettenkofers feste Überzeugung, bewirke gar nichts.

    Max von Pettenkofer ist auch als Urheber der Präventivmedizin anzusehen. Er setzte sich hartnäckig für Sauberkeit, Mäßigkeit, regelmäßiges Waschen, gute Ernährung, warme Kleidung und frische Luft ein. Gesundheitsreformen und Hygienemaßnahmen sollten nach seinem Standpunkt durch groß angelegte Volks-Erziehungsprogramme umgesetzt werden. Staatliche Eingriffe sollten nur dort erfolgen, wo Boden und Grundwasser verunreinigt wird. Es ist Pettenkofers konsequentem Streben zuzuschreiben, dass München 1878 einen Schlachthof erhielt, die Stadt eine Wasserversorgung mit Gebirgswasser anlegte und eine neue Kanalisation baute.

    Die Cholera

    Die Lebensverhältnisse in den Großstädten des 19. Jahrhunderts sind heute kaum noch vorstellbar. In Hamburg standen noch 1892 in den Ställen der Innenstadt und der Vorstädte 12000 Pferde. Die Gesellschaft war abhängig vom Pferd, und Reiten war für große Teile der Bevölkerung selbstverständlich. Das Stadtbild war geprägt von Pferdeomnibussen, Pferdestraßenbahnen, Droschken und Fuhrwerken. Außerdem lebte auf den Hinterhöfen eine Unmenge an Kleinvieh. Die Höfe und Straßen war voll von Exkrementen, die von den so genannten Straßenreinigungskonzessionären beseitigt wurden. Das Wasser wurde den Gemeinschaftsbrunnen oder weit mehr den Flüssen entnommen, in die auch die Abwässer geleitet wurden. In den sich schnell ausbreitenden Industrierevieren lebten Arbeiter und Tagelöhner auf engstem Raum und unter katastrophalen sanitären Verhältnissen zusammen- ein ideales Milieu für Krankheiten.

    Die Cholera war, als sie zu Beginn der dreißiger Jahre nach Europa kam etwas Neues, das lediglich aus indischen Großstädten bekannt war. In der Ärzteschaft waren die Meinungen über die Ursachen der Cholera fanatisch gespalten. Auf der einen Seite standen die Kontagionisten, die die Ansteckungslehre der Pestärzte des 16. Jahrhunderts favorisierten und behaupteten, die Cholera würde durch Berühren, Einatmen und Tragen kontaminierter Kleidung übertragen werden. Die andere Vorstellung machte verseuchtes Wasser und Ausdünstungen verseuchten Bodens für die Choleraentstehung verantwortlich. Die krank machenden Faktoren wurden Miasmen genannt. Die Miasmen-Theorie entstammt ebenfalls der mittelalterlichen Pestmedizin.

    Als die Cholera erstmals Europa erreichte wurde der Streit der beiden Schulen unerbittlich geführt. Es wurden trotz der offenen Frage zu den Ursachen, der Lehre der Kontagionisten folgend, erhebliche Zwangsmaßnahmen verhängt. In Russland riegelte das Militär die betroffenen Gebiete ab und das Habsburgerreich verhängte strikte Quarantänemaßnahmen. Kranke wurden von ihren Familien getrennt und in besonderen Cholera-Baracken isoliert. Das vermehrte Auftreten fremder Ärzte, Geheimhaltung weiterer staatlichen Maßnahmen und die schon in Kraft getretenen Konsequenzen machten viele Bürger misstrauisch. Es entstand das Gefühl, dass die Behörden einen Vernichtungsfeldzug gegen die eigenen Bürger planten. In Russland wurden bei lokalen Aufständen gegen die staatlichen Maßnahmen Ärzte und Beamte ermordet, in Österreich-Ungarn Schlösser gestürmt und Menschen getötet, die an Zwangsmaßnahmen beteiligt waren. Als die Cholera in Preußen auftrat gab es ähnliche Reaktionen in der Bevölkerung.

    Hinter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt, die Ärzte bekämen drei Taler Belohnung für jeden Choleratoten. Die Vermutungen machten schnell die Runde, zumal sich die Krankheit fast ausschließlich in den einfachen ärmlichsten Verhältnissen ausbreitete. Die Gerüchte verstärkten sich, weil die drastischen Quarantänemaßnahmen, das Ausräuchern, das Desinfizieren und die Arzneimittel keine Wirkung zeigten. Das Misstrauen wuchs gewaltig an, als bekannt wurde, dass wohlhabende Stadtbewohner und auch Ärzte aus den betroffenen Regionen flüchteten, sobald eine Epidemie auftrat. In Königsberg entlud sich der Volkszorn 1831 in einem Aufstand, als die Polizei die Beerdigung eines Choleratoten auf dem städtischen Friedhof verweigerte, und ihn stattdessen in eine so genannte Seuchengrube werfen wollte.

    Der Aufstand eskalierte und das Militär wurde zur Hilfe gerufen. Die Soldaten schossen gezielt auf die Rebellierenden. Sieben Menschen wurden getötet, unzählige verletzt und 177 Personen verhaftet. Danach wurden mildere Maßnahmen verabschiedet. Es erschienen die „Cholera-Zeitungen“, durch die die Bevölkerung aufgeklärt werden sollte, um beim Bekämpfen der Seuche mitzuhelfen. In ganz Deutschland entstanden Spezial-Krankenhäuser für Cholerakranke. In den normalen Krankenhäusern, in denen die Cholera auftrat, wurde die weitere Aufnahme von Patienten abgelehnt und keine Patienten entlassen.

    Alle Maßnahmen beruhten auf der Hypothese, dass Cholera eine Infektionskrankheit sei. Was diesen Gedanken völlig absurd machte, war das gänzliche Versagen aller Quarantäne- und Zwangsmaßnahmen. Es wurde weder die Ausbreitung der Krankheit verhindert, noch konnte die Cholera vor den Toren einer Stadt gestoppt werden. Kritiker meinten, das Einzige was durch Zwangsmaßnahmen erreicht wird, wäre die Gefährdung der öffentlichen Ordnung und die Diskriminierung der sozial schwachen Bevölkerungsteile.

    Als 1832 die zweite Choleraepidemie Deutschland erfasste, setzte der Stadtsenat von Hamburg alle Vorsichtsmaßnahmen außer Kraft. Das Volk jubelte. Die Konsequenz aus dem totalen Versagen aller Quarantäne-Maßnahmen galt fortan als Beweis, dass die Cholera nicht ansteckend ist. Die Frage nach Ursache und Verbreitung der Cholera blieb unbeantwortet. 1848/49 weigerte sich der Ärztliche Verein in Hamburg frustriert auf seine Tagungen das Thema auch nur anzusprechen.

    Robert Koch

    Als es Robert Koch 1882 in Berlin gelang, den Tuberkulose-Erreger (das bakterielle Korrelat zur Tuberkulose müsste es eigentlich heißen) zu isolieren, war er mit einem Schlag Deutschlands berühmtester Forscher. Pettenkofer blickte von München aus nur herablassend auf Kochs simple Formel „Erreger plus Wirt gleich Krankheit“. Es schien ihm dilettantisch und widersinnig eine Krankheit nur über die Eigenschaften des Erregers zu bestimmen, wie Koch es allen Ernstes versuchte. Im Gegensatz zu Pettenkofer, war Koch Anhänger des widerlegten Quarantänedenkens. Das Bakterium sollte mit aller Konsequenz und Gewalt verfolgt und ausgerottet werden. An dieser Stelle prallten zwischen Berlin und München Welten aufeinander. Als 1883 eine neue Choleraepidemie sich von Ägypten nach Europa auszubreiten drohte, schickten die Franzosen ein Forscherteam unter der Leitung der Pasteur-Mitarbeiters Emile Roux an den Krisenort. Koch wurde beauftragt ebenfalls eine Expedition auszurüsten, und fuhr mit seinem engsten Mitarbeiter Georg Gaffky und zwei seiner Schüler nach Ägypten. Um das deutsche Forschungsstreben öffentlichkeitswirksam zu verbreiten, wurden die Forschungsergebnisse aktuell nach Deutschland telegrafiert, und hier in halbamtlichen Journalen, der Deutschen Medizinischen Wochenschrift und auch in Tageszeitungen abgedruckt. Es gab allerdings nicht viel Interessantes zu berichten. Als die deutsche Forschungsgruppe in Ägypten eintraf, war die Epidemie bereits am Abklingen. Koch und Gaffky sezierten einige Choleraleichen, konnten aber nur die schon bekannten krankhaften Veränderungen im Darm der Toten feststellen. Die unzähligen Mikroorganismen im Darm waren nicht zu differenzieren. Die gesamte bakteriologische Ausrüstung- darunter Nährmedien, Färbemittel und auch 60 weiße Mäuse- war wegen der extremen Hitze des ägyptischen Spätsommers nicht mehr zu verwenden.

    Das öffentliche Interesse am wissenschaftlichen Streit zwischen dem französischen und dem deutschen Forscherteam wurde dramatischer und nahm Züge einer nationalistischen Kampagne an. In der deutschen Tagespresse wurden die eigenen Forscher als selbstlose Kämpfer für die wissenschaftliche Wahrheit gefeiert, während die Pasteurianer als egoistische Scharlatane diffamiert wurden. Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung starb der französische Mikrobiologe Luois Thuillier an Cholera, und lieferte der Öffentlichkeit den Beweis für die Gefährlichkeit der Seuche. Die französische Gruppe kehrte daraufhin heim. Koch erhielt neue Instruktionen und brach nach Kalkutta auf, wo die Cholera endemisch auftritt, und die besseren klimatischen Bedingungen des indischen Winters ihn bald die gelungene Züchtung einer Reinkultur nach Deutschland melden ließ. Die Bakterien wurden wegen ihrer Form „Kommabazillen“ genannt, und am 2. Februar 1884 schrieb Koch stolz nach Deutschland, man könne die Cholerafrage „als gelöst ansehen.“ Anfang Mai 1884 kehrten die deutschen Forscher nach Deutschland zurück. Im Vergleich zum preußisch-französischen Krieg von 1870/71 wurden die Heimkehrer im Berliner Tageblatt mit „Willkommen, Ihr Sieger!“ begrüßt. Wörtlich war zu lesen: „Wie vor 13 Jahren das deutsche Volk einen glorreichen Sieg über den Erzfeind unserer Nation feierte, so feiert heute die deutsche Wissenschaft einen Sieg über einen der tückischen Feinde der ganzen Menschheit, über eine der gefürchtetsten und mörderischsten Volksseuchen der Neuzeit: die Cholera.“ Den Kausalbeweis, dass die Cholera von Bakterien ausgelöst wird, hatte Koch aber gar nicht liefern können. Denn gemessen an seinen eigenen festgeschriebenen Ansprüchen (Henle-Koch-Postulate) hätte es noch der Ansteckung und Auslösung desselben Krankheitsbildes der Cholera in einem gesunden Organismus durch die Zuchtkultur bedurft. Dies war ihm nicht gelungen, obwohl er dies kurz zuvor als unabdingbar festgelegt hatte. Robert Koch beging an diesem Punkt eindeutig Betrug, weil er wider besseren Wissens an der Übertragbarkeit der Cholera festhielt. Ein wissenschaftlicher Betrug mit weitreichenden Folgen für die gesamte spätere medizinische Weiterentwicklung.

    Die angebliche Identifizierung des Vibrio cholerae als Erreger der Krankheit wurde ein deutscher Triumpf. Koch erhielt die enorme Summe von 100000 Reichsmark, seine Mitarbeiter zusammen 35000 Reichsmark. Er war Sieger über die Franzosen und hatte die Infektionstheorie gefestigt. In München reagierte Pettenkofer gelassen auf Kochs Entdeckung des Cholerakeims. Er hatte dazu schon zuvor notiert: „Gesetzt, der Pathologe fände in einem Typhus- oder Cholerakranken wirklich den so genannten Typhus-oder Cholerakeim, so wäre das wohl eine wichtige und schätzenswerte Entdeckung, aber es wäre dadurch die für die Menschheit wichtigste Frage noch lange nicht erledigt, nämlich, was einen Ort zu gewissen Zeiten zu einem Typhus-oder Choleraort macht, und was geschehen muss, um einem solchen Ort diese Eigenschaft zu benehmen.“

    1892 tauchte die Cholera noch einmal in Deutschland auf. Jetzt lief in Berlin alles nach Kochs „Epidemie-Plänen“: Quarantäne, Desinfektion, Überwachung des Personenverkehrs und Einrichtung von Isolationsmöglichkeiten. Bei Zuwiderhandlungen drohten mehrjährige Festungs-und Zuchthausstrafen. Im liberalen Hamburg hingegen dominierte das Pettenkofersche Modell. Dort hieß die Devise: „Alles für die Prävention- aber, wenn die Epidemie einmal da ist, bringen staatliche Zwangsmaßnahmen nichts mehr.“

    Am 17. August gab es in Hamburg die ersten zwei Choleratoten. Zwei Tage danach wurden acht Tote gemeldet, und eine Woche später zählte man täglich 400 Leichen. Jetzt kam Robert Koch als Abgesandter der Berliner Zentralregierung des Deutschen Reiches am 24. August nach Hamburg. Am nächsten Tag schrieb er an seine 18jährige Geliebte Hedwig Freiberg nach Berlin: „Mir war zu Muth, als wanderte ich über ein Schlachtfeld.“ Noch mehr als das Ausmaß der Epidemie entsetzten Koch die katastrophalen Wohnverhältnisse in den am meist betroffenen Gebieten. Sein Kommentar: „In keiner anderen Stadt habe ich solche ungesunden Wohnungen, Pesthöhlen und Brutstätten angetroffen.“ Die Tageszeitungen druckten den historisch bekannten Satz Kochs: „Meine Herren, ich vergesse, dass ich in Europa bin.“ Koch ordnete sofort Quarantäne und Isolationen an. Vergnügungsverantstaltungen wurden untersagt und Desinfektionskolonnen nahmen ihre Arbeit auf. Die Kurve der Erkrankungen unterschied sich aber nicht von der bisheriger Epidemien. Auch ein zweites Aufflammen der Epidemie, trotz der Kochschen Interventionen, spiegelte nur den üblichen Verlauf und passte ins Bild. Es wurde deutlich wie wenig die Maßnahmen genutzt hatten. Nachdem die Epidemie vorüber war, wurde Koch, trotz der eben gemachten Erfahrungen, zum erfolgreichen Seuchenbekämpfer erklärt. Aus dieser Position forderte er möglichst rasch ein Reichsseuchengesetz, mit unbegrenzten Kompetenzen für den Staat, zu verabschieden. Dazu organisierte er einen Fachausschuss aller medizinischen Autoritäten des Reiches in Berlin. Max von Pettenkofer reiste zum letzten großen Disput aus München an. Koch und seine Anhänger verfügten als Vertreter der Infektionstheorie über eine beruhigende Mehrheit , und es hatte den Anschein, dass Koch die Demoralisierung seines langjährigen Widersachers gut vorbereitet hatte. Pettenkofer vertrat in bekannter offensiver Art seinen Standpunkt, das menschliche Kontakte nicht „pilzdicht“ gestaltet werden können, und Zwangsmaßnahmen daher unsinnig sind, das die Cholera in München auch ohne diesen Staatsterror verschwunden sei. Koch reagierte aggressiv und warf Pettenkoffer vor, nicht auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft zu sein. Er unterstellte ihm Falschdiagnosen und stimmte seinen Erzrivalen mit seiner Mehrheit regelrecht nieder. Am dritten Tag der Konferenz hüllte sich Petterkofer nur noch in Schweigen und reiste anschließend enttäuscht nach München zurück.

    Es sorgte in Berlin für einige Verwunderung, als ein paar Tage später ein Brief von Petterkofer eintraf, in dem dieser um eine Probe der Cholerabakterienkultur für eigene Versuche bat. Georg Gaffky schickte die Probe nach München, und am 7.Oktober versammelte Pettenkofer seine Mitarbeiter und Schüler im großen Saal des Instituts für ein besonderes Experiment. Seine Absicht war die gesamte Bakterienkultur zu schlucken, um die Haltlosigkeit der Kochschen Behauptungen aufzuzeigen. Mitarbeiter und Schüler waren entsetzt, und einige boten sich aufopfernd an, den Selbstversuch für ihren Lehrer durchzuführen. Pettenkofer lehnte ab: „Ich handele nach dem alten ärztlichen Grundsatz: Fiat experimentum in corpore vili!“ (Experimentiere mit einem wertlosen Körper) Er duldete keine Widerrede und betonte: „Ich habe das Recht mich als corpus vile zu betrachten. Ich bin 74 Jahre alt, leide seit Jahren an Glycosäure, habe keinen einzigen Zahn im Mund und spüre auch sonstige Lasten des Alters. Selbst, wenn ich mich täuschte, und der Versuch lebensgefährlich wäre, würde ich dem Tod ruhig ins Auge sehen, denn es wäre kein leichtsinniger und feiger Selbstmord, ich stürbe im Dienste der Wissenschaft.“ Zur Vorbereitung schluckte Pettenkofer Bikarbonat, um die Magensäure zu neutralisieren, von der Koch sagte, sie wäre fähig die Bakterien abzutöten. Möglichen Einwendungen Kochs wollte er so zuvorkommen. Pettenkofer schluckte die ganze Kultur, die etwa eine Milliarde Keime enthalten haben muss. Außer einem leichten Durchfall und Bauchgrummeln passierte gar nichts. Pettenkofer arbeitete weiter wie gewohnt, legte jeden Morgen den halbstündigen Weg zum Institut zu Fuß zurück und fühlte sich pudelwohl. An Robert Koch schickte er einen Brief nach Berlin: „Herr Doktor Pettenkofer übermittelt seine Komplimente an Herrn Professor Robert Koch und dankt herzlich für die Übersendung des Fläschchens mit der so genannten Cholera-Vibrio. Herr Doktor Pettenkofer hat nun den gesamten Inhalt getrunken und freut sich, Herrn Doktor Koch davon in Kenntnis zu setzen, dass er sich weiterhin in aufrechter, guter Gesundheit befindet.“ Zehn Tage später wiederholte Pettenkofers Mitarbeiter Rudolf Emmerich den Versuch, und hatte außer einer Nacht mit Durchfall, keine weiteren Probleme.

    Koch ignorierte die Münchener Selbstversuche. Aber aus seinem Umfeld wurden mehrere Stellungnahmen abgegeben, die von Zufällen sprachen, oder Pettenkofer Immunität, nach einer möglichen eigenen Choleraerkrankung, unterstellten. Jahre später behauptete Georg Gaffky, er hätte nur eine schwach virulente Kultur nach München geschickt, weil er schon geahnt hätte, was Pettenkofer plane. („weil wir uns denken konnten, was er vorhatte“) Gaffkys Argument erscheint wenig glaubwürdig. Der Robert-Koch-Experte Christoph Gradmann schreibt dazu: „Zu dieser Zeit glaubte Koch noch gar nicht an den Begriff der Virulenz. Dass Keime sich einmal so und einmal so verhalten, das hielt Koch für eine Schnapsidee Pasteurs, mit der er nichts anfangen konnte.“

    Die Reaktionen aus wissenschaftlichen Kreisen auf Pettenkofers mutigen Selbstversuch blieben gering. Pettenkofer resignierte und trat von allen seinen Ämtern zurück. Trotz höchster Auszeichnungen, die er erhielt, wurde er immer depressiver. Ihm war klar geworden, dass sich Koch mit seiner These durchgesetzt hatte. Am 9. Februar 1901 erschoss sich Max von Pettenkofer im Alter von 83 Jahren in seiner Münchener Wohnung. Koch hatte den großen Hygieniker und Kämpfer einer demokratischen und objektiv wissenschaftlichen Medizin besiegt.

    Medizinisch-politische Hintergründe

    Max von Pettenkofer war nicht der einzige namhafte Wissenschaftler, der die Kochsche These von der bakteriellen Krankheitsübertragung widerlegt hatte. Im, von der Kirche wenig beeinflussten, toleranten Amerika, war bereits 1793 erklärt worden, dass Seuchen nicht durch Mikroben verursacht werden können, sondern durch Fäkalien, „Leichengift“ im Wasser (verendete Tiere, nach Dürren und Überschwemmungen) und verdorbene Lebensmittel. Benjamin Rush (1745-1813), als einer der berühmtesten Ärzte des 18. Jahrhunderts, war bei der legendären Gelbfieber-Epidemie 1793 in Philadelphia durch konsequente Versuche und umfangreiche Erfahrungen (er behandelte 120 Gelbfieber-Patienten pro Tag) zum Schluss gekommen, dass keine Mikrobe für die Entstehung und Weiterverbreitung der Krankheit verantwortlich ist. Sein Kollege, der Arzt Nathaniel Potter führte, wie Pettenkofer, Versuche am eigenen Leibe durch, und konnte beweisen, dass Gelbfieber nicht ansteckend ist. Auch auf Rudolf Virchow (1821-1902), „Papst“ und höchste Autorität in der medizinischen Forschung, machten die Erkenntnisse Kochs keinen Eindruck. Spöttisch meinte er, es sei nicht so einfach, verschiedene Arten von Keimen getrennt zu halten, und man müsste Herrn Koch am Ende „so viele Laboratorien bauen, dass jede Art in ihrem eigenen Heim leben könnte.“ Man darf nicht vergessen, dass Deutschland zu dieser Zeit wissenschaftlich weltweit dominierend war.

    Der Wettstreit um die Ursachen und Weiterverbreitung der Cholera zwischen Deutschland und Frankreich, hatte zur Folge, dass die widerlegte Behauptung der Übertragbarkeit des Cholerakeims, trotzdem für politische Ziele ausgenutzt wurde. Beide Länder nutzten die Situation aus, um die Angst vor dem Gegner im Krieg zu schüren. Es ließen sich so Isolierungen und Quarantäne, nicht nur von Kriegsgefangenen, rechtfertigen. Aber die Frage, ob die Cholera wirklich ansteckend ist, war für politische Interessen von enormer Bedeutung. 1875 war den Engländern, die noch 1916 ein Viertel !! der trockenen Erde in ihre Herrschaftsblöcke integriert hatten (zum Vergleich: Russland kontrollierte ein Siebentel der Erde, Frankreich ein Dreizehntel und Deutschland ein Dreiunddreißigstel) gelungen den Suezkanal unter ihre Kontrolle zu bringen. Das Britische Reich hatte dadurch massive wirtschaftliche und militärische Vorteile, die die europäischen Kontinentalmächte nicht akzeptieren wollten. Basierend auf Kochs nicht bewiesener Ansteckungsthese wurde behauptet, die Engländer würden die Cholera aus Indien ein schleppen. Unter diesem Aspekt wäre es möglich gewesen englische Schiffe und Waren mit Quarantäne zu belegen, und ihnen die verkürzte Fahrt durchs Mittelmeer zu verwehren. Kochs Ägypten- und Indienreise sollte den dazu erforderlichen Beweis ran schaffen, um der dominierenden englischen Wirtschaft einen Riegel vorzuschieben. Die Engländer selbst bezweifelten die Infektionshypothese und hatten schon dargelegt, dass Krankheiten und Seuchen durch Klima- Wasser – Boden- Lebens- und Ernährungsbedingungen verursacht werden. Schon 1866 war in England der Bau der Kläranlagensysteme in den Großstädten abgeschlossen. Seitdem gab es keine Cholera-Epidemien mehr! Die Quarantänemaßnahmen gegen England wurden letztendlich nicht durchgesetzt.

    Unverständlicherweise gewann das Dogma der bakteriellen Ansteckung und seuchenhaften Verbreitung von Krankheiten immer mehr Bestätigung. Namenhafte medizinische Autoritäten hatten Kochs Theorie widerlegt oder zumindest in Frage gestellt. Politisch und wirtschaftlich schien es jedoch ratsamer an dem Feinbild des „bösen Bakteriums“ festzuhalten. Das entsprach dem Zeitgeist des 19. Jahrhunderts, einem Jahrhundert der Kriege. Das Denken in Feindbildern wurde auf das biologische und medizinische Feld übertragen. Koch schrieb an seine Geliebte in Berlin zur Epidemie von 1892, die Cholerakranken empfand er „wie von unsichtbaren Geschossen dahingestreckt“. Nach seiner Rückkehr aus Indien, wurde er mit dem Kronenorden der 2. Klasse ausgezeichnet, einem Kriegsorden. In bekannter Selbstherrlichkeit schrieb er dazu: “Mein Lieblingsorden ist ein Kronenorden 2. Klasse, den mir unser alter Kaiser nach der Rückkehr von der Cholerakampagne in Indien persönlich überreicht hat. Er ist am schwarz-weißen Bande zu tragen wie ein Kriegsorden. Er war ja schließlich auch einer.“ Das Verständnis der Lebensvorgänge nahm geistlose und wirklichkeitsfremde Züge an, mit fatalen Folgen für die sich entwickelnde Medizin und Therapie. Die Mediziner dieser Epoche verstanden jetzt die menschliche Gesundheit nicht mehr als Resultat eines harmonischen Ausgleichs (wie die östliche Medizin), sondern als Kampf oder Sieg über vermeintliche biologische Feinde. Die Sprache, damals wie heute, zeigt das tief verankerte Konzept dieses Irrweges, wenn von Abwehr, Bekämpfen, Vernichten und Ausrotten gesprochen wird.

    Kochs Kampf gegen Cholera und Tuberkulose, und die willkürlichen Schlussfolgerungen daraus, haben zu einem Scheuklappenblick geführt, mit dem die Mediziner nur noch nach feindlichen Erregern jagen, um der Pharmaindustrie gigantische Gewinne zu sichern, und den Menschen nicht mehr als ganzheitliches Wesen mit persönlichem Hintergrund sehen. Stattdessen gelten Krankheiten nur noch als fehlgesteuerte Organfunktionen, die korrigiert werden müssen. Der große Humanist (als Arzt war er als Anhänger der heroischen Medizin mit gewaltanwendender Behandlung von Geisteskranken und der Definition schwarzer Hautfarbe als Krankheit eher fragwürdig) Benjamin Rush forderte schon zu seiner Zeit für die amerikanische Verfassung die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit der Medizin: „Wenn wir die medizinische Freiheit nicht in die Verfassung aufnehmen, dann wird die Zeit kommen, in der sich die Medizin zu einer versteckten Diktatur entwickeln wird…“

    http://community.zeit.de/user/klaus-binding/beitrag/2010/11/19/hintergrunginformation-zur-aktuellen-cholerasituation

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