Offener Brief von Odfried Hepp an Karl-Heinz Hoffmann

Offener Brief
von Odfried Hepp an Karl-Heinz Hoffmann:


Sehr geehrter Herr Hoffmann,

als ich im Frühjahr 2012 nach über 30 (!) Jahren wieder Kontakt zu Ihnen aufnahm, ging es mir ausschließlich darum, den Eindruck, den ich bei Ihnen im Libanon hinterlassen hatte, nicht für alle Ewigkeit so stehen zu lassen.

In Deutschland hatte ich Ihnen 1980 per Handschlag mein Wort gegeben, mit 3 anderen Kameraden an Ihrem Vorhaben im Libanon teilzunehmen. In Beirut hatten Sie mir, vielleicht zu früh, ein verantwortungsvolles Amt übertragen. In Ihrer Abwesenheit kam es zu gruppeninternen Streitigkeiten. Anstatt auf Ihre Rückkehr zu warten, entschloss ich mich mit meinen 3 Kameraden, den Libanon über die „Hintertür“ zu verlassen. Damit hatte ich mein Wort Ihnen gegenüber gebrochen. Tausend Erklärungen helfen hier nichts. Ich war Ihnen in den Rücken gefallen und hatte dem Projekt einen irreparablen Schaden zugefügt. Gerade als blütenreiner „Nationalsozialist“, für den ich mich damals hielt, hätte ich mein Wort halten und zumindest Ihre Rückkehr abwarten müssen, um die Situation mit Ihnen zu besprechen! Denn wenn ein Deutscher sich nicht mehr auf das gegebene Wort eines anderen verlassen kann, dann können wir die Zukunft vergessen!

In den zurückliegenden 12 Monaten hatte ich Gelegenheit, Sie so kennen zu lernen, wie Sie wirklich sind. Dafür bin ich dem Schicksal dankbar!

Im Libanon wollte ich Ihnen den Rücken kehren, weil ich schnell feststellen musste, dass Sie eben nicht der Neonazi sind, für den wir Sie alle hielten. Insofern waren sogar wir den gegen Sie gerichteten Verleumdungen in den Medien auf den Leim gegangen.

Heute weiß ich, dass Sie als Künstler, Wissenschaftler, Historiker, Ökofachmann und vieles mehr Ihren Mitmenschen nützen wollen und können!

Die möglicherweise aus diesem Grunde anlässlich unserer Podiumsdiskussion Ende März 2012 gegen Sie gerichtete infame Geheimdienstintrige „Kögl“ gab mir die Gelegenheit zu beweisen, dass ich mich unter keinen Umständen gegen Sie instrumentalisieren lasse!

Für Ihr zukunftsweisendes Ökoprojekt in Sachsen habe ich versucht, Ihnen nach Kräften behilflich zu sein. Wenn ich mich jetzt zurückziehe, geschieht dies aus persönlichen, vor allem beruflichen und familiären Gründen.

Für die Zukunft wünsche ich Ihnen, Ihrer Frau und Ihren Vorhaben Glück und Erfolg!

Odfried Hepp
11.03.2013

Anhang:

VOM UMGANG MIT FEINDEN

Wenn jemand keine Feinde hat, dann kann es sich nur um einen unbedeutenden Menschen handeln.
Der Grad der Feindseligkeiten steigt proportional mit der gesellschaftlichen Bedeutung der Zielperson.
Feinde erwirbt man sich schnell. Die häufigste Ursache ist der Neid. Aber auch religiöse, oder weltanschauliche Andersartigkeit lässt erbitterte Feindschaften entstehen, die sich hasserfüllt artikulieren.
In der Regel wird Feindschaft mit Feindschaft vergolten.
Das ist nicht abwegig. Es ist normal und verständlich.
Aber dieses evolutionsbedingte, auf archaischem Niveau stehengebliebene Verhalten ist keine besondere menschlich-moralisch höherwertige Leistung.
Es ist menschlich verständlich, wenn der Angegriffene in gleicher Münze zurückzahlt. Eine besondere Leistung hat er damit nicht vollbracht, jedenfalls nicht vergleichbar mit der erfolgreichen Umwandlung von Feindschaft in Freundschaft.
Ein persisches Sprichwort sagt:
„Das Glücksgefühl, welches die Vergebung vermittelt, findet sich in der Ausübung der Rache nicht.“
Das Bemühen um gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft zur Versöhnung mit unseren Gegnern ist der einzige Weg zur Verwirklichung der wahren Volksgemeinschaft.

Karl-Heinz Hoffmann 11.03. 2013

Themenverwandte Blogbeiträge und Texte:

http://karl-heinz-hoffmann.com/aktuell.html

https://detlefnolde.wordpress.com/2007/04/26/odfried-hepp-neonazi-terrorist-aussteiger/

https://detlefnolde.wordpress.com/2010/02/25/odfried-hepp-vaterland-und-mutterleib/

https://detlefnolde.wordpress.com/2012/09/15/karl-heinz-hoffmann-ueber-die-oktoberfestlegende/

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2 Gedanken zu “Offener Brief von Odfried Hepp an Karl-Heinz Hoffmann

  1. Karl-Heinz Hoffmann:

    „ALTERMEDIA“

    In dem rechtsgerichteten Forum „Altermedia“ ist kürzlich eine Debatte zu meiner Person in Gang gesetzt worden. Manches ist sachlich zum Nachdenken anregend.

    Einige zumeist anonym schreibende Personen übernehmen meine Verteidigung und Andere setzen Verdachtsparolen nach Art der Antifa in die Welt.

    Das Problem bei der öffentlich geführten Diskussion ist ganz offensichtlich in der auf meine Person bezogenen, fehlgeleiteten Erwartungshaltung zu suchen.

    Unzählige öffentliche Quellen haben in den Jahrzehnten seit 1972 über mich und meine Tätigkeit berichtet.
    Sämtliche Berichte liefen politisch zweckgerichtet darauf hinaus, mich und die ehemalige WSG nationalsozialistisch einzufärben.

    Eigene Schriften habe ich damals in den Jahren der WSG-Tätigkeit, mit Ausnahme der WSG-Zeitung „Kommando“ und einem kleinen Gedichtband nicht der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Zurückhaltung war unter anderem taktisch notwendig, weil ich die WSG-Organisation erhalten, rechtlich absichern und sie gesellschaftsfähig machen wollte. Politische Äußerungen gleich welcher Art hätten diese Zielsetzung unmöglich gemacht.

    Außerdem stand damals kein geeignetes Mittel zur Richtigstellung falscher Zuordnungen zur Verfügung. Das Internet war noch nicht erfunden. Die Presse konnte ungehindert die Meinungsherrschaft über das politisch-gesellschaftliche Terrain ausüben. Fehlinterpretationen und Verleumdungen musste ich wehrlos hinnehmen. Diese Situation hat dazu geführt, dass sich ein von meinen Gegnern künstlich erstelltes, falsches Bild in den Köpfen der Bevölkerung festgesetzt hat.

    Die „Nationalsozialisten“ machen mir zum Vorwurf, dass ich dem Bild vom „Super-Nazi“, an das sie geglaubt haben, in Wirklichkeit nicht entspreche. Sie halten mich, enttäuscht, für einen Wendehals.

    Die Antifaschisten halten unvermindert, trotz der heutigen Möglichkeiten, sachlich richtige Informationen zu bekommen, an dem „Nazi-Klischee“ fest, weil sie auf den rechten Prügelknaben nicht verzichten können.

    Woran sollten sie sich sonst profilieren? Etwas Eigenes von Bedeutung haben sie ja nicht.
    Dann gibt es Stimmen von jenen, die meine Website durchgelesen haben, die meinen: Der Hoffmann ist kein Nazi. Gewiss nicht, aber früher da war er einer. Er hat sich halt dem Trend der Zeit entsprechend gewandelt.

    Wenn diese Leute von „früher“ reden, dann meinen sie doch immer nur das, was andere fälschlicherweise über mich verbreitet haben.

    Ich sage klipp und klar, mein Weltbild war in der Zeit der WSG, also den siebziger Jahren, nicht wesentlich anders als heute. Meine Sicht auf die gesellschaftliche Situation und die globalen Entwicklungen hat sich erweitert, aber deshalb brauche ich nichts grundsätzlich in Frage zu stellen, was ich damals gedacht und vertreten habe.

    Die Ultra-Rechten möchte zur Fairness aufrufen:

    Lasst davon ab, die Verleumdungsparolen der Presse und Antifa gegen mich zu benutzen.

    Findet Euch damit ab, dass ich niemals dem künstlich aufgebauten Klischee des „Nazis“ entsprochen habe.

    Gesteht mir das Recht zu, türkenfreundlich zu sein. Meine Türkenfreundschaft ist das Resultat langjähriger persönlicher Erfahrungen.

    Denkt darüber nach, wo Ihr hinkommt, wenn nur ein ausländerfeindlicher Volksgenosse ein „guter Deutscher“ sein soll? Über die moralische Dimension will ich dabei gar nicht reden. Es wäre zwecklos. Zieht auch in Betracht, dass Ihr Euch mit der Anti-Islamkampagne zum Büttel katholisch-klerikaler Interessen macht.

    Haltet Euch bei der Erörterung meiner Belange an verbürgte Tatsachen und quatscht nicht den Blödsinn der professionellen Meinungsmacher nach.

    Nehmt folgende Tatsachen zur Kenntnis:

    Ich bin ein vollkommen undogmatischer, politisch, ideologisch und religiös ungebundener Volksgenosse deutscher Herkunft. Ihr braucht mich nicht zu verstehen, doch es sollte keinen Grund geben, mich zu verteufeln. Ich lasse Euch Eure Denkschemen und Ihr solltet mir die meinen nicht verübeln. Außerdem kann mir jeder schreiben, wenn er einen mich betreffenden Sachverhalt nicht auf die Reihe bringt.

    Den Antifa-Aktivisten möchte ich sagen:

    Überlegt Euch, ob Ihr mit Euren Angriffen auf mich nicht das falsche Schwein schlachtet und damit zu „nützlichen Idioten“ für das kapitalistische Establishment macht!

    Müsst Ihr ewig in erbitterter Feindschaft verharren, nur weil ich mit den Rechten rede? Weil ich den Nationalgedanken, ohne ihm selbst mit Haut und Haaren verfallen zu sein, respektiere? Ist das Grund genug für eine abgrundtiefe Feindschaft? Ihr könntet jederzeit mit mir reden. Warum macht Ihr davon nicht Gebrauch? Ihr könntet mir Gelegenheit zu einem Podiumsgespräch geben und dabei alles vorbringen was Ihr mir übelnehmt. Ich würde geduldig Rede und Antwort stehen.

    Wir müssen uns nicht gegenseitig lieben, wahrhaftig nicht, aber zur gegenseitigen Toleranz sollte es reichen. Immerhin gibt es auch genug Schnittstellen wo wir uns treffen können:

    Abschaffung des Verfassungsschutzes.
    Beendigung der Raubkriege.
    Überwindung des Kapitalismus
    Verneinung der Globalisierung

    Ist das nicht genug?

    Denjenigen, die meine Website besuchen und mir zu verstehen geben, dass sie mein Weltbild befürworten, danke ich. Wenn es weniger sind als die Unversöhnlichen, dann tröste ich mich damit, dass die Intelektuellen stets in der Minderheit sind.

    Ich möchte ihnen zurufen: „Wir ändern es nicht! Wir nicht! Aber von den Anderen ist ja gar nicht die Rede.“

    Karl Heinz Hoffmann 02.04.2013

    http://karl-heinz-hoffmann.com/aktuell.html

    Ich vermute, auch aus eigener Erfahrung, daß der gutgemeinte Appell Karl-Heinz Hoffmanns an Nazis und „Antifa“ keine Früchte tragen wird.

    Die einen können schwer ertragen, daß er offen dazu steht mit dem NS nix am Hut (gehabt) zu haben und die anderen sind in ihrem nationalen Nihilismus so verblendet, daß sie nicht mehr unterscheiden können zwischen einen deutschen Patrioten und Nazis resp. bornierten Rassisten und Chauvinisten.

    Im Anschluß an diesen Beitrag samt den dazugehörigen Kommentaren veröffentlichte Altermedia gestern ein Interview mit Karl-Heinz Hoffmann, in dem er den Altermedia-Fragesteller ziemlich auflaufen ließ.

    Ein Auszug aus dem Interview:

    Altermedia: Bei allem nötigen Respekt konfrontieren wir Sie damit, daß sie mit den heutigen Methoden und Aktionsweisen des Nationalen Widerstands nicht vertraut sind. Der Nationale Widerstand ist nicht im Jahre 1933 stehengeblieben. Haben Sie sich ausschließlich mit „Demokraten“ beschäftigt?

    K.H. Hoffmann: Na Gott sei Dank bin ich damit nicht vertraut! (…) Ob jemand an den demokratischen Weg zur Verbesserung der Lage glaubt oder einen anderen Weg gehen möchte, ist für mich weit weniger von Bedeutung, als die grundsätzliche Geisteshaltung. Wo Hass und Ausgrenzung im Spiel ist, kann mit mir nicht gerechnet werden.

    (…) Mal egal, ob das NSU-Trio die Türkenmordserie zu verantworten hat oder nicht – ich habe erhebliche Zweifel – aber es ist schon schlimm genug, dass man grundsätzlich das Vorhandensein eines Motivs nicht in Abrede stellen kann. Dass man die Möglichkeit der Täterschaft nicht rundweg als absurd abtun kann.

    Altermedia: In Ihren Vorträgen geizen Sie nicht damit, sich vom Nationalen Widerstand, Neonazis oder Nationaldemokraten zu distanzieren. Gleichzeitig wollen Sie es aber auch keinem ausreden? Wie gehen Sie mit Anfeindungen zu diesem Thema um?

    K.H. Hoffmann: In diesem Zusammenhang stört mich der Begriff „distanzieren“. Man kann sich nur von etwas distanzieren was man zuvor unterstützt hat. Ich muss mich weder von der NPD noch von den Kameradschaften distanzieren. Ich habe ja nie dazu gehört. Ich beschreibe nur die Symptome, die ich erkenne und wenn mir etwas nicht gefällt, dann bin ich so frei und sage das offen und rücksichtslos.

    Karl-Heinz Hoffmann in seinem Artikel „NATIONALSOZIALISTEN ODER NS-KARIKATUREN?“

    (…) Man darf jedoch davon ausgehen, dass eine gesunde, von Hass, Ausgrenzung und Gewaltanwendung gereinigte, zudem vielleicht noch gut organisierte nationale Bewegung als Vorstufe zu einer größeren, weitergefassten, idealeren europäischen Volksgemeinschaft, überhaupt nicht in das Konzept der derzeit herrschenden Kreise passt und deshalb erbittert bekämpft würde. Doch diese Sorge ist überflüssig, weil wir keine vernünftige nationale Strömung mit zukunftsorientierten Visionen haben.

    Karl-Heinz Hoffmann
    22.05.12

    In seinem Artikel „Die Schimäre – Was ist ein Neonazi?“

    (…) Unserem Volk würde ein Wiederaufguss des nicht zuletzt auch an seiner unvernünftigen Rassephilosophie gescheiterten Nationalsozialismus außer erneutem Scheitern nichts bringen. (…)

    Karl Heinz Hoffmann
    14.12.2011

    Karl-Heinz Hoffmann, Januar 2010:

    (…) Man ist auch nicht schon deshalb ein Nazi, weil man, bei aller Ablehnung der nationalsozialistischen Irrlehre vom Herrenmenschen und der Blut- und Bodentheorie, die für die damalige Zeit beachtliche Sozialrevolution und enorme Wirtschaftskraft als fortschrittlich anerkennt. Nazi ist man nur, wenn man von der Überwertigkeit einer Rasse gegenüber einer anderen ausgeht, und das kam mir zu keiner Zeit in den Sinn. Es würde nicht nur alldem, was mir an anthropologischem Wissen zur Verfügung steht, sondern insbesondere auch meiner, auf mehreren Weltreisen gewonnenen Lebenserfahrung widersprechen. Das Klischee des Neonazis wurde mir zu Unrecht übergestülpt. (…)

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