Björn Höcke: „Christentum und Judentum stellen einen Antagonismus dar. Darum kann ich mit dem Begriff des christlich-jüdischen Abendlands nichts anfangen.“

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Der Papst mit Zionistenführer Netanjahu

AfD-Politiker Björn Höcke stellt fest:

Christentum und Judentum stellen einen Antagonismus dar. Darum kann ich mit dem Begriff des christlich-jüdischen Abendlands nichts anfangen.

Offenbar wurde er dafür von „Israel“-Pilgerin Frauke Petry abgemahnt, worauf er mit folgenden Worten zurückruderte:

Mit diesem Satz habe ich keine Kritik am Judentum verbunden, im Gegenteil: Das Judentum ist eine großartige Religion. Im Übrigen hat mich insbesondere die Begegnungsphilosophie des jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber so stark beeinflusst, dass sie wesentlich in meine Examensarbeit eingeflossen ist.

Im Namen von Frauke Petry auf ihrem FB-Account:

Selbstverständlich gehört das Judentum zu Deutschland und Europa. Wir sind eine jüdisch-christlich geprägte Gesellschaft. Das finden Sie (unter anderem) auch in unserem Programm. VG Admin Team

Das Christentum und Judentum einen Antagonismus darstellen und der Begriff vom christlich-jüdischen Abendlands reinweg Unsinn sind, wie Björn Höcke andeutet, bestätigen unterdessen Juden selbst, wenn sie nicht gerade Zustimmung zu gegenläufigen Beteuerungen heucheln. Ebenso Christen, die die Wahrheit kennen.

Juden selbst stellen auch klar, daß ein ordentliches rabbinisches Gericht Jesus wegen Götzenanbetung zum Tode verurteilte, weil er andere Juden dazu aufrief und die rabbinische Autorität verächtlich machte. Alle jüdischen Quellen, die seine Hinrichtung erwähnen, übernehmen die Verantwortung dafür.

Als Jesus am jüdischen Sabbath laut Überlieferung einen Gelähmten heilte, fasste die jüdische Führungselite, die Pharisäer, den Entschluß, ihn zu töten, so heißt es in Matthäus:

Die Pharisäer aber gingen weg und fassten den Beschluss, ihn zu töten. (12:14)

Da versammelten sich die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes im Palast des Hohenpriesters, der Kaiphas/Kajafas hieß, und sie beschlossen, Jesus mit List zu ergreifen und zu töten. (Mätthäus 26:3)

Und weiter:

Als es Morgen war, fassten alle Hohenpriester und Ältesten des Volkes den Beschluss gegen Jesus, ihn dem Tod zu überliefern. Sie ließen ihn gefesselt abführen und übergaben ihn dem Statthalter Pilatus. (Matthäus 27:1-2)

Da wandte sich der Statthalter an sie [die Juden] und sprach: ‚Wen von beiden soll ich nach eurem Willen euch freigeben?‘ Sie riefen: ‚Den Barabbas‘! (Matthäus 27:21)

Pilatus fragte, was er mit Jesus machen soll:

Was soll ich mit Jesus machen, der Messias genannt wird?“ (Matthäus 27:22) Pilatus: „‚Was hat er denn Böses getan?‘ Da riefen alle: ‚Ans Kreuz mit ihm‘. (Matthäus 27:23)

Der Talmud erklärt, daß Jesus von einer „römischen Hure“ und – die Gottessohnschaft Jesu leugnend – einem „römischen Soldaten“ abstammt, während die Juden zum Zwecke der Judaisierung des Christentums nicht Müde werden zu betonen, daß Jesus ein Jude war. Dazu der Katholik Johannes Rothkranz in seinem Buch „44 Irrtümer über das Judentum“:

In Wirklichkeit existiert keine einzige Stelle im ganzen Neuen Testament, an der gesagt würde, Jesus hätte an wen oder was auch immer geglaubt; (…) Wo aber die Heilige Schrift bekräftigt, Jesus sei „Jude“ gewesen, da bezieht sich das ausschließlich auf seine leibliche Herkunft vom und Zugehörigkeit zum Volk der Israeliten bzw. Stamm Juda, eine Herkunft und Zugehörigkeit, die deshalb so bedeutsam ist, weil sie seit rund zweitausend Jahren immer wieder prophezeit worden war, zuerst dem Abraham, Isaak, Jakob und Juda, dann dem König David aus dem Stamme Juda. Jesus war also gerade nicht deshalb Jude, weil er zufälligerweise in Israel geboren wurde, sondern genau umgekehrt: das ganze Volk Israel mit seinem Stamm Juda und seinem „Haus und Geschlecht David“ (Luk. 2, 4) war von Gott einzig und allein dazu auserwählt, geführt, belehrt und herangebildet worden, um ihn, den Welterlöser, seiner heiligsten Menschheit nach hervorzubringen: „… aus ihnen stammt dem Fleische nach Christus, der über allem steht als Gott, gepriesen in alle Ewigkeit. Amen“ (Röm. 9, 5).

Merke: Jesus Christus konnte unmöglich „gläubiger Jude“ sein, weil doch er selbst als der ewige, allwissende Gott die alttestamentliche Religion überhaupt erst eingesetzt hatte. Aber auch deshalb, weil er als wesensgleicher Sohn Gottes mit göttlicher Autorität den Glauben an seine Gottheit forderte. Wer ihn einen „gläubigen Juden“ zu nennen wagt, lästert die zweite göttliche Person! (Seite 87-88)

Papst Franziskus ist sich indes nicht zu Schade zu betonen:

In jedem Christ ist ein Jude. (Washington Post, 13.6.2014)

Dazu vermerkt Henry Makow, ein Christ jüdischer Herkunft:

Wenn ich von Anspielungen auf den jüdischen »Glauben« lese, frage ich mich: »Glauben an was?« Wenn Papst Franziskus nicht weiß, daß das Judentum die Antithese des Christentums ist, dann sind die Katholiken in großen Schwierigkeiten. Wenn er nicht weiß, daß der Talmud voller Haß auf Jesus und die Christen ist, wo ist er dann gewesen?

Von Rabbi Abraham Skorka, einem Freund von Papst Franziskus, hören wir nur lobende Worte über den „Heiligen Vater“: »Sein Engagement für das jüdische Volk ist total.« Franziskus wuchs unter jüdischen Freunden auf. »Er besuchte regelmäßig die Synagoge (Schul)«, sagt Rabbi Noam Marans, Direktor für interreligiöse Beziehungen am »Jüdisch-Amerikanischen Komitee« (»American Jewish Committee«) in New York.

Bei dieser Anbiederung der Katholischen Kirche (beim Gros der Evangelischen ist das nicht anders) an die Synagoge Satans hat sich das Oberhaupt der Koptisch-Orthodoxen Kirche, Papst Schenuda III. von Alexandrien bei einem Besuch im Juni 2005 in Jordanien positiv abgehoben, als er einem christlich-jüdischen Dialog eine klare Absage erteilte. „Solange Jerusalem nicht von der israelischen Gegenwart befreit ist, werden die Füsse der Koptischen Kirche nicht dorthin gehen“, meinte der koptische Papst.

Derart authentisch christliche Erklärungen gab es in jüngerer Zeit mehrfach in der Koptisch-Orthodoxen Kirche. So hatte der damalige Papst Quirillos VI. im Jahre 1964 als Antwort auf die judenfreundlichen Erklärungen des Zweiten Vatikanischen Konzils der römisch-katholischen Kirche in Kairo eine koptische Synode versammelt, die jede christlich-jüdische Annäherung verdammte. Unter Papst Schenuda III. schien eine Änderung zu erfolgen, frohlockte die zionistische Lobby, weil er einige judenkritische Aussagen in der koptischen Kirchenliturgie gestrichen hat.

Christen, die vom „christlich-jüdischen Dialog“ phantasieren und mit „Israel“ sympathisieren, sei zudem Prof. Israel Shahak anempfohlen, der in seinem Buch “Jüdische Geschichte, Jüdische Religion – Der Einfluß von 3000 Jahren” festhält:

Den Judaismus erfüllt ein sehr tiefer Haß gegen das Christentum, ohne letzteres überhaupt zu kennen. Dieser Haß verstärkte sich eindeutig durch die christlichen Verfolgungen der Juden, ist aber weitestgehend davon unabhängig. Er stammt aus der Zeit, als die machtlosen Christen selbst verfolgt (nicht zuletzt durch die Juden) wurden, und wurde auch von Juden geteilt, als Christen die Juden nicht verfolgten oder ihnen sogar halfen. So war Maimonides moslemischen Verfolgungen durch das Regime der Almohaden ausgesetzt und flüchtete vor ihnen zunächst in das Königreich Jerusalem der Kreuzfahrer, was seine Ansichten nicht im geringsten änderte. Diese tiefe negative Haltung gründet sich auf zwei Hauptelemente.

Zunächst einmal auf die haßerfüllten und bösartigen Verleumdungen gegen Jesus. Was hier aber zur Debatte steht, sind die ungenauen und sogar verleumderischen Berichte im Talmud und in der nachtalmudischen Literatur, denen die Juden bis zum 19. Jahrhundert glaubten und viele Juden, besonders in Israel, auch heute noch für wahr halten. Deswegen spielten diese Berichte sicherlich eine wichtige Rolle beim Entstehen der jüdischen Einstellung gegenüber dem Christentum.

Nach dem Talmud verurteilte ein ordentliches rabbinisches Gericht Jesus wegen Götzenanbetung, weil er andere Juden dazu aufrief und die rabbinische Autorität verächtlich machte. Alle jüdischen Quellen, die seine Hinrichtung erwähnen, übernehmen freudig die Verantwortung dafür. Der talmudische Bericht erwähnt noch nicht einmal die Römer. Die populäreren Darstellungen, die man nichtsdestoweniger sehr ernst nahm, wie die berüchtigten Toledot Jeschu, sind ein noch schlechteres Beispiel, da sie ihm nicht nur die oben genannten Verbrechen, sondern auch Zauberei anlasten. Schon der Name “Jesus” war und ist noch heute für die Juden ein Symbol für alles Verdammenswerte. Eine ähnlich tiefe Verachtung hegt man gegenüber den Evangelien. Sie dürfen auch in modernen jüdischen Schulen Israels nicht zitiert (geschweige denn gelehrt) werden.

Zum zweiten stufen die rabbinischen Lehren das Christentum als eine Religion aus theologischen und damit auf Unkenntnis beruhenden Gründen als Götzendienst ein, und zwar aufgrund einer allzu groben Auslegung der christlichen Lehrmeinungen über die Menschwerdung Christi und die Dreieinigkeit. Alle christlichen Embleme und bildlichen Darstellungen werden als “Götzenbilder” betrachtet – sogar von jenen Juden, die buchstäblich Schriftrollen, Steine oder persönliche Dinge von “heiligen Menschen” anbeten.

Im Gegensatz dazu nimmt der Judaismus eine relativ milde Haltung gegenüber dem Islam ein. Der Mohammed verliehene Beiname “Verrückter” (meschugga) war nicht so beleidigend, wie er vielleicht heute klingen mag, und verblaßt in jedem Falle vor den schimpflichen Begriffen, die man Jesus zudachte. Ebenso ist der Koran, anders als das Neue Testament, nicht zur Verbrennung freigegeben.

Wolfgang Eggert in seinem Buch „Im Namen Gottes – Israels Geheimvatikan als Vollstrecker biblischer Prophetie“:

Der Talmud und das Christentum

Denn was im Talmud besonders ins Auge springt und sich an kaum einer Stelle relativiert findet, das ist der abgrundtiefe Haß auf Christus und seine Anhängerschaft.

Dieser Haß hat etwas Unheimliches, denn wohl nie sind einem Manne, dem selbst die fremdesten Völker ihre Achtung nicht versagten, durch Jahrtausende hindurch so viel Schimpfnamen gegeben und erhalten worden, wie Bastard, Hurensohn, Sohn des Unzuchttieres, der Gehenkte, Sohn der Ehebrecherin und Menstruierenden und, um dem allen die Krone aufzusetzen, der „auf dem Dunghaufen begrabene tote Hund.“

Vor diesem Hintergrund kann die harsche Reaktion der katholischen Kirche nicht überraschen, als ihr die entsprechenden Entgleisungen des Talmud erstmals zwischen 1238 und 1240 durch jüdische „Verräter“ bekannt gemacht wurden. Gregor IX.(1227-41) erließ 1239 als erster Papst eine Bulle, in der er befahl, sämtliche Exemplare des Talmuds einzuziehen. Frankreich machte sich zum Vorreiter dieses Beschlusses. Allein in Paris wurden in einem Monat des Jahres1242 insgesamt 24 Fuhren mit Talmudbüchern öffentlich verbrannt. Papst Innozenz IV.(1243-54) bestätigte den Einzugserlaß. Gregors und befahl in der Bulle„Impia Judaeorum perfidia“ weitere Verbrennungen.

Diese Anordnung gelangte denn auch in Spanien, Portugal, Frankreich, Rom und in anderen Ländern mehrfach zur Ausführung. Fortgesetzte Denunziationen aus der jüdischen Gemeinde heraus, die zum Teil durchaus orthodoxe Erfordernisse befriedigen sollten, sorgten dafür, daß die Hatz lange Zeit andauerte: Da gab es in Spanien jenen zu den Dominikanern konvertierten Juden, der den Namen Pablo Christiani (Paul, der Christ) angenommen hatte. In einer Zeit jüdischer Wohlfahrt und beginnender Assimilation denunzierte dieser Mann den Talmud bei Clemens IV.(1265-68) und erreichte außerdem, daß alle jüdischen Bücher auf christenfeindliche Stellen durchsucht wurden. Letztlich führten diese und andere Bloßstellungen dahin, daß die päpstliche Bulle „Turbato Cordo“ erlassen wurde. Diese wiederum bildete in der Folgezeit dann für die Inquisition die Legitimation zur Massenverfolgung und Verbrennung der sogenannten „Marranos“, spanischer jüdischer Konvertiten, die verdächtigt wurden, insgeheim weiter ihren jüdischen Riten anzuhängen.

Als der Talmud schließlich auch den breiten Schichten des Volkes bekannt wurde, was insbesondere im Laufe des 16. Jahrhunderts dank der Erfindung des Buchdrucks der Fall war, erhob sich in der christlichen Welt die bis dahin größte Welle der Entrüstung.

Jetzt forderte selbst Martin Luther, der Begründer des „aufgeklärten“ Protestantismus, die massenhafte Vernichtung des rabbinischen Schrifttums. Es kehrte erst wieder Ruhe ein, als eine jüdische Generalversammlung im Jahre 1631 anordnete, die anstößigsten Passagen fernerhin nicht mehr abzudrucken und die Auslassungen statt dessen mit einem kleinen Kreis zu versehen. Dies sollte die Rabbiner und Schullehrer anhalten, die entsprechenden Passagen nur noch mündlich zu vermitteln, so daß die Gelehrten unter den Christen „keine Handhabe mehr besitzen, uns in diesem Zusammenhang anzugreifen.

“Die Feindbild-Politik dauert bis auf den heutigen Tag mit fatalen Folgen an. So schrieb der amerikanische Jude Jack Bernstein nach einem längeren Aufenthaltin Israel Mitte der 80er Jahre über die gebräuchliche Gesetzgebung des gelobten Landes:

„Die israelischen Gesetze unterdrücken jede Religion. Es ist zum Beispiel gegen das Gesetz, zu versuchen, einen Juden zu einer anderen Religion zu bekehren, sogar, wenn der Jude Atheist oder Humanist ist. Einem Christen ist es erlaubt, das Evangelium in einem Kirchengebäude zu predigen, aber für den Geistlichen oder jeden, der gar außerhalb des Kirchengebäudes jemanden etwas über die Lehren der Bibel erzählt, wird dies eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren einbringen. Einem Christen, der einem Juden eine Bibel oder einen anderen religiösen Artikel gibt, wird dies ebenso eine Strafe von fünf Jahren einbringen. Sogar eine Gefälligkeitshandlung eines Christen gegenüber einem Juden, wie das Überreichen einer Gabe Nahrungsmittel, kann als Versuch ausgelegt werden, den Juden zum Christentum zu bekehren, und kann eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren bringen.“

Eine natürliche Folge dieser „von oben“ betriebenen Ausgrenzungsbemühungen ist die religiöse Unduldsamkeit weiter Teile des Fußvolkes.

Wer mehr darüber erfahren will, warum der eingangs zitierte Björn Höcke richtig liegt mit seiner Einschätzung, der lese das bereits erwähnte Buch von Johannes Rothkranz „44 Irrtümer über das Judentum“. Daraus zitiert:

Die nachchristlichen Juden waren nie ein konstitutives Element europäischer Identität. Denn gerade Europa wurde nach Gottes ausdrücklichem Willen zu dem christlichen (katholischen) Kontinent schlechthin, in dem sie als erklärte und hartnäckig-unbekehrbare Antichristen nie etwas anderes bilden wollten und konnten als einen nicht-assimilierbaren Fremdkörper. (Seite 74)

Wie kämen „Antichristen“ (1. Joh. 4, 3; 2. Joh. 7) und Christen zu einem gemeinsamen „Erbe“, da doch die ersteren aus dem Teufel als Vater“ (Joh. 8, 44) stammen, während wir letzteren aus Gott geboren sind“ (Joh. 1, 13)!? (Seite 76)

Eine gemeinsame „jüdisch-christliche“ Tradition, gemeinsame „jüdisch-christliche“ Werte wären ein eklatanter Widerspruch in sich selbst. Uns gläubigen Christen gilt der Gottmensch Jesus Christus alles, den ungläubigen Juden gilt er nichts. Wie könnte da ein und dieselbe Tradition sowohl den „Tempel Gottes“ als auch die „Synagoge Satans“ hervorgebracht haben!? (Seite 76)

Literaturhinweise:

Johannes Rothkranz: 44 Irrtümer über das Judentum

Johannes Rothkranz: Totschlagwort „Antisemitismus“ – Klarstellungen zu einem „einzigartigen Wortmißbrauch“

Ich empfehle desweiteren die Dokumentation „Wie Zionisten Christen verführen – eine biblische Stellungnahme“:

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3 Gedanken zu “Björn Höcke: „Christentum und Judentum stellen einen Antagonismus dar. Darum kann ich mit dem Begriff des christlich-jüdischen Abendlands nichts anfangen.“

  1. Douglas Reed in seinem Buch „Der Streit um Zion“:

    (…) Eines der vielen Paradoxe in der Geschichte Zions besteht darin, dass christliche Geistliche und Theologen unserer Generation oft geltend machen, Jesus sei Jude gewesen, während die jüdischen Autoritäten dies bestreiten. (Jene Rabbiner, die Ihn bei politischen oder „interkonfessionellen“ Veranstaltungen bisweilen als Juden anerkennen, stellen keine echten Ausnahmen von dieser Regel dar, denn vor einem jüdischen Publikum gäben sie dergleichen nicht von sich; ihr Ziel besteht einzig und allein darin, bei ihren nichtjüdischen Zuhörern Punkte zu sammeln)

    Wenn jüdische Persönlichkeiten Jesus öffentlich als Juden bezeichnen, verfolgen sie damit ausschließlich politische Ziele. Oft geht es ihnen darum, Vorbehalte gegen den zionistischen Einfluss auf die internationale Politik oder die zionistische Invasion Palästinas auszuräumen, indem sie unterstellen, da Jesus Jude gewesen sei, dürfe niemand die Juden für irgendetwas kritisieren. Selbstverständlich ist dies ein äußerst fadenscheiniges Argument, doch die Massen fallen leicht darauf herein, und das Resultat ist abermals ein Paradox: Um sich den Juden anzubiedern, stellen nichtjüdische Politiker häufig eine Behauptung auf, die für gläubige Juden anstößig ist!

    (…) War der Galiläer Jesus in religiösem Sinne das, was man heutzutage einen „Juden“ nennen würde? Es versteht sich von selbst, dass die jüdischen Autoritäten dies mit Haut und Haaren bestreiten, und der bei politischen oder interkonfessionellen Veranstaltungen sowie auf den Kanzeln christlicher Kirche oft getane Ausspruch „Jesus war ein Jude“ könnte in einer Synagoge leicht einen Tumult auslösen.

    (…) Vom religiösen Standpunkt aus verkörperte Jesus zweifellos das Gegenteil von all dem, was heutige für einen orthodoxen Juden kennzeichnend ist und damals für einen Pharisäer kennzeichnend war.

    Im Talmud wird Jesus auch als „Narr“, „Hexer“, „Laie“, „Götzendiener“, „Hund“, „Kind der Lust“ usw. verunglimpft. Angesichts dieser viele Jahrhunderte lang wiederholten Lästerungen ist es nur folgerichtig, dass Jesus in einem 1880 neu aufgelegten Buch des spanischen Juden Mose de León als „toter Hund, der in einem Misthaufen begraben ist“, geschmäht wird. Der hebräische Originaltext dieser Talmudstellen findet sich in Laibles Buch Jesus Christus im Talmud.

    Laible meint, während der Epoche der Talmudisten sei der Hass auf Jesus zum „hervorstechendsten nationalen Zug des Judentums“ geworden, und die Berührung mit dem Christentum habe die Juden „immer wieder in einen Zustand des Zorns und des Hasses versetzt, der die Grenze zum Wahnsinn überschritt“; er fährt fort: „Der Hass und die Verachtung der Juden richteten sich stets in erster Linie gegen die Gestalt Jesu… Der Hass der Juden auf Jesus ist eine eindeutig nachgewiesene Tatsache, auch wenn sie ihn so wenig wie möglich zeigen wollen.“

    Um die Außenwelt darüber in Unkenntnis zu halten, was hinter dem talmudischen Zaun gelehrt wurde, beschlossen die führenden Rabbiner im 17. Jahrhundert, die eben zitierten Passagen zu zensieren. Damals war die Kenntnis des Talmud dank der Aufklärungsarbeit zum
    Christentum konvertierter Juden bereits recht verbreitet, was den talmudistischen Weisen heillosen Ärger einbrockte. Zur Schadensbegrenzung wurde 1631 bei einer Synode in Polen ein Dekret erlassen, welches D. P. Drach später aus dem Hebräischen übersetzte. Hier der entscheidende Abschnitt:

    „… wir befehlen euch unter der Drohung der Exkommunizierung, in künftigen Ausgaben der Mishna oder der Gemara nichts zu drucken, was in gutem oder in schlechtem Sinne von den Taten Jesu des Nazareners berichtet, und stattdessen einen Kreis einzusetzen, der die Rabbiner und Schulmeister darauf aufmerksam machen wird, dass sie den Schülern diese Stellen einzig und allein mündlich beibringen dürfen. Dank dieser Vorsichtsmaßnahme werden die Gelehrten unter den Nazarenern keinen Vorwand mehr finden, uns in dieser Frage anzugreifen.“

    Heutzutage, wo die nichtjüdischen Regierungen es durch eine strenge Zensur de facto verboten haben, diesem Thema auf den Grund zu gehen oder Einwände gegen solche Passagen zu erheben, sind die gestrichenen Stellen in den hebräischen Ausgaben des Talmud dem Vernehmen nach wieder eingesetzt worden. (…)

  2. Über die Abstammung Christi lehrt das Große Glaubensbekenntnis in aller Deutlichkeit, daß Christus von GOTT VATER abstammt („aus dem Vater geboren vor aller Zeit“), von niemandem sonst, auch nicht von Maria, denn in Maria entstand mit Christus kein neues Wesen, sondern nahm das bereits seiende göttliche Wesen in seiner zweiten Person menschliche Natur an. Das ist ein wichtiger Unterschied.

    Das Neue Testament beendete das Alte Testament, und bald nach der von Juden betriebenen Hinrichtung Christi wurde nach einem neuerlichen jüdischen Aufstand das Judenland von den Römern zerschlagen. Schon damals war also das einst jüdische Land kein jüdisches Land mehr. Die rechtmäßigen Besitzer von Bethlehem und dem übrigen Westjordanland sind die Palästinenser, sie lebten dort, bevor es zur jüdischen Masseneinwanderung nach Palästina kam. Juden übernahmen kurz nach dem 2. Weltkrieg durch brutalen Terror das Palästinenserland, und bis heute werden die Palästinenser dort von Israelis brutal unterdrückt. Die UN-Resolution gegen die israelische Siedlungspolitik war richtig, denn mit jeder neuen Siedlung raubt Israel palästinensisches Eigentum. Es ist somit Israel, das ständig für Unruhe und Unfrieden in Nahost sorgt.

    Sollen nun die Juden die geringsten Brüder Christi sein? Das dürften so ziemlich alle Juden ganz anders sehen. Nochmals: Es waren Juden, die Christi Kreuzigung betrieben, erpreßten („Wenn du ihn freiläßt, bist du kein Freund des Kaisers“).

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