Stephan Steins („Die Rote Fahne“) – Ein Lichtblick in der deutschen Linken?

Vogt interviewt Steins

Stephan Steins (rechts) im Interview mit Friedrich Michael Vogt

Der Kommunist Stephan Steins (Macher der Webseite Die Rote Fahne) hebt hervor, daß eine  patriotische sozialistische Partei in Deutschland nicht existiert. Diesen Zustand möchte er mit seinem Spartakus Programm beenden mit dem Ziel, zu den Bundestagswahlen 2017 anzutreten.

In diesem Programm fordert er den „Austritt aus der NATO und Abzug aller US-Truppen aus Deutschland“, einen „Friedensvertrag nach dem internationalen Völkerrecht“ und die „Regulierung der Einwanderung aus kulturfremden Ländern und den Stop des Missbrauchs des Asylrechts“.

An anderer Stelle die „Rückführung aller illegal sich im Lande aufhaltender Personen“ und jener „mit Migrationshintergrund, die länger als 6 Monate in den Sozialsystemen sind. Ausnahme: Menschen aus den Ländern Nord- und Westeuropas, mit denen entsprechende gleichwerte Abkommen bestehen“.

Insbesondere mit seinen ausländerpolitischen Ansätzen hebt sich der Verfasser von anderen Kommunisten ab, da er die Überfremdung – wie die Ausländerfrage allgemein – als nationale Frage anerkennt und konkret angeht.

Seiner Meinung nach werden „durch kulturfremde Einwanderungsströme die kulturellen Bindungen desintegriert“ und damit ein „Ethnozid gegen das germanische Kulturerbe betrieben“.

Weiter erläutert er, daß das Imperium eine „weitere millionenfache Einwanderung nach Europa“ will, was er als „schleichenden Genozid gegen den germanischen Kulturkreis“ bezeichnet.

„Städte des germanischen Kulturerbes wie Rotterdam“ wären „überfremdet“, in dieser niederländischen Hafenstadt „befände sich die einheimische Bevölkerung mittlerweile sogar in der Minderheit“.

„In zahlreichen Metropolen und Städten Europas hätten sich über die Jahrzehnte, von Ausländern in Beschlag genommene, ghettoisierte Viertel etabliert – gegen das Selbstbestimmungsrecht der Bevölkerung.“

Laut Steins erhält der Front National „zunehmend auch Zuspruch aus der links orientierten Wählerschaft, weil es die Linke versäumt (wie auch in Deutschland), sich zu Antiimperialismus, Völkerrecht und nationaler Frage zu positionieren. Die Franzosen fühlen sich durch vermeintlich linke Parteien immer weniger vertreten“, resümiert er.

An dieser Stelle behauptet Steins jedoch einen „Unterschied zwischen Islamisierung und Überfremdung“, wobei er erstere verharmlost bis negiert. Hier sind ihm seine Genossen von der maoistischen Gruppe Neue Einheit (GNE) voraus, worauf ich in diesem Beitrag eingehe.

Der Kommunist Stephan Steins sollte auch nicht davor zurückschrecken, seine Ideologiekritik am Zionismus bis zu dessen quasi-religiösen Quellen zu treiben, wobei er sich auf die Darlegungen von Prof. Israel Shahak in seinem Buch “Jüdische Geschichte, Jüdische Religion” stützen könnte.

Stattdessen bleibt er in einem verkürzten Antizionismus stecken, weil er naiv den Aussagen der sich antizionistsich gebärdenden jüdischen Neturei-Karta-Sekte vertraut. Deren Vorturner in Deutschland – Israel Reuven Cabelman -, ist Steins sein Palästina- und Zionismus-Experte.

Mit seiner Verteufelung von Kernenergie und CO2 wie der damit einhergehenden Werbung für den Solar– und Windkraftwahnsinn paßt er zur deutschen Linken. Auch hier könnte ihm die maoistische GNE zeigen, daß es „links“ auch anders geht, ob in punkto Kernenergie oder Klima-/CO2-Schwindelei.

Auch die linke trend-onlinezeitung berichtete über die Windkraft als großen Bluff.

Für einen Lichtblick ist die Wirkung von Stephan Steins zu schwach. Er scheint davor zurückzuschrecken, sich auf die Innenpolitik zu konzentrieren – hier die nationale Frage -, statt dessen versteift er sich auf eher abstrakte außenpolitische und sonstige Themen.

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9 Gedanken zu “Stephan Steins („Die Rote Fahne“) – Ein Lichtblick in der deutschen Linken?

  1. Stefan Steins steht in der Tradition des nationalkommunistischen Philosophen Wolfgang Harich (1933 -1995 ; 1956 wegen Verschwörung gegen Ulbricht verhaftet, 1957 zu 10 Jahren Haft verurteilt, 1964 amnestiert) , das Buch „Der vormundschaftliche Staat“ ist von Rolf Henrich

    • Vielen Dank für die Ergänzung.

      Im Gegensatz zu Stephan Steins hat sich Wolfgang Harich jedoch von der kommunistischen Glaubensdoktrin gelöst. So kommt er in seinem 1989 erschienenen Buch “Der vormundschaftliche Staat – Vom Versagen des real existierenden Sozialismus” zu der Erkenntnis, daß sowohl die kommunistische Formationslehre (“Historischer Materialismus”) als auch das Dogma vom “Gegensatz zwischen Idealismus und Materialismus” („Dialektischer Materialismus“) nicht stimmig ist.

      Wolfgang Harich:

      „Sobald wir nämlich Bewußtsein und Materie nicht mehr als voneinander getrennte Größen ansehen, sondern prinzipiell wie eine Zweieinheit (etwa wie Welle und Korpuskel) fällt der für das dogmatische Weltbild konstitutive Bewußtsein-Materie-Gegensatz ganz automatisch in sich zusammen. Wenn die Materie-Bewußtsein-Beziehung in dieser Weise gesehen wird, ist es natürlich unsinnig, weiterhin die “Grundfrage” der Philosophie in der bekannten Form zu stellen. Es gibt dann kein “Primat der Materie” mehr, keinen Materialismus, keinen Idealismus oder wie die Parteiungen, Fronten und Dualitäten noch heißen mögen, die sich um die Beantwortung der “Grundfrage” ranken.“

      Im seinem o.g. Buch stellt sich Harich in die Tradition der gesamt- bzw. großdeutschen Ausrichtung der KPD – auch hier hat Stephan Steins meines Wissens noch nicht nachgezogen.

      Wolfgang Harich:

      „Wie kann in der deutschsprachigen Mitte Europas ein Zustand herbeigeführt werden, der sowohl den berechtigten Wünschen der Deutschen nach einem in jeder Hinsicht unbehinderten und selbsbestimmten Verkehr miteinander und mit anderen Völkern Rechnung trägt, der abr andererseits auch die Ängste der Nachbarvölker vor einer Wiederholung der Geschichte ernst nimmt? Nur, wenn wir selber uns zu freieren Menschen ausbilden und in diesem Prozeß die geographische Lage in der Mitte Europas im Interesse der Überwindung seiner Spaltung in eine geschichtliche Funktion verwandeln, können wir die Zwangsjacke von Jalta loswerden. Unser Ziel muß es sein, die “deutsche Misere” durch die Teilhabe an einem Bund deutscher Sprachgebiete in der Mitte eines freien Europas zu überwinden.“

  2. Stephan Steins glaubt immer noch an den Klimaschwindel? Kennt er die reichhaltigen Infomationen dazu nicht? Oder traut sich nicht einzugestehen, dass er einem Irrtum erlegen war?

    Wie bei der Ausländerpolitik gehen auch bei der CO2-Lüge naive Linke und Kapitalisten Hand in Hand …

    http://www.youtube.com/watch?v=qyUlmRtQZBs (Der Klimaschwindel – Wie die Ökomafia uns abzockt! Hier Fakten!)
    http://www.youtube.com/watch?v=CDf7yMjNL8I (Greenpeace-Aktivistin wird mit dem Klimaschwindel konfrontiert)
    http://www.youtube.com/watch?v=9U1I1w-PNx4 (Die Klima-Lüge – Interview mit Dr. Wolfgang Thüne und Hartmut Bachmann)

    Hat sich Stephan Steins andere Fragen betreffend genausowenig informiert?

    Etwa zu den ideologischen Grundlagen und sich daraus ergebenden imperialen Zielsetzungen des Zionismus? Vermutlich, sonst würde er sich nicht auf die Einflüsterungen eines ultraorthodoxen Rabbiners stützen. Und das als Atheist und Linker wohlgemerkt!

    Bei diesem Hang zu religiösen Spinnern und ihrer Polemik wundert mich nicht, dass er auch die allgegenwärtige Islamisierung leugnet und meint, diese wäre nicht wesentlicher Aspekt der Überfremdung. Aber immerhin, letztere erkennt er an.

    Zugegeben: Er ist beim erbärmlichen Zustand der deutschen Linken ein kleines Lichtzeichen. Aber nicht in der Lage oder zu feige, aus dem was er bereits meint erkannt zu haben (im Beitrag zitiert) kernige, populistische Forderungen abzuleiten.

    Mit kommunistischer Schwurbelei und Andeutungen so bemerkenswert sie für einen Sozialisten auch sein mögen, wird es jedoch nichts werden. Er bräuchte dem Mumm, tatsächlich eine nationalkommunistische Organisation ins Leben zu rufen!

    • @Linksnationalist, Danke für Deinen ergänzenden Kommentar. Aufgrund der Ergebnisse meiner bisherigen Kontaktaufnahme bei all diesen Fragen bin ich zu dem vorläufigen Fazit gelangt, daß er leider beratungsresistent ist. Da er sich jedoch im Hinblick auf die nationale Frage für einen deutschen Kommunisten sehr weit aus dem Fenster lehnt, habe ich sein Projekt vorgestellt. Nägel mit Köpfen macht er freilich nicht, sonst würde er einen konkreten Forderungskatalog erstellen der über seinen bisherigen hinausgeht und diesen deutschlandweit mit dem Aufruf der Gründung einer entsprechenden Organisation verbreiten. Innerhalb der Linken ist er ohne Ausnahme völlig isoliert, was wiederum für ihn spricht, wobei mir jedoch scheint, daß er diese Tatsache nicht so recht wahrnehmen will.

  3. lieber detlef: würdest du, hoffe- darf du sagen, mir zustimmen, dass europäische christen nicht mit kulturfremd gemeint sind! wenn in diesem land kriminelle straßenschläger geschont, arbeitslose behinderte in unpassenden maßnahmen verbraten werden, da stimmt was nicht!1

    • Wenn kriminelle ausländische Straßenschläger und -Räuber geschont, etliche Milliarden Euro jährlich für die Einwanderung ins Sozialsystem und die Migrationsindustrie gepumpt und deutsche Arbeitslose in Hungerlohnjobs hineingenötigt werden um all das zu finanzieren und Kapitalisten reich zu machen, dann stimmt tatsächlich was nicht in diesem Land, und das schon seit Jahrzehnten.

  4. detlef: deine seite unterscheidet sich wohltuend vom pi-kapitalisten-usa als beste nation-blödsinn, wo – wie bei der springerpresse – israelische soldaten und us-bürger über dem europäischen alten, kranken etc. stehen! hörst du was von spanischen jungen männern, welche flächendeckend ärger hierzulande machen, ich nicht!?

    • @ribi: Nein, davon höre auch ich nichts.

      Themenschwenk: In meinem Kommentar vom 25. Januar d. J. habe ich geschrieben, daß sich Wolfgang Harich in die Tradition der gesamtdeutschen Ausrichtung der KPD stellte und Stephan Steins diesbezüglich noch nichts hat von sich hören lassen. In einem Artikel, den er am 4. Juni d. J. veröffentlichte, hat er nun nachgezogen, indem er Stettin als „deutschen Stadt“ bezeichnete, „die mangels Friedensvertrag immer noch polnisch besetzt ist“. Es wäre an der Zeit, daß er sein Spartakus Programm entsprechend ausarbeitet.

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