Lothar Machtan: Hitlers Geheimnis – Das Doppelleben eines Diktators

lothar-machtan

Henry Makow, ein Christ jüdischer Herkunft:

Hitler war für Deutschland verhängnisvoll. Aber was hatte sich das deutsche Volk sonst von einem Wiener Vagabunden und einer männlichen Prostituierten erhofft?

Karl Otto Paetel sah voraus, daß Hitler und seine Clique Deutschlands Verhängnis ist:

Ich halte den Nationalsozialismus für das Verhängnis Deutschlands. Seine Politik ist antinational und antisozialistisch; Sie werden, falls sie zur Macht kommen, Deutschland und die Welt ins Unglück stürzen. Was ich tun kann, um die deutsche Jugend vor dem faschistischen Betrug zu warnen, werde ich tun, weil ich Deutschland liebe.

Ein Umstand dürfte das Denken und Handeln des Nazi-Führers maßgeblich beeinflußt haben: seine Homosexualität und stete Angst, daß diese ans Tageslicht kommt.

Darüber berichtet Lothar Machtan in seinem lesenswerten Buch „Hitlers Geheimnis – Das Doppelleben eines Diktators“.

Er schreibt unter anderem, daß es Hitler mit seinem Massenmord 1934 („Röhm-Putsch“) darum ging, tatsächliche und mögliche Wissende um seine Homosexualität auszuschalten. Seine Beziehung zu Eva Braun diente dann auch lediglich dazu, die Öffentlichkeit zu täuschen.

In Hitlers Umfeld waren schwul: Ernst Röhm, zu dem Hitler solange in Treue fest gehalten hat, solange dieser sich ihm bedingungslos unterordnete und nicht drohte, auszupacken, Rudolf Heß, Ernst Hanfstaengl, Emil Maurice, Dietrich Eckart, Baldur von Schirach und Hans Frank.

Im Ersten Weltkrieg diente Hitler als Meldegänger im Regiment List. Sein bester Freund war der Meldegänger Ernst Schmidt. Der Ordonnanz-Reiter des Regiments hieß Hans Mend. Von ihm stammt ein sogenanntes „Mend-Protokoll“, das 1939 von einem Vertreter des deutschen Widerstandes aufgenommen wurde.

Darin heißt es:

Es war 1915, wir lagen damals in der Brauerei Le Fébre bei Fournes. Wie hatten Heulager. Hitler lag mit ‚Schmidl‘, seiner männlichen Hure, nachts zusammen. Wir hörten ein Rascheln im Heu. Darauf knipste einer seine elektrische Taschenlampe an und brummte: ‚Da schaut einmal, die zwei schwulen Brüder‘.

Der Gemeindesekretär Franz Schneider sagte nach dem Zweiten Weltkrieg vor der Münchner Staatsanwaltschaft aus, Mend habe ihm über jene Zeit folgendes berichtet:

In der Unterkunft hätten er und andere dem Hitler, während dieser schlief, den ‚Schwanz‘ mit Schuhwichse angestrichen (um ihn als Homosexuellen zu stigmatisieren).

Besonders verbunden war Hitler mit seinen zwei Fahrern Emil Maurice und Julius Schreck. Maurice, den er „Maurizel“ oder „Mosel“ nannte, durfte trotz jüdischer Vorfahren SS-Führer bleiben. Nachfolger als Hitlers Fahrer wurde Schreck. In seinem Privatzimmer auf dem Obersalzberg hatte Hitler neben dem Bild seiner Mutter ein Foto von ihm aufgehängt.

1931 hatte Hitler – im Wissen darum, daß auch er homosexuell war -, den ehemaligen Generalstabsoffizier Ernst Röhm zum Stabschef der SA ernannt, nach 1933 zum Minister. Röhm war mächtig und gefährlich. Denn, so schreibt Professor Machtan:

Röhm kannte nicht nur die dubiosen Anfänge von Hitlers politischer Karriere, er wusste zudem – als einer der ganz wenigen – über dessen Homosexualität Bescheid.

Als der Röhm-Freund Edmund Heines von Hitler wegen seines Lebenswandels gerügt worden war, sagte Heines nur:

Adolf hat gar keinen Grund, die Schnauze so groß aufzureißen – ein Wort von mir und er schweigt für immer.

Dieses Faktum, Hitlers Homosexualität – was er mit vielen seiner engsten Anhänger teilte -, paßt offenbar der heutigen Homosexuellen- wie auch der Neonazi-Szene nicht in den Kram, weshalb Machtans Buch wenn nicht verschwiegen, so doch – als vermeintlich faktenarm – diskreditiert wird.

Vermutlich fürchtet man sich davor, daß man einen Zusammenhang zwischen Hitlers psychischen Störungen und seinen erheblichen charakterlichen Defiziten wie Massenmörderei erblicken könnte, seiner verbrecherischen Politik.

Fazit:

Was bleibt von diesem „Führer“ aus Braunau, der ein Verhängnis Deutschlands war, der auch noch Jahrzehnte nach seinem Tod dazu taugt, junge Idealisten mit seinen Reden zu begeistern, wie auch mich, der ich zehn Jahre meines Lebens als Hitlerist aktiv war, bis ich 1997 diesen Irrweg verließ?

Es bleibt ein Judenhasser- und Mörder, der übrigens auch keine Probleme damit hatte, sich mit Juden zu umgeben, wenn sie ihm finanziell nützlich oder homosexuell zugetan waren – er ermöglichte, daß der zionistische Traum von „Israel“ wahr wurde.

Ein Nationaldemagoge, der objektiv eine Politik zum Wohle Englands wie den dahinter stehenden Steuerkräften betrieb, der das deutsche Volk in einen aussichtslosen Mehrfrontenkrieg steuerte, indem er die Sowjetunion überfiel.

Jemand, der verlogen und krankhaft machtbesessen war, der angeblich wegen den Deutschen in Polen und der Tschechei beide Staaten überfiel aber keine Probleme damit hatte, seine Landsleute in Südtirol an seinen faschistischen Bündnispartner Mussolini auszuliefern.

Jemand, der sich nach 1934 als Homosexuellen-Verfolger gerierte (statt wie vorher schützend seine Hand über Röhm & Co. zu halten), um nicht selbst als homosexuell aufzufliegen und entsprechende Gerüchte zu entkräften, während ihm treu ergebene Schwule weiter geduldet wurden.

Leider sind es nicht selten Psychopathen wie Hitler, die eine gewissen Anziehungskraft auf breite Schichten der Bevölkerung ausüben und überdies skrupellos genug sind, für ihre Ziele über Leichen zu gehen. Das war damals so und ist heute nicht anders …

Unserem Volk wie anderen wäre viel Leid erspart geblieben, wenn Hitler-Attentäter Georg Elser Erfolg gehabt hätte.

Advertisements

2 Gedanken zu “Lothar Machtan: Hitlers Geheimnis – Das Doppelleben eines Diktators

  1. Einen Ansatz bei der Bestimmung der Hitler-Rolle würde ich in den beiden Warburgs sehen. Der eine war der Geheimdienstchef Deutschlands, der andere FED-Chef der USA. Sie waren Transmissions-Personen für die Herrscher.

    Hitler war ein kleiner Spitzel des deutschen Geheimdienstes, der auch zur SAP geschickt wurde, einer kleinen Partei. Diese wurde zur NSDAP umfinanziert und von Hitler übernommen – ich würde einmal schauen, wer in dieser Partei hauptsächlich Mitglied war.

    Hitler wurde durch das Geld der Warburgs finanziert, wie auch Lenin und Trotzki. Er verpfändete 1930 die Geburtsurkunden der Deutschen für je 19 Millionen Dollar an die BIZ, wofür er 1934 die Zinsen über die Einkommenssteuer und 1935 über die Umsatzsteuer eintrieb. Ein Land, daß sein Geld selbst schöpft, braucht keine Steuern. Steuern sind immer Tribute an die Herrschenden. In Deutschland gab es seit 1929 kaum noch ein deutsches Unternehmen. Damit war für das ausgeplünderte Land eine Aufrüstung erst möglich.

    Himmler, Schellenberg und Gehlen waren Ritter von Malta. Eine Verknüpfung in zwei oder drei Programmierungen der Herrscher ist normal und macht diese scheinbar schwerer durchschaubar.

  2. Ich hab mir mal überlegt und ein Szenario selber verfasst, wo der Patriot und Widerstandskämpfer Carl Goerdeler in die USA geht und sich als Berater der US-Präsidenten Roosevelt und Truman zu Verfügung stellt plus dem Wissen, wie Hitler während des Krieges vorgeht. Ich denke das Millionen von Leid zwar nicht verhindert worden wäre, aber unser Land heute um einiges besser da stehen würde.

    fg Tobi

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s