Borderline – Leben zwischen Extremen

ich-hasse-dich-verlass-mich-nicht-098038439Ich hasse dich – verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit“ bietet einen guten Überblick über die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Es geht um den Ursachenkomplex, die Symptome, Therapiemöglichkeiten aber auch die schwere Lage des Umfeldes, wie sie sich für Partner und Familienangehörige darstellt.

Ein weiteres Buch, „Borderline brach Herz – Hilfe zur Trennungsverarbeitung für Borderline-Partner“ ist ebenfalls zu empfehlen. Es richtet sich speziell an Partner von Borderlinern, die den Wunsch haben, ihre Beziehung zu beenden oder sich bereits getrennt haben und unter dem Schmerz des Auseinandergehens leiden. Dieser Ratgeber dient dazu, die vergangene Beziehung zu einem Borderliner leichter aufzuarbeiten und bietet einen allgemeinen Überblick zum Thema, Trost und nützliche Tipps.

„Mir wurde plötzlich eiskalt hab gezittert. Ich habe schon vor mir selbst Angst. Vielleicht steckt der Teufel in mir“ Ein Borderliner

Da von dieser Störung vor allem Frauen betroffen sind, spricht man auch von einer Frauenkrankheit. Früher hat man das, was man heuer unter Borderline-Persönlichkeitsstörung zusammen faßt, als dämonische Besessenheit bezeichnet. Das ähnelt den Selbstbeschreibungen der Kranken selbst, weshalb die Frage berechtigt ist, ob an diesem Ansatz etwas dran ist.

Eine Borderlinerin berichtet – aus dem Buch „Ich hasse dich – verlass mich nicht“:

Manchmal fühle ich mich wie von einem wütenden Dämon besessen, dem ich nicht Herr werden kann. Wenn er die Oberhand gewinnt, weiß ich beispielsweise nicht mehr, wie sehr mein Freund Felix mich liebt.

Es ist, als hätte ich böse Schmetterlinge im Bauch. Dann toben schwarze Wellen in mir und meine Gefühle explodieren.

Vor fünf Minuten noch war die Welt vollkommen in Ordnung, doch plötzlich ist alles anders. Böse Dinge schießen mir durch den Kopf und mit aller Macht will ich Felix so sehr verletzen, dass es kein Zurück mehr gibt. Ich will ihn zum Teufel jagen, ich kann so einfach nicht mehr leben und flippe vollkommen aus.

Dann schreie ich ihn an, beschimpfe ihn mit übelsten Worten … Felix hatte nach meinem letzten Ausbruch genug. Er ist aufgestanden und hat mir gesagt, dass er endgültig geht. Verzweifelt habe ich mich an ihn geklammert und ihn angefleht, zu bleiben. Das Gute und Normale in mir war zurück, der Dämon verschwunden. Ich wusste wieder, wie sehr mich Felix liebte.

Vor allem war meine Liebe zu ihm plötzlich wieder so stark, dass ich das Gefühl hatte, ohne ihn nicht weiterleben zu können. Doch selbst nach unseren stundenlangen Versöhnungsgesprächen und dem leidenschaftlichen Sex bleibt ein ungutes Gefühl. Ich vertraue ihm nicht mehr, vertraue überhaupt niemandem mehr, fühle mich ganz allein auf dieser Welt und bin wütend. Oft stehe ich so unter Hochspannung, dass ich nicht weiß, wohin mit mir. Und wenn es zu viel wird, fühle ich mich irgendwie taub und bin innerlich leer.

Manchmal wünsche ich mir, dass der Dämon mich tötet und von meinem Leid erlöst.

Hin und her, von einem Augenblick zum anderen ist alles anders, ohne jeden Grund. War man vorher noch der beste Partner der Welt, den man so unendlich liebt, ist man in der nächsten Sekunde, ohne oder aus banalen Grund, der Unmensch in Person, der einen „sozial isolieren“, „einsperren“, „unterdrücken“ will, so daß man sich nun ganz schnell trennen müsse.

Man kann deshalb mit Borderlinern auch nichts planen, da sie sich an keinerlei Abmachungen halten, selbst nicht wissen, wie sie im nächsten Augenblick, der nächsten Woche ticken, wann der nächste Ausraster kommt, sie wieder alles hinwerfen.

Da sie jedoch kaum einsichtig sind, schon gar nicht gegenüber Dritten, projizieren sie ihre Krankheitssymptome auf den Ex-Partner, den sie an den Rand der Verzweiflung bringen. Als gute Schauspieler können sie damit immer wieder Erfolge aufweisen, freilich nur bei jenen, die sie nicht kennen. Dann geben sie das Opfer, dem man es deshalb, weil er ja so lieb sei, verzeihen müsse, daß er nicht „funktioniert“ ergo als Soziopath und psychisch instabile wie infantile „Persönlichkeit“ durchs Leben zieht und eine Schneise der Zerstörung hinterläßt.

Oft werden Borderliner nicht als solche diagnostiziert (worauf sie sich auch gerne berufen, sich als völlig gesund ausgebend, um den anderen zu täuschen), weil man den Patienten nicht stigmatisieren will. Oder weil der sich aus genau diesem Grund bewußt verstellt, denn – wie gesagt – zumeist sind sie gute Schauspieler; oder einen langwierigen Psychiatrie-Aufenthalt vermeiden will. Stattdessen bekommt er beispielsweise Diagnosen wie „Depression“, „Persönlichkeitsstörung“, „psychische Störung“ und „Posttraumatische Belastungsstörung“ gestellt, war Dauergast in Psychiatrien.

Aus dem Buch „Ich hasse dich – verlass mich nicht“:

Da sich das Borderline-Syndrom häufig hinter einer anderen Krankheit versteckt und mit anderen Krankheiten in Zusammenhang gebracht wird, erkennen die Ärzte oft nicht, daß die Borderline-Persönlichkeitsstörung eine wichtige Komponente bei der Beurteilung eines Patienten sein könnte.

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung kann Schnittstellen mit vielen anderen Störungen haben. Das Syndrom kann zusammen mit Zustandsstörungen bestehen, so daß die Borderline-Pathologie versteckt wird. Eine Borderline-Persönlichkeitsstörung kann sich beispielsweise hinter einer auffallenderen und schweren Depression verbergen.

In einer Studie wurde zudem festgestellt, daß die Pathologie der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) bei der Hälfte der Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) vorhanden ist.

In der Tat ist eine chronifizierte Form der Posttraumatischen Belastungsstörung von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung schwerlich zu unterscheiden, denn sie haben denselben Ursachenkreis und dieselben Symptome.

Ebenso kennt Borderline regelmäßig depressive Schübe. Bekommt der Borderliner dann „nur“ Depression diagnostiziert und wird daraufhin therapiert, ist das zum Scheitern verurteilt, da das eigentliche Übel im Untergrund weiterhin bestehen bleibt und immer wieder Depressionen, Selbstverletzungen bis hin zu Suizidversuchen auslösen kann. Setzt er die schädlichen Antidepressiva ab, die paradoxerweise erhöhte Suizidgefahr als Nebenwirkung haben, bleibt es bisweilen nurmehr bei gelegentliche Suizidgedanken, die man nicht mehr umsetzt, sondern sich stattdessen überzogen zerstreut, ablenkt usw.

Blogbetreiber Citisite:

Heutzutage wird aus Political-Correctness Gründen die Borderline Persönlichkeitsstörung »Eindrucks- und Gefühlsbetonte Persönlichkeit» genannt und die folgenreiche Symptomatik der Borderline Persönlichkeitsstörung lediglich als »emotional instabile Störung» bezeichnet. Das ist eine lächerliche Beschönigung. Der Borderliner projiziert seine Wahrnehmungsstörungen auf die anderen, liest sie dort wieder heraus und präsentiert sie als Tatsachen. Wer die “Projektion” verstanden hat, hat alles verstanden. Ein Borderliner «spaltet» sein infantiles Chaos «masssiv grausam» ab, projiziert sein Chaos «paranoid» auf andere und bekämpft sein Chaos «sadistisch, pervers» dort. Bekämpfen heisst beim Borderliner, den anderen für die eigenen Fehler zu vernichten: “Für das was der Borderliner dem anderen antut, dafür wird der andere vernichtet.

In jedem Falle liegt es nicht an den gesunden Partner, wenn dieses Thema überhaupt existiert, denn der hat zwar Verständnis für die Gründe und sogar versucht, damit klarzukommen, also sich dem Borderliner anzupassen, es aber nicht geschafft, wofür natürlich umgedreht er selbst keinerlei Verständnis aufbringt, sondern gar den anderen zu pathologisieren versucht.

„Manchmal bin ich wie ferngesteuert, auch wenn ich mir Mühe gebe komme ich dagegen nicht an.“ Ein Borderliner

Zu all dem gehört, wie schwer es ist, von ihnen loszukommen, da sie eben auch ihre sensible, liebe Seite haben aka selbige suggerieren – bis sie wieder grundlos in Schimpfkanonaden ausbrechen und alles hinwerfen, wo sie tags zuvor noch ewige Liebe geschworen haben – dafür sind sie „Grenzwandler“ (Borderliner) … Irgendwann kommen sie wieder an – wenn sie denn keinen anderen gefunden haben bzw. der nach kurzer Zeit das Handtuch geworfen haben. Man tut gut daran, die Schotten dicht zu machen, endgültig zu brechen.

Doch läßt man sich immer und immer wieder auf sie ein, kann sich das über Jahre hinziehen. Man vertraut ihren Beteuerungen, sich geändert zu haben, daß jetzt alles gut wird und stürzt sich ins nächste Unglück, denn zumeist dauert es nur wenige Tage oder Wochen, bis es wieder knallt und man vor einem Scherbenhaufen steht, mit den Nerven am Ende, traurig, enttäuscht und wütend – auch über sich selbst, weil man sich wieder vom Wunschdenken hat leiten lassen, statt vernunftgemäß die gesammelten Erfahrungen der letzten Jahre auswertend einen Schlußstrich gezogen zu haben.

Aus der gesammelten Literatur kann nur das Fazit abgeleitet werden, keinerlei Hoffnung auf die positive Veränderung bei eines Borderliners zu legen, mag es auch problemlose Phasen geben, die Hoffnung aufkeimen lassen. Man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, daß man nur genügend Liebe und Vertrauen investieren muß, damit alles gut wird. Am Ende zeitigt all das keine Früchte, sondern man wird – auch öffentlich – als Monster hingestellt, also genau das Gegenteil, was man war.

Meine Informationen habe ich den beiden oben genannten Büchern wie folgenden Webseiten entnommen, die ich jedem nur ans Herz legen kann.

Weitere Infos:

http://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/borderline/

http://www.borderlinezone.org/indexa.html

http://www.borderlinezone.org/beziehung/beziehung.htm

http://www.borderlinezone.org/beziehung/beziehung1/beziehung1.htm

http://www.borderlinezone.org/trennung/trennung.htm

http://www.pelzblog.de/2014/10/borderline-erinnerungen-an-die-hoelle

http://www.heise.de/tp/artikel/19/19977/1.html

http://www.energieimpulse.net/spirituelles/seelenverwandte/seelenverwandt-oder-borderline/

https://citisite.wordpress.com/peter-fonagy-refelexions-scala/

http://www.grenzwandler.org/

http://www.grenzwandler.org/borderline-therapie/

http://www.borderline-spiegel.de/21-dbt.html

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