Über die Vergebung

https://killerbeesagt.files.wordpress.com/2012/04/jesus_temple1.jpg?w=199&h=214Es folgt der Beitrag eines Bloggers namens „ki11erbee“ vom 25. April 2012 über die Vergebung aus christlicher Sicht:

Jesus sagte: „Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.“

Jesus sagte: „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen […]“

Aus all dem abgeleitet will uns die Kirche weismachen,

daß es die vornehmste Aufgabe eines Christen sei, alles zu erdulden und jegliches Unrecht mit Vergebung zu beantworten.

Interessant ist nun zu betrachten, wie Jesus mit den Kaufleuten im Tempel verfahren ist (Johannes 2 14-16):

Und er fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil hatten, und die Wechsler. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschüttete den Wechslern das Geld und stieß die Tische um und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: tragt das von dannen und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause!

Tja, was nun? War Jesus schizophren?

Legt man seine Anweisungen der Bergpredigt zugrunde, so müsste man folgendes annehmen:

1) Er geht einfach am Tempel vorbei, sieht das Unrecht und spricht: „Ich vergebe euch!“ (Vergebung)

2) Als Schreiner zimmert er den Wechslern neue Tische und spricht: „Hier, für euch!“ („andere Wange hinhalten“)

3) Er geht zu den Wechslern und sagt: „Macht es euch im Tempel gemütlich und nehmt euch ruhig, was ihr wollt!“ („kein Widerstand, Feindesliebe“)

Tatsache aber ist, daß er nichts von alledem gemacht hat, was wir aufgrund der Bergpredigt von ihm erwarten würden. Stattdessen „flippt er völlig aus“ und treibt die Kaufleute mit einer selbstgemachten Geißel aus dem Tempel.

Wie kann man das verstehen?

Man kann sein Verhalten heutzutage nicht mehr verstehen, weil unser Gehirn vollgestopft ist mit einem pervertierten Verständnis des Begriffs „Vergebung“.

Die Kirche war schon immer die Hure der Mächtigen und die Mächtigen nutzten die Macht, die die Kirche über die Menschen besitzt, stets dafür, um die Ausgebeuteten duldsam zu halten.

Der Fürst sagt zum Pfaffen: „Halt du sie dumm, ich halt sie arm.“

Darum hier einige Richtigstellungen zum Begriff „Vergebung“:

1) Vergebung bedeutet NICHT „Weiter so!“

Es mag sein, daß Jesus den Kaufleuten vergeben hat, NACHDEM er sie aus dem Tempel vertrieben hatte. Aber offenbar hat er sie ZUERST vertrieben.

Viele Heuchler heutzutage machen es sich leicht, Desinteresse und Feigheit als Vergebung zu verkaufen. Wenn also in der U-Bahn ein Deutscher von einer Horde Krimineller bedrängt wird, dann „vergeben“ die Passanten den Tätern und gehen schnell weiter, anstatt das zu machen, was Jesus von ihnen verlangt hätte: nämlich dem Opfer zu helfen, weil man seinen Nächsten lieben soll wie sich selbst.

Wenn man jemanden liebt, steht man doch wohl kaum teilnahmslos dabei, wie er verprügelt wird und vergibt ungefragt den Tätern, oder?

2) Vergebung bedeutet NICHT Straferlass

Wenn ein Mensch zum Beispiel aufgrund einer psychischen Erkrankung extrem gewalttätig ist und darum eine Gefahr für die Umwelt darstellt, so muss man ihn von der Gesellschaft separieren. Das ist primär keine Strafe, sondern eine Maßnahme zum Schutz der wehrlosen Bevölkerung.

Wenn also ein Krimineller ein Kind zum Krüppel geschlagen hat, so können die Eltern mit viel Willenskraft diesem Kriminellen vergeben.

Das bedeutet aber noch lange nicht, daß man diesen Kriminellen, der weiterhin aggressiv ist, darum wieder auf die Gesellschaft loslassen muss!

Oder glaubt ihr, Jesus hätte nach der Vertreibung der Geldwechsler ruhig zugeschaut, wie sie am nächsten Tag wieder zurückkommen und ihre Stände erneut aufbauen?

3) Vergebung bedeutet NICHT Verzicht auf Gerechtigkeit

Wie gesagt waren die Pfaffen (z.B. Leute wie Gauck) seit jeher die Huren der Politik. Es kommt in regelmässigen Abständen vor, daß die Politik den Bogen überspannt und die Menschen ein wenig zu sehr ausbeutet. Wenn die Menschen dann aufstehen, kommen die Pfaffen aus ihren Löchern gekrochen und predigen „Vergebung“ im Sinne von:

„Bitte wendet bestehende Gesetze nicht an, sondern lasst eure Übeltäter und Ausbeuter laufen!“

Interessant ist, daß dieselben Pfaffen niemals ihr Maul aufkriegen, wenn das Volk von den Ausbeutern ausgebeutet und ungerecht behandelt wird!

Gibt es auch nur eine einzige Stelle in der Bibel, in der Jesus gefordert hat, daß die Gerichte abgeschafft werden sollen?

Dann sehe ich auch keinen Grund, warum nicht auch Politiker und Fürsten von objektiven Gerichten ihre faire Strafe erhalten sollten. Gleiches Recht für alle.

4) Vergeben bedeutet NICHT ergeben

Es gibt theoretisch zwei Arten des Vergebens. Entweder aus einer unterlegenen Position heraus oder aus einer überlegenen Position heraus.

Es ist also durchaus möglich, daß man einen Angreifer bekämpft, ihn besiegt, entwaffnet und ihm DANN vergibt, wenn er keine Gefahr mehr für uns darstellt.

Und wie ihr seht, hat auch Jesus diese Art des Vergebens bevorzugt. Er hat den Kaufleuten (eventuell) erst dann vergeben, NACHDEM er sie aus dem Tempel vertrieben hatte.

Er hätte sich ja theoretisch auch ergeben und die Kaufleute gewähren lassen können!

Und darum sollten auch wir uns nicht einfach ergeben und dem Feind vergeben, sondern dürfen uns natürlich wehren!

5) Um Vergebung muss man bitten

Vergebung setzt mMn voraus, daß der andere ehrlich gemeinte Reue zeigt und somit signalisiert: „Ich habe meinen Fehler eingesehen und werde es nicht wieder tun.“ Indem er dieses Signal aussendet, kann man ihm vergeben, was aber immer noch nicht bedeutet, daß man seine Strafe erlassen muss.

Aber jemandem zu vergeben, der weder Reue zeigt, noch um Vergebung bittet, ist ziemlich idiotisch.

Gewiss, man kann es tun. Aber in diesem Fall darf man den Verbrecher auf keinen Fall wieder auf die Gesellschaft loslassen, weil er ja offensichtlich jederzeit bereit ist, seine Verbrechen zu wiederholen.

Ich gebe mehr auf Jesus Taten als auf die Interpretation seiner Worte.

Darum sage ich:

Wir dürfen uns wehren.

Wir dürfen unsere Lage ändern.

Wir dürfen nach Gerechtigkeit streben.

Wir dürfen sicherstellen, daß sich ein Verbrechen nicht wiederholt.

Und dann, aber erst DANN, können wir den Schuldigen vielleicht vergeben. Wenn sie uns darum bitten….

Ihr seht, das Christentum ist bei weitem nicht so zahnlos, wie es immer dargestellt wird. Die Pfaffen haben seit Jahrhunderten bestimmte Stellen der Bibel zu einem „Pseudo-Christentum“ zusammengezimmert, um der Obrigkeit ein möglichst wehrloses und passives Volk zu erschaffen.

Die Hauptregel aber lautet: „Liebe deinen NÄCHSTEN wie dich selbst.“

Und wenn ich meinen Nächsten liebe und sehe, was einige Verräter in der BRD ihm antun, so ist es meine Pflicht, diese Verräter bloßzustellen und dafür zu kämpfen, daß sie irgendwann vor einem ordentlichen Gericht ihre gerechte Strafe bekommen.

Vielleicht bin ich altmodisch, aber ich denke, es kann ohne Gerechtigkeit keine Vergebung geben.

Wenn Merkel, Gauck, Schäuble, Kristina Schröder, von der Lügen, Misere, Friedrich, Schnarre und die anderen Hochverräter in einem Gefängnis bei Wasser und Brot verrotten, ihnen also Gerechtigkeit widerfährt, kann ich ihnen vielleicht vergeben.

Aber das bedeutet noch lange nicht, daß man ihnen ihre Strafe erlassen sollte!

LG, killerbee

Quelle: https://killerbeesagt.wordpress.com/2012/04/25/uber-die-vergebung/

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