Holger Apfel: Irrtum NPD

Vor ein paar Tagen habe ich das Buch „Irrtum NPD“ gelesen. Autor ist Holger Apfel, der ehemalige Bundesvorsitzende der NPD.

Darin will er uns weismachen, daß er beinahe zwei Jahrzehnte versucht hat, gemeinsam mit Neonazis eine vom Neonazismus befreite Partei zu basteln. Wie absurd ein solches Unterfangen ist, hätte einem mutmaßlich intelligenten Menschen wie Holger Apfel auffallen müssen.

Wie glaubwürdig ist es also, wenn er hier von einem „Irrtum“ spricht? Will er sich mit diesem Buch als ewigen Antifaschisten gerieren, um seine Rückkehr nach Deutschland vorzubereiten? Gar sich als jemand darstellen, Weiterlesen

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Lothar Machtan: Hitlers Geheimnis – Das Doppelleben eines Diktators

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Henry Makow, ein Christ jüdischer Herkunft:

Hitler war für Deutschland verhängnisvoll. Aber was hatte sich das deutsche Volk sonst von einem Wiener Vagabunden und einer männlichen Prostituierten erhofft?

Karl Otto Paetel sah voraus, daß Hitler und seine Clique Deutschlands Verhängnis ist:

Ich halte den Nationalsozialismus für das Verhängnis Deutschlands. Seine Politik ist antinational und antisozialistisch; Sie werden, falls sie zur Macht kommen, Deutschland und die Welt ins Unglück stürzen. Was ich tun kann, um die deutsche Jugend vor dem faschistischen Betrug zu warnen, werde ich tun, weil ich Deutschland liebe.

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Johannes Stockmeier: Die guten Söhne der vaterlosen Gesellschaft – Erinnerungen an die Anfänge der westdeutschen Neonazi-Bewegung

Johannes Stockmeier, 2012

Johannes Stockmeier, 2012

Himmel schien, ein blauer,
Friede kehrte ein –
Deutschland, meine Trauer,
Du, mein Fröhlichsein.

Johannes R. Becher

Ein geflügeltes Wort innerhalb der extremen Linken der Bundesrepublik der 1970er Jahre lautete, Entweder Du bist ein Teil des Problems oder Du bist ein Teil der Lösung. Diese Parole, bekannt geworden durch Holger Meins, hat damals einige Menschen in den Terrorismus getrieben. Das war nicht die Lösung, das war ein blutiger Irrtum. Weiterlesen

ZDF-Interview mit dem Ex-Nazi Axel Reitz

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In der Mitte: Axel Reitz als Neonazi-Spottgestalt

Durch Zufall habe ich mitbekommen, daß Axel Reitz in einem Interview mit dem ZDF zu seinem „Ausstieg aus der Neonazi-Szene“ Rede und Antwort steht.

Da ich aus dieser ausschied als er sich anschickt, seine zweifelhafte Laufbahn dort zu beginnen, also 1997, ist er mir aus meiner eigenen Zeit dort nicht bekannt.

Aber bereits durch sein äußeres Auftreten als lächerliche, psychisch gestört anmutende Neonazi-Karikatur hätte ich und mein Umfeld mit ihm nichts zu tun haben wollen.

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Kortschagin: Klassenanalyse und Faschismusbegriff

Gastbeitrag von „Kortschagin“:

Was der NS unter „Volksgemeinschaft“ verstand, ist hinlänglich bekannt. Es ging um die Vertuschung der Klassengegensätze im Interesse des Kapitals. Die Bezeichnung „nationalsozialistisch“ war reine Demagogie und von Hitler lediglich wegen ihrer positiven Bedeutung für die damaligen Massen gewählt. Er dachte nie daran, einen „nationalen Sozialismus“ zu verwirklichen. Zwischen Begriff und Praxis des NS kann kein Widerspruch bestehen, da dieser Begriff von vorneherein nur Propagandazwecken diente und keinerlei politischen Inhalt hatte. Nationalsozialismus ist nichts weiter als ein Tarnbegriff für Faschismus. Der NS verfolgte das Ziel, im Auftrag der Bourgeoisie die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaftsordnung in Deutschland zu verhindern.

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