Detlef Nolde – politbiographische Stichpunkte

Detlef Nolde, März 1987

März 1987

ab ca. 1987 (mit 17 Jahren) Identifizierung mit dem „Nationalsozialismus“, „Republikflucht“-Planung (um mich der „NS-Bewegung“ im Westen anzuschließen), Frühjahr 1989 Einberufung zur NVA –> Erklärung meiner Totalverweigerung (deshalb Kontakt zur Umweltbibliothek), Haft vom 17. 6. 1989 bis 14. 12. 1989 im Polizeigefängnis Keibelstraße (wg. „Widerstand gegen die Staatsgewalt“), Febr. 1990 Übersiedlung nach Westberlin u. Kontaktaufnahme zur NPD

Anfang 1990 bis 3. Okt. 1990 aktiv bei den Mitteldeutschen Nationaldemokraten (MND) (von der NPD initiiert, die in der DDR verboten war) sowie Junge Nationaldemokraten, danach Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Ostberlin und Kandidatur für die NPD zur Bundestagswahl, 1991 Austritt aus der NPD u. JN, danach Initiierung der Kameradschaft Johannisthal (die keine politischen Aktivitäten entfaltete) u. Kontakt zur Nationalistischen Front (NF)

1992 bis zum Verbot (welches nach dem Vereinsgesetz erfolgte) im Febr. 1995: Mitglied der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP) – Vorsitzender des FAP-Kreisverbandes Berlin Treptow-Köpenick

1995 bis Anfang 1997: 30. 1. 1995 Gründung der Kameradschaft Treptow (Mitglied und Leitung bis ca. Juni 1996), Direktkandidat zu den Berliner Abgeordnetenhauswahlen im Okt. 1995 für Die Nationalen, ab ca. Juli 96: Versuch der Initiierung der Kameradschaft Köpenick, danach: Anti-Antifa Berlin (Sammlung von Daten politischer Gegner), Anfang 1995 bis Ende 1996: freier Mitarbeiter der Berlin-Brandenburger Zeitung (BBZ), ab spät. Anfang 1997, nachdem ich mich aller Funktionen entledigt hatte: verstärkte Befassung mit dem Gedanken, der Neonazi-Szene den Rücken zu kehren

—> Falsch sind Behauptungen (etwa auf Lügipedia), welche die Kameradschaft Treptow (KT) unter meiner Leitung mit kriminellen Aktivitäten des Henryk Wurzel, Carsten Müller, Patrick Demming und Kay Diesner (der mir noch nicht mal persönlich bekannt war) in Verbindung bringen (korrekt dargestellt wird diese Thematik auf Jewiki).

Mai 1997 (nach 10 Jahren Bekenntnis und Zugehörigkeit zur „NS“-Bewegung): endgültiger Bruch mit dem Hitlerismus und der Neonazi-Szene

—> Zu meinem Ausstieg habe ich mich offen bekannt, etwa im Rahmen eines vom linken Journalisten Burkhard Schröder (Burks) geschriebenen Buches, in dem er Nazi-Aussteiger portraitiert sowie in Internetforen. Auf meinem hiesigen Blog verweise ich auf andere Ex-Nazis und bewerbe ihre Bücher

Eine Anbiederung an die antideutsche „Antifa“ oder der ebenso ausgerichteten sog. Aussteigerhilfsorganisation EXIT-Deutschland kam für mich nicht infrage, zumal ich meine patriotische aka nationale Grundhaltung nicht aufgegeben habe, worauf Burkhard Schröder in diesem Beitrag nebenher hinweist.

Mitte 2005 bis Anfang 2008: nach dem Scheitern eines linkspatriotischen Parteiprojekts (Nationale Linke.Partei Neue Zukunft/NL.PNZ) und des Aufbruchkreises (in der Tradition Richard Scheringers) Befassung mit der etablierten Linken, z.B. aktiv in der KPD, Mitglied im RotFuchs-Förderverein usw. –> antinationales Sektierertum allerorten

—> Es ist ein Kardinalfehler der deutschen Linken, daß sie die nationale Frage negiert, wovor bereits Ernst Thälmann stets gewarnt hat. Deshalb haben die Sozialisten hierzulande keine Massenbasis in der Arbeiterschaft, die folglich zunehmend für Parteien der nationalen Rechten oder gar Neonazis votiert

Jan. 2009 bis Sept. 2009: aktiv in patriotisch-demokratischen Rechtsparteien: bis Mai 2009 habe ich versucht, einen Ortsverband Berlin-Treptow-Köpenick der Republikaner (REP) aufzubauen, danach der Deutschen Volksunion (DVU)

—> Beide Parteien distanzier(t)en sich vom Neonazismus, weshalb es unsinnig ist mein dortiges Engagement als Beleg dafür herzunehmen, daß ich ein „angeblicher Nazi-Aussteiger“ sei. Denn Patriotismus hat nichts mit Rassenwahn, Chauvinismus und Extremismus zu tun und sollte nicht Nazis überlassen bleiben

Ab Okt. 2009 Kontakt zu Jürgen Elsässer, von Mai 2010 bis ca. Aug./Sept. 2010 Mitglied in seiner linkspatriotischen „Volksinitiative gegen das Finanzkapital“, die m. E. jedoch vor allem als Werbetruppe für geschäftliche Interessen fungierte (ein Grund, weshalb ich dort austrat) und schließlich zerfiel

Anfang 2011: Rückzug aus der aktiven Politik

Zur Information/Orientierung: Seit dem 22. Febr. 1996 lautet mein Zuname nicht mehr „Cholewa“ sondern „Nolde“ (= Familienname meines Vaters).

Es folgen Bild- und Schriftdokumente zur Veranschaulichung meiner politischen Biographie. Sollten infolge verbotene Zeichen nach § 86a StGB zu sehen sein:

Im § 86 (3) Absatz 1 heißt es, daß eine Strafbarkeit nicht vorliegt, wenn die Verwendung des verbotenen Propagandamittels der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecke, wozu man biographische zählen kann. Die Straflosigkeit ergibt sich auch aus dem Kontext meiner antinazistischen Blogbeiträge.

Ergänzung jenseits der politischen Laufbahn:

23 Monate Haft wg. „Körperverletzung“ u. „Beteiligung an einer Schlägerei“ von April bis Nov. 1997 (UHA Moabit) und Aug. 1998 bis Dez. 1999 (JVA Hakenfelde). Ein Fehlurteil, ich habe auf Freispruch plädiert. Immerhin heißt es in diesem Urteil zutreffend, daß „eine Beteiligung an den vom Angeklagten Schillok begangenen Tötungshandlungen in Form von Mittäterschaft oder Beihilfe nicht in Betracht“ kommt und ich „weder mit dem Einsatz des Messers durch Schillok rechnen“ konnte noch „Anhaltspunkte dafür vorhanden“ sind, daß ich „dies gebilligt“ hätte.

—> Metapedia

1990: JN vor der Botschaft der UdSSR in Berlin

1990 – „Junge Nationaldemokraten (JN)“ vor der sowjetischen Botschaft in Berlin

1990 -

1990 – „Junge Nationaldemokraten (JN)“ vor dem ehem. sowj. Lager Oranienburg

1990 mit der JN im polnisch besetzten Ostteil von Goerlitz

JN-Aktion 1990

1990 - JN/NPD in Eisenach

JN/NPD in Eisenach

1990 als Ordner bei der DVU-Kundgebung vor der Passauer Niebelungenhalle

1990 als Ordner bei der DVU-Kundgebung vor der Passauer Niebelungenhalle

„National-Zeitung“ berichtet: 1991 bei DVU-Kundgebung in Passau

1991 im NF-Block beim

1991 im Block der „Nationalistischen Front (NF)“ beim „Heldengedenkmarsch“ in Halbe

Ausflug während einer Schulungswoche in der Steiermark 1991

Ausflug während einer Schulungswoche in der Steiermark 1991

1995 - Kranzniederlegung der

1995 – Kranzniederlegung der „Kameradschaft Treptow“ zum „Heldengedenktag“ auf dem Friedhof in Berlin-Grünau

1995 - Kranzniederlegung der

1995 – Kranzniederlegung der „Kameradschaft Treptow“ zum „Heldengedenktag“ auf dem Friedhof in Berlin-Grünau

Antifa-Plakat 1995

1995 in Treptow plakatiert

junge Welt 09/1995

„junge Welt“, Sept. 1995

junge Welt 01/1996

„junge Welt“, Dez. 1995

junge Welt 12/1995

„junge Welt“, Januar 1996

5. Juli 1996 -

5. Juli 1996 – „BZ“ über „Neue Gefahr von rechts“

„Antifaschistische Nachrichten“, Nov. 1995

VS-Bericht Berlin 1996 a

Berliner Verfassungsschutzbericht 96 (für das Jahr 1995)

VS-Bericht Berlin 1996 b

Berliner Verfassungsschutzbericht 96 (für das Jahr 1995)

Blick nach rechts 09/1996

„blick nach rechts“, Sept. 1996

„Antifaschistisches INFO-Blatt“, Mai/Juni 1996

Antifa uber BBZ

„Antifa“ über BBZ

Antifa Flugblatt Oktober 1995

„Antifa“-Flugblatt, vor den Berliner Abgeordnetenhauswahlen im Okt. 1995 in meinem Wahlkreis verteilt

„Antifaschistische Zeitung“, April 1996

„Antifaschistisches INFO-Blatt“, März/April 1996

junge Welt 09/1996 ueber Schulungsbriefe

„junge Welt“ vom Sept. 1996 widmet sich den „Schulungsbriefen“

Hauptstadt Beobachter 01/1995 a

1995 – „Hauptstadt Beobachter“

Hauptstadt Beobachter 01/1995 b

1995 – „Hauptstadt Beobachter“

Voelkische Blaetter KT 1996

1996 – „Völkische Blätter“ von Nolde/Wendt

„Völkische Blätter“ 2. Seite

Erklärung zur JN 1996

1996 – „Erklärung zur JN“

BBZ 1996 Kameradschaft Koepenick

1996 – Werbung in eigener Sache in der „Berlin-Brandenburger Zeitung“

Nolde und Schwerdt antworten Michael Draeger 96/97 a

1996 – Mit Frank Schwerdt erarbeitete Antwort auf eine Kampagne von Michael Draeger (Seite 1)

Nolde und Schwerdt antworten Michael Draeger 96/97 b

1996 – Mit Frank Schwerdt erarbeitete Antwort auf eine Kampagne von Michael Draeger (Seite 2)

Nolde und Schwerdt antworten Michael Draeger 96/97 c

1996 – Mit Frank Schwerdt erarbeitete Antwort auf eine Kampagne von Michael Draeger (Seite 3)

ND 2002 ueber V-Mann Michael Draeger

Ein Verdacht bestätigt? – „Neues Deutschland“ (Febr. 02) über Michael Dräger

VS-Bericht Berlin 1997 b

Berliner Verfassungsschutzbericht von 1997 (für das Jahr 1996)

VS-Bericht Berlin 1997 c

Berliner Verfassungsschutzbericht von 1997 (für das Jahr 1996)

VS-Bericht Berlin 1997 d

Berliner Verfassungsschutzbericht von 1997 (für das Jahr 1996)

VS-Bericht Berlin 1997 c

Berliner Verfassungsschutzbericht von 1997 (für das Jahr 1996)

DER SPIEGEL 1997 a

DER SPIEGEL 1997 (Seite 1)

DER SPIEGEL 1997 b

DER SPIEGEL 1997 (Seite 2)

Schmierblatt

„Berliner Kurier“, 18. April 1997

Schmierblatt

„BZ“, 18. April 1997

Schmierblatt

„BILD“, 18. April 1997

Dumm, dümmer,

„junge Welt“, März 1997

Rückendeckung - Christian Wendt/BBZ-Redaktion, 8. Nov. 1997

Rückendeckung durch Christian Wendt/BBZ-Redaktion, 8. Nov. 1997

Rückendeckung - Christian Wendt/BBZ-Redaktion, 20.11.1997

Rückendeckung durch Christian Wendt/BBZ-Redaktion, 20.11.1997

Schmierblatt

„BZ“, 16. Okt. 1997

RA Eisenecker - Beweiserhebung 12. 11. 1997 (Seite 1)

RA Eisenecker – Beweiserhebung 12. 11. 1997 (Seite 1)

RA Eisenecker - Beweiserhebung 12. 11. 1997 (Seite 2)

RA Eisenecker – Beweiserhebung 12. 11. 1997 (Seite 2)

RA Eisenecker - Beweiserhebung 12. 11. 1997 (Seite 3)

RA Eisenecker – Beweiserhebung 12. 11. 1997 (Seite 3)

RA Eisenecker - Beweiserhebung 12. 11. 1997 (Seite 4)

RA Eisenecker – Beweiserhebung 12. 11. 1997 (Seite 4)

RA Eisenecker - Beweiserhebung 12. 11. 1997 (Seite 5)

RA Eisenecker – Beweiserhebung 12. 11. 1997 (Seite 5)

Urteil Landgericht 28. 11. 1997 (1)

Urteil Landgericht 28. 11. 1997 (1)

Urteil Landgericht 28. 11. 1997 (2)

Urteil Landgericht 28. 11. 1997 (2)

Urteil Landgericht 28. 11. 1997 (3)

Urteil Landgericht 28. 11. 1997 (3)

Urteil Landgericht 28. 11. 1997 (4)

Urteil Landgericht 28. 11. 1997 (4)

Urteil Landgericht 28. 11. 1997 (5)

Urteil Landgericht 28. 11. 1997 (5)

Urteil Landgericht 28. 11. 1997 (6)

Urteil Landgericht 28. 11. 1997 (6)

„BZ“, 29. Nov. 1997

28. 2. 1998 RA Eisenecker - Revionsbegründung 1

28. 2. 1998 – Revisionsbegründung meines Rechtsanwalts Dr. Hans Günter Eisenecker (Seite 1)

28. 2. 1998 RA Eisenecker - Revisionsbegründung 2

28. 2. 1998 – Revisionsbegründung meines Rechtsanwalts Dr. Hans Günter Eisenecker (Seite 2)

28. 2. 1998 RA Eisenecker - Revisionsbegründung 3

28. 2. 1998 – Revisionsbegründung meines Rechtsanwalts Dr. Hans Günter Eisenecker (Seite 3)

28. 2. 1998 RA Eisenecker - Revisionsbegründung 4

28. 2. 1998 – Revisionsbegründung meines Rechtsanwalts Dr. Hans Günter Eisenecker (Seite 4)

30. 7. 1998 Persönliche Überzeugung von RA Eisenecker zum Tatvorwurf a

30. 7. 1998 – persönliche Überzeugung meines Rechtsanwalt betr. Schuldfrage (Seite 1)

30. 7. 1998 Persönliche Überzeugung von RA Eisenecker zum Tatvorwurf b

30. 7. 1998 – die persönliche Überzeugung meines Rechtsanwalt betr. Schuldfrage (Seite 2)

5. 11. 1998 RA Eisenecker an Nolde

5. 11. 1998 – RA Dr. Hans G. Eisenecker über Prozeßbeiligte Schillok, Nahrath und Penkert

31. 3. 2000: Schadensersatz- u. Regreßforderung an Lutz Schillok (1)

31. 3. 2000: Schadensersatz- u. Regreßforderung an Lutz Schillok (1)

31. 3. 2000: Schadensersatz- u. Regreßforderung an Lutz Schillok (2)

31. 3. 2000: Schadensersatz- u. Regreßforderung an Lutz Schillok (2)

4. 8. 2000 - Nolde vs. Schillok - Schreiben an Kammergericht

4. 8. 2000 – Nolde vs. Schillok – Schreiben an Kammergericht

Frank Schwerdt in DS 09/02

Nachdem 2002 das Buch „Aussteiger – Wege aus der rechten Szene“ von Burkhard Schröder erschien, veröffentlichte Frank Schwerdt im Sept. 2002 diesen DS-Artikel

Nolde an Schwerdt 09/02

Meine Reaktion – Brief an Frank Schwerdt, der bis dato ohne Antwort blieb

Fight Back Mai/03

„Antifa“-Zeitung „Fight Back“, Mai 2003

2006 auf einer Demo in Berlin-Schöneweide – die meisten Demoteilnehmer sind jedoch nicht lediglich gegen Nazis, sondern jedweden Patriotismus

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6 Gedanken zu “Detlef Nolde – politbiographische Stichpunkte

  1. Im Jahr 2002 erschien das Buch „Aussteiger – Wege aus der rechten Szene“ von Burkhard Schröder. In diesem werden vier Nazi-Aussteiger vorgestellt. Da Sie Herr Nolde darunter sind würde mich interessieren, ob alles, was über zu Ihrer Person dort geschrieben steht, zutreffend ist. Vielen Dank.

    —–

    (Antwort Detlef Nolde: Ich habe mich ein paar Mal mit Burkhard Schröder unterhalten und ihm eine Zusammenfassung meiner politischen Laufbahn geschrieben, in dessen Anschluß er mich fragte ob ich etwas dagegen hätte, wenn er mich zusammen mit drei anderen Ex-Nazis in einem Buch vorstellt. Da ich zu meinem Entschluß stand, hatte ich nichts dagegen, auch wenn ich im Anschluß damit rechnen mußte, daß ich nun erst recht von meinen ehemaligen Kameraden als „Verräter“ angesehen werde. Dankbar war ich Burkhard Schröder vor allem für seine in dem Buch enthaltende wahrheitsgemäße Schilderung des Geschehens im April 1997, in dessen Folge ich als Unschuldiger zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Gerne gehe ich den mich betreffenden Buchtext durch und kommentiere Stellen, die nicht zutreffend oder mißverständlich aufgefaßt werden könnten, denn korrektur gelesen habe ich das mich betreffende Buchkapitel nicht:

    Buchtitel: „Aussteiger – Wege aus der rechten Szene“

    Der Begriff „rechte Szene“ ist ein Kampfbegriff der Antideutschen (wozu leider auch Burkhard Schröder gehört) der suggerieren soll, daß alles was rechts von der CDU existiert an national-ausgerichteten Parteien ein- und dasselbe ist, nämlich „rechte Szene“. Tatsächlich gibt es diese nicht, so daß ich aus dieser auch nicht ausgestiegen sein kann. Es gibt lediglich demokratische resp. nationalkonservative Rechte (z.B. REP, DVU, Pro-Deutschland) die mit Nazis nichts zu tun haben und halt Nazis, die wiederum diese Rechten (die sie als „Reaktion“ betiteln) als Feinde ansehen und deshalb auch partout nicht als „Rechte“ betitelt werden wollen. Ich war bis 1997 kein „Rechter“, sondern Neo-Nazi (Selbstbezeichnung: „Nationalsozialist“) und auch in dieser „Bewegung“ unterwegs. Es gibt diese „rechte Szene“ also genausowenig wie eine „linke Szene“ von SPD bis zu Stalinisten oder der RAF. Ergo, ausgeschieden bin ich aus der Neonazi-Szene, nicht jedoch einer imaginären „rechten Szene“.

    Diese Darstellung ist wichtig für jene politisch eher unbedarften Leser die vielleicht der antideutschen Irreführung auf dem Leim gegangen sind die da meint, wer bei den Republikanern (Reps) und der Deutschen Volksunion (DVU) mitmacht, der kann gar nicht wirklich ein Ex-Nazi, dessen Ausstieg müsse ein „Fake“ gewesen sein. Wer so einen Unsinn schreibt kann oder will nicht begreifen, daß Patrioten bzw. dezidiert antinazistische Nationale nicht mit Nazis in einen Topf geworfen werden können, mag es da oder dort auch Überschneidungen geben, die es auch zwischen der SPD, Linkspartei und DKP gibt ohne, daß man deshalb die teils erheblichen Unterschiede ausblendet und undifferenziert „linke Szene“ draufpappt.

    Seite 88: „Seine Mutter bemüht sich redlich, ihm ein harmonisches Heim zu bieten – obwohl sie darunter leidet, oft den ganzen Tag arbeiten zu müssen und kaum Zeit für ihren Sohn zu haben – …“

    Daß meine Mutter unter ihrer Berufstätigkeit gelitten hat, ist nicht wahr und hat der Autor nicht von mir. Zumal es in der DDR normal für Frauen bzw. verpflichtend war, wie die Männer auch ganztags einer Arbeit nachzugehen.

    Seite 99: „Die NPD und JN sind ihm zu lasch. Er definiert sich als Nationalsozialist im Sinne Hitlers, und die NPD ist ihm zu vorsichtig, um sich offen zu dieser Weltanschauung zu bekennen. Nolde beschwert sich über die „Anti-NS-Töne“ einzelner Nationaldemokraten. Er hält nichts von Taktiererei und fühlt sich persönlich angegriffen, wenn ihn jemand als einen „NS-Nostalgiker“ bezeichnet.“

    Ich habe mich nicht „beschwert“ und fühlte mich auch nicht „persönlich angegriffen“. Die Mußgnug-NPD war damals in weiten Teilen tatsächlich keine Neonazi-Partei und grenzte sich vom Neonazismus ab. Für mich kam jedoch der Zeitpunkt, wo ich auch nach außen hin offen als „Nationalsozialist“ auftreten wollte, weshalb ich aus NPD u. JN austrat. Erst unter der Parteiführung von Deckert kappte die NPD ihre Abgrenzung zum Neo-Nazismus, worauf sich das Bild dieser Partei wie ihrer Jugendorganisation völlig wandelte. Unter Udo Voigt wurde diese immer mehr zu einer neonazistisch dominierten Partei.

    Seite 102: „Man muß sich fragen, warum Nolde nicht, wie viele andere Neonazis, in der NPD geblieben ist, um dort für seine Ziele zu werben und diese Partei aus eingefleischten Rassisten und Antisemiten noch radikaler, noch mehr im Sinne des Nationalsozialismus zu formen. Darauf gibt es nur eine Antwort: Er ist lieber Herr seiner eigenen kleinen Gruppe als Mitglied einer größeren Partei, wo er sich den etablierten Neonazi-Kadern hätte unterordnen müssen. Nur wenn er allein bestimmen kann, welche Ziele die Gruppe vertritt, die sich ihm unterordnet, ist er zufrieden.“

    Mein Grund, aus der NPD auszutreten war, wie gesagt, daß ich als „Nationalsozialist“ in einer „NS“-Organisation aktiv sein wollte. Aus diesem Grund haben sich viele andere Neo-Nazis ebenfalls nicht entschieden, in der NPD zu bleiben um diese von innen heraus mit ungewissen Ausgang umzuformen, wie Burkhard Schröder als Möglichkeit ausführt, sondern dieser den Rücken gekehrt und sich einer „NS“-Gruppe oder Partei angeschlossen. Da Burkhard Schröder aber den erheblichen Unterschied zwischen (demokratisch und) antinazistisch ausgerichteten Patrioten/Nationalen und Neo-Nazis ausblendet oder kleinredet, vermag er das Thema offenbar nicht recht zu durchdringen.

    Und: „Bestimmen“ konnte ich in gewissen Rahmen bereits in der NPD, nämlich als Kreisvorsitzender von Ostberlin. Daß ich gegen „Unterordnung“ und Parteien nicht per se etwas habe, zeigte sich dann ja ein paar Jahre später, als ich mich der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP) anschloß.

    Seite 105: „In Wahrheit ist es ganz gleich, in welcher Nazi-Organisation er agitiert. Er braucht nur so viel Freiraum, daß er das Gefühl hat, nicht bevormundet zu werden.“

    Es war, anknüpfend an meine vorherige Richtigstellung nicht „egal“, wo ich agitierte. Die weltanschauliche Ausrichtung war für mich entscheidend, welche in der FAP für mich stimmig war. Ist dem so gewesen, war es nebensächlich, ob ich mich als Funktionär unterordnete oder, fiel diese Partei weg (FAP-Verbot), meine eigene Gruppe „autonom“ in einem Netzwerk mit anderen Gruppen leitete.

    Seite 105-106: „Mit dem Chef der Berliner FAP gerät er mehrfach aneinander, weil er sich von ihm, der eigentlich sein „Vorgesetzter“ in der Partei ist, keine Vorschriften machen läßt.“

    „Mehrfach aneinander“ stimmt nicht, wie ich mir selbstverständlich auch „Vorschriften“ machen ließ, zumal der Landesvorsitzende Lars Burmeister auf einem Landesparteitag auch mit meiner Stimme in seinem Amt bestätigt wurde und er seine Arbeit durchaus gut machte und eine bessere Alternative nicht vorhanden war.

    Seite 109-110: „In den nächsten Wochen arbeitet Detlef Nolde faktisch gegen die eigene FAP-Organisation, ohne davon großes Aufheben zu machen. Da viele Neonazis aus dem Umkreis der FAP wie er mit dem Berliner Chef unzufrieden sind, bindet Nolde diese in seine Gruppe ein. Die „Kameradschaft Treptow“, die er im Januar 1995 gründet, hat bald 30 Mitglieder und ist mit Abstand die aktivste und gefährlichste Nazi-Organisation in Berlin.“

    Ich habe, da verweise ich wiederum auf meine vorherige Richtigstellung, nicht gegen meine eigene Partei gearbeitet. Die Gründung der „Kameradschaft Treptow“ erfolgte vor allem aus dem Grund, um nach einem FAP-Verbot, mit welchem zu diesem Zeitpunkt alle rechneten und welches dann auch erfolgte, mit der politischen Arbeit in dem Bezirk, wo ich Kreisvorsitzender war (Berlin-Treptow), weitermachen zu können ohne, daß damit die Tätigkeit eines verbotenen Vereins (das FAP-Verbot erfolgte nach dem Vereinsgesetz) weitergeführt worden wäre.

    MfG, Detlef Nolde

  2. Lutz Schillok wurde 1997 vor Gericht zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt, weil er zwei Menschen getötet hat. Er bekannte sich als Alleintäter und plädierte auf Freispruch, weil er in Notwehr sich gegen zwei Angreifer zur Wehr setzen mußte, was das Gericht jedoch anders sah. Können Sie schildern, was sich damals – im April 1997 – zugetragen hat?

    —–

    (Antwort Detlef Nolde: Lutz Schillok und ich waren am 16. April 1997 zu einer Feier (einem Polterabend) eingeladen. Als diese beendet, nahmen uns Gäste mit, die aus Wittenberg kamen und dorthin zurückwollten. Am S-Bhf. Adlershof sollten sie uns rauslassen, damit wir nach Hause weiterlaufen können. Im Auto kam es wohl zum Streit.

    Wie mir Schillok sagte, habe ich während der Autofahrt geschlafen. Ich greife einmal vor und zitiere aus dem am 28. November 1997 ergangenen Urteil (Seite 8 u. 9.):

    Nachdem sie abgefahren waren, gab der Angeklagte Schillok während der Fahrt dem Zeugen Pertsch Anweisungen, welche Route er fahren soll. Nach einiger Zeit begann ein Streit zwischen dem Angeklagten Schillok und Chris Danneil, die sich über das Verbotsdatum der FAP nicht einigen konnten. Da der Angeklagte Schillok auf seinem Standpunkt beharrte, kam es schließlich zu einer lautstarken Auseinandersetzung. Der Zeuge Pertsch wollte sich das Streitgespräch nicht anhören müssen und stellte daher das Autoradio lauter. Der Zeugin Groß gelang es schließlich, Chris Danneil mit den Worten `Lass den doch reden`zu beruhigen, so dass die Diskussion zwischen ihm und dem Angeklagten Schillok ein Ende fand. Kurze Zeit später rief der Angeklagte Schillok dem Fahrer zu, dass er anhalten solle. Der Zeuge Pertsch stoppte daraufhin das Fahrzeug.

    Daraufhin stieg Schillok am S-Bahnhof Adlershof aus, um den Nachhauseweg anzutreten. Ihm folgte der Wittenberger Chris Danneil, der sich offenbar nicht beruhigt hatte. Ebenso Olaf Schmidtke. Beide begannen nun Lutz Schillok zu traktieren.

    Erwacht, vermutlich wurde ich von einem der im Auto verbliebenen Wittenberger (Manuela Groß, Danny Thüring, Enrico Pertsch) geweckt und aufgefordert auszusteigen, verließ ich das Fahrzeug und sah, wie Schillok von zwei Leuten körperlich attackiert wird (Danneil und Schmidtke), worauf ich mein Abwehrspray (CS-Gas) gegen die beiden Angreifer einsetzte.

    Davon bekam ich selbst etwas in die Augen und kehrte mich vom Geschehen ab. Die Attacken auf Lutz Schillok gingen, davon unbeeindruckt, weiter. Daraufhin griff Schillok zu seinem Messer, in dessen Folge Danneil und Schmidtke verstarben.

    Der einzig nüchterne Zeuge Enrico Pertsch, der Fahrer, bestätigte vor Gericht meine Aussage also die Tatsache, daß ich während der Messerstiche Abseits stand. Die beiden anderen Zeugen waren alkoholisiert daran interessiert, Lutz Schillok, der ihre Kameraden getötet hatte, möglichst hoch bestraft zu sehen, weshalb sie den entscheidenden Fakt, den Angriff auf ihn, verschwiegen.

    Die Zeugin Groß wurde offenbar von den Vernehmern dahingehend unter Druck gesetzt, mich zu belasten und sagte wahrheitswidrig aus, ich hätte einem der Angreifer die Arme festgehalten, während Schillok diesen erstach. Einmal davon ab, daß, selbst wenn ich das getan hätte, um ihn vor weiteren Angriffen auf Lutz Schillok abzuhalten, das nicht eine Mittäterschaft betreffs der Messerstiche implizieren würde, wie das Urteil auch ausdrücklich festhält.

    Diese Falschaussage von Manuela Groß ist umso bemerkenswerter, als sie selbst noch außerhalb des Fahrzeugs versuchte, ihren Freund Danneil von weiteren Angriffen auf Lutz Schillok zurückzuhalten und ihm deshalb an den Armen festhielt.

    Mein damaliger Rechtsanwalt Dr. Hans Günter Eisenecker in einem Schreiben an das Landgericht vom 12. November 1997 – Beweiserhebungs-Antrag I. Zur Frage, ob ich Olaf Schmidtke tatsächlich willentlich festgehalten habe und II. Zum Bestehen einer Nothilfelage:

    Seite 5: „Mithin liegt auf der Hand, daß Schmidtke und Danneil ausschließlich in unfriedfertiger Absicht mitausstiegen, um dem Angeklagten Schillok eine „Abreibung“ zu verpassen, wie auch immer diese aussehen sollte.

    Der Angeklagte Nolde hat diese – vor allem von Pertsch bezeugte – Auseinandersetzung gesehen und griff – im Endergebnis gesehen – ein, um seinen Bekannten und Kameraden Schillok beizustehen. Wenn sich der Angeklagte Nolde dahingehend einläßt, daß es sein Ziel war, nur insoweit tätig zu werden, als daß beide vondannen gehen könnten, so ist das unwiderlegt. Daß es Nolde oder Schillok planten, über das Maß der Verteidigung hinauszugehen, das notwendig war, um von der Umgebung des PKW sicher sich entfernen zu können, dagegen spricht schon das Kräfteverhältnis. Immerhin durften die Angeklagten damit rechnen, daß ggfls. Thüring und Pertsch nicht ihnen, sondern den Wittenbergern beistehen würden.

    Somit stellte sich für den Angeklagten Nolde unwiderleglich die Lage als Notwehrlage des Mitangeklagten Schillok dar, wenn er diesem helfen wollte, liegt dies im Rahmen der Nothilfe. Nach eigener Einlassung des Angeklagten Nolde wie nach den Zeugenaussagen spricht nichts dafür, daß Nolde auch nur im Entferntesten mit einem Messereinsatz und gar mit tödlichen Stichen rechnen konnte. Sein Vorsatz bezieht sich mithin auf reine – sachlich erforderliche – Nothilfe, nicht auf Maßnahmen eines Notwehrexzesses oder auch nur auf eine angreifende Nothilfe – Trutzwehr.

    Mithin wird der Angeklagte Nolde freizusprechen sein.“

    Seite 1: https://detlefnolde.files.wordpress.com/2011/06/p1020231.jpg
    Seite 2: https://detlefnolde.files.wordpress.com/2011/06/p1020234.jpg
    Seite 3: https://detlefnolde.files.wordpress.com/2011/06/p1020236.jpg
    Seite 4: https://detlefnolde.files.wordpress.com/2011/06/p1020237.jpg
    Seite 5: https://detlefnolde.files.wordpress.com/2011/06/p1020240.jpg

    Ich wurde jedoch nicht freigesprochen, sondern verbüßte 23 Monate Haft von April 97 bis Dezember 99, da mein Nothilfeversuch mittels Abwehrspray-Einsatz aufgrund des öffentlichen Drucks und falscher Zeugenaussagen in eine „gefährliche Körperverletzung“ und „Beteiligung an einer Schlägerei“ umgelogen wurde, weil man den Angriff auf Schillok leugnete und aus dem Geschehen eine „Schlägerei“ machte.

    Im Urteil des Landgerichts vom 28. November 1997 wird bei all dem jedoch festgestellt, daß mich keinerlei Mitschuld am weiteren Verlauf des Geschehens trifft, welches mit dem Tod der beiden Angreifer endete:

    Seite 26: „Eine Beteiligung an den vom Angeklagten Schillok begangenen Tötungshandlungen in Form von Mittäterschaft oder Beihilfe kommt nicht in Betracht. Nach den getroffenen Feststellungen konnte der Angeklagte Nolde weder mit dem Einsatz des Messers durch Schillok rechnen noch sind Anhaltspunkte dafür vorhanden, dass er dies gebilligt hätte.“

    Seite 27: „Der Angeklagte Nolde hat verschuldet an einer körperlichen Auseinandersetzung teilgenommen, die ursächlich für den Tod von Chris Danneil und Olaf Schmidtke gewesen ist, ohne das diese Folge von Vorsatz oder Fahrlässigkeit des Angeklagten umfasst war.“

    Seite 31-32: „Innerhalb des Strafrahmens war zugunsten des Angeklagten zu berücksichtigen, daß seine eigene Tatbeteiligung nicht unmittelbar zu erheblichen Verletzungen geführt hat.“

    Lutz Schillok plädierte – wie bereits erwähnt – auf Freispruch wegen Notwehr, wurde jedoch wegen zweifachen Totschlags zu 14 Jahren Haft verurteilt. Das nicht durch meine, sondern Aussagen von Zeugen und seinem Eingeständnis der Tat.

    Ich habe übrigens immer, ob vor Gericht oder jahrelang gegenüber meinem Bewährungshelfer dazu gestanden, zu Unrecht verurteilt worden, selbst ein Opfer des Geschehens geworden zu sein, auch wenn mir immer wieder nahegelegt wurde, daß es taktisch klüger gewesen wäre, wenn ich Reue gezeigt hätte. Nur, dafür bestand keine Veranlassung, da ich keine Schuld auf mich geladen habe.

    Jedem kann es so ergehen wie mir, wenn er jemanden hilft, der angegriffen wird. Dabei wird „Zivilcourage“ doch heute immer so gerne eingefordert. Wenn die Leute jedoch wüßten, daß sie am Ende selber vor Gericht und im Gefängnis landen könnten, weil ihre Nothilfehandlung als „gefährliche Körperverletzung“ oder schlimmeres umbebogen wird, täten sie sich noch mehr zurückhalten, als das heute allgemein bereits der Fall.

    Man weiß nämlich letztlich nie, wie sich ein Geschehen entwickeln, sich der akut Geschädigte, daß Opfer verhält, die Zeugen aussagen, die Polizei (voreingenommen) ermittelt, gar noch die eigene Vergangenheit oder politische Gesinnung belastend gewertet wird. Läuft es schlecht, kommt es so, wie es mir passierte.

    Jedoch: Kann man wegsehen, wenn ein Freund oder Bekannter angegriffen wird? So tun, als ob man nichts gesehen hat? Was ist, wenn dieser dabei zu Tode kommt und man hat nicht versucht, zu helfen?

    Was bleibt von dem, was man bisweilen immer noch im Netz von diesen Behauptungen findet, daß ich mitschuldig wäre an einer Totschlagshandlung? Nichts als heiße Luft, was schlichte Gemüter freilich nicht davon abhält, dem glauben zu schenken.)

  3. Vor knapp drei Jahren kam es zu einem schweren körperlichen Übergriff auf meine Frau (weil sie die eines „Aussteigers“ sei) und mich. Ebenso vor einer Woche, als ein anderer (diesmal mir von damals noch bekannter) Szene-Schläger unvermittelt und brutal mich attackierte.

    Das erste Mal war der Täter der Nazi Ronny Schrader, vor einer Woche Matthias Gohlke von den „Vandalen“. Schrader hat eine lächerliche Strafe bekommen und das politische Motiv wurde zur Freude seines Nazi-Anwalts Carsten Schrank von der Richterin vollends ausgeklammert.

    So werden beide schwere gewaltsame Übergriffe die eindeutig politisch-motiviert in keiner Statistik über Nazi-Gewalt auftauchen und ich gehe davon aus, daß das Gericht auch die jüngste Tat äußerst milde „bestrafen“ wird – in beiden Fällen hat der Berliner Staatschutz vorermittelt.

    Die Frage ist, aus welchem Grunde das alles geschieht. Heimliche Sympathien zu Neonazis oder sind die Nazis, welche nach verübten schweren Staftaten mit Samthandschuhen angefaßt werden – wie z.B. besagter Ronny Schrader – Mitarbeiter oder Informanten einer Behörde, eines Dienstes?

    Mit solchen Taten muß ich immer rechnen, was mir aber zeigt, wie gut es war, einst aus dieser „Bewegung“, die einen Haufen Idioten, Frustrierter, hasserfüllter Gewalttäter und sicherlich auch genug V-Männer in ihren Reihen weiß, ausgestiegen zu sein, diesen Scheiß hinter mir gelassen zu haben.

    Da diese Spinner sowohl in- als auch außerhalb der NPD sich tummeln kann ich jedem Patrioten nur davon abraten, diese Partei zu wählen oder sich gar dort zu organisieren, denn Dieter Stein (Chefredakteur „Junge Freiheit“) hat recht: Die NPD ist eine Partei, die jedem positiven nationalen Ansatz schadet.

    • Was hat denn Schrader (dessen Schwester beim BKA arbeiten soll) damals dafür bekommen? Vielleicht hat die Ausklammerung seines niederen politischen Tatmotivs wirklich damit zu tun, dass er für einen Dienst arbeitet. Momentan ist er ja Mitglied in Worchs Nazi-Partei „Die Rechte“.

      Wurde gegen die andere Nazi-Dumpfbacke Gohlke schon verhandelt? Immerhin nun bald ein Jahr her. Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute und wie du siehst tut der Staat nichts, um gegen Nazi-Schläger abschreckende Urteile zu fällen, wie das in der DDR üblich war.

      • @Lambert

        Soweit ich mich erinnere wurde bzgl. Ronny Schrader wg. mehrerer Gewaltdelikte verhandelt. Er hat wegen schwerer Körperverletzung gegenüber meiner Frau (die gegen mich gerichtete wurde erst gar nicht verhandelt) 5 Monate bekommen aber aufgrund des Strafzusammenzugs waren es am Ende für etliche Taten wohl nur 9 Monate und möglicherweise hat er auch diese nicht abgesessen, nicht lange danach habe ich ihm hinter einen NPD-Stand gesehen.

        Der schwere Angriff des Matthias Gohlke gegen mich alleine mit vielen seiner Kameraden hinter sich fand in den frühen Morgenstunden des 16. Dezember 2012 statt, ein paar Tage später erstattete ich Anzeige. Die Taten bezeugen können mir bekannte 2 Personen. Bis heute, also knapp ein Jahr später, gab es keine Verhandlung! So werden diese Leute gehätschelt und beschweren sich dann darüber, wie sie doch vom „System“ verfolgt werden.

        —–
        (Nachtrag vom 18. Juni 2014: Anderthalb Jahre nach der politisch motivierten gefährlichen Körperverletzung des Matthias Gohlke habe ich als Geschädigter eine Anfrage an die Staatsanwaltschaft Berlin gerichtet mit der Frage, was denn nun mit meiner Anzeige und der Strafverfolgung geworden ist. Heute bekam ich die schriftliche Antwort in der es heißt, daß der Täter „am 2. 10. 2013 zu einer Geldstrafe verurteilt wurde“ und mir „weitere Auskünfte nicht erteilt werden“ können. So sieht er also aus, der Umgang mit brutalen Nazi-Schlägern, die entweder eine lächerlich geringe Strafe erhalten (wie Ronny Schrader) oder gar mit einer Geldstrafe davonkommen. Passend dazu wird das Opfer über all das nicht informiert.)

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